DE216474C - - Google Patents

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DE216474C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/20Drives for hammers; Transmission means therefor
    • B21J7/22Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers
    • B21J7/24Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers operated by steam, air, or other gaseous pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

bet,
cPatot ι iamIs.
1Iffen -
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49 e. GRUPPE
MORITZ KROLL in PILSEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. August 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Steuerung für Lufthämmer mit getrenntem Bär- und Luftzylinder, welche ermöglicht, daß der Bär entweder in höchster Lage verbleibt oder ein Schmiedestück festhält oder selbsttätig mit regelbarer Schlagstärke auf und nieder geht. Bei dieser Steuerung kommen zwei zwangläufig verbundene, mit Klappen versehene Drehschieber zur Verwendung.
ίο Derartige Steuerungen sind bekannt. Die mit denselben ausgestatteten Hammer verbrauchen aber, während der Bär in höchster Lage verharrt, nutzlos viel Arbeit, weil die Luftpumpe dabei abwechselnd Luft verdünnt und verdichtet, wobei Wärme auf Kosten der Arbeit erzeugt wird. Ein weiterer Mangel derartiger Hammer liegt darin, daß die Pressung im Bärzylinder beim Festhalten eines Schmiedestückes, also bei tiefster Lage des Bars, stetig' bis zu einem Höchstwert steigt, der nur durch Vergrößerung des schädlichen Raumes der Luftpumpe entsprechend herabgedrückt werden kann. Ein großer schädlicher Raum wirkt aber bei anderen Einstellungen ungünstig.
Diese Mangel werden durch die Gegenstand der Erfindung bildende eigenartige Gestaltung der beiden Steuerschieber und Lage ihrer Durchgangskanäle gegenüber den Kanälen, welche zu den Zylindern und ins Freie führen, beseitigt. Es kann dann die Luftpumpe mit der Außenluft verbunden werden, während der Bär in höchster oder in tiefster Lage verharrt. In der Luftpumpe herrscht sodann nur atmosphärische Spannung und die Pumpe verbraucht nur Arbeit zur Bewältigung von Reibung. Ferner kann mit dem Einpumpen von Luft in den Bärzylinder, während das Schmiedestück festgehalten wird, jederzeit aufgehört und derartig der Druck der Luft geregelt werden.
Die Gegenstand der Erfindung bildende Gestaltung und Anordnung der Steuerschieber ermöglicht außerdem eine einfache, falsche Einstellungen ausschließende Bedienung der Steuerung derart, daß man die Schieber aus der Mittellage, wo der Bär schwebt, nach der einen Richtung zu verdrehen hat, wenn der Hammer schlagen soll, dagegen in entgegengesetzter Richtung, wenn ein Schmiedestück festzuhalten ist.
Fig. ι bis 3 veranschaulichen eine Ausführungsform von Lufthämmern, die mit einer derartigen Steuerung versehen sind.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die oberen Teile eines Hammers.
Fig. 2 und 3 sind Schnitte durch die Steuerung bei Einstellung für Selbstgang und Festhalten eines Gegenstandes..
Der Bär α ist ein Stahlkörper von rechteckigem Querschnitt, der sich in einem nach unten offenen Zylinder b führt. In dem benachbarten Luftpumpenzylinder kreisförmigen Querschnittes d geht der Kolben e, von der
Antriebswelle durch einen Kurbeltrieb bewegt, auf und nieder. Zwischen den beiden Zylindern sind Drehschieber f und g angeordnet. Das Gehäuse des Schiebers f ist durch einen Kanal i mit der Luftpumpe und durch einen Kanal I mit dem Bärzylinder verbunden, ■ das Gehäuse des anderen Schiebers g schließt dagegen einerseits durch Kanal k an die Pumpe, andererseits durch Kanal h an eine Kammer m an, die ständig mit der Außenluft verbunden ist. Der Schieber f wirkt sonach bloß auf die Verbindung der beiden Zylinder d und b ein, während der Schieber g bloß die Verbindung der Luftpumpe mit der Außenluft beeinflußt. Letztgenannter Schieber, der wie Schieber f eine durch eine Klappe abgedeckte Öffnung enthält, ist noch mit einer zweiten unverdeckten Öffnung ausgestattet, die von der anderen
zo nur durch einen schmalen Steg getrennt ist. Infolge dieser eigenartigen Gestaltung des Schiebers g und der vorbeschriebenen Anordnung der Schieber gegenüber den Verbindungskanälen I, i, k und h ist eine zwangläufige.
Verbindung möglich geworden, derart, daß man durch Drehung eines Hand- oder Tritthebels fünf je eine besondere Wirkung hervorbringende Einstellungen der Steuerung vornehmen kann.
Erste Einstellung: Fig. 1 zeigt die beiden Schieber in der Mittelstellung. Der Pumpenkolben c saugt vorerst die Luft beim Niedergang aus dem Bärzylinder ab und drückt sie durch Schieber g und Luftkammer m ins Freie, so daß der Bär aufsteigt und schwebt. Sodann wird die Luft im Pumpenzylinder abwechselnd verdichtet und verdünnt.
