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Verfahren zur Herstellung eines hohlen Trägers Die Erfindung betrifft
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von festen, leichten Baueinheiten,
wie z.B. hohlen, aus Metall bestehenden Trägern, wobei keine zusätzlichen Befestigungselemente
benötigt werden, um die entsprechenden 3estandteile, welche zusammen dçn Träger
bilden, aneinander zu befestigen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein
Verfahren zur Herstellung eines hohlen Trägers mit einem Paar von parallelen Bahnen,
bestehend aus Metallblechplatten und mit einem Paar von Flanschen.
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Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Verfahren der genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Bereich an oder in der Nähe jeder Platte
in sperrenden Eingriff mit einer hinterschnittenen Nut in einem Eckstück des benachbarten
Flansches verformt wird.
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Die erfindungsgemäßen Träger können entweder gerade oder mit einer
vorbestimmten Abrundung zur Ubereinstimmung mit einer bestimmten Konstruktion oder
zur Erfüllung bestimmter bautechnischer Erfordernisse ausgebildet sein.
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In dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein zusammengebauter, für
bautechnische Zwecke verwendeter Träger aus zwei entgegengesetzten Paaren von Metallteilen
hergestellt, wobei die Ecken von aus Metall bestehenden Strangpreßprofilen begrenzt
sind und mindestens ein Paar Seiten aus aus Metallblech bestehenden Platten hergestellt
sind, welche in sicherer, schließender Verbindung mit den Strangpreßprofilen stehen.
Die anderen beiden Seiten können aus einem Paar von Strangpreßprofilen oder aber
eine oder beide deser Seiten können aus einer aus Metallblech bestehenden Platte
hergestellt sein, die in Verbindung mit den ausgepreßten Eckstücke gebracht wird.
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Das Eingreifen der aus Metallblech bestehenden Platten in die Eckstücke
wird dadurch bewirkt, daß ein Bereich der Platte an oder nahe seiner Kante in einer
in dem Eckstück befindlichen hinterschnittenen Nut verformt wird.
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Solch eine Verformung kann kontinuierlich entlang der gesamten Länge
der Platte oder aber an einzelnen Stellen vorgenommen werden (in Intervallen). Vorzugsweise
ist das Eckstück mit einem durch die der hinterschnittenen Nut gegenüberliegende
Wand begrenzten Schlitz versehen. Die Kante der Platte wird während des Zusammenbaus
von dem
Schlitz aufgenommen und dann durch Verformung sowohl der
Kante der Platte als auch der Wand der Nut in der Nut fest verankert.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf ein im wesentlichen
kontinuierliches Verfahren zum Zusammenbauen von in der Bautechnik verwendeten Trägern
aus einem Vorrat getrennter Teile und auf eine Vorrichtung zum Ausführen dieses
Zusammenbaus. Die erfindungsgemäßen Träger sind vorzugsweise aus Strangpreßprofilen
und aus aus Aluminium oder aus Aluminiumlegierungen bestehenden Platten gebildet.
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In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 die Folge des Zusammenbaus eines Balkens
aus einer Anzahl einzelner Teile, Fig. 2 , 3 und 4 Querschnitte der Balken in verschiedenen
Stadien des Zusammenbaus nach Linie 2-2, 3-3 und 4-4 in Fig. 1, Fig. 5 eine Seitenansicht
der Vorrichtung für den Zusainmenbau, Fig. 6 , 7, 8 und 9 Längsschnitte nach Linie
6-6, 7-7, 8-8 und 9-9 in Fig. 5, Fig. 10 einen Horizontalschnitt nach Linie lo-lo
in Fig. 8, Fig.11 einen Horizontalschnitt nach Linie 11-11 in Fig. 8, Fig. 12 eine
vergrößerte Ansicht eines Teiles der Vorrichtung nach Linie 12-12 in Fig. lo,
Fig.13
einen Schnitt durch den Träger, worin die entgegengesetzten Paare der der ineinander
eingreifenden Teile vor der festen Verbindung miteinander gezeigt sind, Fig. 14
eine vergrößerte Ansicht eines Teiles zweier ineinander eingreifender Teile nach
Linie 14-14 in Fig, 13, Fig.15 einen (Fig. 13) etwa ähnlichen Querschnitt, in dem
die Teile in fester Verbindung zu sehen sind, Fig.16 einen Horizontalschnitt durch
den zusammengebauten Träger nach Linie 16-16 in Fig. 15, Fig.17 einen Horlzontalschnitt
nach Linie 17-17 in Fig. 15, Fig.18 einen Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform
des #rägers,der im wesentlichen dem in Fig. 15 gezeigten entspricht, Fig.19 eine
Ansicht einer weiter abgewandelten Ausführungsform, die im wesentlichen der nach
Fig. 14 entspricht, Fig.20 eine isome-rischa Ansicht einer abgewandelten Seitenwand
des Trägers, Fig.21 einen Schnitt durch das Dach eines Baus, welches von einem mit
der in Fig. 2o gezeigten Seitenwand versehenen Träger getragen wird, Fig.22 und
23 die Verbindung von einer Platte und einem Strangpreßprofil in einer weiteren
abgewandelten
Ausführungsform des Trägers, Fig.24 einen Längsschnitt
durch eine weitere abgewandelte Ausführungsform des Trägers und der dazugehorigen
Vorrichtung zum Zusammenbau, Fig.25 einen Horizontalschnitt durch die abgewandelte
Aus führungsform von Fig. 24 nach Linie 25-25, Fig.26 eine isomerische Ansicht eines
fertiggestellten Trägers der in Fig. 15 gezeigten Art, in dem die damit verbundene
dekorative Deckplatte gezeigt ist, Fig. 27 eine isomerische Ansicht eines Trägers
der n Fig. 15 gezeigten Art mit einer damit verbunaenen dekorativen Platte.
