DE213988C - - Google Patents

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DE213988C
DE213988C DENDAT213988D DE213988DA DE213988C DE 213988 C DE213988 C DE 213988C DE NDAT213988 D DENDAT213988 D DE NDAT213988D DE 213988D A DE213988D A DE 213988DA DE 213988 C DE213988 C DE 213988C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D13/00Friction clutches
    • F16D13/22Friction clutches with axially-movable clutching members
    • F16D13/38Friction clutches with axially-movable clutching members with flat clutching surfaces, e.g. discs
    • F16D13/52Clutches with multiple lamellae ; Clutches in which three or more axially moveable members are fixed alternately to the shafts to be coupled and are pressed from one side towards an axially-located member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Friction Gearing (AREA)

Description

KAISERLICHES
Gegenstand der Erfindung ist ein gleichzeitig als Ein- und Ausschaltvorrichtung wirkendes Geschwindigkeitsgetriebe, bei welchem die Kraftübertragung von der treibenden auf die zu treibende Welle durch eine größere oder geringere Anzahl von dauernd durch die treibende Welle beeinflußten Reibflächen erfolgt, welche durch nebeneinanderliegende Platten, Scheiben usw. . gebildet werden.
ίο Der Erfindungsgegenstand ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt mit teilweiser Ansicht.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach 1-2 der Fig. i. Fig. 3 und 4 zeigen die Hebelanordnung der Einschaltvorrichtung in drei verschiedenen Stellungen.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Einrückvorrichtung für die Kupplung.
Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform. ' .
Fig. 7 ist ein Querschnitt nach 3-4 der Fig. 6. Fig. 8 ist eine vergrößerte Ansicht des mittleren Teiles einer der treibenden und einer der getriebenen Scheiben.
Fig. 9 ist ein wagerechter Schnitt zu Fig. 2. Fig. 10 ist die Stirnansicht eines Ringes nach Fig. 2, wobei der radiale Schlitz und die schraubenförmige Windung im Verhältnis zur Größe des Ringes vergrößert dargestellt ist.
Das Getriebe nach Fig. f bis 5 besteht aus einer Anzahl treibender Teile, die als ringförmige Platten oder Scheiben e und d ausgebildet sind; diese Platten oder Scheiben werden durch seitliche Setzschrauben, Federn oder
entsprechend wirkende Mittel 'gegeneinandergedrückt; diese Druckmittel sind an besonderen, für diesen Zweck vorgesehenen Flanschen oder Ringen befestigt. Einer dieser Ringe α sitzt fest auf der treibenden Welle b an einem Ende der Scheibenreihe, während der am anderen Ende sitzende Ring α2 in der Längsrichtung der treibenden Welle verschiebbar ist. Letztere ist auf demjenigen Teil, dessen Länge gleich der Gesamtdicke aller Scheiben und des verschiebbaren Ringes a2 ist, mit einer Abflachung as (Fig. ι und 2) oder mit einer langen Nut versehen, um die Scheiben β mit der Welle undrehbar zu verbinden. Jede der in ungerader Anzahl angeordneten (im gezeichneten Ausführungsbeispiel 9) Scheiben e trägt eine Keilnut a4 und einen Keil α5, welcher sich gegen die abgeflachte Stelle a3 der treibenden Welle b bzw. in die Keilnut derselben legt; die Anordnung kann auch derart getroffen sein, daß die Bohrung jeder der Scheiben e dem genauen Querschnitt des abgeflachten Wellenteils entspricht; trotzdem die Scheiben\e mit der treibenden Welle b undrehbar verbunden sind, ist eine freie Beweglichkeit derselben in Richtung der Längsachse der treibenden Welle gewahrt.
Die in gerader Anzahl vorgesehenen, zwischen den auf der treibenden Welle befestigten Scheiben e angeordneten getriebenen Scheiben d haben runde Mittelbohrungen und können sich lose auf der treibenden Welle b drehen. Durch diese Ausbildung der treibenden und getriebenen Scheiben und infolge des dauernden Druckes, welchen eine Feder h auf alle Scheiben ausübt, drehen sich die beiden Scheibensätze gleich-
zeitig mit der treibenden Welle b, bis eine Beeinflussung der getriebenen Scheiben durch eine Schaltvorrichtung von außen erfolgt.
