DE219874C - - Google Patents

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DE219874C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms
    • D03D41/001Hair-cloth looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 219874 KLASSE 86 c. GRUPPE
EDUARD HERMSDORF und EMIL STURM in HAINICHEN i. S.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schußeintragvorrichtung zur Herstellung von Roßhaargeweben, bei welcher ein Webschützen Verwendung findet, in dessen Innerem in bekannter Weise ein Vorrat der zu verwebenden Roßhaare enthalten ist. Das Neue und Eigenartige dieser Schußeintragvornchtung besteht darin, daß an den Schützentreibern Greifer befestigt sind, welche beim Auftreffen auf den
ίο Schützen in denselben hineinlangen und ein Roßhaar aus dem darin enthaltenen Vorrat entnehmen.
Die neue Einrichtung ist als beispielsweise Aüsführungsform der vorliegenden Erfindung in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Webschützen, Fig. 2 ein Grundriß. Fig. 3 zeigt das linke Ende des Webschützens in einem größeren Maßstabe im Zusammenwirken mit dem Treiber. Fig. 4 ist eine Vorderansicht der inneren Teile von Fig. 3, und die beiden Fig. 5 und 6 sind Seitenansichten eines Teiles der Fig. 3 von links gesehen. Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch den Webschützen nach der Ebene A-B in Fig. 2.
Das hölzerne Gehäuse des Webschützens besteht aus der hinteren- Wand a, dem Boden b und der vorderen Wand c, d, e. Der Webschützen hat die übliche langdurchgehende Höhlung von rechteckigem Querschnitt, welche von einem Ende bis zum andern sich ausdehnt, und eine kürzere Höhlung bei der Stelle d mit einem ausgerundeten Boden, wie Fig. 7 zeigt. In ersterer ist ein Blechkästchen f, g, h eingelagert, dessen senkrechte Wand f an der hinteren Schützenwand α und dessen Boden g auf dem Boden b des Schützens aufruht, während die dritte Wand h den Hohlraum des Schützens gegen die vordere Höhlung abgrenzt, worin die Spule i lagert. Der Blechkasten f, g, h wird von oben abgedeckt durch einen Blechstreifen k, welcher das Roßhaarbündel χ nach außen verdeckt und mittels Federn m niedergedrückt wird. Letztere werden durch je eine federnd gehaltene Klappe η niedergehalten, so daß die Roßhaare bei Verminderung ihrer Menge dem Verbrauche gemäß stets zusammengehalten bleiben und nicht in Unordnung geraten können.
An beiden Enden des Webschützens ist je eine Öffnung 0 vorgesehen, in welche hinein eine Art Zange 1, 2 eingreift, die an einem Stäbchen 3 und an dem oberen Ende 4 des Treibers beweglich befestigt ist. In dem Treibe^ ist nämlich eine Höhlung 5, 6 vorgesehen, worin ein zylindrischer und mit Kopf 7 versehener Schieber 8 leicht beweglich und doch durch eine Schleppfeder 9 gehalten ruht. Auf dem Stäbchen 3 ist ein verschiebbarer Bundring 10 angebracht, den eine Feder 11 gewöhnlich nach vorn schiebt. Diese letztere Anordnung hat den Zweck, die Zange 1, 2 zu öffnen und zu schließen, je nachdem der Ring 10, der Federkraft 11 entgegen, rückwärts geschoben oder nach vorn gestreift wird. Fig. 5 zeigt die Zange i, 2 in der geöffneten, Fig. 6 in der geschlossenen Stellung.
Im Innern des Webschützens befindet sich
an beiden Enden ein fester Anschlag j>, gegen welchen, wie besonders Fig. 3 erkennen läßt, die an ihrem vorderen Ende gekrümmte Zange i, 2 beim Hineinfahren in die Öffnung 0 sich lehnt und in das Roßhaarbündel χ hineinzugreifen gezwungen wird, während sich gleichzeitig der Ring 10 an der Stirnfläche des Schützens stößt und das Öffnen des aus-' einanderfedernden Zangenmauls 1, 2 gestattet.
In dem Augenblick, wo sich der Schützen wieder vom Treiber entfernt, also auch der Ring 10 wieder auf das Ende der Zange aufstreift, schließt sich die letztere, wie Fig. 6 zeigt, und greift das in Fig. 5 noch freie Roßhaar χ', um es aus dem nun fortschießenden Schützen zurückzubehalten. Die Reibung, die das gefangene Roßhaar in dem Bündel χ erfährt, genügt, um den schwachen Widerstand der Schleppfeder 9 zu überwinden, und es bleibt infolgedessen das Ende des Roßhaares genau dort liegen, wo die in Fig. 3 gezeichnete Lage der Zange 1, 2 es festhält, auch dann, wenn der Treiber 4 etwa eine kleine Rückwärtsbewegung ausführt. -
In bezug auf die mechanische Beschaffenheit des Schützeninnern sei noch ergänzend erwähnt, daß der Blechdeckel k ungefähr in der Mitte seiner Länge mit je einem Stift q versehen ist, die in Schlitze der Blechwand f, h eingreifen, um ein Schlottern des Deckels auf dem Roßhaarbündel χ zu verhindern. Da es ferner für ein fehlerloses Arbeiten der Haarzange 1,2 notwendig ist, daß besonders die beiden Enden der Roßhaarbündel χ elastisch gehalten werden, so ist an jedem Ende des Blechdeckels & ein gekrümmter Draht r angelötet, dessen vorderes Ende sich quer über das Roßhaarbündel an der Stelle legt, wo die Spitze der Zange 1, 2 hineinfaßt. Auch rechtwinklig hierzu drückt außerdem eine rechteckig gewundene Feder s, welche das Roßhaarbündel gegen den festen Anschlag fi hält.
Der vorstehend beschriebene Schützen kann mit oder ohne die in Fig. 2 und 7 ersichtliche Spule arbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schußeintragvorrichtung für Webstühle zur Herstellung von Roßhaargeweben, bei welcher ein in seinem Innern Roßhaare enthaltender Webschützen Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß an den Schützentreibern Greifer (1) befestigt sind, welche beim Auftreffen auf den Schützen in diesen hineinlangen und ein Roßhaar aus dem darin enthaltenen Vorrat entnehmen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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