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Der erfindungsgemäße Träger wird mit einer Vorrichtung zusammengebaut,
die spezielle für diesen Zweck entworfen ist und durch die die einzelnen Teile so
zusammengefügt werden können, daß sie, ohne eine Zerstörung zu verursachen, wieder
auseinandergenommen werden können.
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Eine Ausführungsform des Trägers und der Vorrichtung zum Zusammenbau
ist in Fig. 1 bis 4 gezeigt. Der Träger 1 enthält ein Paar von Strangpreßprofilen
2 und a, im folgenden Profile genannt, welche die obere Wand und die untere Wand
des Balkens bilden, sowie ein Paar von Platten 4 und 6, die die Seitenwände bilden.
Die Profile 2 und 3 sind in der Längs- und Querrichtung vorzugsweise starr und schon
vor dem Zusammenbau auf ihre Länge in Ubereinstimmung mit der Gesamtlänge des daraus
zu bildenden Trägers zugescilaitten.
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Zur Erhöhung ihrer Festigkeit sind die gim allgemeinen
aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gebildeten) Platten 4 und 6 mit Riffelungen
versehen, wie es im folgenden näher beschrieben wird, welche sich vorzugsweise in
vertikaler Richtung zwischen den oberen und unteren Teilen bzw. Profilen 2 und 3
erstrecken, um starre, verstärkende Kanäle zu bilden, welche ein Zusammenfallen
des Trägers in vertikaler Richtung verhindern.
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Wie in Fig. 2 bis 4 gezeigt, werden die Kantenteile der Platten 4
und 6 in vorgeformte Schlitze eingesetzt, welche entlang der entgegengesetzten Ränder
der Profile 2 und 3 angeordnet sind, indem die entsprechenden Teile auf zusammenlaufenden
Wegen bewegt werden. Bei solchem Ineinandergreifen wird innerer Druck auf die Profile
2 und 3 ausgeübt, um sicherzustellen, daß die Kantenteile der die Seitenwand bildenden
Platten in den Schlitzen bleiben. Dann wird Druck auf die Teile ausgeübt, um die
vorbestimmten Bereiche der Teile so zu verformen, daß die Kantenbereiche der Platten
4 und 6 solcher in den Schlitzen der Profile 2 und 3 verankert sind.
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Am Vorschubende der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung befindet sich
eine Abgabestelle 7, von der aus die den Träger bildenden Teile entlang zusammenlaufender
Wege der der FUhrung und dem Zusammenbau dienenden Stelle 8 zugeleitet werden, an
der die Teile in der in Fig. 2 gezeigten Art miteinander in Eingriff gebracht werden.
Die Platten 4 und 6 werden von Aufwickelrollen 13 und 14 gezogen. Die zusammengebauten
Teile werden dann zu einer Stelle 9 bewegt, an welcher innerer Druck in der in Fig.
3 gezeigten Pfeilrichtung zugeführt wird, bevor die miteinander in Eingriff stehenden
Teile zu einer Stelle lo zum Verformen weiterbewegt werden, an der die Bestandteile
fest miteinander verbunden werden. Eine zweite Stelle 11 zum Zuführen von Druck
ist nahe der Stelle lo eingerichtet, um, falls erwünscht, dem Träger eine Abrundung
zu verleihen.
