DE219280C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE219280C DE219280C DENDAT219280D DE219280DA DE219280C DE 219280 C DE219280 C DE 219280C DE NDAT219280 D DENDAT219280 D DE NDAT219280D DE 219280D A DE219280D A DE 219280DA DE 219280 C DE219280 C DE 219280C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- disc
- soil
- wings
- earth
- discs
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims description 17
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 claims 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 5
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 238000003971 tillage Methods 0.000 description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 201000009032 substance abuse Diseases 0.000 description 1
- 230000007306 turnover Effects 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B33/00—Tilling implements with rotary driven tools, e.g. in combination with fertiliser distributors or seeders, with grubbing chains, with sloping axles, with driven discs
- A01B33/08—Tools; Details, e.g. adaptations of transmissions or gearings
- A01B33/10—Structural or functional features of the tools ; Theoretical aspects of the cutting action
- A01B33/103—Structural or functional features of the tools ; Theoretical aspects of the cutting action the rotating shaft being oriented horizontally
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219280 KLASSE 45 tf. GRUPPE
Es sind bereits verschiedene Bodenbearbeitungsmaschinen
bekannt geworden, bei welchen radial gerichtete, ventilatorflügelartig, pflugscharartig
oder gar in Schraubenflächen gekrümmte Werkzeuge an in der Fahrrichtung rotierenden, den Boden vorschneidenden, dünnen
Scheiben angebracht sind, die sich vom Rande der Scheibe bis zu deren Mitte erstrecken
und den Boden in Schollen aufarbeiten sollen.
ίο Bei diesen sind jedoch die Scheiben nur einseitig
mit den wirkenden Werkzeugen besetzt, und die Flächen der Werkzeuge schneiden die
Drehrichtung unter ziemlich großem Winkel, so daß sie dem Eindringen in den Boden großen
Widerstand entgegensetzen. Das hat zur Folge, daß diese Vorrichtungen großen Kraftaufwand
erfordern und mit nur geringer Tourenzahl arbeiten dürfen. Doch auch die einseitige, im
Wesen radiale Anordnung der Werkzeuge an den dünnen Scheiben und deren gekrümmte
Form läßt diese für die Praxis ungeeignet erscheinen, da sich sowohl die Werkzeuge als
auch die dünnen Scheiben beim Eindringen in den Boden leicht deformieren können oder sich
die Werkzeuge selbst auch schon nach einigen Umdrehungen mit Wurzeln, Fasern und Erde
verstopfen und auch dadurch die Maschine arbeitsunfähig machen können.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine neuartige, mittels an in der Fahrrichtung rotierenden,
dünnen Scheiben angeordneten Werkzeugen' wirkende Erde- und Stoppelwendvorrichtung
für Bodenbearbeitungsmaschinen, welche, entsprechend eingestellt, auch als Tiefgrundlockerer
arbeitet und den Zweck hat, alle eingangs erwähnten Übelstände zu beseitigen und den zu
bearbeitenden Boden mit dem geringsten Kraftaufwande in bisher unerreicht kurzer Zeit nicht
nur an der Oberfläche, sondern auch auf beliebige Tiefe gründlich durchzuarbeiten · und
durchzuwühlen bzw. zu wenden und zu lockern, ohne dabei durch Hindernisse, wie Wurzeln,
Steine u. dgl., in der Arbeit behindert zu werden oder durch diese etwa Schaden zu leiden.
