DE2139886A1 - Polymerisationskatalysator und dessen Verwendung - Google Patents
Polymerisationskatalysator und dessen VerwendungInfo
- Publication number
- DE2139886A1 DE2139886A1 DE19712139886 DE2139886A DE2139886A1 DE 2139886 A1 DE2139886 A1 DE 2139886A1 DE 19712139886 DE19712139886 DE 19712139886 DE 2139886 A DE2139886 A DE 2139886A DE 2139886 A1 DE2139886 A1 DE 2139886A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chelating
- catalyst according
- carbon atoms
- lewis base
- compound
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F36/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/02—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/04—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
- Polymerization Catalysts (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
| PATENTANWALTS | 2139886 |
| Dipi.-chem. Dr. D. Thomsen oipi.-mg. H.Tiedtke Dipi.-chem. G. BühHng Dipi.-mg. R. Kinne |
MÜNCHEN 15
KAISER-LUDWIG-PLATZ β TEL. 0611/530211 5302.12 CABLES: THOPATENT TELEX: FOLGT |
| Dipi.-ing. W.Weinkauff |
FRANKFURT (MAIN) 50
FUCHSHOHL 71 TEL. 0611/514668 |
Antwort erbeten nach: Please reply to:
8000 München 15 9. August 1971
Sumitomo Chemical Company, Limited Osaka (Japan)
Polymerisationskatalysator und dessen Verwendung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Katalysator zum Polymerisieren
einer konjugierten Vinylverbindung, welche in der
Lage ist, stabiles Carbanion zu bilden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen neuen Katalysator für diesen Zweck,
welcher einen Komplex aufweist bzw. aus einem solchen besteht,
der durch Umsetzen metallischen Lithiums oder einer organischen
Lithiumverbindung mit einer chelatbildenden bi- oder trifunktioneilen
Lewis-Base,erhalten wird.
209808/1723
Bei der Lebendpolymerisation von Vinylverbindungen mit einem
Organolxthxumkatalysator in einem spezifischen Ätherischen Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran oder Diäthyläther, ist häufig beobachtet
worden, daß zwischen dem Katalysator selbst und dem Lösungsnittelmolekül
oder zwischen einem aktiven Ende des Lebendpolymeren und
des Lösungsmittelmoleküls, eine unerwünschte Nebenreaktion stattfindet, welche zu einer nachteiligen Auswirkung auf die Polymerisat ions reaktion, der Vinylverbindungen Anlaß gibt. In den meisten Fällen der Lebendpolymerisation von Vinylverbindungen mit einer
organischen Lithiumverbindung in solchen ätherischen Medien, nimmt die scheinbare Polymerisationsgeschwindxgkext mit einer Abnahme
der Temperatur zu. Andererseits werden in.einem Kohlenwasserstofflösungsmittel wie Toluol oder Cyclohexan beträchtlich höhere Tenperaturen benötigt, um beispielsweise ein Styrolderivat oder ein
konjugiertes Dien zu einem hochmolekularen Polymeren zu polymerisieren, und bei Temperaturen unterhalb 10 C erfolgt mit einem gewöhnlichen Organolxthxumkatalysator allein, im wesentlichen keine Polymerisation. Es ist berichtet worden, daß gemäß den Ergebnissen einer kürzlichen Forschung, polare Substanzen wie verschiedene Äther oder Monoamine, sowohl die Anfangsreaktion als auch die
Fortpflanzungsreaktion der Vinylpolymerisation mit Organolithiumkatalysatoren in Kohlenwasserstoffen beschleunigen, obgleich die
theoretische Grundlage noch nicht erkannt ist. Solche polaren
Substanzen müssen in einer Menge verwendet werden, welche größer
ist als äquimolar zu einer als Katalysator verwendeten Organo-
des Lösungsmittelmoleküls, eine unerwünschte Nebenreaktion stattfindet, welche zu einer nachteiligen Auswirkung auf die Polymerisat ions reaktion, der Vinylverbindungen Anlaß gibt. In den meisten Fällen der Lebendpolymerisation von Vinylverbindungen mit einer
organischen Lithiumverbindung in solchen ätherischen Medien, nimmt die scheinbare Polymerisationsgeschwindxgkext mit einer Abnahme
der Temperatur zu. Andererseits werden in.einem Kohlenwasserstofflösungsmittel wie Toluol oder Cyclohexan beträchtlich höhere Tenperaturen benötigt, um beispielsweise ein Styrolderivat oder ein
konjugiertes Dien zu einem hochmolekularen Polymeren zu polymerisieren, und bei Temperaturen unterhalb 10 C erfolgt mit einem gewöhnlichen Organolxthxumkatalysator allein, im wesentlichen keine Polymerisation. Es ist berichtet worden, daß gemäß den Ergebnissen einer kürzlichen Forschung, polare Substanzen wie verschiedene Äther oder Monoamine, sowohl die Anfangsreaktion als auch die
Fortpflanzungsreaktion der Vinylpolymerisation mit Organolithiumkatalysatoren in Kohlenwasserstoffen beschleunigen, obgleich die
theoretische Grundlage noch nicht erkannt ist. Solche polaren
Substanzen müssen in einer Menge verwendet werden, welche größer
ist als äquimolar zu einer als Katalysator verwendeten Organo-
209808/1723
lithiumverbindung, was zu verschiedenen Unbequemlichkeiten führt.
