DE2153243C3 - Schützenlose Webmaschine für Doppelflorgewebe - Google Patents

Schützenlose Webmaschine für Doppelflorgewebe

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DE2153243C3
DE2153243C3 DE19712153243 DE2153243A DE2153243C3 DE 2153243 C3 DE2153243 C3 DE 2153243C3 DE 19712153243 DE19712153243 DE 19712153243 DE 2153243 A DE2153243 A DE 2153243A DE 2153243 C3 DE2153243 C3 DE 2153243C3
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DE19712153243
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Heinz 4060 Viersen Maassen
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Fa. Jean Güsken, 4060 Viersen
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Description

35
Die Erfindung bezieht sich auf eine schützenlose Webmaschine für Doppelflorgewebe, insbesondere Samt, namentlich Kunstseidensamt od. dgl., mit von beiden Seiten her in das Webfach eintretenden, gegenläufig bewegbaren Greiferstangen zur Schußfadenübergabe in Fachmitte.
Bei der Herstellung von Florgewebe wird einerseits immer mehr Wert auf eine hohe Leistung der Webmaschine gelegt, während es andererseits darauf ankommt, die Beanspruchung des Fadenmaterials beim Webvorgang niedrig zu halten und zugleich eine Ware hoher Qualität zu erzielen. Es handelt sich hier um Anforderungen, die zum Teil einander zuwiderlaufen. Die Schwierigkeiten werden dabei um so größer, je feiner das Fadenmaterial für die herzustellende Ware ist. Deshalb ergeben sich z. B. bei der Herstellung von Kunstseidensamt oder ähnlichem Material besondere Probleme hinsichtlich der Erzeugung guter Qualität bei höherer Maschinenleistung.
Bei der Verwendung eines bekannten Kurbeltriebes für die Bewegung der das Blatt tragenden Lade ergibt sich ein verhältnismäßig großer Blattweg und damit notwendigerweise eine lange Strecke, auf welcher die Fäden der Reibung im Blatt ausgesetzt sind. Außerdem bedingt ein langer Weg der Lade auch große Schafthübe und somit ungünstige Zugbeanspruchungen der Fäden. Für die Schaftbewegung ist bei bekannten Maschinen ferner eine gesonderte Schaftmaschine erforderlich. Wegen des unumgänglichen Spiels und dadurch hervorgerufener Schläge und Stöße in den Schäften können Schaftmaschinen im Hinblick auf die Fadenbelastung nicht sehr schnell laufen, so daß dadurch bereits die Leistung der Webmaschine begrenzt wird.
Es sind auch Webmaschinen bekannt, bei denen der Schußfadeneintrag mit Hilfe von Greiferstangen er-' folgt, die über die ganze Breite des Faches von einer Seite desselben bis zur anderen Seite hin bewegt werdea Der Antrieb dieser Stangen erfolgt über eine Zahnstange, wobei die Drehrichtung des Aniriebsritzels in den Endlagen der betreffenden Stange jeweils umgekehrt werden muß, was ständige Beschleunigungswechsel bedingt Ein Schußfadeneintrag mit solchen Mitteln erfordert ferner verhältnismäßig lange Fachstillstandszeiten, die sich auf die Bewegungsverhältnisse bei den Schäften und ihrem Antrieb auswirken. Weil die für die Schaftbewegungen zur Verfügung stehende Zeit nicht sehr lang ist. sind hier hohe Beschleunigungen nicht zu vermeiden.
Es ist eine -Schützenwebmaschine besonderer Auslührung bekannt (FR-PS 14 40 165), bei der keine Weblade in üblicher Art vorhanden ist, sondern die zwei über Winkelhebel miteinander gelenkig in Verbindung stehende Traghebelanordnungen aufweist, von denen jede mit einem Webblatt versehen ist Diese Traghebelanordnungen sind mittels einer gemeinsamen zwangläufigen Kurvensteuerung derart bewegbar, daß jedes Webblatt auf einer bestimmten Bahn geführt wird. Es handelt sich dabei im übrigen um fine Webmaschine zu-Ti einbahnigen Weben, die also nicht zur Herstellung von Doppelgeweben geeignet ist
In »Melliand-Textilberichte«. 7/1970. S. 766 bis 772, sind Fachbildevorrichtungen für das zweischützige Weben von Doppelflorgeweben erläutert, unter anderem auch solche mit Schaftbewegung durch Kurvenscheiben (sogenannte Trittvorrichtungen). Diese Literaturstelle gibt jedoch keine Hinweise auf die Ausbildung von mit solchen Vorrichtungen ausgestatteten Webmaschinen selbst.