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Es hat sich herausgestellt, daß eine leichte Abrundung bei allen
Trägern wünschenswert ist, um eine Belastung der Träger auszugleichen, wenn letztere
für bautechnische Zwecke verwendet werden. Eine Neigung von etwa 1,7 bis 2,o cm
pro 6,3 m eines Trägers ist erwünscht. Wenn jedoch für äußerliche Zwecke eine zusätzliche
Abrundung erwünscht Träger wird, z.B. wenn einem von dem gehaltenen Dach oder einer
Decke bogenförmiges Aussehen verliehen werden soll, kann auch eine Abrundung von
12,7 bis 15,2 cm hergestellt werden.
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Nach dem Zusammenbau wird der Träger an einer Stelle 12 durch irgendeine
geeignete Abtrenneinrichtung, wie z.B. eine oder mehrere Sägeblätter auf seine vorbestimmte
Länge zugeschnitten.
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Nachdem somit das Verfahren zum Zusammenbau, welches bei den verschiedenen
hier gezeigten Ausführungsformen des Trägers angewendet wird, offenbart ist, wird
nun auf Fig, 5 bis 11 Bezug genommen, in denen die Vorrichtung zum Zusammenbauen
von Trägern im einzelnen veranschaulicht ist.
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Die gezeigte Vorrichtung umfaßt einen feststehenden unteren Abschnitt
17 und einen oberen Abschnitt 18, welcher relativ zu dem unteren Abschnitt zum Verstellen
bewegbar ist. Die Verstellmöglichkeit erlaubt es der Vorrichtung, Träger verschiedener
Größe herzustellen, wie z.B. Träger, bei denen der Abstand zwischen den Ebenen der
oberen und unteren Profile 2 und 3 zwischen 12,7 und 30,4 cm aufweisen.
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Wie am besten in Fig. 5 zu sehen ist, besteht der untere Abschnitt
17 der Vorrichtung aus einem von Beinen 19 getragenen Rahmen, welcher eine Reihe
horizontaler Teile 22 und Ausdehnungen 23 am Abgabeende der Vorrichtung aufweist.
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Der obere Abschnitt 18 der Vorrichtung besteht aus einem steifen
Rahmen mit einem horizontalen Teil 26, welches sich im wesentlichen über die ganze
Länge der Vorrichtung erstreckt und für vertikale Bewegung zum Verstellen relativ
zum Rahmenwerk des unteren Abschnitts 17 angebracht ist. Nahe den entgegengesetzten
Enden des Teils 26 des Rahmens befinden sich vertikale Teile 27 und 28, mit denen
Einrichtungen zum vertikalen Bewegen des oberen Abschnitts der Vorrichtung verbunden
sind.
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Nahe dem Zufuhrende der Vorrichtung steht ein vertikales Teil 29
(Fig. 6) senkrecht von dem unteren Rahmen nach oben und dient als#Führung für eine
Hülse 31, welche seitlich von-einer Platte 32 absteht, die wiederum durch Bolzen
33 an dem Teil 27 befestigt ist.
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Nahe dem Abgabeende der Vorrichtung ist der obere Abschnitt 18 durch
eine querliegende Montageplatte 36 (Fig. 8) für vertikale Bewegung gehalten. Ein
Paar von aufrechten drehbaren Antriebswellen 37 und 38, welche ebenfalls als Führungen
für den oberen Abschnitt der Vorrichtung dienen, erstrecken sich durch die Montageplatte
36 (wie im folgenden noch näher erläutert werden soll).
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Die Lager 39 und 41 sind an die Montageplatte 36 befestigt und ermöglichen
die Drehung der entsprechenden Wellen, ohne daß dabei die Längsbewegung dies#Lager
und der Montageplatte 36 gestört wird. -Identische Verstelleinrichtungen 42 und
43 zum Bewegen des oberen Abschnitts relativ zum unteren Abschnitt sind nahe den
entgegengesetzten Enden der Vorrichtung angeordnet und betätigbar zwischen den aufrechten
Teilen 27 und 28 und dem horizontalen Teil 26 angeordnet. Die Verstelleinrichtung
43 (Fig. 5 und 9) enthält eine aufrechte Schraube 44, die in einem oberen Lager
46 und einem unteren
Lager 47, welche an eine haltende, am Teil
26 befestig te Platte 48 befestigt ist, steckt. Das obere Lager 46 ist auf einer
haltenden Platte 49 angebracht, welche an dem aufrechten Teil 2 des Rahmens befestigt
ist. Eine Halterung 51, welche an einem aufrechten Bauteil 52 des unteren Rahmenabschnitts
(Fig. ) befestigt ist, trägt ein Paar von im Abstand zueinander angeordneten Muttern
53 und 54 die mit der Schraube 44 verschraubt sind.
