DE217536C - - Google Patents

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DE217536C
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    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/20Preparing or treating the raw materials individually or as batches for dry-pressing
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80 #. GRUPPE
mittels Trockenpressung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. August 1908 ab.
Die zur Vermeidung der Anfeuchtung des Rohlehms und damit der dem Brennen vorangehenden Vertrocknung der Formlinge bekannten Verfahren zur Trockenpressung von Lehmziegeln leiden an dem inneren Widerspruch, dai3 der zur Erhaltung einer genügenden Geschmeidigkeit und zur Sicherung der Aneinanderhaftung der einzelnen Massenteilchen erforderliche Mindestgehalt an Wasser in
ίο der Praxis stets größer ist als der für das unmittelbar an das Pressen sich anschließende Brennen statthafte Größtgehalt an Feuchtigkeit.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trockenpressung von Lehmziegeln, das darin besteht, die im Lehm enthaltene Feuchtigkeit durch Erhitzen bis auf einen in Dampf form zurückbleibenden Mindestgehalt abzutreiben, mit dem das Formgut der Pressung unter^ worfen und die Formlinge unmittelbar in den Brennraum überführt werden können. Das im Innern der Masse sitzende Sättigungswasser gelangt nämlich weder als Schmierv mittel bei der gegenseitigen Verschiebung der Teilchen unter der Pressung noch als Bindemittel für den Formling bis zum Brennen zur Wirkung, ist vielmehr für das nachfolgende Trocknen im Brennraum äußerst schädlich. Indem nun durch die -Erhitzung dieses Sättigungswasser verdampft und auf die Oberfläehe der einzelnen Masseteilchen getrieben wird, wird es so weit aus der Formmasse entfernt, als es eben nicht dort zur Herabsetzung des Gleitwiderstandes und zur Erzielung der nötigen Anhaftung gebraucht wird. Bei der Pressung der warmen Masse verdichtet sich dann dieser dampfförmige Rückstand teilweise wieder zu die einzelnen Teilchen einhüllendem Wasser, so daß sich die Formgebung mit Leichtigkeit vollzieht. Wird der Formling noch warm in den Ofen gebracht, so braucht hier nur dieser ganz geringe Rest der Feuchtigkeit vor dem eigentlichen Brennen ausgetrieben werden.
Ein· weiterer Vorteil dieser Anfüllung der Poren der Masseteilchen mit Dampf ist der, daß dadurch die Luft entfernt wird. Bekanntlich bedingt der Luftgehalt der Formmasse bei der. Trockenpressüng eine nächherige Rißbildüng in den Formungen, indem die Luft bei der Pressung, verdichtet wird und sich nachher wieder unvermittelt ausdehnt. Indem aus dem in der Masse enthaltenen Wasser Dampf entwickelt wird, treibt dieser aber die Luft vor sich her und füllt den von ihr eingenommenen Raum an. Bei der Verdichtung in der Presse wird aber der Dampf verflüssigt und so seiner Expansionsfähigkeit beraubt. Die Wiederverdampfimg findet erst nachher allmählich im Brennraum ohne unangenehme Nebenwirkungen statt. Durch die Austrei- 6p bung der Feuchtigkeit in Dampfform wird weiter eine gleichmäßige Verteilung derselben über die Masse erzielt; der fertige Formling hält im Ofen dem Brande vorzüglich stand und liefert einen glatten und geraden Stein von homogenem Gefüge.
Es ist bereits vorgeschlagen worden (vgl. die Patentschrift 114038), das Formgut durch
(2. Auflage, ausgegeben am 32. Oktober igioj
Heizung der Walzen, Misch tröge, Pressen u. dgl. zu erwärmen. Dabei ist aber~ hervorgehoben, daß diese Erwärmung nicht behufs Verdampfung des hygroskopischen Wassers geschielit, da dem Ton weder kurz vor noctr bei dem Pressen Wasser entzogen werden dürfe; die dem neuen Verfahren zugrunde liegende Erkenntnis hat hier also ersichtlich nicht vorgelegen, Die Erwärmung hat hier
ίο denn auch nur den Zweck, die Vertrocknung, die ausdrücklich dem Einsetzen in den Brennofen vorangehen soll, abzukürzen, besonders durph Vermeidung des Niederschlags der Luftfeuchtigkeit auf den Formungen; es handelt sich also dabei auch gar nicht um ein Trockenpreßverfahren.
; . Die praktische Ausführung des Verfahrens vollzieht sich wie iolgt: Der Lehm wird unmittelbar vom Berg durch ein Kratzbahd in
ao eine rotierende Trommel mit geneigter Achse gebracht, aus ihr gelangt er in die Walzenmühle und von dieser durch ein Becherwerk in die Presse. In der Trommel wird der Lehm unter die Wirkung von erhitzten Gasen,
«5 als welche zweckmäßig die Abgase des Ofens dienen, gebracht. Diese Anlage arbeitet genau mit den angegebenen Wirkungen des allgemeinen Verfahrens, nur ist hier noch der besondere Vorteil zu erwähnen, der in der Ausnutzung der Abgase des Brennofens zur Erwärmung der Formmasse gegenüber der Verwendung einer besonderen Feuerung gegeben ist. Ein weiterer Vorzug des neuen Verfahrens besteht noch darin, daß die fertigen Formlinge noch warm in den Brennofen überführt werden können, weil hiermit ein Niederschlag der Luftfeuchtigkeit auf den Förmlingeii vermieden ist, wie dies sonst eintritt, wenn die Steine naß und kalt in den Trockenraum kommen.
Die Durchleitung heißer Gase durch die zu trocknende Formmasse hat dabei insofern eine Bedeutung, als infolge der unmittelbaren Nachbarschaft der Gase der zu erzeugende Wasserdampf nicht mit 1 Atm. Spannung hervorgebracht werden muß, sondern gemäß dem Daltonschen Gesetz nur < mit einem Partialdruck, der je nach der Menge des vorhandenen Entlastungsgases mehr oder weniger unter dem Atmosphärendruck bleibt. Dadurch wird aber der iiur Verdampfung erforderliche Wärmeaufwand beträchtlich herabgesetzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Lehmziegeln aus vorgewärmter Formmasse mit; tels Trockenpressung, dadurch gekennzeichnet, daß die im Lehm enthaltene Feuchtigkeit in an sich bekannter Weise zur Verdampfung gebracht, jedoch nur bis auf einen Mindestgehalt angetrieben wird, der bei der anschließenden Pressung des Formgutes verflüssigt wird und so das erforder- liehe Gleitmittel bei der gegenseitigen Ver-Schiebung der Massete'ilchen wie das Bindemittel für den unmittelbar in den Brennraum überzuführenden Formling bildet.
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