Es ist eine Doppelgreifer-Florwebmaschine bekannt (»Melliand-Textilberichte«, 7/1971, S. 789 bis 797). bei der die Fachbildung durch eine Dreistellungs-Schaftmaschine erfolgt, bei der die Weblade mittels eines Kurbelwellen-Antriebs bewegt wird und bei der an den Ladenständern seitlich der Ladenbahn Zykloidengetriebe mit Greiferstangenführungen für die Bewegung der Greiferstangen angeordnet sind. Die Greiferstangen und die Zykloidengetriebe riachen also die Ladenbewegung mit.
Ein Kurbelantrieb der Lade bedingt verhältnismäßig hohe Ladenstelzen und damit einen großen Abstand des Blattes von der Drehachse der Lade. Während bei einer Einfachmaschine infolge der schwingenden Ladenbewegung die kreisbogenförmige Bahn des Blattes und der sich mit der Lade bewegenden Greiferstange leicht in dem einzigen vorhandenen Webfach vermittelt werden kann, ist dies bei einer Doppelmaschine, also einer zweischüssig arbeitenden Maschine mit zwei Webfachen nicht möglich. Vielmehr ergeben sich bei einer solchen Maschine hinsichtlich der Ausführung große Schwierigkeiten. Es kann hier nur auf ein Fach vermittelt werden, d. h. die Schwenkachse der Lade und die Etewegungsbahn kann nur hinsichtlich des einen der beiden Webfache so gewählt werden, daß keine Kollision zwischen den diesem Fach zugeordneten Greiferstangen und den das Fach bildenden Kettfäden entsteht. Für das zweite Fach müssen dagegen in jedem Fall besondere Maßnahmen getroffen werden, um überhaupt die erforderliche Bewegung ausführen zu können, z. B. durch eine Zusatzsteuerung, wie sie die FR-PS 15 83 002 zeigt. Solche Zusatzeinrichtungen und Zusatzbewegungen der am Arbeitsvorgang beteiligten
<*■
Hemente begrenzen die Drehzahl der Maschine und damit die Arbeitsgeschwindigkeit
Schließlich weist die Lade bei der bekannten Maschine Ladenständer von verhältnismäßig großer Länge auf, so daß sich nicht nur ein großer Blattweg, sondern auch ein großes Ladengewicht ergibt Dieses wird noch trhöht durch die an der Lade angeordneten Greiferstähi! deren Führungen und in besonderem Maße durch die zum Antrieb dienenden Getriebe. Da somit erhebiii.he Ma?$en hin und her zu bewegen sind, ergeben sich hohe Anforderungen an die Starrheit der Maschine und notwendigerweise auch eine Beschränkung der Arbeitsgeschwindigkeit
Dies gilt auch für eine andere bekannte Greiferwebmaschine für Doppelgewebe (FR-PS 15 75 208), bei der fiir die Greiferstangenbewegung getrennte Führungen ν orgesehen sind, die sich an zwei getrennten Schlitten befinden, welche ihrerseits in fest mit einer Ladenstelze verbundenen Führungsschienen gleitend gelagert und über Steuerrollen an mit dem Maschinenrahmen fest verbundenen Kurven geführt sind. Zum Antrieb der Greiferstangen dient dabei ein Kardano-Band-Getriebe, das in einem spitzen Winkel zum Webblatt angeordnet ist
20 dieselbe ein verhältnismäßig großer Zeitraum zur Verfügung steht werden hohe Beschleunigungen vermieden, so daß nicht nur Stöße und Schwingungen verhindert werden, sondern auch die Fadenbelastungen gering bleiben. Da zugleich auch der Weg der Lade kleiner als bei einem Kurbelantrieb gehalten werden kann, _ wird die Fadenreibung im Blatt herabgesetzt Ferner ergibt sich der Vorteil, daß das Fach selbst wegen des günstigen Weges der Lade niedrig gehalten werden kann, was ebenfalls zur Verringerung der Fadenbeanspruchung führt Die erzielte Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit erbringt nicht allein eine größere Leistung, sondern führt in Verbindung mit der kurvengesteuerten Ladenbewegung auch zu einer exakteren und besseren Polabbindung und damit zu einem besseren Warenausfall. -