Die in gerader Anzahl angeordneten (im gezeichneten Ausführungsbeispiel 8) getriebenen Scheiben, d erhalten an ihrem Umfang je 'zwei Einkerbungen d1, d2, welche zweckmäßig einander gegenüberliegen und derart gestaltet sind, 4aß je einer der beiden Schenkel o1 und o2 einer
ίο doppelarmigen Schaltklinke ο in eine derselben einzugreifen vermag, je nachdem die Drehung 4er Scheiben d in dem einen oder anderen Sinn erfolgt.
Die Reibscheiben sind in einem ringförmigen Gehäuse c untergebracht, welches an seinen Stirnflächen durch die Deckel ft, p1 abgeschlossen ist; die Nabe des einen Gehäusedeckels ist auf der zu treibenden Welle festgekeilt oder steht in anderer Weise mit derselben in starrer Verbindung, während der andere Gehäusedeckel mit seiner Nabe lose auf der treibenden Welle b umläuft. Innerhalb des ringförmigen Gehäuses c ist eine der Anzahl der Scheiben d entsprechende Anzahl Stangen r vorgesehen, weiche das Gehäuse in der ganzen Längsrichtung durchdringen und in den Deckeln ft und ft1 derart gelagert sind, daß sie unabhängig vom Gehäuse in Drehung versetzt werden können. Die zur Aufnahme der Stangen r dienenden Bohrungen in den Gehäusedeckeln sind gleichmäßig am ganzen Umfang verteilt. Auf den Stangen r sind die erwähnten Schaltklinken o1, o2 befestigt, welche j 3 nach der Drehbewegung der Stangen nach rechts oder nach links mit dem einen oder anderen Schenkel o1, o2 in eine der Auskerbungen d1, d% eingreifen. Auf jeder der Stangen r sitzt eine schraubenförmig aufgewundene Feder w, welche das Bestreben zeigt, den einen Schenkel der doppelarmigen Schaltklinke 0 in Eingriff mit einer der Auskerbungen d1, d2 zu halten, wenn nicht durch einen auf derselben Stange sitzenden Hebelarm q der an den äußeren oder freien Enden der acht Stangen festgekeilt ist, die Stange im entgegengesetzten Sinne gedreht wird. Zur Erzielung dieser Schwingbewegung ist. eine mit drei Abstufungen versehene Muffe s angeordnet, welche in der Längsrichtung der Welle verschiebbar und auf derselben drehbar ist. Die Verschiebung dieser Muffe s erfolgt durch eine Stellgabel, welche gleichzeitig eine Drehbewegung der Muffe verhindert. Die Übergänge zwischen den einzelnen Stufen der Muffe s werden durch exzentrische Zwischenstücke s1
.55 und s2 gebildet. Durch diese stufenförmige Gestaltung der Muffe wird bezweckt, die Hebelarme q jeder der Stangen r nicht gleichzeitig, sondern nacheinander zum Ausschwingen zu bringen, wenn die Muffe in der einen oder anderen Längsrichtung der Welle verschoben wird. Der Durchmesser der ersten Stufe t ist derart gewählt, daß, wenn die Hebelarme q auf dieser Stufe aufliegen, die Schenkel o1 der Klinken 0 in die Einkerbungen d1 der Scheiben d eingreifen (Fig. 3); der Durchmesser der zweiten Stufe t1 der Muffe s entspricht derjenigen Stellung der Hebelarme q, bei welcher alle Schaltklinken 0 sich außer Eingriff mit den Einkerbungen d1, d2 befinden (gestrichelte Stellung in Fig. 3 und 4); ■ die dritte Stufe t2 besitzt einen derartigen Durchmesser, daß die Schaltarme 0 derart ausgeschwungen werden, daß die Klinken 0 in die Einkerbungen d2 am Umfang der Scheiben d eingreifen. Hierdurch wird eine Mitnahme der getriebenen Welle ermöglicht, gleichviel in welcher Richtung die treibende Welle sich dreht; die Kraftübertragung von der treibenden auf die getriebene Welle erfolgt allmählich, indem die Einkupplung der einzelnen durch Reibungsdruck mitgenommenen Scheiben d mit den getriebenen Teilen durch die Verschiebung der Muffe s nacheinander erfolgt, bis schließlich die sechzehn Reibflächen der acht. Scheiben die ganze Leistung der treibenden Welle übertragen.