Diese Äther oder .Monoamine bilden mit dem Organolithiumkatalysator
keine Chelatverbindung.
Es wurden nunmehr ausgedehnte grundlegende Forschungen des Mechanismus des Ingangsetzens und des Fortpflanzens der Polymerisation
eines konjugierten Vinylmonomeren durchgeführt, welches
in der Lage ist, ein stabiles Carbanion (d.h. die sogenannte Lebendpolymerisation) zu bilden. Dabei wurde überraschenderweise
gefunden, daß die Geschwindigkeit des Ingangsetzens und des Fortsehreitens der anionischen Polymerisation einer konjugierten
Vinylverbindung, stark gesteigert werden kann mit einer Komplexverbindung, weiche sich aus metallischem Lithium oder einer organischen
Lithiumverbindung und einer bestimmten 9 chelatbildenden
bi- oder trifuktioneilen Lewis-^ase bildet.
Die erfindungsgemäße Komplexverbindung bildet sich zwischen
dem Lithiumatom im metallischen Lithium oder einer organischen Lithiumverbindung, und einer bestimmten chelatbildenden bi- oder
trifunkticnellen Lewis-Base im äquimolaren Verhältnis von 1:1,
und zeigt verschiedene charakteristische Eigenschaften in Vergleich
zu dem Fall, wo eine herkömmliche organische Lithiumverbindung allein als Katalysator verwendet wird.. So findet die
Ingangsetzungsreaktion bei der Lebendpolymerisation einer konjugierten Vinylverbindung unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Komplexverbindung als Initiator, in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel
sofort statt und zwar sogar bei einer Temperatur, welche
209808/1723
so extrem niedrig ist wie -78°C, was zu einer engen Molekulargewichtsverteilung
des gebildeten Polymeren führt. Ferner zeigen Polymere von Vinylverbindungen, deren Polymerisation mit einem
Dilithiumkatalysator in Gang gesetzt wurde, im allgemeinen zwei Spitzen in den Diagrammen der Molekulargewichtsverteilung infolge
von nicht gleichzeitigen Ingangsetzungen von beiden aktiven Punkten, wohingegen bei Verwendung der erfindungsgemäß erhaltenen
Lithium-Chelatkornplexverbindüng als Katalysator, das Ingangsetzen
der Polymerisation von beiden aktiven Punkten gleichzeitig erfolgt, und daher tritt die oben genannte Erscheinung nicht ein.
Ferner ist bei der Lel?endpolymerisation unter Verwendung
der erfindungsgemäßen Komplexverbindung als Katalysator, das
Lithiumkation, welches als Gegenion am aktiven Ende des Polymeren
vorhanden ist, während des gesamten Polymerisationsverlaufes ständig eingefangen durch die chelatbildende bi- oder trifunktionel-Ie
Lewis-Base. Demgemäß existiert bei dieser Polymerisationsreaktion
der aktive Faktor in Form eines im wesentlichen freien Carbanions, und der größte Teil der konjugierten Vinylverbindungen
polymerisiert in einem Kohlenwasserstoff rasch, selbst bei einer
extrem niedrigen Temperatur. Wegen einer niedrigen Grenztemperatur und der Elektronendonatoreigenschaft der Methylgruppe, ergeben
beispielsweise Styrolderivate, welche eine Methylgruppe in oC-Stellung
tragen, kein Polymeres mit einer Organolithiumverbindung in einem Kohlenwasserstoff bei einer Temperatur in einem gewöhnlichen
Bereich von -78 bis 1000C, wohingegen bei Verwendung der erfin-
209808/1723
dungsgemäßen Komplexverbindung als Katalysator»s die Polymerisation
mit genügend hoher Geschwindigkeit fortschreitet, selbst bei einer
solch niedrigen Temperatur wie -7 8°C„
Die Erfindung beinhaltet einen Polymerisationskatalysator, welcher aus einer Komplexverbindung besteht bzw. eine solche enthält.
Diese Komplexverbindung wird erhalten, indem man metallisches Lithium oder eine organische Lithiumverbindung mit einer chelatbildenden»
bi- oder trifunktionellen Lewis-Base der Formel:
^ - (χ) _ H / oder
Z
zur Reaktion bringt, wobei in der Formel R*s Ro>-R~ und R^9 unabhängig
voneinander, Alky!gruppen mit 1 bis H Kohlenstoffatomen
sind; und X eine Alkylengruppe mit 1 bis 1^ Kohlenstoffatomen oder
eine Cycloalkylengruppe mit M- bis 7 Kohlenstoffatomen ists wobei
die Alkylen- oder Cycloalkylengruppe mit höchstens H einwertigen Kohlenwasserstoffradikalen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen substituiert
sein kann. Der sich ergebende Katalysator zeigt, selbst in Kohlenuasserstoffmedien und bei extrem niedrigen Temperaturen,
bemerkenswert hohe Aktivität bei dar Polymerisation konjugierter Vinylverbindungen j Vielehe in der Lage sind,, stabile Carbanionen
zu bilden.