Zweite Einstellung: Soll der Bär längere Zeit schweben, so dreht man die Steuerschiebei" f und g um ein weniges in der Richtung der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile vor, aber noch nicht ganz in die Stellungen in Fig. 2, vielmehr so weit, bis die ldappenfreie Öffnung des Schiebers g vor den Kanal k zu stehen kommt. Der Schieber f schließt dann noch immer den Kanal I ab. Der Bärkolben verharrt dann noch immer in höchster Lage, der Arbeitskolben, ^welcher bei seiner Mittelstellung gleich wie bei anderen bekannten Hämmern die Luft abwechselnd verdünnt und verdichtet hat, saugt nunmehr Luft von außen an und treibt sie wieder hinaus, geht also »leer« und verzehrt, da er nur die Reibung der ein- und austretenden Luft zu überwinden hat, kaum Arbeit.
Dritte Einstellung: Soll der Bär selbsttätig
■ auf und nieder gehen, so dreht man die Schieber f und g noch weiter in der Richtung der Pfeile (Fig. 2) vor, bis sie in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung kommen. Die Verbindung mit der Außenluft ist dann unterbrochen, und der Bär gibt die stärksten Schläge. Dreht man jedoch die Steuerschieber weniger weit vor, so daß der Kanal h nicht vollständig abgeschlossen ist, so saugt der Luftpumpenkolben beim Niedergang auch Luft von außen an und drückt solche auch beim Aufgang wieder hinaus, so daß der Bär langsam auf und nieder steigt und · schwächer schlägt, und zwar um so schwächer, je weiter h geöffnet wird.
Vierte Einstellung: Um ein Schmiedestück festzuhalten, dreht man die Steuerschieber aus der Mittelstellung im Sinne der Pfeile (Fig. 3), bis sie in die in dieser Figur dargestellte Lage kommen. Die Klappe des Schiebers f, welche bei Schwebestellung des Bären als Saugklappe gewirkt hat, ist nunmehr Druckklappe geworden, und umgekehrt ist nun die Klappe des Schiebers g Saugklappe, während sie vorher als Druckklappe gewirkt hat. Der Pumpenkolben saugt Luft von außen an und drückt sie in den Bärzylinder. Der Bär geht nieder und wirkt mit einem von Hub zu Hub wachsenden Druck auf das Schmiedestück.
Fünfte Einstellung: Damit die Pressung im Bärzylinder bei längerem Festhalten eines Stückes auch bei kleinem schädlichen Raum der Luftpumpe nicht zu hoch ansteige, dreht man die Steuerschieber aus der in Fig. 3 angegebenen Stellung in der Pfeilrichtung noch weiter vor, bis der Schieber g die Kanäle h und k zum Teil freigibt. Der Schieber f verdeckt dann noch den Kanal· i, so daß die Druckluft im Bärzylinder verbleibt. Da aber der Pumpenzylinder nunmehr mit der Außenluft in Verbindung steht, so steigt die Pressung im Bärzylinder nicht weiter an und die Luftpumpe läuft »leer«. Je nachdem, ob man diese Einstellung früher oder später vornimmt, wird der Druck im Bärzylinder größer oder kleiner werden.
Die starke Drehung, welche die Schieber zu vollführen haben, läßt sich in verschiedener Weise erreichen, etwa in der Art, daß ein Zahnradsegment r (s. Fig. 1), welches, mit einem nicht gezeichneten Steuerhebel verbunden ist, in zwei Zahnräder -p und 0 eingreift, die auf den Spindeln der' Schieber f und g aufgekeilt sind.
Eine zweite Ausführungsform der Steuerung veranschaulicht Fig. 4. Sie stellt einen Horizontalschnitt durch die beiden Zylinder und die dazwischenliegende Steuerung dar. Von der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform unterscheidet sie sich dadurch, daß eine zwangläufige Bewegung beider Steuerschieber durch Verschmelzung zu einem in demselben Gehäuse untergebrachten Schieber erreicht wird. Die eine Hälfte f wirkt auf die vom Pumpenzylinder zum Bärzylinder wirkenden
Kanäle ί und / ein, die zweite Hälfte g beeinflußt die Verbindung des Pumpenzylinders mit der Außenluft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Steuerung für Lufthämmer mit zwei je eine Klappe oder ein Ventil tragenden Schiebern, die zwangläüfig miteinander
    ίο verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (g), der in dem in das Freie führenden Kanal (h) angeordnet ist, außer der Klappe noch eine freie Durchgangsöffnung besitzt, und daß die Durchgangskanäle dieser Schieber so zu den Verbindungskanälen (I, i, k) liegen, daß eine Drehung dieser Schieber aus der Mittellage nach der einen Seite das Schweben des Bärkolbens ohne abwechselndes Verdünnen und Verdichten der in dem Luftzylinder und den Kanälen enthaltenen Luft eine weitere Drehung das Auf- und Niedergehen des Bärkolbens bewirkt, während durch eine Drehung der Schieber aus der Mittellage nach der anderen Seite dej? Bärzylinders' mit Druckluft gefüllt wird, deren Spannung zunächst stetig gesteigert, bei weiterer Drehung der Schieber aber konstant gehalten wird, so daß die Luftpumpe schließlich wieder leer läuft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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