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Antriebseinrichtungen zum gleichzeitigen Drehen der Schrauben 44
der Verstelleinrichtungen 42 und 43 umfassen einen am Teil 28 des Rahmens befestigten
reversiblen Elekz tromotor 56, welcher eine Welle 58 durch einen Riemen und Riemenscheibe
57 antreibt. Dis Antriebswele 58 enthält Kegelräder 59 und 61, welche mit Kegelrädern
62 und 63 in EIngriff stehen, die an die entsprechenden Schrauben der Verstelleinrichtungen
42 und 43 befestigt sind. Zum zusatzlichen Stützen der Welle 5o ist eine aufrechte
Montageplatte 67 (Fig. 5), die ein Lager 68 hält, durch Stützwinkel 69 an das horizontale
Teil 26 des oberen Abschnitts der Vorrichtung befestigt. Eine Steuereinrichtung
66 für den Motor 56 ist an der Bedienungsstation in Fig. 5 gezeigt. Wenn der obere
Abschnitt der Vorrichtung für eine bestimmte Balkengroße auf den vorbestimmten Abstand
eingestellt ist, kann die Vorrichtung die entgegengesetzten Paare der Profile 2,
3 und der Platten 4 und 6 zum Zusammenbau aufnehmen.
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An der Abgabestelle 7 sind die Aufwickelrollen 13 und 14 von aufrechten
Stützen 71 getragen, die je eine sich durch das Innere der entsprechenden Rollen
erstreckende vertikale Achse aufweisen. Die Rollen 73 und 74 stehen mit den Profilen
2 und 3 in Berührung, wenn letztere in die Vorrichtung eintreten.
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Pn der der Führung dienenden Stelle 8 (Fig. 5 und 6) befinden sich
obere und untere Paare von Führungsschienen
76 und 77, in denen
die Kanten der die Seitenwand bildenden Platten 4 und 6 in die Vorrichtung laufen.
Die Führungsschienen sind durch in geringem Abstand zueinander angeordnete Führungsplatten
gebildet, welche zwischen sich einen Führungskanal bilden. Die Führangsschienen
sind an die oberen und unteren Abschnitte der Vorrichtung mit Hilfe von im Abstand
zueinander angeordneten Halterungen 78 und 79 (Fig. 6) befestigt.
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Die Führungsschienen laufen nach unten und nach innen relativ zueinander
zusammen, SG daS die die Seitenwand bildenden Platten 4 und 6 in einem zusammenlaufenden
Weg vorgeschoben werden. Dieser Vorschub wird unterst.itzt durch ein Paar von Rollen
81 und 82 aus Gummi (Fig. 7), welche verstellbar auf einem Paar von Wellen by und
34 angebracht sind, die wiederum an ihren unteren Enden durch Lager 85 und 86 auf
Montageplatten gehalten werden, welche an die Teile 22 des den unteren Abschnitt
der Vorrichtung bildenden Rahmens befestigt sind.
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Die Führungseinrichtung für die Trägerbestandteile enthält außerdem
eine Führungsanlage zum Vorschieben der oberen und unteren Profile 2 und 3 in einem
zusammenlauSenden Weg in einen Eingriff mit den die Seitenwand bildenden Platten
4 und 6. Wie in Fig. 6 und 7 zu sehen ist, hängen ein Paar von U-förmigen Halterungen
92 und 91 von dem aufrechten Teil 27 des Rahmens herab bzw. ragen nach oben aus
einem querliegenden Teil 93 des Rahmens heraus, welches sich zwischen den sich längs
erstreckenden Teilen 22 des Rahmens des unteren Abschnitts der Vorrichtung erstreckt.
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Ein Paar von vorzugsweise aus Holz bestehenden Führungsstangen 94
und 96 erstrecken sich in Längsrichtung von den Halterungen 91, 92 In den zusammenzubauenden
Träger. Solche Führungsstangen diene der trjC ten- Z:ek, innere seitliche Bewegung
der die Seitenwand bildenden Platten
4 und 6 zu verhindern und
zur selben Zeit als Führungsflächen für die Profile 2 und 3 zu wirken. Somit reduzieren
die Führungsstangen 94 und 96 solche innere Bewegung (Fig. 7), wenn die der Führung
dienenden Gummirollen 81 und 82 die die Seitenwand bildenden Platten 4 und 6 nach
innen zusammenführen.
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Nachdem die Kanten der die Seitenwand bildenden Platten in die Schlitze
der Profile 2 und 3 eingeführt worden sind, wird Druck in vertikaler Richtung ausgeübt,
um die Bestandteile in ihrer zusammengebauten Stellung zu halten, während sie von
der Stelle 9, an der der Druck zugeführt wird, zur Stelle lo zum Verformen geleitet
werden.