08/1723
Die Erfindung sei nunmehr nachstehend eingehender beschrieben.
Als organische Lithiumverbindung zur erfindungsgenäßen Verwendung,
kann man irgendeine jener organischen Lithiumverbindungen benutzen, welche mindestens eine Kohlenstoff-Lithium-Bindung enthalten,
welch letztere in der Lage ist, in einem Kchlenvasscrstoff
oder einen Äther die Polymerisation eines sogenannten anionisch polymer is ierbaren Honorieren, wie eines konjugierten Tien- oder
eines Styrolderiyats, gemäß dem bekannten Mechanismus der anionischen
Polymerisation in Gang zu setzen. Zu Beispielen solcher organischen Lithiumverbindungen zählen η-Butyllithium, sekunderes
oder tertiäres Butyllithium, Äthyllithium, Dilithionethan, l.'f-Dilithiobutan,
1.4.~Dilithi'ö-l. l.^.U-tetraphenylbutan, 1.10-Dilithiodecan,
Dilithionaphthaliri usw» Unter diesen verschiedenen
Verbindungen ist n-3utyllithium besonders bevorzugt.
Die chelatbildende bifunktioneile Lewis-Base zur erfindungsgemäßen
Verwendung, ist ein organisches tertiäres Anin der Formel (I), und die chelatbildende trifunktioneile Lewis-Base zur erfindungsgemäSen
Verwendung ist ein Aninophosphinoxyd der Formel (II):
Rlv
-7M - (X) - N^ (I)
R2/ \_r
O = P
V \D /
(II)
209800/1723
In der Formel (I), bedeutet jede der Substituentengruppen R., R0, R0 und R,., ein Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; X ist
ein Alkylen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylengruppe mit 4 bis 7 Kohlenstoffatomen, welche als Substituenten
0 bis 4 einwertige Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen aufweisen können. Die am meisten bevorzugten Gruppen sind
Alkylen mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen und Cycloalkylen mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen. Zu Beispielen geeigneter Verbindungen zählen
!!.!-1.N1N1- Tetramethylmethandiamin, N.H-Dimethyl-M1 .M'-diäthy 1-1.2-äthandiamin,
N.H.N1.M'-Tetramethyl-l^-Äthandiamin, H.H.N'.N1-Tetramethyl-2.3-butandiamin,
II,H.N'.N'-Tetranethyl-1.2-propandiamin,
N.H.H1.N'-Tetramethyl-l.S^cyclohexandiamin usw. Von diesen Vor-
bindungen ist das M.U.H'.tt'-Tetramethy 1-1.2-äthandiamin besonders
bevorzugt.
In der Formel (II) ist jede der Substituentengruppen R1 und R«
ein Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Zu Beispielen solcher Verbindungen zählen tris-(Dimethylamine)-phosphinoxyd, tris-(Diäthylamino)-phosphinoxyd
usw. Von diesen Verbindungen ist das tris-(Dimethylamino)-phosphinoxyd besonders bevorzugt.
Die Bereitung des erfindungsgemäßen Komplexkatalysators, kann
unter irgendeiner Bedingungen durchgeführt werden, vorausgesetzt, daß man sie in solchen Medien und unter solchen Atmosphären durchführt,
welche weder mit dem Lithiummetall oder mit den organischen Lithiumverbindungen, noch mit den chelatbildend en Lev7is-Basen
209808/1723
reagieren. So kann man beide Komponenten des erfindungsgemäßen Katalysators in einem äquimolaren Verhältnis in Anwesenheit eines
konjugierten Vinylmonomeren hinzusetzen, welches in der Lage ist,
stabiles Carbanion zu bilden, wodurch die Komplexverbindung rasch
gebildet und die Polymerisation in Gang gesetzt wird. Man kann aber auch die Komplexverbindung in Abwesenheit des Monomeren bereiten
und unmittelbar danach führt man eine gegebene Menge des Mono*·
meren ein, welches polymerisiert werden soll. Auch ist es möglich,
den Katalysator qhne einen Verlust seiner Polymerisationsfähigkeit
zu lagern, nachdem der Katalysator in einem getrennten Gefäß, ganz unabhängig von der Polymerisationsreaktion, bereitet worden ist.
Da die Reaktion zwischen einer organischen Lithiumverbir.dung und
einer chelatbildenden Lewis-Base sehr rasch vonstatten geht, hat weder die Anwesenheit noch die Abwesenheit des Monomeren beim
Bereiten der Konplexverbindung etwas mit der nachfolgenden Polymerisat ionsreakt ion zu tun.