Da der Motor die treibende Welle mit gleichbleibender Geschwindigkeit dreht und in dieselbe eine bestimmte Kraft einleitet, und da jede der acht Scheiben eine Reibfläche aufweist, welche etwa x/8 bis Y10 derjenigen, beträgt, welche erforderlich ist, um die ganze in die treibende Welle eingeleitete Kraft auf die zu treibenden Teile zu übertragen, so ergibt sich, daß ein Gleiten zwischen den zuerst eingeschalteten Scheiben d und den dieselben beiderseits berührenden Platten β eintritt, woraus sich eine Mitnahme des getriebenen Teiles mit verminderter Geschwindigkeit ergibt. Dieses durch das Gleiten hervorgerufene Nacheilen der getriebenen Welle verringert sich mit Zunähme der Kupplungen der Scheiben d mit der getriebenen Welle.
Die Wirkungsweise ist also derart, daß die treibende Welle b die.in ungerader Anzahl angeordneten Scheiben e mitnimmt, an welche die Scheiben d durch die Drückwirkung der Feder h angedrückt werden, so daß sie ebenfalls an der Umdrehung teilnehmen. Die Scheiben d übertragen ihre Drehbewegung auf das Gehäuse c durch die in die Einkerbungen d1, d2 der Scheiben d eingreifenden Schaltklinken o1; die Geschwindigkeit des Gehäuses c und die übertragene Kraft wächst entsprechend, bis schließlich nach Einschaltung aller Klinken die ganze Kraft der treibenden Welle b durch das Gehäuse c auf die getriebene Welle übertragen wird. ■
An Stelle eines gleichbleibenden Druckes, den die Feder zwischen den Scheiben d und e ausübt, kann auch eine veränderliche Druckwirkung
erzeugt werden; hiermit wird die dreifache Aufgabe gelöst, sowohl die Wirkung der Anordnung möglichst elastisch zu gestalten, eine Abnutzung der Reibscheiben tunlichst unschädlich zu machen und schließlich die Möglichkeit zu schaffen, den Gesamtanpressungsdruck noch zu steigern, wenn sämtliche.Scheiben d mit dem Gehäuse gekuppelt sind. Zu diesem Zwecke erhält jede der Scheiben d einen radialen Schlitz u
ίο der sich von der Mitielbohrung bis zum Umfang erstreckt; außerdem wird der ganzen Scheibe eine schraubenförmige Windung gegeben, so daß die Kanten des Schlitzes sich schwach übergreifen, anstatt in einer Ebene zu liegen (Fig. 10). Die so gebogene Scheibe hat die Form der bekannten federnden Unterlagsscheiben. Durch diese Ausbildung der Scheiben d wirkt jede, derselben für sich als Feder zwischen den Scheiben e. Die Elastizität des ganzen Systems und insbesondere des Einkupplungsvorganges wird dadurch wesentlich erhöht, während der nachteilige Einfluß der Abnutzung an den. Reibflächen beseitigt wird.
Zur Hervorbringung einer weiteren Drucksteigerung wird der auf die Feder h einwirkende Ring α2 derart angeordnet, daß sich derselbe gegen eine hohle Welle oder eine Büchse ν stützt, innerhalb deren die treibende Welle b umläuft. Die Anordnung der Büchse oder hohlen Welle ν ist derart, daß sie durch die Muffe s mitgenommen werden kann, nachdem letztere in ihrer ganzen -wirksamen Länge verschoben worden ist, so daß d'.e erwähnte Steigerung des Anpressungsdruckes zwischen den Scheiben nur erfolgen kann, wenn die Kupplung sämtlicher Scheiben d mit dem Gehäuse stattgefunden hat und bereits eine volle Übertragung der Kraftleistung der treibenden Welle auf die getriebenen Teile vor sich geht; die Steigerung des Anpressungsdruckes zwischen den einzelnen Scheiben kann also durch ein und denselben Schalthebel, der die Muffe s zwecks allmählicher Kupplung sämtlicher Scheiben d mit dem Gehäuse c verschiebt, dadurch bewirkt werden, daß der genannte Schalthebel über diejenige Stellung, welche er beim Einschalten der letzten Scheibe d einnimmt, zum Ausschwingen gebracht wird.
