DE2139478A1 - Verfahren zum Stricken einer geform ten Bahn eines Kleidungsstückes - Google Patents
Verfahren zum Stricken einer geform ten Bahn eines KleidungsstückesInfo
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Description
DA-4403
Beschreibung zu der Patentanmeldung der Firma
COURTAULDS LIMITED 18, Hanover Square London W1A 2BB, England
betreffend
Verfahren zum Stricken einer geformten Bahn eines Kleidungsstückes
Priorität: 12. August 1970, Nr. 38840/70, England
Die Erfindung bezieht sich auf das Stricken von geformten Bahnen oder Teilen für Kleidungsstücke.
Eine Methode zum Herstellen eines gestrickten Kleidungsstückes umfaßt das Stricken von geformten Bahnen, die Teile
des Kleidungsstückes darstellen und das Verbinden der Bahnen, beispielsweise durch Nähen, zur Bildung des Kleidungsstückes.
Die Bahnen werden häufig in der gewünschten Form auf einer Fully-Fashioned-Flächstrickmaschine gestrickt.
Diese Maschinen haben jedoch gewöhnlich Begrenzungen im Hinblick auf die Vielfalt von Mustern, die auf ihnen gestrickt
werden können. Ziel"der Erfindung ist es daher, ein zweckmässiges
und wirtschaftliches Verfahren zum Stricken von
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geformten Bahnen für Kleidungsstücke zur Verfugung zu stellen,
das auf einer V-Bett-Flachstrickmaschine durchgeführt wird,
die unabhängig voneinander betätigbare rJad.eln aufweist und
auf der das Musterbildungsvermögsn größer sein kann als auf
einer Fully-Fashioned -Flachstrickmaschine.
Ein Verfahren zum Stricken einer geformten Bahn für ein Eleidungsstück
gemäß der Erfindung umfaßt das Abnehmen der Bahn, indem mindestens an einer Kante der Bahn Nadeln·außer Betrieb
genommen v/erden, v/ob ei auf den in der Veise stillgelegten !Tadeln
Jfeschen gehalten weiden, das Fortsetzen des Strickens
auf anderen !Tadeln und das erneute Inbetriebnehaen dieser stillgelegten
Nadeln, um das Stricken fortzusetzen oder um ihre Maschen herabzuschieben, so daß die gestrickte Bahn von der
Maschine entnommen wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf einer Flachstrickmaschine
mit V-förmiger Anordnung' der Betten durchgeführt v/erden, die tliederhalteplatinen (web-holding sinkers) oder einen
Presserfuß (presser foot) aufweist, wie sie in der offengelegten deutschen Patentanmeldung P 19 56 190 beschrieben werden,
die anstelle von normalen Abnahmerollen verwendet v/erden. In geeigneten Fällen kann das Verfahren auch auf anderen V-Be tt-Maschinen
durchgeführt v/erden, die mit einem Abnahmemechsnismus
versehen, sind, der die Fähigkeit hat, eine nach unten gerichtete Kraft auf das Gestrick auszuüben, die über die Maschine
hinweg und/oder während des Strickens verändert werden
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^" BAD ORIGINAL
kann. Das erfindung^gemsBe Verfahren kann auf anderen Strickmaschinen
mit unabhängig voneinander betätigtaren Nadeln und
einem Abnahmemechanioraus oder einem diesen ersetzenden Mechanismus
mit geeigneten Merkmalen durchgeführt werden.
V/enn ein Teil der Bahn verbreitert v/erden muß, oo kann das
Verbreitern durch 3ir>führen von Nadeln an einer Kante oder
an Kanten der Bahn durchgeführt v/erden.
In einen1 Beispiel für das erf indung.sgemäße Verfahren wird die in
der beiH-iegenden Zeichnung dargestellte Rumpfbahn als Rippengestrick
auf einer V-Bett-Strickmaschine gestrickt, die einen
in der vorgenannten deutschen Patentanmeldung beschriebenen Presserfuß und eine Naschenbildungsvorrichtung aufweist, wie
nie in der offengelegten deutnchen Patentanmeldung P 20 59
beschrieben ist. Dabei werden keine Abnahmerollen verwendet.
Eine läng? von Rippengestrick wird auf den Nadeln der Iiaschine
aufgenommen, um mit dem Stricken am Taillenende der Bahn zu
beginnen. Das Aufnehmen von I-Iaschen auf leere Nadeln kann ohne "
Schwierigkeit unter Verwendung des angegebenen Presserfußes durchgeführt werden. Das Stricken wird dann auf der gleichen
Anzahl von Nadeln durchgeführt, bis die Anzahl der Hanchenreihen fertiggestellt wurde, die für das Taillen"bündchen der
Bahn erforderlich sind.
