DE215932C - - Google Patents

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DE215932C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0028Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Herstellung von gemustertem Linoleum aus in der Masse gefärbter körniger Deckmasse geschah bisher derart, daß .Deckmasse verschiedener Farben entsprechend dem' zu bildenden Muster auf eine Unterlage nebeneinander niedergelegt und, nachdem alle Farben aufgetragen waren, verdichtet wurde. Eine neue, den Vorteil großer Einfachheit, Sicherheit und Billigkeit bietende Herstellungsweise ist der
ίο Gegenstand der nachfolgend beschriebenen Erfindung.
Auf eine Unterlage wird die gekörnte Deckmasse in wagerechter Fläche derart aufgetragen, daß sie nicht in einer Schicht von der gewünschten Höhe, sondern in zwei oder mehre* ren Schichten aufgeschüttet wird. Soll z. B. die Deckmasse in der zur Herstellung, von etwa 31Z2 mm starkem Linoleum nötigen Höhe von etwa 15 mm aufgetragen werden, so nimmt man das Auftragen nacheinander in zwei oder mehr Schichten vor, die wagerecht übereinander auf der Unterlage zu. liegen kommen. Die einzelnen einander folgenden Schichten weichen in Farbe voneinander ab, so daß ζ. Β.
bei drei Schichten die erste Schicht blau, die zweite gelb, die dritte rot ist. Die Höhe der Schichten kann untereinander gleich oder verschieden sein, so daß ζ. B. bei drei Schichten und bei 15 mm Gesamthöhe jede Schicht 5 mm hoch oder auch z. B. die erste Schicht 8 mm, die zweite 4 mm, die dritte 3 mm hoch sein mag. Die Deckmassenschichten selbst können nach Belieben entweder aus Masseteilchen gleicher oder verschiedener Farben bestehen.
Ist die Unterlage mit den verschiedenen Deckmasseschichten bedeckt, so wird nach Maßgabe des gewollten Musters eine Vermischung der verschiedenfarbigen. Deckmasseschichten untereinander vorgenommen. Soll beispielsweise ein zweifarbiges Muster, etwa ein in freiem Felde liegendes Rechteck, hergestellt werden, so verm'scht man die Deckmasseschichten, deren Auftrag in Zahl von zwei alsdann genügt, an den Stellen der Rechteckfiguren miteinander. Ist die untere Schicht blau, die obere gelb, so ergibt sich also für das Rechteck ein aus blau und gelb gebildeter Farbton, Während das freie Feld die gelbe Farbe der oberen Schicht zeigt. Diese gelbe Farbe des freien Feldes geht alsdann nicht bis auf den Untergrund durch. Wird aber die erste blaue Schicht niedrig gehalten, so kann diese Farbe des Feldes nahezu bis· auf den Untergrund durchgehen, so daß für den praktischen Gebrauch kein Unterschied gegenüber durchgemustertem Linoleum besteht, bei dem alle. Farben bis auf den Grund gehen.
Soll ein dreifarbiges Muster hergestellt werden, etwa derart,, daß abwechselnd mit einer Reihe von Rechtecken eine Reihe andersfarbiger Quadrate in freiem Felde angeordnet ist, so wird von der alsdann in dreifacher Schicht, etwa blau, gelb, rot, nacheinander aufzutragenden Deckmasse diejenige der Rechteckfiguren nur in den beiden oberen Schichten, diejenige der Quadratfiguren in allen drei Schichten miteinander vermischt. Die Rechtecke würden alsdann in gelbrotem, die Quadrate in blaugelbrotem Tone im roten Felde liegen.
Die Farbenzahl läßt sich außer durch Vermehrung der ' Zahl der Deckmasseschichten noch dadurch, und zwar beliebig steigern, daß
eine oder mehrere der einzelnen Schichten so. aufgetragen werden, daß ihre Flächen aus verschiedenfarbigen Streifen oder Feldern zusammengesetzt sind. Wird z.B. bei Herstellung des vorstehend beschriebenen dreifarbigen Musters die erste Schicht streifenweise blau und gelb miteinander abwechselnd aufgetragen, so daß die erste Schicht etwa in den Reihen der Rechtecke blaue, in den Reihen .10 der Quadrate gelbe Masse aufweist, so genügt das Auftragen nur noch einer weiteren ein-' farbigen Schicht zur Erzeugung des dreifarbigen Musters. Die Rechtecke werden dann blaurot, die Quadrate gelbrot, das freie Feld, das den Grund des Musters bildet, rot in die Erscheinung ' treten.