Die Anordnung kann auch derart getroffen sein (Fig. 5), daß ein zweiter Schalthebel Verwendung findet, dessen Wirkungsweise sich lediglich auf die Verschiebung der Büchse oder der hohlen Welle ν erstreckt; eine derartige unabhängige Verschiebung der Hohlwelle ν bietet die Möglichkeit, den Anpressungsdruck zwischen den einzelnen Scheiben in einem beliebigen Zeitpunkt unabhängig von der Stellung der Muffe s zu steigern.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist fol-
60, gende: · .··■..·
Wenn sich der Schalthebel in seiner Mittelstellung (Fig. 1) befindet, nimmt die Muffe s, an welcher der Schalthebel angreift, eine Stellung ein, in welcher alle Hebelarme q auf der zweiten Stufe t1 der Muffe s aufliegen; es werden'daher alle Sperrklinken 0 außer Eingriff mit den Scheiben d gehalten. Wird nun die treibende Welle b in Drehung versetzt, so werden sämtliche siebzehn Scheiben, also neun treibende Scheiben e und acht getriebene Scheiben d gleichzeitig mitgenommen, während das. die Scheiben umschließende Gehäuse c mit den Stangen r und den Sperrkliriken o1 und o2 stillsteht. Wird nunmehr der Schalthebel nach links bewegt, so wird die Muffe s in Richtung gegen das Scheibengehäuse c verschoben; die erste Stufe t kommt, allmählich in die Bahn der Arme q, indem die Hebel q, q1 usw. einer nach dem anderen unter der Wirkung der Feder w aus der bisherigen Lage sich gegen den Umfang des Stufenzylinders i bewegen, wobei gleichzeitig die auf derselben Stange r sitzenden Klinken o1,.o2 in Eingriff mit den Einkerbungen d1 der Scheiben d kommen, wodurch nach und nach die gesamte Kraftleistungader treibenden Welle b auf die anzutreibenden Teile übertragen wird.
Führt mail den Schalthebel nunmehr in seine äußerste Linksstellung, so wirkt das Ende der Muffe s gegen die hohle Welle v, welche ihrerseits den Ring α2 verschiebt und. dadurch die Feder h zusammendrückt. Hieraus ergibt sich ein stärkeres Anpressen der siebzehn Scheiben aneinander und gegen den festen Ring α der treibenden Welle b, so daß die Kraftübertragung um so wirksamer ist. Der Entkupplungsvorgang" geht in umgekehrter Weise allmählich vor sich, indem die Hebelarme q nacheinander bei Verschiebung der Muffe s nach rechts von der Stufe t auf die zweite Stufe t1 zurückgebracht werden, so daß die doppelarmigen Klinken wieder außer Eingriff mit den Scheiben d kommen.
Wird der Gang der Maschine umgekehrt, so muß der Schalthebel in entgegengesetzter Richtung, also nach rechts zum Ausschwingen gebracht werden. Es erfolgt dann ein allmähliches Überführen der Hebelarme q von der zweiten Stufe t1 der Muffe s auf die dritte Stufe t2; das Anheben der Hebel q erfolgt hier, ebenso wie es bei der Überführung von der Stufe t zur Stufe t1 der Fall ist, durch das daumenscheibenartige Zwischenstück s2. Die gegen die Muffe t2 sich legenden Hebelarme q bewirken einen Eingriff der auf den gleichen Stangen r sitzenden Schaltklinken 0 in die Einkerbungen d2 der Scheiben d; dementsprechend erfolgt die Übertragung der Umkehrbewegung auf die getriebenen Teile allmählich. Für die Umkehrbewegung erfolgt zweckmäßig nur eine Einkupplung von drei oder vier Scheiben, da
die Geschwindigkeit für die Umkehrbewegurig im allgemeinen nur einen geringen Bruchteil der Drehgeschwindigkeit der treibenden Welle aufzuweisen braucht.