Dann wird die 3ahn des Kleidungsstückes durch Einführen von
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SAD
Nadeln an den Kanten der Bahn verbreitert, wobei der Abschnitt 2 der Sahn gebildet wird« In diesem Beispiel werden
•Nadein paarweise an. den beiden Eanten der Bahn eingeführt.
Das Einführen wird vorgenommen, indem der rlusterbildungsmechanismus
der Maschine in der 'tfeise programmiert wird, daß in
jeder Maschenreihe, in der erweitert werden muß, die IHiße von
vier Extranadeln in eine Schloßbahn in dem Schloßgehäuse ein- ^ geführt werden.
Die Garnführer der Maschine sind so angeordnet, daß sie sich über eine bestimmte Anzahl' von Nadeln über die zum Strickendes
breitesten Teils der Bahn erforderliche Anzahl hinausbewegen, so daß Garn für neu in Betrieb genommene !Tadeln zugänglich
ist, sobald sie betätigt werden.
Von den vier Nadeln, die bei jedem Verbreitern in Betrieb genommen werden, befinden sich zwei an einem Ende der Reihe
der bereits betätigten Fädeln und zwei am anderen Ende di-eser
.Reihe. Beim Stricken dieser Bahn aus Rippengestrick befindet
sich von jedem angrenzenden, in Betrieb genommenen ITadelpaar
eine Uadel in einem Bett der Maschine und eine !Tadel
in dem anderen Bett.
• nachdem der verbreiterte Abschnitt 2 der Bahn gestrickt wurde,
wird ein Abschnitt 3 der Bahn mit parallelen Seitenkanten bis
zu der Unterarmsteile 4 gestrickt und danach wird das Vermindern
der Bahn begonnen, um den Abschnitt 5 der Bahn auszubilden, r-
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Das Vermindern erfolgt in diesem Beispiel durch Stilllegen
von Nadelpaaren an den Enden der Reihe von "betätigten Nadeln auf der Maschine, wodurch die abgestufte Linie längs
der Kanten 6 der Bahn gebildet wird. In diesen stillgelegten benachbarten Nadelpaaren befindet sich eine der Nadeln in
einem Bett der Maschine und eine der Nadeln in dem anderen Bett der Maschine. Die Nadeln v/erden stillgelegt, indem der
Musterbildungsmechanismus der Maschine in der Weise programmiert wird, daß in jeder Maschenreihe, in der das Vermindern durchgeführt
werden soll> die· Füße von zwei Nadeln an jeder Kante - "
der Bahn aus der Lage entfernt v/erden, in der sie in eine Schloßbahn in dem Schloßgehäuse der Maschine eintreten können.
Diese Nadeln werden somit in der Weise stillgelegt, daß die auf jeder dieser Nadeln gebildete letzte Masche in dem Haken
zurückbleibt. Das Merkmal, daß Maschenschlaufen in den Haken
von Nadeln gehalten werden, die keinen Strickvorgang durchführen, während das Stricken der Bahn weiter durchgeführt
wird, ist schematisch bei 7 in der Zeichnung angedeutet.
In diesem Beispiel ,wird zur Herstellung eines Kleidungsstückes
im Raglanschnitt das Vermindern in jeder zweiten Maschenreihe durchgeführt, bis der Halsteil des Kleidungsstückes
erreicht ist. Der Programmier- beziehungsweise Steuermechanismus.ist
so eingestellt und angeordnet, daß er alle Maschenschlaufen haltenden Nadeln zu diesem Zeitpunkt
wieder in Betrieb setzt, so daß die vorher stillgelegten Nadeln durch die Schlösser aufgehoben werden, so daß sie
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' * BAD OFiJGiNAL
ihre Maschen abwerfen. In dieser Stufe wird den !Tadeln kein
Garn zugeführt, damit das Abwerfen erfolgen kann, und die Maschen auf den aktiven Nadeln im mittleren Bereich dar Bahn
werden ebenso abgeworfen, wie die Haschen der vorher stillgelegten Nadeln. Die fertiggestellte Bahn fällt dann von den
Nadeln und das Stricken der nächsten Bahn kann sofort begonnen werden. Der an der Maschine angeordnete Presserfuß
ermöglicht es, das Stricken auf leeren Nadeln in der für die nächste Bahn erforderlichen vollen Breite zu beginnen."