Die Kurvenscheibensteuerungen für die Schaftbewegung und die Ladenbewegung enthalten vorteilhaft jeweils in an sich bekannter Weise zwei parallel zueinander angeordnete, gemeinsam mit gleicher Drehzahl umlaufende Kurven, die durch zwei an einem Hebel gelagerte Rollen abgetastet werden, wobei sich der Hebeldrehpunkt an einer zwischen den beiden Rollen gelegenen Stelle befindet Dies ist eine betriebssichere
!ordnet ist «.Βνι·».·ι *«»...». »»..... -._- — -
Bei einer Einfachwebmaschine ist zum Bewegen des 25 Ausführung, die hohe Drehzahlen zulaut. Schußfaden-Eintragorgans ein ortsfestes Zykloidenge- Die Anordnung der Lade wird vorteilhaft so getrot
triebe vorgeschlagen worden (GB-PS 11 79 254). Über Art und Anordnung des letzteren sowie über die Aus-
bildung der Webmaschine ist dabei jedoch keine Lehre gegeben.
Ziel der Erfindung ist es, bei Doppelflorwebmaschinen bestehende Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten zu überwinden und eine schützenlose Webmaschine der eingangs genannten Art so auszubilden, daß eine hohe Leistung bei geringer Fadenbeanspruchung erreichbar ist Insbesondere soll mit der Erfindung eine schnellaufende schützenlose Webmaschine geschaffen werden, die sich auch für feine Warenqualitäten, z. B. feinen Samt, Kunstseidensamt u. dgl., eignet. Die Erfinfen, daß ihre Schwenkachse sich auf derjenigen Seite einer vertikalen, durch die Anschlagstellung des Blattes gelegten Ebene befindet auf der das Gewebe abläuft Dies ist besonders günstig für den Anschlagvorgang des Blattes und damit auch für die Polabbindung, weil dabei der Anschlag infolge der steigenden Bewegungsbahn des Blattes nahe dem unteren Ende der Blattstäbe erfolgen kann, wo deren Stabilität am größten ist. Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Webmaschine in Vorderansicht, F i g. 2 eine Draufsicht zu F i g. 1, F i g. 3 ein Getriebe für die Bewegung der Lade in
feinen samt, N-unsisciuciisauii u.ugi, ciguti. L^n. umr . .b.~
dung strebt eine solche Ausbildung einer schützenlosen 40 einem Schnitt nach der Linie I1I-HI in F i g. 4, Webmaschine an, daß die Reibung des Fadenmaterials F i g. 4 einen Teil des Ladenantriebs in Draufsicht
im Blatt möglichst gering gehalten wird, daß die Span- nach der Linie IV-IV in F i g. 3,
" ' ' ' '- " -L-" F i g. 5 ein Getriebe für die Bewegung der Webschäf
te in einem Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 6, F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in F i g. 5,
F i g. 7 ein Getriebe für die Bewegung von Greiferstangen in Seitenansicht und
F i g. 8 eine Draufsicht zu F i g. 7. Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Maschine ist eine schützenlose Doppelflor-Webmaschine zur Her-
im Dian UlUgULIiSi gwiiiig, 6^..u..~,. .,..„, „„ ,
nungsunterschiede im Fadenmaterial bei der Fachöffnung herabgesetzt werden und daß möglichst kleine Fachstillstnndszeiten erreicht werden.
Bei der Erfindung wurde erkannt, daß zur Aufgabenlösung gegenüber bekannten Webmaschinenausführungen ein anderer Weg beschritten werden muß. Gemäß der Erfindung ist für die Bewegung der Schäfte und für
die Bewegung der Weblade jeweils pine zwangläufige 5° emt; khuucinu» ^^kf^...„.