Die Bereitung der Komplexverbindung kann bei jeder Temperatur
unterhalb derjenigen durchgeführt werden, bei welcher die gebildete
Komplexverbindung sich zu zersetzen beginnt. Wenn die KomplexVerbindung
in einem Polymerisationsgefäß bereitet werden soll, so ist die Bereitungstemperatur vorzugsweise eine Temperatur, bei welcher
das Durchführen der Polymerisation beabsichtigt ist; wird die Komplexverbindung unabhängig von der Polymerisation bereitet, so
kann die Temperatur Raumtemperatur oder ungefähre Raumtemperatur sein· Die Bereitung ist bei einer Temperatur in Bereich von -100
bis 150 C im wesentlichen durchführbar. Bei dem Bereiten bei
209808/1723
niedrigeren Temperaturen, erfordert die Bildung der Komplexverbindung
wegen der Herabninderung der Reaktionsgeschwindigkeit, einige
bis zu etlichen 10 Ilinuten, bevor sie vollendet ist, während bei
einer höher als Raumtemperatur liegenden Temperatur, die Bildung der Komplexverbindung als augenblicklich vollendet angesehen werden
kann.
Bei der Herstellung der Komplexverbindung beträgt das Verhältnis metallischen Lithiums bzw. einer organischen Lithiumverbindung
zu einer chelatbildenden Lewis-Base vorzugsweise 1:1, obgleich die Anwendung einer überschüssigen Menge der chelatbildenden
Lewis-Base keinerlei Störung verursacht.
Das unter Verwendung der erfindurigsgemäßen Komplexverbindung
polymerisierbar Monomere, ist eine konjugierte Vinylverbindung, welche fähig ist., stabiles Carbanion zu bilden* Bevorzugte Monomere
sind konjugierte Diene mit U bis 12, stärker bevorzugt 4 bis
Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise 1i3-Butadien j Isopren,
2-Iiethyl-l. 3-pentadien, 2-Phenyl-l. 3-butadien, 3.4-Dimethyl-1.3-Hexadien
usw. . Zusätzlich zu diesen Monomeren kann man auch konjugierte Diene verwenden, welche längs der Hauptkette reaktionsfähige
Substituenten enthalten wie halogenierte Dienes beispielsweise
Chloropren oder Fluoropren, Von diesen.konjugierten Dienen
ist Butadien bevorzugt und auch IsO^en ist besonders geeignet.
209808/1723
Außer den konjugierten Dienen sind verwendbare Monomere arylsubstituierte Olefine, einschließlich monovinylsubstituierten
aromatischen Kohlenwasserstoffen und isopropenylsubstituierten
aromatischen Kohlenwasserstoffen wie beispielsweise Styrol, Oi-Methy!styrol,' unterschiedliche Alkylstyrole, Viny!naphthalin
und Vinyltoluol; heterocyclische, stickstoffhaltige Monomere einschließlich
vinyl- oder isopropenylsubstituierten Pyridin- und Chinolinderivaten wie beispielsweise 2-Vinylpyridin, U-Vinylpyridin,
2-Hethyl-5-vinylpyridin usw; Acrylsäureester wie Methylacrylat
und Äthylacrylat; Methacrylsäureester wie Ilethyl-neth-
acrylat und Äthyl-methacrylat; Vinylcarbazol, Vinylacetylen, Acrylnitril
usw. Sämtliche der oben aufgeführten Verbindungen sind konjugierte Vinylmonomere, welche in der Lage sind, sogenanntes
stabiles Carbanion zu bilden.
Die Polymerisation kann durchgeführt werden entweder in Masse, indem man die erfindungsgemäße Komplexverbindung einem
oben erwähnten Monomeren oder einem Monomergemisch hinzusetzt,
oder in Lösung, indem man die Komplexverbindung einen Monomeren
bzw. einem Monomergemisch hinzufügt, welches in einem geeigneten
Verdünnungsmittel aufgelöst ist. In diesen Fällen ist es nicht erforderlich, daß die Komplexverbindung vor der Polymerisation
in einem anderen Gefäß hergestellt wird als dem Polymerisationsgefäß, sondern das metallische Lithium bzw. eine organische
Lithiumvarbindung und eine chelatbildende Lewis-Base können in äqui-
209808/1723
molarem Verhältnis direkt zu dem Monomeren bzw. der Monomerlösung hinzugesetzt werden, wobei man im wesentlichen das gleiche Ergebnis
erzielt. Das bei dieser Arbeitsweise zu verwendende Lösungsmittel
muß im wesentlichen inaktiv gegenüber dem lebenden Polymeren sein. Bevorzugte Lösungsmittel sind aliphatische und cycloaliphatische
Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Pentan, Hexan, Cyclohexan,
Tetrahydronaphthalin und dergleichen; aromatische Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise 3enzol, Toluol, Xylol und dergleichen;
und Äther wie Dioxan, Tetrahydrofuran und dergleichen»
Es ist erforderlich, daß diese Monomeren und Lösungsmittel vor der Polymerisation von Verunreinigungen befreit werden, welche
mit dem Carbanion reagieren können, doch ist die Anwesenheit geringer Mengen an Verunreinigungen nicht verhängnisvoll, obgleich
entsprechende Mengen der Komplexverbindung9 des metallischen
Lithiums oder der organischen Lithiumverbindung durch die Verunreinigungen verbraucht werden.