An Stelle der Verwendung von Sperrklinken zum Zwecke der Kupplung der Scheiben et mit dem Gehäuse c können auch andere Maschinenteile in Verwendung kommen, so z. B. Bremsbänder, welche am Umfang jeder der Platten
ίο oder Scheiben eingreifen und, ebenso wie die .Sperrklinken o\ o2, durch die Hebel q nacheinander angezogen werden. In diesem Falle benötigt die Muffe s nur zweier Stufen, anstatt der drei Stufen t, t1, t2, nämlich eine, welche der Stellung der Hebel q entspricht, wenn die Bremsbänder lose sind, und die andere, wenn die Bremsbänder angezogen sind.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß die Zwischenscheiben d an Stelle der Einkerbungen d1, d2 solche-von größerer Länge und Tiefe erhalten; zum Eingriff in diese Einkerbungen dienen Stangen oder andere parallel zur Welle verschiebbare Teile, durch welche eine Kupplung der Scheiben mit dem Gehäuse hervorgerufen ^ird. Eine hiernach gestaltete Ausführungsform ist durch die Fig. 6 und 7 veranschaulicht.
- Die antreibenden Scheiben e erhalten eine quadratische Mittelbohrung und je einen vorspringenden runden Nabenteil i, auf welchen je eine der getriebenen Scheiben d, die mit runder Mittelbohrung versehen sind, lose laufen. Die Einkerbungen d1 und d2 der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 sind ersetzt durch vier Aussparungen, welche zwischen vier vorstehenden Anschlägen I1,I2, P, l4· am Umfang der Scheiben β sich befinden; jede der Scheiben erhält außerdem einen radialen Schlitz u (Fig. 2, 8, 9 und 10) und eine schwache schraubenförmige Windung wie bei der bereits gekennzeichneten Ausführungsform. Die an den Enden befindlichen Druckplatten f und g (Fig. 6) sind stärker hergestellt als die Scheiben e, erhalten aber ebenfalls eine Mittelbohrung. Die Platte/ legt sich gegen einen losen Ring α2, dessen Außendurchmesser größer ist als der eines auf der treibenden Welle δ festsitzenden Stellringes a,. gegen den er gedrückt wird. Die Welle δ besitzt auf einem Teil ihrer Länge, quadratischen Querschnitt, um die (beispielsweise zwölf) treibenden Scheiben e aufzunehmen, auf denen die, z.B. elf, zu treibenden Scheiben d gelagert sind, und schließlich die Endplatten f und g·, wobei noch dafür Sorge getragen ist, daß diese sämtlichen Platten in Richtung der Längsachse der treibenden Welle verschoben werden körinen. Die Scheiben d und β und die Platten f und · g werden beständig gegeneinander durch die Druckfeder h und gegen den losen Ring α2 und den festen Stellring α gedrückt. Die Spannung der Feeler h kann mittels der Gegenmuttern η und n1 nach Belieben geregelt werden. Die Endplatte g ist an ihrem Umfange mit vier kräftigen Ansätzen versehen, welche in Größe und Lage den Anschlägen P, I2, P, ll der Scheiben d entsprechen. .
An dem Deckel p des Gehäuses c, welcher mit der getriebenen Welle a1 fest verbunden ist, ist ein gehäuseartiger Ansatz p2 befestigt, innerhalb dessen die Feder h und die zur Spanlängsregelung derselben dienenden Gegenmuttern η und n1 untergebracht sind; das Ansatzstück p2 ist zwecks Zugänglichkeit der Federn bzw. der Gegenmuttern abnehmbar. Die Nabe des anderen Gehäusedeckels p1 dreht sich lose auf der Büchse m, welche ihrerseits lose auf der treibenden Welle δ sitzt. Innerhalb des Gehäuses c sind vier mit Führungsnuten versehene Vorsprünge c1, c2, c3 und c4 vorgesehen, welche die Deckel p und p1 verbinden und zur 80 ' Aufnahme von parallel zur Wellenachse verschiebbaren Riegeln k1, k2, ks, &4 dienen.