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Wie in Fig. 1, 5 und 7 zu sehen ist, sind die entgegengesetzten Paare
von Druckrädern so angeordnet, daß sie mit den oberen und unteren Abschnitten des#Balkens
in Eingriff treten. Die Paare von Druckrädern am oberen Teil der Vorrichtung sind
mit den Zeichen lol, 102 und 1o3 versehen, während die Paare von Druckrädern im
unteren Abschnitt der Vorrichtung mit den Zeichen 106, 107 und 108 versehen sind.
Wie man in Fig. 7 erkennnen kann, werden die oberen Druckräder von einer Halterung
log getragen, welche an das obere, den Rahmen bildende Teil 26 des oberen Abschnitts
der Vorrichtung befestigt ist und von ihm herabhängt. Auf ähnliche Weise sind die
unteren Druckräder von einer aufrechten Halterung 111 getragen, welche an das Rahmenwerk
des unteren Abschnitts der Vorrichtung befestigt ist. Der Abstand zwischen den Druckrädern
jedes Paares ist so beschaffen, daß ein Schulterteil der Profile 2 und 3 durch ihn
hindurchgeführt werden kann. Die Druckräder sind somit so angeordnet, daß sie Druck
auf die Profile 2 und 3 ausüben, um letztere somit in der in Fig. 3 veranschaulichten
Art
zueinander zu bewegen und die Bestandteile in zusammengebautem Zustand zu halten,
wenn sie von der Stelle 9, an der der Druck zugeführt wird, zu der Stelle lo zum
Verformen laufen. An de Stelle lo ist eine Einrichtung vorgesehen zum Verformen
der Profile 2 und 3 und der Platten 4 und 6 dahingehend, daß sie in feste Verbindung
miteinander gebracht werden. Die Profile 2 und 3 sind mit vorgeformten Schlitzen
versehen, in den die Kanten der Platten 4 und 6 aufgenommen werden. Solche Schlitze
sind durch im Abstand zueinander angeordnete Wände gebildet. Die Einrichtung zum
Verformen (Fig. lo bis 12) umfaßt ein sich drehendes Bestandteil, das in die Wand
eines Schlitzes eingreift, um letzteres so zu verformen, daß er in Klemm-oder Schließverbindung
mit der Kante einer Platte innerhalb des Schlitzes tritt.
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In Fig. lo und 12 sieht man; daß die Anlage zum Verformen Räder 116
und 117 zum Heften oder Nieten umfaßt, welche auf den Antrfletswellen 37 und 38
angebracht sind, auf denen der obere Abschnitt der Vorrichtung gleitbar angebracht
ist. Solche Räder zum Heften sind durch Stiftschrauben in vorbestimmten Stellungen
auf den Antriebswellen 37 und 30 in Ubereinstimmung mit den vertikalen Ausmaßen
des zu bildenden TrAgert e Stiftschrauben werden in Keilnuten aufgenommen, die in
den Antriebswellen 37 und 38, siehe Fig. 12, ausgebildet sind.
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Die Antriebswellen 37 und 38 sind an ihren unteren Enden in Lagern
118 und 119 gehalten, welche auf einer tragenden Platte 121 (Fig. 8) angebracht
sind. Eine zweite haltende Platte 122 befindet sich oberhalb der Platte 121 und
hält Zahnkettenräder 123 und 124, mit deren Hilfe die Antriebswellen 37 und 38 angetrieben
werden. Eine weitere
tragende Platte 126 befindet sich oberhalb
der Platte 122 und trägt Lager 127 und 128, um den Antriebswellen 37 und 38 eine
zusätzliche Stütze zu verleihen. Eine besondere Stütze für die Antriebswellen 37
und 38 in der Nähe der Räder 116 und 117 zum Nieten vermitteln die Stützen 129.
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Zwischen diesen Rädern zum Nieten befinden sich Einsätze 131 und 132
auf den entgegengesetzten Seiten der Vorrichtung, und jeder Einsatz besteht aus
einem Paar von Druckrädern 133 und 134 (Fig. lo), welche die die Seiten bildenden
Platten 4 und 6 des Trägers nach innen bewegen. Solche aus Druckrädern bestehenden
Einsätze sind auf den Rahmenteilen bzw. Lagern 127 und 128 angebracht.
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Jedes Rad zum Nieten ist mit einer Reihe von Hökkern oder Vorsprüngen
141 versehen, welche dazu bestimmt sind, vorbestimmte Gebiete der Profile 2 und
3 in feste Verbindung mit den die Seitenwände bildenden Platten 4 und 6 zu bringen.
Vorzugsweise sind Räder 142 und 143 vorgesehen, um den von den Rädern zum Nieten
ausgeübten Druck als Gegenlager aufzunehmen. Die Räder 142 zum Aufnehmen des Drucks
sind auf an den Platten 126 und 36 befestigten Halterungen 144 (Fig. 8) angebracht.