Die Kettenlänge und die Molekulargewichtsverteilung des lebenden Polymeren können, vienn erforderlich, gesteuert werden
durch geeignete Auswahl der Polymerisationsbedingungen wie des als Katalysator verwendeten Anteils der Komplexverbindung zum
Monomeren, der Polymerisationstemperatur und dergleichen.
Wie vorstehend erwähnt, werden durch Verwendung des erfingungsgemäßen
Katalysators, die Ingangsetzung- und Fortschrei-
209808/1723
tungsgeschwindigkeiten der Polymerisation konjugierter Vinylmonoraerer,
welche in der Lage sind, stabilen Carbanion zu bilden, stark gesteigert im Vergleich zu dem Fall, wo herkömmliche organische
Lithiumverbindungen allein verwendet werden. Dadurch wird es möglich, selbst diejenigen Monomeren wie οί-Methylstyrol rasch zu
polymerisieren, welche bisher in.Kohlenwasserstoffmedien gemäß
einem anionischen Mechanismus niemals polymerisiert worden sind. Dies sind Punkte, welche die außerordentliche Bedeutung der Erfindung
zeigen. '
Die Erfindung sei nunmehr durch die nachstehenden Ausführungsbeispiele eingehender veranschaulicht, wobei diese Beispiele über
den Rahmen der Erfindung nichts aussagen sollen.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß n-Butyllithium nicht in
der Lage ist, die Polymerisation von Styrol in Toluol bei -78°C
in Gang zu setzen. Jedoch beim Hinzusetzen von N. M.IIf .TI '-Tetramethyl-1.2-äthandiamin
(nachstehend abgekürzt als THTIDA) in einer dem n-Butyllithium äquimolaren .Menge zum Polymerisationssysten,
färbt sich die Lösung sofort tiefrot und die Viskosität des Systems steigt unter Bildung von Polystyrol an.
Zu 25 cm3 Styrol, welche in 300 cm3 Toluol bei -78°C aufgelöst
sind, fügt man unter einer Stickstoff atmosphäre 0,000 4FHoI
n-Butyllithium und 0,058 cm3 (0,00046 Hol) TMFDA hinzu. Die PoIy-
209*808/1723
merisation des Styrols wird sofort eingeleitet, was zu einer tiefrot gefärbten Toluollösung des Polystyrols führt. Mit dem Zeitablauf
steigert sich die Viskosität des Reaktionssystems. Mach einer Stunde wird das flüssige Reaktionsgemisch in einen großen Oberschuß
Methanol eingegossen, um das Polystyrol zu gewinnen. Beim Trocknen im Vakuum erhält man 22,8 g eines weißen Pulvers, was bedeutet, daß
nahezu 100% Styrol bei der Temperatur von -87°C und der Polymerisationsdauer von 1 Stunde polymerisiert worden sind. Die grundmolare
Viskosität, (nachstehend als C^J bezeichnet), beträgt
0,53 dl/g, gemessen in Benzol bei 25 C.
Zur Bereitung einer tionomerlösung fügt man bei Raumtemperatur
3 3
und unter Stickstoffatmosphäre, 2 5 cm Styrol zu 300 cm Cyclohexan
hinzu. Andererseits setzt man zu einer Lösung von n-Butyllithium, in Hexan eine äquimolare Menge an TMEDA hinzu, so daß eine
Komplexverbindung bereitet wird, welche aus n-Butyllithium und TMEDA
in'einem molaren Verhältnis von 1:1 besteht; die Reaktionszeit beträgt
1 Stunde bei Rauntemperatur. Os22 cm (enthaltend OPOO45 Mol
der Komplexverbindung) der sich ergebenden Lösung der ^omplexverbindung,
setzt man zu dem Polymerisationssystem hinzu. In Augenblick des Hinzusetzens der Komplexverbindung, zeigt das Reaktionssystem eine schwärzlich-rote Färbung und die Polymerisation wird
mit einer stürmischen Wärmeentwicklung eingeleitet. Nach 5 Minuten gießt man das Reaktionsgemisch in einen großen Methanolüberschuß
ein, um Polystyrol zu gewinnen. Beim Trocknen im Vakuum erhält man 22 g eines weißen Pulvers. ^[J^ des Polymeren beträgt
0,56 dl/g, gemessen in Benzol bei 25°C.
208808/1723
Wegen der extrem geringen Geschwindigkeit der anionischen Polymerisation von Styrol in Masse mit einem Initiator der Lithiumverbindung
bei Raumtemperatur, ist eß-rdchbiDöglich, ein Hochpolymeres
leicht zu erhalten.
Jedoch gemäß der Arbeitsweise dieses Beispiels, wird ein Polystyrol mit einem Molekulargewicht von 100 000 augenblicklich
) gebildet.
