DE2162001C3 - Rauchgaskanalbauwerk von horizontalen Verkokungsofenbatterien - Google Patents
Rauchgaskanalbauwerk von horizontalen VerkokungsofenbatterienInfo
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Description
Das Rauchgaskanalbauwerk von horizontalen Verkokungsofenbatterien dient der Ableitung der verbrannten
Heizgase aus den Heizzügen der Heizwände und aus dem Batteriebauwerk und ihrer Überführung in den
Kaminfuchs. Bei Regenerativ-Batterien nehmen die Rauchgase ihren Weg aus den Heizzügen über die
■Regeneratoren, Sohlkanäle und Abhitzeventile in die Rauchgaskanäle. Bei den sog. Seitenbrennerbatterien ist
das Rauchgaskanalbauwerk unter dem Batteriebauwerk in Batterie-Längsrichtung angeordnet, und zwar zwischen
der Fundament-Tragplatte und dem Ofenbauwerk bzw. dem Regenerator-Bauwerk.
Bei sog. Unterbrenner-Verkokungsofenbatterien liegen die Rauchgaskanäle im Boden neben dem
Batteriebauwerk.
Das Rauchgaskanalbauwerk wird üblicherweise in 4 bis 6 Längskanäle aufgeteilt. Ihre Decken sind gewölbt,
und die Kanäle sind mittels Durchtritten oder auch Querkanälen untereinander verbunden, damit ein
Druckausgleich zwischen den äußeren Kanälen und den inneren stattfinden kann. Es sind Systeme bekannt, bei
denen die Rauchgase lediglich in die äußeren Rauchgaskanäle eingeleitet werden. Bei neueren Systemen
werden jedoch die von den Abhitzeventilen kommenden Rauchgase abschnittsweise gleichmäßig auf die
äußeren und inneren Kanäle verteilt.
Die Rauchgaskanäle werden in der Weise aufgebaut, daß man auf der Fundament-Tragplatte seitliche, äußere
Seitenwände, zum Teil aus Beton und zum Teil aus Mauerwerk, errichtet und in dem Innenraum die
Trennwände der Kanäle in Form von Mauerwerk erstellt. Dabei werden die Querverbindungen der
Kanäle angeordnet, und schließlich wird als oberer Abschluß das Deckengewölbe über die einzelnen
Kanäle aufgemauert. Als Boden des Kanalbauwerkes dient die Fundament-Tragplatte. Die einzelnen Rauchgaskanäle
sind in ihrem senkrechten Teil ca. 1,5 bis 2,0 m hoch, und sie haben auch eine Breite von etwa 1,5 bis
2,0 m.
Diese Konstruktion hat schwerwiegende Nachteile, wie man u. a. bei dem Abbruch von Verkokungsofenbatterien
erkannt hau Dabei findet man häufig, daß das Rauchgaskanalsystem von Rissen durchzogen ist, die
seine Festigkeit beeinträchtigen und Querverbindungen der Rauchgaskanäle an unerwünschten Stellen herstellen.
Auch wird die Fundament-Tragplatte häufig durch wäßrige, saure Kondensate aus den Rauchgasen
beschädigt
Die Risse im Mauerwerk und in den Betonteilen der Rauchgaskanäle rühren von ungleichmäßigen Ausdehnungen
und Schrumpfungen unter dem Einfluß der Wärme aus dem darüberliegenden Ofen- bzw. Regeneratorbauwerk
her, denen das Rauchgaskanalbauwerk nicht frei nachgeben kann.
Darüber hinaus ist die Ausführung der Rauchgaskanäle in wesentlichen Teilen aus Mauersteinen sehr
zeitaufwendig, und sie verursacht daher hohe Kosten.
Die Erfindung betrifft die Ausführung des Rauchgaskanalbauwerkes von horizontalen Seitenbrenner-Verkokungsofenbatterien,
das zwischen der Fundament-Tragplatte und dem Regenerator- bzw. Ofenbauwerk in
Batterie-Längsrichtung angeordnet ist und das äußere Seitenwände aus Beton besitzt und im Inneren durch
Längswände in einzelne Kanäle aufgeteilt ist mit einem Deckengewölbe.