Kurvensteuerung vorgesehen, und es sind die Greifer- stellung von Samt oder ähnlicher Ware, insbesondere stangen durch ein ortsfest angeordnetes Zykloidenge- zur Herstellung von Kunstseidensamt od. dgl. Im Ma
schinengestell 1 ist eine Hauptwelle 2 gelagert die vor einem Elektromotor 3 (F i g. 2) über Keilriemen 4 an " " "~ u "'
triebe hin- und herbewegbar.
Es hat sich gezeigt, daß sich mit einer derart ausgebildeten Maschine durch das Zusammenwirken der genannten Merkmale hohe Leistungen bei schonender Fadenbehandlung erreichen lassen und daß bei alledem besonders auch sehr feines Material verarbeitet werden kann und die Herstellung hochwertiger Warenqualit?- ten möglich ist Die zwangläufige Kurvensteuerung für die Schaftbewegung führt in Verbindung mit der Kurvensteuerung für die Bewegung der Lade und mit dem umlaufenden Antrieb für die Greiferstangen zu einem ruhigen, stoßfreien Lauf der Maschine, so daß gegenüber bekannten Maschinenausführungen ein schnelleres Arbeiten ermöglicht wird. Dabei kann der Fachstillstand innerhalb eines Arbeitstaktes klein gehalten werden, was der Schaftbewegung zugute kommt Da für
CIIlClIl l~lCltll υιιινιυι *· y» . o. ,
treibbar ist. Von dieser Hauptwelle 2 ist über noch zi erläuternde Getriebeelemente die Bewegung der da; Blatt aufnehmenden Lade 5, ferner über Kegelräderge triebe 6 und Zykloidengetriebe 7 die Bewegung zweie zur Schußfadenübergabe innerhalb des Webfaches die nender Greiferstangen 8 sowie über ein ebenfalls nocl zu erläuterndes Getriebe 9 die Bewegung der Schaft 10 abgeleitet. Daneben sind die sonstigen zum Betriel der Webmaschine erforderlichen Elemente vorhandei die beispielsweise üblichen Ausführungen entspreche können und zum Teil der Übersichtlichkeit wegen nich besonders dargestellt sind.
Wie die F i g. 3 und 4 erkennen lassen, ist zum Bew« gen der das Blatt 11 tragenden Lade 5 im Gegensatz ζ
herkömmlichen Ausführungen mit Kurbellantrieb eine insgesamt mit der Ziffer 12 bezeichnete zwangläufige Kurvensteuerung vorgesehen, die von einem mit Dekkel 13a versehenen Getriebegehäuse 13 umschlossen wird, durch welches die Hauptwelle 2 hindurchgeht. Die Lade ist auf einer parallel zur Hauptwelle 2 verlaufenden Ladenwelle 14 befestigt. Diese ist so angeordnet, daß sich die durch ihre Längsmitte M gebildete Schwenkachse (Drehpunkt) der Lade 5 auf derjenigen Seite einer durch die Anschlagstellung des Blattes 11 gehenden vertikalen Ebene E befindet, auf der die gewebte Ware W abläuft (F i g. 3). Dies ist unter anderem für die durch den Blattanschlag bewirkte Polabbindung von besonderem Vorteil und führt zu einer Erhöhung der Qualität der Ware.