3 '
Zu 90 cm. Styrol setzt man bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoffatmosphäre 5 cm einer rotgefärbten Cyclohexanlösung
(gemischt mit 15 Vol.-% Anisol) hinzu, welche 0,0013 Mol 1.4-Dilithio-1.1.4.4-tetrapheny!butan
enthält. Das System zeigt sofort eine einheitliche Blaßrotfärbung. Beim Hinzusetzen von
0,22 cm (0,0018 Mol) THEDA zum System, wird die sich ergebende Lösung schwärzlich-rot, und die Polymerisation des Styrols findet
^ explosionsartig statt. Nach 5 Minuten wird das schwärzlich-rot
gefärbte, nahezu verfestigte, hochviskose Polymerisat ausgetragen, indem man den Polymerisationskolben zerbricht. Das Polymerisat
wird mittels eines Plaushaltmixers zerkleinert und in Methanol
gewaschen. Beim Trocknen im Vakuum erhält man 80 g eines weißen Pulvers. C \J des Polymeren beträgt 0,85 dl/g, gemessen in
Benzol bei.25°C.
Wegen der unteren Grenztemperatur ergibt oC-Methylstyrol im
allgemeinen kein hochmolekulares Polymeres in KohlenwasserstofflF-
209808/1723
sunyaiüLLeln mit organischen Lithiumverbindungen, wohingegen hochmolekulares
Polymeres mit dem erfindungsgemäßen Polymerisationskatalysator erhalten werden kann.
Zu 150 cm Toluol setzt man bei -400C und unter einer
Stickstoff atmosphäre, 13 cm3ol-Methylstyrol und dann 0,00023 :iol
n-Buty!lithium und 0,041 cm3 (0pOO23 Hol) tris-(Dimethylamino)-phosphinoxyd
hinzu. Sofort·färbt sich die Lösung schwärzlich-rot und die Polymerisation setzt ein. Nach 3 Stunden gießt man das
Reaktionsgemisch in einen groß.en Methanolüberschuß ein, um Poly-o(-methylstyrol
zu gewinnen. Reim .Trocknen im Vakuum erhält man 11,5 g eines weißen Pulvers. C\l des Polymeren beträgt 0,48 dl/g,
gemessen in Benzol bei 25 ~C.
Unter einer Stickstoffatmosphäre und bei -7R0C, setzt man
zur Bereitung einer Monomer lösung, 25 cm d ./^-Dimethylstyrol zu
3
200 cm Toluol hinzu. In einem anderen Gefäß setzt man zu n-Butyllithium in einer n-Hexanlösung, eine äquimolare Menge an tris-(Dimethylamine )-phosphirioxyd hinzu und zur Bildung einer Komplexverbindung läßt man die Reaktion sich eine Stunde bei
200 cm Toluol hinzu. In einem anderen Gefäß setzt man zu n-Butyllithium in einer n-Hexanlösung, eine äquimolare Menge an tris-(Dimethylamine )-phosphirioxyd hinzu und zur Bildung einer Komplexverbindung läßt man die Reaktion sich eine Stunde bei
3
Raumtemperatur abspielen. 0,30 cm der sich ergebenden Lösung, welche die Komplexverbindung enthält (0,0004 6 Mol) setzt man zum Polymerisationssystem hinzu. Das System nimmt sofort eine schwärzlich-rote Färbung an und die Viskosität steigert sich allmählich mit dem Zeitablauf. Nach 20 Stunden wird das Reaktionsgemisch in einen großen Methanolüberschuß gegossen, um das PoIy-
Raumtemperatur abspielen. 0,30 cm der sich ergebenden Lösung, welche die Komplexverbindung enthält (0,0004 6 Mol) setzt man zum Polymerisationssystem hinzu. Das System nimmt sofort eine schwärzlich-rote Färbung an und die Viskosität steigert sich allmählich mit dem Zeitablauf. Nach 20 Stunden wird das Reaktionsgemisch in einen großen Methanolüberschuß gegossen, um das PoIy-
209808/1723
dimethylstyrol zu gewinnen. Beim Trocknen im Vakuum erhält man
23,0 g eines weißen Pulvers. Γ )[J des Produktes beträgt 0,44 dl/g,
gemessen in Benzol bei 250C.
Unter einer1 Stickstoffatmosphäre und bei -78 C, setzt man
50 cm d ^/3-Diinethylstyrol zu 400 cm Toluol hinzu, um eine Monomerlösung
zu bereiten. Zu dieser setzt man ferner 0,09 cn (0,0005 Mo]) tris-(Dimethylamine)-phosphinoxyd. Beim Hinzusetzen von 0,01 g
dispergierten Lithiums (35%-ige Mineralöllösung) zu der Monomerlösung,
nimmt das System sofort eine schwärzlich-rote Färbung an und die Viskosität steigert sich allmählich mit dem Zeitablauf.
Mäch 18 Stunden gießt man-das Reaktionsgemisch in einen großen
ilethanolüberschuß', um das Polydimethylstyrol zu gewinnen. Bein
Trocknen im Vakuum erhält man 44 g weißer Flocken des Polymeren. C \J des Produktes beträgt 0,72 dl/g, gemessen in Benzol bei
25°C.