Gekennzeichnet ist das neue Rauchgaskanaibauwerk durch ein Dickengewölbe aus vorgefertigten Deckenbogenabpchnitten
aus Beton, die in ihrem Scheitel ein durchlaufendes Gelenk aufweisen, d. h. eine Stelle, an
der die Deckenbogenabschnitte durch Spannungen erzeugtem Druck oder Zug nachgeben können.
Es ist selbstverständlich, daß eine den Wärmebeanspruchungen standhaltende Betonqualität verwendet
wird.
Erfindungsgemäß ist ein Rauchgaskanaibauwerk geschaffen worden, das frei allen Spannungen nachgeben
kann. Eine Rißbildung wird dadurch weitgehend vermieden. Der Aufbau aus vorgefertigten Deckenbogenabschnitten
vereinfacht die Ausführung und kürzt die Bauzeit ab. Die Fundament-Tragplatte wird dabei
durch die darüberliegende Rauchgaskanal-Bodenplatte vor Schädigungen durch korrodierende Kondensate
geschützt.
Die Absicherung gegen thermische Spannungen kann noch erhöht werden durch die Einspannung bzw.
Befestigung der Bodenplatte in ihrer Längsachse an der Fundament-Tragplatte. Im Verein mit den Gelenken der
Deckenbogenabschnitte ermöglicht diese Bauweise ein freies Nachgeben des gesamten Bauwerkes, falls
Spannungen auftreten.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung des Erfindungs-Gegenstandes besteht darin, daß man auch die
inneren Trennwände, sie seitlich der Mitte liegen, aus vorgefertigten Betonplatten errichtet. Bei einer ungeraden
Anzahl von Rauchgaskanälen werden die Mittelwände und bei einer geraden Anzahl von Rauchgaskanälen
wird die Mittelwand als tragende Wand so wie die äußeren Seitenwände z. B. aus Ortbeton errichtet.
Zum weiteren Schütze gegen chemische Angriffe von etwa in den Rauchgaskanälen anfallendem sauren
Kondensat werden die Beton-Innenflächen mit Auskleidungen versehen. Zweckmäßig bestehen auch diese
Auskleidungen aus großen vorgefertigten Platten aus Feuerbeton, Schamottematerial, Blähton o. ä. Stoffen.
Dabei sind diese Auskleidungsplatten so angebracht, daß sie sich selbständig unter der Wärmeeinwirkung
bewegen können, d. h., zwischen den Innenflächen der
Wände und den Auskleidungsplatten wird ein schmaler freier Raum belassen.
Weiterhin empfiehlt es sich, das gesamte Rauchgaska-
nalbauwerk in an sich bekannter Weise mit Dehnungsfugen
in Batterie-Querrichtung zu versehen und so das 5 Bauwerk in einzelne Abschnitte aufzuteilen. Ein
Bauabschnitt hat dabei die Länge von ca. Ί bis 7 m. 8a
Die einzelnen Bauteile, z. B. die Deckenbogenabschnitte
mit ihrem durchgehenden Gelenk, besitzen
dabei eine Länge von ca. 1,20 bis 1,45 m. 10
Die Wandplatten werden zweckmäßig in einer
solchen Höhe ausgeführt, daß sie der Höhe des senkrechten Teils der Rauchgaskanäle entsprechen. Auf
diese Art und Weise erübrigt sich das Obereinanderschichten von mehreren Wandplatten. In ihrer Länge
entsprechen die Wandplatten den Längenabmessungen der Deckenbogenabschnitte.
Eine weitere Absicherung gegen thermische Spannungen, sowie gegen äußere Erschütterungen wird
durch Anordnung einer Gleitschicht zwischen der Fundament-Tragplatte und der Rauchgaskanal-Bodenplatte.
z. B. aus zwei Zinkblechlagen mit dazwischenliegendem Flockengraphit, erreicht
Vorzugsweise werden die Bauelemente für den Zusammenbau des erfindungsgemäßen Rauchgaskanalbauwerks
auf vier einzelne Typen beschränkt. Dazu kommen noch die Auskleidungsplatten für den Schutz
gegen saure Kondensate.