Der Querschnitt der Riegel k1,.. k* und dementsprechend der Führungsnuten c1...^ kann T-förmig ausgebildet sein (Fig. 7) oder irgendeine andere geeignete Gestalt erhalten, welche die erforderliche Verschiebung und ein Festhalten der Riegel ermöglicht. Die Enden der Riegel k1.. . £4 stehen in fester Verbindung mit vier Armen j1... jl, welche mit der Büchse m starr verbunden sind; letztere wird durch einen (nicht gezeichneten) Schalthebel verschoben, welcher die Büchse m mit den vier Armen ■ j1... ji und den vier Stangen k1... kl parallel zur Wellenachse zwecks Eingriffs bzw. Ausrückens mit den Scheiben d in den Führungen c1... c4 verschiebt. Durch Anlage der Stangen k1.. .kl an die Ansätze I1.. J4" erfolgt eine Mitnahme des die Führungen c1.. .c4- tragenden. Gehäuses c; letzteres dient bei der praktischen Ausführung gleichzeitig als Ölbehälter, innerhalb dessen alle arbeitenden Innenteile des Gehäuses kufen. Das Gehäuse kann auch feststehend angeordnet werden, wobei dann die Gehäusedeckel durch besondere, die Führungen ci...ci ersetzende Führungsstege für die Stangen k1.. . k* miteinander verbunden werden.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform' ist die folgende:
In der Stellung der Fig. 6 befindet sich der Schalthebel in seiner rechten Endstellung; alle Scheiben drehen sich gleichzeitig mit der treibenden Welle b infolge des auf erstere durch die Feder h ausgeübten Druckes, sobald die Welle δ durch den Motor in Umdrehung versetzt ist; die getriebene Welle a1, das Gehäuse c mit den Gehäusedeckeln p und p1 und die Büchse m mit den vier Armen j1... /4 befinden sich in der Ruhelage. .
Wird nun der Schalthebel nach links bewegt, so greifen die vier Riegel A1.. ..A4 in die zwischen den Anschlägen P... /4 der Scheiben d befindlichen Aussparungen der ersten der zu treibenden Scheiben d ein; die Übertragung von Geschwindigkeit und Kraft erfolgt nur in einem den beiden Reibflächen dieser einen Scheibe d entsprechenden Betrage; die Kraftübertragung erfolgt auf die Teile c1, ft%, α1 durch den von
ίο der Feder h ausgeübten konstanten Druck. Wird der Schalthebel weiter nach links bewegt, so werden allmählich nacheinander sämtliche 22. Reibflächen für die Kraft- und Geschwindigkeitsübertragung zur Wirkung gebracht.
Die Spannung der Feder h und der Abstand zwischen dem losen Ring α2 und dem zunächstliegenden Ende der Büchse m sowie die Länge der Riegel A1.. .A* sind so zu bemessen, daß die Büchse m in Berührung mit dem Ring a1 kommen kann, kurz bevor die letzten zwei oder mehr Scheiben d mit den Riegeln A1.. .A* gekuppelt sind; zweckmäßig ist das innere Ende der Büchse m mit einer Aussparung (Fig. 6) versehen, deren Länge und Durchmesser erinöglicht, daß der Ring a in dieselbe aufgenommen werden kann. Sobald die Büchse m sich gegen den Ring a2· anlegt, bewirkt eine Weiterbewegung des Schalthebels nach links eine Druckwirkung auf die Platte f und ein weiteres Andrücken der Scheiben e und d gegen die Platte g, wodurch wiederum die Feder h gespannt wird. Hierbei bleiben die Gegenmuttern η und ή1, welche auf der treibenden Welle b festsitzen, in ihrer Lage. Der auf alle Scheiben ausgeübte Gesamtdruck kann auf diese Weise allmählich verstärkt und der zur Übertragung der Kraft und Geschwindigkeit notwendige Reibdruck erhöht werden.