Dies wird nun nach vorliegender Erfindung dadurch erreicht, daß diese Scheiben beiderseits mit
zu denselben senkrecht stehenden, symmetrisch und gleichmäßig verteilten, zu deren Drehrichtung
tangential angeordneten, einander zu je einer ganzen, von dieser Scheibe in der Symmetrieachse
durchschnittenen Haue ergänzenden Hauenhälften und mit hinter jedem Hauenhälftenpaare
angeordneten, zur Scheibe ebenfalls senkrecht und gegen die Hauenfläche ungefähr
50 bis 60° geneigt stehenden, in radialer Richtung verstellbaren Flügeln versehen und
mit ihrem Rande nur durch ihr Eigengewicht am Boden frei aufliegend in eine im Verhältnisse
zur fortschreitenden Bewegung sehr rasche Umdrehung — ungefähr 300 und mehr Touren —
versetzt werden. Infolge der schnellen Umdrehung dringt die dünne Stahlscheibe, die
Erde, Wurzeln und andere harte Hindernisse leicht durchschneidend, in den Boden ein. Die
Hauen der Scheibe hacken, infolge ihrer zur Drehrichtung der Scheibe tangentialen Anordnung
sehr leicht in den durch letztere vorgeschnittenen Boden eindringend, die Erde in
äußerst rascher Aufeinanderfolge von Hauenschlägen gründlich auf und wenden dieselbe, und
die den Hauen nachfolgenden Flügel wühlen und schleudern die bereits aufgehackte, also
lockere Erde gründlich durcheinander. Trifft die Scheibe während dieser Arbeit auf zu harte
Hindernisse (Steine, Metall usw.), so rollt sie, sich anhebend, einfach über diese hinweg und
kann somit durch diese Hindernisse in keiner
ίο Weise Schäden oder Aufenthalt erleiden.
Auf der Zeichnung ist diese neue Wende- und
Tiefgrundlockerungsvorrichtung in Fig. ι und 2 in Seitehansicht und Oberansicht dargestellt.
Es ist ά die auf einer horizontalen Achse b aufgekeilte, dünne, am zweckmäßigsten aus
Stahlblech hergestellte Scheibe, c c1 sind die auf beiden Seiten derselben symmetrisch zu
dieser und gleichmäßig verteilt befestigten Hauenhälftenpaare, welche so angeordnet sind,
daß je zwei Hauenhälften c c1 eine durch die Scheibe α in der Symmetrieachse geteilte Haue
bilden, deren Fläche senkrecht zur Scheibe und tangential zu deren Drehrichtung steht, d d sind
die hinter jedem Hauenhälftenpaare c c1 zu beiden Seiten der Scheibe α symmetrisch und
senkrecht zu dieser angebrachten, zu den Hauenflächen unter ungefähr 50 bis 60 ° geneigten und
mit ihren äußeren Enden ungefähr um beiläufig eine Hauenlänge von den Hauenrücken
abstehenden Flügel. Diese Flügel d d sind mittels durch radiale Schlitze e der Scheibe a
hindurchgehender Schrauben f mit der Scheibe a fest verbunden, können aber in diesen Schlitzen e
in radialer Richtung verstellt werden, g ist ein auf die Achse b der Scheibe α aufgekeiltes
Kettenrad, das zum Antriebe der Scheibe a dient. Die Scheibe α ist in der Bodenbearbeitungsmaschine,
welche irgendeine beliebige bekannte selbstfahrende Maschine sein kann, mittels
der Achse b entweder in festen vertikalen, zu der die Scheibe antreibenden Querwelle der
Maschine konzentrisch gekrümmten Schlitzführungen oder in den freien Enden von lose
um diese horizontale Antriebswelle schwingenden Armen in bekannter Weise so gelagert, daß
sie, stets durch ihr Eigengewicht mit dem Rande am Boden aufliegend, sich ungeachtet des Kettenantriebes
in den Führungen oder mittels der Arme in vertikaler Richtung frei auf- und abwärts
bewegen kann. Die Anordnung dieser Wende- und Tiefgrundlockerungsvorrichtung in der Bodenbearbeitungsmaschine ist hier nicht
dargestellt, ist aber aus vorgesagtem leicht begreiflich.
Die Wirkungsweise dieser neuen Vorrichtung ist nun folgende:
Soll der Boden durchaus nur aufgehackt und gewendet werden, so werden die Flügel d der
Scheibe α an letzterer so weit gegen deren Umfang verstellt, daß deren äußerste Enden gerade
in die Bahn der Hauen c c1 fallen.
