DE45154C - Stopfapparat - Google Patents
StopfapparatInfo
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- DE45154C DE45154C DENDAT45154D DE45154DA DE45154C DE 45154 C DE45154 C DE 45154C DE NDAT45154 D DENDAT45154 D DE NDAT45154D DE 45154D A DE45154D A DE 45154DA DE 45154 C DE45154 C DE 45154C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B97/00—Hand sewing processes or apparatus for special work or not otherwise provided for
- D05B97/04—Hand sewing processes or apparatus for special work or not otherwise provided for for darning
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Stopfen der Strümpfe, WoIl- und Weifswaaren ist eine der umständlichsten und langweiligsten
Arbeiten der Hausfrau. Der bisher verwendete Stopfapparat leidet hauptsächlich an zwei Uebelständen, und zwar hat erstens
die stopfende Person nur eine Hand frei, und zweitens können nur Fäden von beschränkter
Länge angewendet werden, so dafs durch die verschiedenen Fadenenden Unebenheiten in der
Stopferei entstehen, die namentlich bei Strümpfen durch Druck unangenehm zur Wirkung kommen,
abgesehen davon, dafs dadurch auch die Haltbarkeit der Stopferei selbst beeinträchtigt wird.
Umständlich und zeitraubend ist ferner die Maschenbildung.
Durch vorliegenden Stopfapparat soll allen diesen Uebelständen nicht nur abgeholfen werden,
sondern die Stopferei auch in wesentlich weniger Zeit und mit viel gröfserer Sauberkeit
als bisher ausgeführt werden können.
In der beiliegenden Zeichnung stellt
Fig. ι den Apparat im Querschnitt dar;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach x-x,
Fig. 3 den Obertheil des Apparates mit eingespanntem Stopfobject, in diesem Falle ein
Strumpf,
Fig. 4 dasselbe im Grundrifs und zugleich die Art und Weise der Legung des Fadens und
die Verbindung desselben mit dem Stopfobject.
Fig. 5 bis 9 zeigen den Kamm in zwei verschiedenen Dimensionen, und zwar:
Fig. 5 in der Seitenansicht,
Fig. 6 im Grundrifs mit Darstellung der Fadenlagen und mit dem Garnführer;
Fig. 7 zeigt den gleichen Kamm im Grundrifs und die Fadenlagen zum Theil in zusammengeschobenem
Zustande,
Fig. 8 den Kamm im Querschnitt,
Fig. 9 einen gleichen Kamm mit feineren Nadeln zum Gebrauch für feine WoIl- und
für Weifswaaren,
Fig. 10 einen Theil der Kammnadel in vergröfsertem Mafsstabe mit Angabe der Stopfnadelführung,
Fig. 11 dieselbe Nadel im Grundrifs,
Fig. 12 dieselbe Nadel im Querschnitt;
Fig. 13 und 14 zeigen die Stopfnadel.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus vier Theilen: dem Stopf kissen B, dem Kamm C,
dem Garnführer D und der Stopfnadel E, welch letztere auch gleichzeitig als Garnführer dienen
kann.
Das Stopfkissen sitzt drehbar auf einem mit Fufs c versehenen Ständer b und ist mit einem
aus einem dehnbaren Band d gebildeten Spannring ausgestattet, der unter einen abgerundeten
Rand e geschoben wird, um das über die Fläche des Kissens gelegte, zu stopfende Object
straff aufliegend und fest zu halten.
Der Kamm C besteht aus einer Leiste/, die mit einer beliebigen Anzahl Durchbohrungen
versehen ist, in welche die Zinken oder Nadeln g, ebenfalls, je nach dem Umfang der
Stopferei, in verschiedener Anzahl, herausnehmbar eingesteckt werden können. Diese Nadeln g
besitzen auf jeder Seite eine schwache Nuth i, welche zur Führung der Stopfnadel E dient.
Die Stopfnadel E ist ganz analog den jetzigen, nur mit dem Unterschiede, dafs die Spitze durch
eine einseitige Abschrägung, wie Fig. 14 zeigt,
gebildet wird, um die Stopfnadel in den Nuthen i der Kammnadeln führen zu können. Die Stopfnadel
kann auch, wenn an ihrer Spitze mit einem zweiten Oehr versehen, zugleich als Garnführer,
wie ein solcher in Fig. 6 und 13 besonders dargestellt ist, benutzt werden. Anderenfalls
besteht der Garnführer D aus einem nadeiförmigen Draht, der an seiner stumpfen Spitze
ein kleines Oehr m und am entgegengesetzten, zur besseren Handhabung umgebogenen Ende
ein gröfseres bezw. längeres Oehr η besitzt. Das Garn wird vom Knäuel · erst durch das
gröfsere Oehr und dann durch das kleinere gefädelt.