Wenn der Schalthebel bei der Bewegung nach links in seine Endstellung gebracht ist, greifen die Riegel A1.·. .A4 auch in die Aussparungen am Umfang der Endplatte g, so daß hierdurch die getriebenen Teile mit den treibenden Teilen verkuppelt werden. Die Scheiben d werden dadurch entlastet.
.Wird der Schalthebel in die Anfangsstellung nach rechts zurückbewegt, so kommen die Scheiben d von selbst nacheinander außer Eingriff mit den Riegeln A1;. .A4, bis die Ruhelage der getriebenen Teile wieder erreicht ist. ·
Die, Verstärkung der Spannung der Feder h, welche eine Steigerung des Anpressungsdruckes zwischen den Scheiben d, e, f und g hervorruft, kann auch mittels einer besonderen, zur Büchsen konzentrischen zweiten Büchse vorgenommen werden; eine derartige zweite Büchse "(nicht gezeichnet) würde durch einen besonderen Schalthebel zu bewegen sein, mittels dessen der Gesamtdruck der Scheiben unabhängig von der Relativlage der Riegel A1... A4 zu den Scheiben d geändert werden könnte, ähnlich wie es bei dem zuerst besprochenen Ausführungsbeispiel der Fig. 5 der Fall ist.
Die als Kraftübertragungsmittel dienende Vorrichtung gemäß der Erfindung kann ebenso als Bremse Verwendung finden, wobei die Energie durch die Reibung zwischen den einzelnen Scheiben verzehrt wird.
Die Anordnung kann schließlich auch derart getroffen werden, daß die Kupplung der Scheiben d nicht an deren Umfang, sondern in deren Mitte erfolgt.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Zugleich als Geschwindigkeitsgetriebe wirkende Scheibenkupplung, bei welcher der eine Scheibensatz auf der treibenden Welle verschiebbar und mit derselben gekuppelt ist, und der andere, lose angeordnete, mittels Reibdruck mitzunehmende Satz von Scheiben allmählich, mit der zu treibenden Welle kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Reibungsübertragung zwischen den beiden Sätzen der Reibglieder dienende. federnde Achsialdruck während oder nach erfolgter Einkupplung des anzutreibenden Teiles veränderbar ist.
2. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpressungsdrück für die beiden Sätze der Reibglieder nach Beendigung der Kupplung sämtlicher Reibglieder gesteigert wird, indem eine von dem die Einkupplung bewirkenden Schalthebel beeinflußte Muffe fs) durch Weiterbewegung des Schalthebels in der Kupplungsrichtung ein Weiterspannen der Druckfeder (h) bewirkt.
3. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das letzte Reibglied (g) in beiden Sätzen
■ als Klauenkupplung ausgebildet ist, so daß das allmähliche Einschalten durch Reibdruck, dagegen die Übertragung der vollen Leistung durch unmittelbaren Eingriff er-
■ folgt.
4. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Platten oder Scheiben ausgebildeten, mitzunehmenden Reibglieder (d) Selbst-federung besitzen, indem dieselben unter Anordnung je eines bis zur Mittelbohrung derselben durchgehenden radialen Schlitzes (u) schraubenförmig gewunden sind.
5. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Kupplungshebel beeinflußte Muffe fs) mit abgestuften Anlageflächen (t, f1, f1) ausgebildet ist, mit denen die Einstellhebel (q) der mit den anzutreibenden Reibscheiben in Eingriff zu bringenden
Kupplungsglieder nacheinander in Eingriff kommen und dadurch die Kupplungsglieder ein- bzw. ausschalten.
6. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsglieder doppelarmig (o, o1) ausgebildet sind, so daß sie bei der einen Endstellung in eine bei Rechtsdrehung eine Kupplung ermöglichende Aussparung der zu treibenden Reibungsglieder fd) und bei der anderen Endstellung in eine bei Linksdrehung eine Kupplung ermöglichende Aussparung derselben. eingreifen, wodurch eine Umkehrung der Drehrichtung der zu treibenden Welle bewirkt werden kann.
7. Ausführungsform des Getriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung durch parallel zur treibenden Welle verschiebbare Kupplungsglieder (k1, k2...) erfo'gt, welche nacheinander mit jedem der mitgenommenen Reibglieder in Eingriff gebracht werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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