Die zwangläufige Kurvensteuerung 12 für die Bewegung der Lade 5 umfaßt zwei mit axialem Abstand auf der Hauptwelle 2 lösbar befestigte Kurvenscheiben 15 und 16 (F i g. 3 und 4). Am Umfang jeder dieser Kurvenscheiben liegt eine Rolle 17 bzw. 18 an. Dieselben sind an den Enden von Hebelarmen 19a und 196 gelagert, die von der Laden welle 14 ausgehen und an dieser befestigt sind. Zusammen bilden die Hebelarme 19a und 196 somit einen Hebel 19, dessen durch die Mitte M gegebener Drehpunkt zwischen den beiden Rollen 17 und 18 liegt Die Konturen der beiden Kurvenscheiben IS, 16 sind so gewählt, daß die beiden Rollen 17 und 18 bei jeder Winkelstellung der Hauptwelle 2 in Anlage mit der Kurvenscheibenkontur verbleiben. Die eine Kurvenscheibe 15 kann als Tragkurve und die andere Kurvenscheibe 16 als Gegenkurve bezeichnet werden. Hierdurch wird der Lade 5 mit dem Blatt 11 eine spielfreie zwangläufige Hin- und Herbewegung ohne Schläge und unerwünschte Beschleunigungsspitzen erteilt, wodurch die Anwendung hoher Drehzahlen möglich wird und gleichzeitig ein fester, für die Qualität der Ware günstiger Blattanschlag erzielt wird.
F i g. 3 läßt auch erkennen, daß dank der besonderen Antriebsausbildung und Anordnung der Lade der Weg des Blattes U kurz gehalten wird, wodurch sich der Vorteil einer verminderten Reibung der Fäden F im Blatt 11 und einer kleineren Fachöffnung ergibt
In ähnlicher Weise wie der Antrieb der Lade wird auch die Bewegung der einzelnen Schäfte 10 hervorgerufen. Für jeden Schaft ist hier eine insgesamt mit 20 bezeichnete zwangläufige Kurvensteuerung vorgesehen (F i g. 5 und 6), die zwei Kurvenscheiben 21 und 22 umfaßt, welche lösbar auf einer Trommel 23 befestigt sind. Die Trommel 23 sitzt auf einer Welle 24, die mittels zweier Zahnräder 25 und 26 im Arbeitstakt der Webmaschine gedreht wird, wobei der Antrieb über nicht besonders dargestellte Zwischenglieder vom Hauptantrieb bzw. von der Hauptwelle der Maschine abgeleitet seih kann.
r Wie Fig.5 erkennen läßt, ist das zu einem Schaft führende Betätigungsgestänge 27 am Ende eines Hebels 28 angelenkt, der auf einer Achse 29 drehbar gelagert ist iind an dem zwei Rollen 31 und 32 drehbar angeordnet sind. Jede dieser Rollen lieg>t am Umfang einer der beiden zugehörigen Kurvenscheiben 21 und 22 an. Bei einer Drehung der Welle 24 mil der Steuertrommel 23 erfährt der Hebel 28 somit eine zwangläufige Schwenkbewegung um die Achse 29, wodurch sich die gewünschte Schaftbewegung ergibt Die den einzelnen Schäften zugeordneten Hebel mit den zugehörigen Kurvenscheibenpaaren sind in dem Getriebegehäuse 9 dicht nebeneinander angeordnet, wie dies Fig.6 veranschaulicht. F i g. 1 zeigt die Lage des Getriebegehäuses 9 am Maschinengestell 1, wobei auch das Betätigungsgestänge 27 mit den von diesem bewegten Teilen 30 erkennbar ist.