209808/1723
Claims (14)
1. Polymerisationskatalysator, dadurch gekennzeichnet,
daß er aus einer Konplexverbindung besteht bzw. eine solche ent hält, wobei die Komplexverbindung erhalten worden ist durch Umsetzen metallischen Lithiums oder einer organischen Lithiumverbindung mit einer chelatbildenden, polyfunktionellen Lewis-nase und zwar einer chelatbildenden bifunktionellen Lewisbase der
allgemeinen Formel:
daß er aus einer Konplexverbindung besteht bzw. eine solche ent hält, wobei die Komplexverbindung erhalten worden ist durch Umsetzen metallischen Lithiums oder einer organischen Lithiumverbindung mit einer chelatbildenden, polyfunktionellen Lewis-nase und zwar einer chelatbildenden bifunktionellen Lewisbase der
allgemeinen Formel:
H - CX). - \
in welcher R. , R0, R0 und R11 jqweils eine Alkylgruppe nit I bis
'+ Kohlenstoffatomen ist; und X eine Alkylengruppe mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylengruppe mit ll· bis 7 Kohlenstoffatomen ist, wobei die Alkylen- und Cycloalkylengrupnen als Substituenten höchstens h einwertige KohlenwasserStoffreste mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen aufweisen können;' oder mit einer
chelatbildenden trifunktionellen Lewis-Base der allgemeinen Formel:
Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylengruppe mit ll· bis 7 Kohlenstoffatomen ist, wobei die Alkylen- und Cycloalkylengrupnen als Substituenten höchstens h einwertige KohlenwasserStoffreste mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen aufweisen können;' oder mit einer
chelatbildenden trifunktionellen Lewis-Base der allgemeinen Formel:
in welcher R,, und R„ die obige Bedeutung haben,
209808/1723
■- 18 -
2. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die organische Lithiumverbindung n-Butyllithium, sekundäres
oder tertiäres Pmtyllithium, ^'ithyllithium, Dilithiomethan, l.'f-Dilithiobutan,
1. 4-Dilithio-l. 1. M-. 4-tetraphenylbutan, 1.lO-Dilithiodecan
oder Dilithionaphthalin. ist.
3. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die chelatbildende bifunktioneile Lewis-Base M.N.M1.H'-Tctramethylmethandiamin,
N.H-Dimethyl-N.N'-diäthyl-l. 2-äthandiamin ,
N.N.Ii».Ii1-Tetramethyl-1. 2-äthandiamin, II. M.N'. H'-Tetramethyl-2. 3-
butandiamin, H.N.N1 .IT'-Tetramethyl-l. 2-propandiamin, oder Η.Π.Μ'.ϊί1-Tetramethyl-1.2-cyclohexandiamin
ist.
4. Katalysator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,daQ die
dTelsäil3encle hfunkfcionelle Lewis-Base II.N.N1 .!I'-Tetramethyl-l. 2-c"thandiamin
ist.
5. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die chelatbildende trifunktionelle Lewis-Base tris-(Dip.ethylamino)-phosphinoxyd
oder tris-(Diäthylamino)-phosphinoxyd ist.
6. Katalysator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die chelatbildende trifunktionelle Base tris-(Dimethylamine)-phosphinoxyd
ist.
209808/1723
7. Katalysator nach Anspruch ls dadurch gekennzeichnet,
daß die Unsetzung des metallischen Lithiums bzw. der organischen
Lithiumverbindung mit der chelatbildenden polyfunktionellen Lewis-Base
in einem inerten Lösungsmittel oder in einer inerten Atmosphäre bei einer Temperatur von -100 bis 150°C durchgeführt worden
ist.
8. Katalysator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsetzung in Anwesenheit einer konjugierten Vinylverbindung bewirkt worden ist, welche in der Lage ist, stabile Carbanionen
zu geben.
9. Katalysator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in äquimolarem Verhältnis metallischen Lithiums
bzw. organischer Lithiumverb i'ndung zu der chelatbildenden polyfunktionellen
Lewis-Base durchgeführt worden ist.
10. Verfahren zur Herstellung des Katalysators gemäß einem
der vorhergehenden Ansprüche/ dadurch gekennzeichnet, daß man metallisches Lithium oder eine Organolithiumverbindung mit einer
chelatbildenden, polyfunktionellen Lewis-Base, nämlich einer chelatbildenden bifunktionellen Lewis-Base der allgemeinen
Formel
Rl
;n - (χ) - ν
in welcher R1, R2, R3 und R4 jeweils eine Alkylgruppe mit 1
bis 4 Koh lens to ff atomen darstellen und X eine Alkylengruppe mit
209808/1723
1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylengruppe mit 4 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei die Alkylen- und
Cycloalkylengruppe als Substituenten höchstens 4 einwertige Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen aufweisen
können; oder mit einer chelatbildenden trifunktioneilen
Lewis-Base der allgemeinen Formel
O = P- IN
in welcher R, und R2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben,
umsetzt.
11. Verwendung des Katalysators gemäß einem der vor-
hergehenden Ansprüche zum Polymerisieren einer konjugierten Vinylverbindung allein oder zusammen mit einer anderen, welche
.in der Lage sind, stabile Carbanionen zu geben.