Die Befestigung der Rauchgaskanalbodenplatte in der Längsachse in der Fundament-Tragplatte geschieht
im wesentlichen durch Einsetzen von entsprechenden senkrechten und waagerechten Moniereisen in die
Betonschichten der Fundament-Tragplatte und der Rauchgaskanalbodenplatte.
Erfindungsgemäß gelingt es z. B., die Bauzeit des Rauchgaskanal-Bauwerkes einer Seitenbrenner-Verkokungsofenbalterie
mit 56 Ofenkammern von 450 mim Kammerbreite, 6 m Kammerhöhe und 13.6 m Kammerlänge
von ca. 8 Wochen auf ca. 4 Wochen zu verkürzen
Man kann in gleicher Weise auch die Decken der Rauchgaskanäle von Unterbrenner-Verkokungsofenbatterien,
die im Boden längs neben der Batterie angeordnet sind, aus vorgefertigten Teilen ausführen.
Auch hierbei ergibt sich durch das im Scheitel der Rauchgaskanäle angeordnete durchlaufende Gelenk
eine Flexibilität gegenüber Thermospannungen, und Rißbildung wird dadurch weitgehend verhindert.
Die Erfindung wird durch die Fig. 1 bis 14 näher
erläutert.
F i g. 1 stellt ein Querschnitt durch das gesamte Seitenbrenner-Batteriebauwerk dar.
F i g. 2 ist der Ausschnitt eines horizontalen Schnittes durch F i g. 1 nach der Schnittlinie I-I.
Die Fig.3 bis 14 stellen Front-, Seiten- sowie Draufsichten der einzelnen Fertigbetonteile dar, mit
denen das Rauchgaskanalbauwerk der Fig.! und 2
hergestellt wird. Bei dem dargestellten Batteriebauwerk handelt es sich um ein solches, bei dem, gemäß der
DE-PS 15 71 678 die Rauchgase abschnittsweise direkt in die inneren, mittleren und äußeren Rauchgaskanäle
geleitet werden.
In den Figuren bedeuten:
1 die Batteriedecke,
2 die Ofenkammer
17 18
25 20 20a
30 21
22
35 23
die Ofensohle
der Regenerator,
die Ankerständer,
die Meistergangkonstruktion,
die seitlichen Winkelstützwände,
die Abhitzekrümmer,
der Regenerator,
die Ankerständer,
die Meistergangkonstruktion,
die seitlichen Winkelstützwände,
die Abhitzekrümmer,
Querkanäle zur Einleitung der Rauchgase in die inneren Längskanäle,
der Meistergangfußboden,
die Sauberkeitsschicht,
die Fundament-Tragplatte,
der Meistergangfußboden,
die Sauberkeitsschicht,
die Fundament-Tragplatte,
die Gleitschicht zwischen der Fundament-Tragplatte 11 und der Rauchgaskanal-Bodenplatte 13,
die aus zwei Zinkblechen mit dazwischenliegendem Flockengraphit besteht
die beiden äußeren Längswände der Rauchgaskanäle aus Ortbeton,
die Mittelwand der Rauchgaskanäle aus Ortbeton,
die Rauchgaskanalwände aus vorgefertigten Wandteilen 31 mit Öffnungen für die Querkanäle,
die Rauchgaskanalwände aus vorgefertigten Wandteilen 29 ohne öffnungen.
die Decke übtr die beiden äußeren Rauchgaskanälen aus vorgefertigten Deckenbogenabschnitten 26. die Decke über den inneren Rauchgaskanälen aus vorgefertigten Deckenbogenabschnitten 24.