Statt Maschen nur dann abzuwerfen, wenn das Stricken der Bahn vollständig durchgeführt ist, können festgehaltene Maschen
auch abgeworfen werden, wenn ein wesentlicher Teil der Bahn ._. fertiggestellt ist und bevor ein weiteres Vermindern, durch
das zusätzliche festgehaltene Maschen erzeugt werden, durchgeführt
wird. Beispielsweise kann das Abwerfen einmal oder auch zweimal oder häufiger während des Strickens einer Bahn
vorgenommen werden.
Da keine Maschen abgeworfen v/erden, bis die gesamte Bahn
oder ein wesentlicher Teil der Bahn fertiggestellt wurde, sind keine Leer- Durchgänge (Durchgänge ohne Stricken) des
Schloßgehäuses erforderlich, um während des Strickens der Bahn in rascher Folge Nadeln zum Abwerfen von Maschen zu
betätigen. Dadurch wird die Gesamtdauer, die zum Stricken einer Bahn -notwendig ist, vermindert.
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— *7 —
Entsprechend der Fähigkeit der Maschine, auf der die Bahn gestrickt wird, können Muster- und Sticheffekte in die
Bahn eingearbeitet werden»
.Ss wurde zwar das Stricken einer Bahn in Rippengestrick eingehend
beschrieben, das erfindungsgemäße Verfahren kann jedoch
auch in glatter Strickart durchgeführt werden. Gewünsch-•tenfalls'kann
zuerst auf Nadeln von zwei einander gegenüberliegenden Nadelbetten ein Rippenrand gestrickt werden, bevor
die Haschen von einem Bett auf das gegenüberliegende Bett über- f tr-.gen werden, um das Stricken in glatter Strickweise fortzusetzen.
Statt die auf nicht betätigten Nadeln gehaltenen Maschen abzuwerfen,
wenn die Bahn vollständig gestrickt ist, so daß die Bahnen des Kleidungsstückes einzeln von der Maschine
fallen, kann auch eine Polge miteinander verbundener Bahnen
gestrickt werden, indem den noch betätigten Nadeln, welche den schmalen oberen Sndabschnitt der Bahn stricken, ein i
Zugfaden oder Abfallgarn zugeführt viird, während die bisher
stillgelegten Nadeln erneut in Betrieb genommen werden, um die festgehaltenen Haschen abzuwerfen. Vor dem Stricken der
ersten Kaschenreihe der nächsten Bahn können eine oder mehrere
Maschenreihen aus Zugfaden oder Abfallgarn gestrickt werden, ohne daß es erforderlich ist, die Maschenreihen aus Zugfaden
oder Abfallgarn zu verbreitern, bevor diese erste Roihe ge- "
strickt wird.
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BAD ORIGINAL
BAD ORIGINAL
Bei "bisher bekannten Verfahren zum Stricken von geformten
Bahnen wurden allmählich langer werdende Reihen aus Zug-'
faden oder Abfallgarn gestrickt, um den Strickstoff von dem schmalen oberen Teil der einen Bahn auf die längere
erste Reihe der nächsten Bahn zu erweitern. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es nicht erforderlich, diese
allmählich verlängerten Maschenreihen..zum Verbreitern einzufügen.
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BAD ORlGiNAL.
Claims (3)
1. Verfahren zum Stricken einer geformten Bahn eines Kleidungsstückes,
bei dem die gewünschte .Formgebung durch Unterbrechen des Strickens auf einigen Nadeln während der
Bildung der Bahn erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stricken auf einigen Nadeln längs mindestens einer Kante (6 ) der Bahn unterbrochen
wird und Haschenschlaufen (7) auf den stillgelegten Nadeln gehalten werden, während das Stricken der Bahn auf den " " λ
anderen Nadeln -der Maschine fortgesetzt wird, und daß
gegebenenfalls die stillgelegten Nadeln zum Abwerfen der
vorher gehaltenen Maschen oder zur weiteren Fortsetzung . des' Strickens wieder betätigt werden. .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß stillgelegte, marchentragende Nadeln
vor dem Fertigstellen der Bahn zum Abwerfen ihrer Maschen betäVtigt werden, während der Fortsetzung des Strickens g
mindestens an einer Kante der Bahn weitere Nadeln stillgelegt .und Maschenschlaufen auf diesen, weiteren Nadeln
gehalten werden und daß diese weiteren, stillgelegten Nadeln gegebenenfalls wieder zum Abwerfen ihrer Maschen oder
zum Fortsetzen des Strickens betätigt werden. ;
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß zum Ausbilden einer Folge
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von Bahnen nach dem Fertigstellen einer Bahn stillgelegte Nadeln wieder zum Stricken "betätigt werden und
daS diesen !Tadeln zuerst Gs.rn zum Ausbilden von einer
oder mehreren Trennreihen und danach Garn zum stricken
einer darauffolgenden Bahn zugeführt wird.
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