Bei den Kurvensteuerungen für die Schaftbewegung
ίο wie auch für die Ladenbewegung können an Stelle von
Kurvenscheiben mit Rollenlaufflächen am Umfang
auch solche mit entsprechender Innenkontur oder mit
Führungsnuten vorgesehen sein. Die dem Schußfadeneintrag dienenden beiden Paare
■s von Greiferstangen 8 sind gegenläufig in das Webfach hinein und aus diesem herausbewegbar. Um diese Bewegungen schnell und mit optimalem Geschwindigkeits- bzw. Beschleunigungsverlauf stoß und ruckfrei ausführen zu können, ist für jedes Greiferstangenpaar ein umlaufendes Getriebe in Form eines Zykloidengetriebes 7 vorgesehen. Wie die F i g. 7 und 8 erkennen lassen, enthält dasselbe ein feststehend angebrachtes Zahnrad 33, ein mit diesem kämmendes Zwischenrad 34 sowie ein mit dem letzteren im Eingriff befindliches Zahnrad 35 mit der halben Zähnezahl des Zahnrades 33. Die Zahnräder 34 und 35 sind drehbar in einem Arm 36 gelagert, der fest am oberen Ende einer durch das Zentrum des ortsfesten Zahnrades 33 hindurchgehenden Welle 37 angebracht ist Die Welle kann über ein Kegelradgetriebe 6 von der Hauptwelle 2 (F i g. 1) angetrieben werden. Die in dem Arm 36 drehbar, aber axial unverschiebbar gelagerte Achse 38 des Zahnrades 35, die mit diesem fest verbunden ist, trägt an ihrem oberen, über den Arm 36 hinausragenden Ende einer fest mit ihr verbundenen Hebel 39. an dessen Ende sich ein vertikaler Zapfen 40 befindet an dem die Greiferstangen 8 angelenkt sind. Mit der Ziffer 41 ist eine Führung für die Greiferstangen 8 bezeichnet
Bei einer Drehung des Armes 36 im Sinne des ir F i g. 8 eingezeichneten Pfeiles erfährt das Zahnrad 35 und somit auch der mit diesem über die Achse 38 verbundene Hebel 39 eine doppelt so große Drehung ir entgegengesetztem Sinne. Der Anlenkpunkt 40 dei Greiferstangen 8 wird hierbei in der durch die Langs achsen der Greiferstangen und durch die Mitte dei Welle 37 gehenden Ebene G geradlinig geführt Der Greiferstangen wird dadurch die erforderliche hin- um hergehende Bewegung erteilt und zwar dank des ge wählten Getriebes mit einer besonders günstigen Be
so wegungscharakteristik, die hohe Drehzahlen der An triebswelle zuläßt
F i g. 2 zeigt bei einer etwas abgewandelten Anord nung der Zahnräder des Zykloidengetriebes die äußer ste Lage des Hebels 39. pie Greiferstangen, die hiei
SS der Übersichtlichkeit wegen nicht eingezeichnet sind befinden sich dabei in ihrer am weitesten nach außei bewegten Lage (vgl. F i g. \\
Durch das Zusammenwirken der erläuterten Getrie beelemente ist es möglich gemacht worden, hohe Lei stungen bei einer schonenden Fadenbehandlung zu er zielen, so daß sich insbesondere auch sehr feines Mate rial verarbeiten läßt und eine Ware von hoher Qualitä hergestellt werden kann.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

  1. v Patentansprüche:
    !. Schützenlpse Webmaschine für Doppelflorgewebe, insbesondere Samt, namentlich Kunstseiden- S samt od. dgl, mit von beiden Seiten her in das Webfach eintretenden, gegenläufig bewegbaren Greifer-Stangen zur Schußfadenübergabe in Fachmitte, dadurch gekennzeichnet, daß für die Bewegungen der Schäfte (10) und für die Bewegung der ίο Weblade (5) jeweils eine zwangläufige Kurvensteuerung (12; 20); vorgesehen ist und daß die Greiferstangen (8) durch ein ortsfest angeordnetes Zykloiderigetriebe (34,35,36) hin- und herbewegbar sind.
  2. 2. Webtnaschine nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvensteuerungen (12; 20) für die Bewegung der Schäfte (10) und der Weblade (5) jeweils in an sich bekannter Weise zwei parallel zueinander angeordnete, gemeinsam mit gleicher Drehzahl umlaufende Kurven (15,16; 21,22) enthalten, die durch zwei an einem Hebel (19; 28) gelagerte Rollen (17. 18; 31, 32) abgetastet werden, wobei sich der Hebeldrehpunkt an einer zwischen den beiden Rollen gelegenen Stelle befindet.
  3. 3. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (M) für die Weblade (5) auf derjenigen Seite einer vertikalen, durch die Anschlagstellung des Blattes (11) gelegten Ebene (E) angeordnet ist, auf der das Gewebe (W) abläuft
DE19712153243 1971-10-26 1971-10-26 Schützenlose Webmaschine für Doppelflorgewebe Expired DE2153243C3 (de)

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FR7237500A FR2157910A1 (en) 1971-10-26 1972-10-23 Fast shuttleless weaving machine - for mfr of nap textiles, esp of rayon velvet, etc

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DE2153243B2 DE2153243B2 (de) 1975-08-28
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