12. Verwendung des Katalysators gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche zum Polymerisieren oder Copolymerisieren eines konjugierten Dienmonomeren mit 4 bis 12 Kohlenstof fatoinen.
13. Verwendung des Katalysators gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche zürn Polymerisieren oder Copolymerisieren
von 1.3-Butadien,, Isopren, 2-Ilethyl-l.3-pentadien, 2-Phenyl-i.3-butadien,
S^-Dimethyl-l.S-hexadien, Chloropren oder Fluoropren,
2,09808/1723
.-Ο
14. Verv/endung des Katalysators gemäß einen der vorhergehenden
Ansprüchen zum Polymerisieren oder Copolymerisieren von Styrol, O^-flethy!styrol verschiedenen Alkylstyrolen, Vinylnaphthalin,
Vinyltoluol, isopropenylsubstituierten aromatischen
Kohlenwasserstoffen, vinyl- oder isopropenylsubstituiertem Pyridin,
2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 2-fiethyl-5-vinylpyridin,
Methylacrylat, Üthylacrylat, Ilethylmethacrylat, ftthyl-methacrylat,
Vinylcarbazol, Vinylacetylen oder Acrylnitril.
209808/1723
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7163670A JPS4837515B1 (de) | 1970-08-14 | 1970-08-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2139886A1 true DE2139886A1 (de) | 1972-02-17 |
Family
ID=13466319
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712139886 Pending DE2139886A1 (de) | 1970-08-14 | 1971-08-09 | Polymerisationskatalysator und dessen Verwendung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS4837515B1 (de) |
| DE (1) | DE2139886A1 (de) |
| FR (1) | FR2104353A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4401800A (en) * | 1982-06-14 | 1983-08-30 | The Firestone Tire & Rubber Company | Lithium alkoxide diamines as modifiers for polymerization of dienes using lithium-based initiators |
-
1970
- 1970-08-14 JP JP7163670A patent/JPS4837515B1/ja active Pending
-
1971
- 1971-08-09 DE DE19712139886 patent/DE2139886A1/de active Pending
- 1971-08-13 FR FR7129742A patent/FR2104353A5/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4401800A (en) * | 1982-06-14 | 1983-08-30 | The Firestone Tire & Rubber Company | Lithium alkoxide diamines as modifiers for polymerization of dienes using lithium-based initiators |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4837515B1 (de) | 1973-11-12 |
| FR2104353A5 (en) | 1972-04-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2550226C2 (de) | Verzweigte Blockcopolymerisate und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2700294C2 (de) | ||
| DE69405983T2 (de) | Verfahren zur herstellung von einer blockcopolymerzusammensetzung | |
| DE2366477C2 (de) | ||
| DE69312737T2 (de) | Verfahren zur herstellung von polydimethylblockcopolymeren | |
| DE2449299A1 (de) | Dreiblockpolymeres | |
| DE69311143T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Stern- oder Netzwerk-Multiblockpolykondensaten durch Kupplung von Di- oder Multi-Aldehyden und damit hergestellten Polykondensaten | |
| DE69628020T2 (de) | Thermoplastische elastomere blockcopolymere und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE69504747T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von industriell verwendbaren difunktionellen anionischen Polymerisationsinitiatoren und ihre Verwendung | |
| DE2550227C2 (de) | Verzweigte Blockcopolymerisate und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1245132B (de) | Verfahren zur Herstellung eines elastomeren Blockmischpolymerisats | |
| DE2558139A1 (de) | Kontinuierliche verfahren zur loesungspolymerisation oder -copolymerisation eines oder mehrerer konjugierter diene, gegebenenfalls zusammen mit einer oder mehreren vinylaromatischen verbindungen | |
| DE2628380C2 (de) | ||
| DE2237954C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen Blockcopolymerisaten aus Vinyl- oder Dienmonomeren undAlkylenoxiden | |
| DE2723920C2 (de) | ||
| DE2139886A1 (de) | Polymerisationskatalysator und dessen Verwendung | |
| DE2063643A1 (de) | Telomensationsreaktionen unter Ver wendung von flussigen Kohlenwasserstoff lösungen bestimmter metallorganischer Ver bindungen | |
| DE2242333C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Blockmischpolymeren | |
| DE69407533T2 (de) | Verwendung von 2,5-substituierten Tetrahydrofuranen als anionische Initiatormodifiziermittel | |
| DE2045622A1 (de) | Verfahren zur Herstellung nicht linearer Blockcopolymere | |
| DE2208340A1 (de) | Polymerisate und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1816089B2 (de) | Verfahren zum herstellen von regellosen coplymeren aus conjugierten dienen mit 4 12 kohlenstoffatomen und vinylsubstitu ierten aromatischen kohlenwasserstoffen | |
| DE1770970B2 (de) | Verfahren zur katalytischen hydrierung von kohlenwasserstoffpolymerisaten | |
| DE2410913A1 (de) | Polymerisation von dienen | |
| DE60024880T2 (de) | Multiblockcopolymer und sein herstellungsverfahren |