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Die Räder 116 und 117 zum Nieten sind von einem reversiblen Elektromotor
151 mit variabler Drehzahl (Fig.
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11) angetrieben, welcher auf die Montageplatte 152 angebracht ist.
Eine aus Riemen und Riemenscheibe bestehende Anlage 153 wird dazu verwendet, Kraft
von dem Motor 151 auf die Einheit 154 zum Ubersetzen zu übertragen, von wo aus der
Antrieb durch eine Kette 161 und mit Zähnen versehene Kettenräder 156J 157 15bzw
und 159 auf die Räder 116 und 117 zum Nieten (Fig. 11) übertragen wird.
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Die Kettenräder 157 und 159 bilden einen Teil der
Zahnkettenräder
123 und 124 auf den Antriebswellen 37 und 38. Somit dreht der Motor 151 die Antriebswellen
37 und 38 in entgegengesetzte Richtungen. Eine Steuerung 162 zur Bedienung des Motors
151 ist an der Bedienungsstation (Fig. 5) vorgesehen. Wie ebenfalls aus Fig. 5 hervorgeht,
können, wenn erwünscht, zusätzliche Paare von entgegengesetzten Druckrädern 163
zum Eingriff mit den Profilen 2 und 3 ganz nahe den Rädern zum Nieten vorgesehen
sein, um sicherzustellen, daß alle Bestandteile des Trägers fest zusammengehalten
werden, während sie in sperrende Verbindung miteinander gebracht werden.
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Der vollständig zusammengebaute Träger gelangt on der Stelle lo zur
Stelle 11, an welcher Druck angewendet wird und dem Träger Abrundung verliehen werden
kann. An der Stelle 11 läuft der Träger zwischen einem Paar vertikaler Führungsrollen
166 und 167 (Fig. 9) hindurch, welche auf sich von den Lagern 168 und 169 nach oben
erstreckenden Wellen angebracht sind.
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Seitlich zwischen den Ausdehnungen 23 erstreckt sich eine Montageplatte
171, mit der verstellbar eine Halterung 172 zur Aufnahme einer Führungsrolle (Fig.
9) verbunden ist, wobei die Halterung Schlitze aufweist, in denen sich Bolzen 173
befinden, um vertikale Einstellung der Halterung 172 relativ zur Montageplatte 171
zu ermöglichen. Die Halterung 172 hält eine führende Rolle 174, über welche die
Grundfläche des Trägers läuft, wenn er von der Vorrichtung abgegeben wird. Eine
Rolle 176 wird oberhalb der Rolle 174 gehalten durch eine weitere Halterung 177,
die durch Bolzen 178 verstellbar mit einer an das Ende des oberen Teils 26 des Rahmens
befestigten Montageplatte 179 verbunden ist.
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Der Abstand zwischen den Umhängen der Rollen 174 und 176 ist so beschaffen,
daß ein fertig zusammengebauter Träger gerade hindurchpaßt. Die Stellung solcher
Rollen relativ zur Achse des Trägers kann so abgeändert werden, daß die Rollen etwas
versetzt in bezug auf die Achse des Trägers angebracht werden können. Durch das
Anordnen der oberen, einen Druck ausübenden Rolle 176 in eine nach unten versetzte
Stellung kann in nach unten gehender Richtung Druck auf den fertiggestellten Träger
ausgeübt werden, wenn dieser aus der Vorrichtung herauskommt. Auf diese Weise kann
ihm in gewünschtem Maße zu oben erwähnten Zwecken Abrundung verliehen werden.
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Schließlich sind an der Stelle 12 zum Zuschneiden eine oder mehrere
Sägen 181 vorgesehen, um den Balken Je nach der erwünschten Länge zuzuschneiden.
Solch eine Einrichtung zum Zuschneiden kann wahlweise betätigt werden, wenn die
Bewegung des Trägers zeitweise angehalten wird.
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Im folgenden wird auf Fig. 13 bis 17 Bezug genommen, die in Verbindung
mit Fig. 12 zu sehen sind. Wie in Fig. 17 gezeigt, sind die die Seitenwand bildenden
Platten 6 und 4 vorzugsweise mit vertikalen Riffelungen versehen, um ihnen in vertikaler
Richtung Festigkeit zu verleihen. Die jeweilige Größe und Form solcher Riffelungen
ist je nach den durch die Konstruktion bedingten Erfordernissen abzuändern.
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Aus Fig. 13 geht hervor, daß die Profile 2 und 3 identisch sind.