die durchlaufenden Gelenke in den Deckenbogenabschnitten 18,
die Rauchgaskanalwände aus vorgefertigten Wandteilen 31 mit Öffnungen für die Querkanäle,
die Rauchgaskanalwände aus vorgefertigten Wandteilen 29 ohne öffnungen.
die Decke übtr die beiden äußeren Rauchgaskanälen aus vorgefertigten Deckenbogenabschnitten 26. die Decke über den inneren Rauchgaskanälen aus vorgefertigten Deckenbogenabschnitten 24.
die durchlaufenden Gelenke in den Deckenbogenabschnitten 18,
die durchlaufenden Gelenke in den Deckenbogenabschnitten 19,
die Auskleidung der Rauchgaskanäle aus vorgefertigten Feuerbetonplatten,
die Festlinie zwischen Batterie-Grundplatte und Rauchgaskanal-Bodenplatte in der Mittellängsachse,
Dehnungsfugen zwischen den einzelnen Abschnitten der Wände und der Gewölbe,
bis 34/"sind die einzelnen Rauchgaskanäle.
bis 34/"sind die einzelnen Rauchgaskanäle.
Die F i g. 3 bis 5 stellen einen vorgefertigten Deckenbogenabschnitt 24 dar mit dem durchgehenden
Gelenk 20a und den Fugen 25a und 250. Dieser Deckenbogenabschnitt ist zur Erleichterung der Montage
an allen Seiten nach oben leicht eingezogen und dient zur Abdeckung der inneren Rauchgaskanäle 34£>
bis 34o.
Die F i g. 6 bis 8 stellen einen vorgefertigten Deckenbogenabschnitt 26 für die äußeren Rauchgaskanäle
34a und 34/dar mit dem durchgehenden Gelenk 20 und den Fugen 27a und 27b. Auch dieses Teil ist an allen
Seiten leicht eingezogen, und es hat die Fläche 28, die zur Auflage auf den äußeren Seitenwänden 14 des
Rauchgaskanalbauwerkes dient.
Die F i g. 9 bis 11 stellt ein vorgefertigtes Wandteil 29
mit den gebrochenen Kanten 30a und 30b dar. Dieses Teil dient zur Errichtung der Wandteile, in denen keine
Durchbrüche, Durchtritte oder Kanäle vorgesehen sind.
F i g. 12 bis 14 stellt ein vorgefertigtes Wandteil 31 dar mit der öffnung 33 und den gebrochenen Kanten 32a
und 32b. Es dient zur Ausführung der Wandteile der Rauchgaskanäle, in denen Durchtritte bzw. Verbindungen
zu Nachbarkanälen vorgesehen sind, Die Funktion des erfindungsgemäßen Rauchgaskanal-Bauwerkes ist
ohne weitere Ausführungen verständlich. Im wesentlichen ist das Rauchgaskanalbauwerk aus den vier
vorgeiertigten Teilen 24, 26, 29 und 31 errichtet.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Rauchgaskanalbauwerk von horizontalen Seitenbrenner- Verkokungsofenbatterien, das zwischen
der Fundament-Tragpiatte und dem Regeneratorbzw. Ofenbauwerk in Batterie-Längsrichtung angeordnet
ist und Mittelwände bzw. eine Mittelwand sowie äußere Seitenwände aus Beton besitzt und
durch weitere innere Wände in einzelne Kanäle aufgeteilt ist mit einem Deckengewölbe, gekennzeichnet durch ein Deckengewölbe aus vorgefertigten
Deckenbogenabschnitten (24, 26) aus Beton, die in ihrem Scheitel ein durchlaufendes
Gelenk (20,20a) aufweisen.
2. Rauchgaskanalbauwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch innere Trennwände aus
vorgefertigten Betonplatten (29,31).
3. Rauchgaskanalbauwerk nach Anspruch 1 mit einer inneren Schutzauskleidung der einzelnen
Kanäle aus vorgefertigten Platten aus Feuerbeton, Schamotte oder Blähton, gekennzeichnet durch eine
solche Anordnung, daß zwischen den inneren Wandflächen und den Auskleidungsplatten ein freier
Raum ist.
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