Die Vermischung der einzelnen Deckmasseschichten zum Zwecke der Musterbildung kann auf jede beliebige, für eine solche Vermischung zweckmäßig erscheinende Art geschehen. Man kann sich beispielsweise hierzu mannigfach geformter Stäbe bedienen, die in die Masse hineingeführt werden und diese durcheinander mischen, ' umschütten o. dgl. Diese oder andere Mittel zur Durcheinandermischung lassen sich von Hand oder durch Maschinen, Geräte u. dgl. bedienen, und ihr richtiges Einsetzen und Arbeiten an den dem gewollten Muster entsprechenden
. Stellen kann auf mannigfache bekannte Art gesichert werden. Bei Mustern, für welche auf Erzielung schärfer Umrisse Wert gelegt wird, können diese scharfen Umrisse dadurch geschaffen werden, daß eine der zu bildenden Figur entsprechende dünnwandige, oben und unten offene Musterform während des D'urcheinandermischens der Deckmasseschichten in . diese eingesenkt und nachher wieder herausgehoben wird. ■ . .
Ein anderer Weg zur mustergemäßen Durchmischung der Deckmasseschichten ist folgender: Ein der herzustellenden Figur entsprechend geformter dünnwandiger Musterkasten wird mit seinen unteren offenen Enden in die Masse bis auf die Unterlage eingesenkt. Von der oberen
Öffnung des Musterkastens läßt man dann entweder einen starken Luftstrom so auf die in den Kasten eingeschlossene Masse der verschiedenen Schichten einwirken, daß die.Masse durcheinandergeschleudert· wird, oder die . 50 Masse wird pneumatisch in dem Musterkasten hochgehoben, durch Anstoß gegen im Kasten angeordnete Widerstände durcheinandergeworfen und dann wieder auf die Unterlage fallen gelassen. .
Bei Ausübung des Verfahrens unter Anwendung von nur zwei Deckmässeschichten kann die Musterbildung statt durch Vermischung der beiden Deckmasseschichten auch durch ein Wenden erfolgen. Die Deckmasse wird für diesen Zweck nach vollendetem Auftrag der zweiten Schicht leise vorgepreßt, und zwar · nur so stark, daß sie genügenden Halt in sich besitzt, um alsdann in dem Muster entsprechenden Stücken ausgehoben, gewendet und wieder an Ort und Stelle eingelegt zu werden. Danach erst erfolgt die endgültige Verdichtung der Masse, die sowohl bei der zuletzt als auch bei der vorher beschriebenen Ausführungsart durch Kalander oder Flachpressen nach bekannter Weise bewerkstelligt wird. Hierdurch wird im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei denen die Musterungsstücke aus der bereits feftiggepreßten, Linoleumbahn ausgeschnitten werden, ein inniger Zusammenhang der Einsatzstücke mit der Gesamtbahn erzielt und so dem Ausfallen der Einsatzstücke bzw. dem Brechen an den Verbindungsstellen bei dem Zusammenrollen des Linoleums vorgebeugt.

Claims (2)

Pate nt-Anspruch ε :
1. Verfahren zur Herstellung von gemustertem Linoleum aus gekörnter Deckmasse, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckmasse als zwei oder mehr in Farbe voneinander verschiedene Schichten . nacheinander auf die Unterlage aufgetragen, alsdann durch Vermischung der verschiedenfarbigen Deckmasseschichten an den Stellen und in dem Umfange der beabsichtigten Musterfiguren. eine Musterung hervorgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus zwei in Farbe verschiedenen Schichten bestehende Deckmasse leise yorpreßt und dann durch Ausheben, Wenden von einzelnen Stücken der Deckmasse, deren Wiedereinsetzen in die Linoleumfläche und Fertigpressen eine Musterung und dabei irinige Verbindung der Einsatzstücke mit der Gesamtlinoleumbahn hervorbringt.
Berlin. Gedruckt in der
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