Jedes Profil enthält einen mittleren Arm 201, welcher einstückig die an der Ecke
befindlichen Abschnitte 202 und 203 miteinander verbindet. Zu diesen an der Ecke
befindlichen Abschnitten gehören Schlitzkonfigurationen 204 und 206 und sich nach
außen erstrèckende Flansche 207 und 208, welche in hervorstehenden Streben 209 und
211 enden. Die Schlitzkonfigurationen 204 sind durch
eine erste
Wand 212 begrenzt, welche zwischen dem mittleren Arm 201 und seiner dazugehörigen
Schulter 203 liegt und durch eine zweite Wand 213, wobei die Wände einen Schlitz
214 begrenzen (Fig. 14).
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Die Wand 213 liegt in einem Winkel zu der inneren Wand 212, um das
Einsetzen der Kante 216 einer die Seitenwand bildenden Platte zu erleichtern. Die
innere Wand 212 ist mit einer Nut 217 versehen, welche in Schwalbenschwanzform hinterschnitten
ist. Außerdem ist die äußere Wand 213 mit einem Paar im Abstand zueinander angeordneten
führenden Rippen 218 und 219 versehen, welche eine Aussparung abgrenzen, die im
wesentlichen mit der Nut 217 der inneren Wand ausgerichtet ist.
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Bei Drehung des Rades 116 zum Nieten in Eingriff mit der Aussparung
zwischen den Rippen 218 und 219 wird die äußere Wand 213 innen verformt und die
Vorsprünge 141 auf diesem Rad bilden im Abstand voneinander befindliche verformte
Abschnitte 220 in der Wand 213 und der Kante 216 der Platte, welche nach innen in
die Nut 217 gedrückt werden, die in der inneren Wand 212 gebildet ist.
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Form und Größe der Vorsprünge 141 und die Dicke der Wand 213 müssen
mit der Breite der Mündung der Nut 217 übereinstimmen, so daß bei Druck die Kante
216 der Platte genügend gestaucht wird, um in die hinterschnittenen Seiten der Nut
einzugreifen, siehe Fig. 15.
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In Fig. 18 ist eine Abänderung des Balkens gezeigt, in der ein oberes
Profil 2' in seiner Konstruktion verändert ist, um ein damit verbundenes Wasserbecken
zu schaffen. Der das Profil 2 bildende Bestandteil des Trägers umrast einen tief
ausgesparten mittleren Arm 201', in dem die Bereiche
der Wand 212',
welche den Arm mit den an der Ecke befindlichen Abschnitten 202 und 203 verbinden,
einen wesentlichen Abstand zwischen Arm und Eckabschnitten herstellen. Darüberliegende
Flansche 221 und 223 können vorgesehen sein, um das Wasser aufnehmende Becken 223
teilweise zu schließen.
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Beim Zusammenbau des in Fig. 18 gezeigten Trägers wird die in Fig.
7 gezeigte Führungsstange 94, welche den Abstand zwischen den die Seitenwand bildenden
Platten 4 und 6 herstellt, abgenommen, und die Seitenwände 212' übernehmen ihre
Funktion.
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Fig. 19 zeigt einen weiterhin abgewandelten Balken, bei dem die Profile
2 und 3 ihre Schlitze abgewandelt haben, indem eine längliche Rippe 226 entlang
der inneren Oberfläche der äußeren Wand 213 in Ausrichtung mit der Nut 217 vorgesehen
ist. Die Anwesenheit dieser Rippe stellt eine nach innen gehende Verformung einer
Kante 216 der die Seitenwand bildenden Platte in die Nut 217 zur wirksamen Verbindung
zwischen den Bestandteilen des Trägers sicher.
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Eine abgewandelte Ausführungsform der die Seitenwand bildenden Platten
ist in Fig. 21 und 20 gezeigt, in denen eine abgeänderte Einrichtung zum Verbinden
der die Seitenwand bildenden Platten mit den aus Metall bestehenden Profilen gezeigt
ist. Solch eine Anordnung ist sehr geeignet für den Gebrauch mit dem Profil nach
Fig. 19. Nahe des oberen Randes einer abgeänderten, die Seitenwand bildenden Platte
231 ist eine vorstehende Rippe 232 gebildet, welche in ihrem Querschnitt zieharmonika-
oder M-förmig ist (Fig. 20). Nach Zuführen von Druck an die Unterseite der Rippe
in Richtung des in Fig. 20 gezeigten Pfeiles dehnt sich die Rippe aus. Somit wird,
wenn Druck nach dem Einsetzen in die Nut 217 ausgeübt wird, diese Rippe in der
Nut
ausgedehnt, um somit die die Seitenwand bildende Platte 231 fest in ihrem Platz
zu verankern. Solch eine Ausdehnung kann leicht bewirkt werden, indem man eine Rippe
226 in Eingriff mit der Rippe 232 bringt.
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Die die Seitenwand bildenden Platten 231 können dazu verwendet werden,
die Deckenkonstruktion, die durch den Balken gehalten werden soll, zu stützen. Eine
längliche Nut 233 ist in der die Seitenwand bildenden Platte geformt.