Sind die Flügel d d derart eingestellt, so wird die Scheibe α in der Pfeilrichtung I in
rasche Umdrehung versetzt, wobei gleichzeitig die Maschine und somit auch die Scheibe die
verhältnismäßig langsame, fortschreitende Bewegung in der Pfeilrichtung II beginnt. Infolge
der raschen Umdrehung (300 Touren und mehr) schneidet der Rand der unter dem Drucke ihres Eigengewichtes mit diesem Rande
frei auf dem Boden aufliegenden Scheibe a in den Boden ein, die Hauen cc1 hacken in ungemein
rascher Aufeinanderfolge von Hauenschlägen den von der Scheibe α vorgeschnittenen
Boden, immer tiefer schreitend, schichtenweise auf, und die den einzelnen Hauen folgenden
Flügel d d durchwühlen und wenden die ganze jeweilig bereits aufgehackte und somit lockere
Erdschicht sofort und schleudern sie innig durcharbeitet hinter der Scheibe α hinaus. Die
neue Vorrichtung arbeitet also in der Erde gleichsam wie ein Fräser. Trifft deren Scheibe a
in der Erde auf Hindernisse, wie Wurzeln, Holzstücke u. dgl., so werden diese teils von
ihr zerschnitten. Über zu harte Hindernisse rollt die Scheibe a, dabei ansteigend, einfach
hinweg.
Soll der Boden jedoch so' bearbeitet werden, daß nur dessen obere Schichten gewendet und
durchgearbeitet, die darunter liegenden, tieferen Schichten aber nur gelockert werden, so
müssen die Flügel d d an der Scheibe a so weit gegen deren Achse b hin zurückgestellt werden,
daß deren äußere Enden in einem Kreise liegen, der kleiner ist als der Kreis der Hauenbahn.
Infolgedessen bleibt, wenn nun die Vorrichtung in gleicher Weise wie früher betätigt wird, eine
ringförmige Zone zwischen der Hauenbahn und der Flügelbahn, in welcher die Erde zwar von
den Hauen schon durchgearbeitet bzw. aufgelockert ist, aber von den Flügeln nicht berührt
und daher nicht gewendet und ausgeschleudert wird, sondern nur gelockert liegen bleibt. Die
darüber liegenden Schichten dagegen, welche von den Flügeln schon erreicht werden, werden
■ von diesen wie früher ausgeschleudert und gewendet. Je weiter nun die Flügel d d gegen
die Scheibenachse b hin zurückgestellt werden, desto höher wird somit die nur von den Hauen
aufgelockerte Schicht. Man hat es also in der Hand, durch entsprechende Einstellung der
Flügel die Tiefgrundlockerung beliebig zu regeln. Durch entsprechende Belastung der Scheibenachse
b und Abänderung der fortschreitenden Bewegungsgeschwindigkeit kann auch die Arbeitstiefe
der Vorrichtung beliebig geregelt werden, denn je schwerer die Scheibe α ist und je langsamer
deren fortschreitende Bewegung ist, desto größer die Arbeitstiefe, und umgekehrt, je leichter
die Scheibe α Und je schneller deren fortschreitende Bewegung ist, um so geringer wird
die Arbeitstiefe. Es kann- aber die Arbeitstiefe
Claims (2)
- auch durch verstellbare Anschläge eingestellt werden, welche die Lager der Scheibenachsen in ihrem Hube nach abwärts in der eingestellten Tiefe begrenzen.Schließlich sei noch erwähnt, daß beliebig viele solche Scheiben auf einer gemeinschaftlichen Welle nebeneinander angeordnet werden und diese eventuell auch durchbrochen sein können und am Umfange statt kreisförmig glatt, ίο auch mit zahnartigen, welligen oder sonst gestalteten Vorsprüngen versehen sein können, wenn es sich etwa um Bearbeitung eines stark durchwachsenen Bodens handelt.X5 _ Patent-Ansprüche:i. Bodenaufhackmaschine mit an dün-. nen Schneidscheiben angeordneten Hackenblättern, dadurch gekennzeichnet, daß die Hackenblätter an den Scheiben zu beiden Seiten symmetrisch und senkrecht stehen, sowie etwa tangential zur Drehungsrichtung angeordnet sind, so daß sie einander zu von der Scheibe in ihren Mittelachsen geteilten flachen Hacken ergänzen und die vom Scheibenrande vorgeschnittene Erde — fräserartig wirkend — aufhacken, während zwischen diesen Hacken zur Scheibe senkrecht und zu den Hackenflächen unter beiläufig 50 ° bis 60 ° geneigte radiale Flügel (d) angeordnet sind, welche die bereits aufgehackte Erde auswerfen und wenden.