Die Handhabung des Apparates und die Ausführung der Stopfarbeit mit demselben ist nun
folgende:
Auf das Stopf kissen, welches mit seinem Ständer eine solche Höhe hat, dafs die stopfende
Person sitzend an demselben arbeiten kann, wird das zu stopfende Object so aufgelegt, dafs
die zu stopfende Oeffnung auf die Oberfläche des Kissens zu liegen kommt, wie Fig. 4 zeigt;
sodann wird das Object mittelst des Gummiringes d straff angespannt und festgehalten, wie
Fig. 3 darstellt. Hiernach wird das Ende eines Garnknäuels in den Garnführer eingefädelt, erst
durch das hintere, gröfsere, und dann durch das vordere, kleinere Oehr, wie in Fig. 6 dargestellt
ist. Alsdann wird der Stopfkamm, in welchen, dem zu stopfenden Object entsprechend,
stärkere Nadeln, wie in Fig. 6, oder schwächere, wie in Fig. 9 gezeigt, eingesteckt
sind, über die zu stopfende Oeffnung gelegt, wie es die Fig. 1, 3 und 4 zeigen. Das Ende
des durch den Garnführer gefädelten Stopffadens wird nun mit einem Finger, wie Fig. 6
zeigt, an der Nadel des Stopfkammes, welche auf dem Rand der zu stopfenden Oeffnung
liegt, festgehalten und dann der Faden mittelst des Garnführers um die einzelnen Kammnadeln
abwechselnd hin- und hergewickelt, wie die Fig. 6, 7 und 8 veranschaulichen. Dafs dabei
die Anzahl der zu umwickelnden Kammnadeln der zu stopfenden Oeffnung entspricht, ist
selbstredend, auch ist dies besonders in Fig. 4 gezeigt. Dieses Aufwickeln des Fadens, der
endlos ist, geht, wie leicht ersichtlich, sehr schnell vor sich; derselbe wird von Zeit zu
Zeit dicht an einander geschoben, wie in Fig. 7 theilweise dargestellt ist, und nachdem eine der
zu stopfenden Oeffnung entsprechende Fläche auf den Kamm aufgewickelt ist, werden die
auf die Kammnadeln aufgereihten Maschen bezw. das Gewebe, im Falle der Garnführer
zugleich Stopfnadel ist, mit demselben Faden unter einander und mit dem zu stopfenden
Objecte verbunden, und zwar derart, dafs der Faden zuerst durch das Object geführt und
dann mit der Nadel an den Kammnadeln, deren Nuthen i dabei als Führung dienen, entlang
geführt wird, so dafs die auf den Kammnadeln sitzenden Fadenlagen auf den mit der
Stopfnadel hindurchgeführten Faden aufgereiht werden. Nach jeder Durchführung des Fadens
durch eine Fadenreihe wird derselbe mit dem zu stopfenden Objecte verbunden. Ist der
Faden somit durch alle Nadeln g hindurchgeführt, so ist die Arbeit beendet und ein
vollkommen glattes, mit dem Stopfobject fest verbundenes Gewebe hergestellt. Der Faden
wird an beiden Enden haltbar verstochen. Falls eine besondere Stopfnadel angewendet wird,
so mufs natürlich, nachdem der Kamm aufgewickelt ist, der Faden abgeschnitten und von
entsprechender Länge neu in die Stopfnadel eingefädelt werden.
In Fig. 4 der Zeichnung, in der die Verbindung der Kammfadenlagen mit dem Längsfaden
dargestellt ist, sind die Kammfadenlagen des besseren Verständnisses halber abstehend
von einander gezeichnet, in Wirklichkeit liegen dieselben ganz dicht neben einander, etwa wie
Fig. γ zeigt.
Die Kammnadeln sind an den Enden, mit welchen sie mit der Leiste verbunden werden,
etwas abgekröpft, um die Stopfnadeln nach dem Durchstechen leicht fassen zu können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Stopfapparat, sofern bei demselben das Stopfen unter Zuhülfenahme eines Kammes (gf), dessen Nadeln winklig abgekröpft und an einer Seite bis zur Abkröpfung zur Führung der Stopfnadel mit Nuthen i versehen sind, und eines auf einer feststehenden Unterlage drehbar angeordneten Stopfkissens (B) erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45154C true DE45154C (de) |
Family
ID=320340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45154D Expired - Lifetime DE45154C (de) | Stopfapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45154C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2791070A1 (fr) * | 1999-03-19 | 2000-09-22 | Coryne Amiach | Procede de reparation de pulls deformes |
-
0
- DE DENDAT45154D patent/DE45154C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2791070A1 (fr) * | 1999-03-19 | 2000-09-22 | Coryne Amiach | Procede de reparation de pulls deformes |
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