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Somit wird, wenn ein solch eine Platte aufweisender Träger zum Stützen
eines Daches 235 verwendet wird, siehe Fig. 21, möglicherweise ein Zwischenraum
zur Aufnahme von isolierendem Material oder ähnlichem unterhalb des Daches 235 gebildet,
indem ein haltendes Teil 236 angebracht wird, welches eine ausdehnbare Rippe 237
in Eingriff mit der Nut 233 aufweist.
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Fig. 22 und 23 zeigen eine weitere abgewandelte, der in Fig. 20 gezeigten
ähnliche Anordnung, in welcher eine die Seitenwand bildende Platte 241 an ein Profil
befestigt werden kann, indem der obere Rand der die Seitenwand bildenden Platte
241 mit einer im allgemeinen Z-förmigen Rippe 242 versehen wird, welche durch das
Zuführen von Druck auf die übliche Weise in Richtung des in Fig. 23 gezeigten Pfeiles
ausgedehnt werden kann. Dieser Druck kann durch ein Rad zum Nieten mit glatter Umfangsfläche,
wie in den gestrichelten Linien 243 in Fig. 23 gezeigt, zugeführt werden.
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Bei der gezeigten Anordnung ist die Wand 213 weggelassen.
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Fig. 24 und 25 zeigen eine weitere Abwandlung, in der eine Rippe
der in Fig. 20 gezeigten Art verwendet und ausgedehnt wird, indem ein abgewandeltes
Rad 246 zum Nieten in Verbindung miteinem abgewandelten Rad 247 als Gegenlager verwendet
wird. Das abgewandelte Rad zum Nieten enthält im Abstand voneinander befindliche
Vorsprünge 248, welche Abschnitt der Rippe 232 verformen und in die Nut -
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der Schlitzkonfigurationen des Profils des Balkens hineinführen. Das abgewandelte
Rad zum Nieten umfaßt weiterhin ein fortlaufendes, hervorstehendes Band 251, von
welchem aus sich die Vorsprünge 248 erstrecken. Somit verformen die in Fig. 25 gezeigten
Vorsprünge 248 Abschnitte der Wand 212 und der Rippe 232 an im Abstand voneinander
befindlichen Stellen, und das Band 251 verformt ebenfalls die ausdehnbare Rippe
232 in der aufnehmenden Nut 217, und zwar fortlaufend an ihr entlang. Um diese innere,
durch die Vorsprünge 248 hervorgerufene Verformung aufzunehmen, ist das als Gegenlager
wirkende Rad 247 mit ebenso im Abstand zueinander angeordneten Aussparungen 252
versehen.
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Vorzugsweise sind die die Seitenwand bildenden Platten des Balkens
mit einem dekorativen Motiv versehen, wie z.B. einem Holzmaserungsmuster, welches
heutzutage auf Rollen von Aluminiumblechen erhältlich ist. Um das dekorative Außere
des ein solches dekoratives Motiv verwendenden Trägers noch zu steigern, kann ein
dazu passendes Muster auf die Profile 2 und 3 aufgebracht werden, indem eine dekorative
abdeckende Platte 256 verwendet wird, die gleitbar aufgenommen oder zum Abdecken
des aus Metall bestehenden Profiles, mit dem die die Seitenwände bildenden Platten
in Eingriff gebracht werden, angebracht wird. Durch die Verwendung einer oder mehrerer
dekorativer Platten 256 können alle sichtbaren Oberflächen eines Trägers, wenn sie
in einem Gebäude angebracht sind, in Ubereinstimmung mit beabsichtigter architektonischer
Wirkung angebracht werden und somit eine sehr attraktive Einheit bilden.
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Ebenso kann, wie in Fig. 27 zu sehen, für die sichtbaren Enden des
Trägers eine Endkappe 261 in Verbindung mit den die Seitenwand bildenden Platten
gebracht werden.
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Es ist klar, daß in einer abgewandelten Anordnung
die
Profile 2 und 3 durch von einem Mittelstreifen hergestellte Teile ersetzt werden
können, wobei der Mittelstreifen an der Stelle des mittleren Armes 201 steht, und
durch getrennte ausgepreßte Eckteile, welche schon vorher mit dem in der Mitte liegenden
Arm zusammengebaut worden sind, in derselben Weise, in der die Platten 4 und 6 an
den Profilen 2 und 3 befestigt sind. Solche abgewandelten Eckteile würden auch Schlitzkonfigurationen
aufweisen, die so beschaffen sind, daß sie einen Schlitz im rechten Winkel zu den
in den verschiedenen abgewandelten Profilformen enthaltenen Schlitzen aufweisen
würden.