- 2. Bodenauf hackmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (i) radial an den Scheiben verstellbar sind, um das Werkzeug für Tiefgrundlockerung ohne Wenden der unteren Schicht benutzen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin. gedruckt In der reichsdrückerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219280C true DE219280C (de) |
Family
ID=480422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219280D Active DE219280C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219280C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2836329A1 (fr) * | 2002-02-27 | 2003-08-29 | Sas Dairon | Disque porte-lames pour rotor de malaxeur |
-
0
- DE DENDAT219280D patent/DE219280C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2836329A1 (fr) * | 2002-02-27 | 2003-08-29 | Sas Dairon | Disque porte-lames pour rotor de malaxeur |
| WO2003071854A1 (fr) * | 2002-02-27 | 2003-09-04 | Dairon S.A.S. | Disque porte-lames pour rotor de malaxeur |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3017081C2 (de) | ||
| DE1782740C2 (de) | Mähmaschine mit einem in Arbeitslage dicht über den Boden geführten, langgestreckten, flachen, kastenförmigen Tragkörper | |
| WO1988004884A1 (fr) | Outil motorise pour la preparation du sol | |
| EP0358014A2 (de) | Rollhacke | |
| DE1457690A1 (de) | Garten- und Ackerbaugeraet | |
| DE1272612B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reparieren und Regenerieren unsachgemaess angelegter oder abgewirtschafteter Rasenflaechen | |
| DE219280C (de) | ||
| DE1657047C3 (de) | Mähmaschine mit um zueinander parallele Achsen gegenläufig umlaufenden Schnittwerkzeugen | |
| DE210892C (de) | ||
| AT42970B (de) | Bodenbearbeitungsmaschine. | |
| DE4206823C2 (de) | Vorrichtung zur mechanischen Bearbeitung einer Oberfläche oder einer Vielzahl von schaftförmigen Gegenständen | |
| DE2338085A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum beseitigen von baumstuempfen | |
| DE309599C (de) | ||
| DE833269C (de) | Geraet zum Ausheben von konischen Loechern, insbesondere Pflanzloechern aus dem Erdboden | |
| DE238615C (de) | ||
| DE292130C (de) | ||
| DE303192C (de) | ||
| DE1582712C (de) | Gerat zum Aufnehmen und Zerkleinern von Pflanzenabfall | |
| DD247367A1 (de) | Werkzeugkombination fuer die saatbettbereitung | |
| DE755821C (de) | Fahrbare Vorrichtung zur Gewinnung lufttrockenen Torfes | |
| DE544830C (de) | Grasmaeher mit an einem waagerecht liegenden, umlaufenden Traeger schwingbar befestigten Messern | |
| DE121926C (de) | ||
| DE276086C (de) | ||
| DE932333C (de) | Vorrichtung zur Vorbereitung der Pflanzstellen fuer Holzgewaechse od. dgl. | |
| DE823058C (de) | Ruebenhack- und Verhackmaschine |