DE2139052C3 - Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmigen, ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmigen, ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien

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DE2139052C3
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Anatolij K. Kiew Gajdutschenko
Walerij L. Donezk Swarzman
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DONEZKIJ NAUTSCHNO-ISSLEDOWATEL'SKIJ INSTITUT TSCHERNOJ METALLURGII DONEZK
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmigen, leiiomagnctische Komponenten enthaltenden Materialien, mit einer Heuend angeordneten Drehti'^niiiel von mehreckigem Querschnitt, an deren Stirnseiten die Materialien /u- bzw. abgeführt werden und an deren Innenflächen Einbauten befestigt sind, die in bezug aufeinander verschoben sind und im Querschnitt den Trommelraum teilweise überdecken.
Aus der deutschen Patentschrift 104 893 ist urne liegende Mischtrommel mit an der Innenseite der Trommel angeordneten Langsreihen von Schaufeln bekannt, bei der in je zwei aufeinanderfolgenden 6.ϊ Schaufclreihen die Schaufeln der einen Reihe dem einen und die Schaufeln der linderen Reihe dem anderen Trommelcnde zugewendet sind und wobei zum Zwecke der tatsächlichen Vorwärtsbewegung der Masse in den vorwärts treibenden Schaufelreihen mehr bzw. stärker arbeitende Schaufeln als in den zurückführenden angebracht sind. Bei einer derartigen horizontal angeordneten Mischtrommel mn Schaufeln zur Förderung des Gutes hängt der Grad der Vermischung stark vom spezifischen Gewicht der Komponenten ab und beim Vermischen von pulverförmieen Materialien mit stark unterschiedlichen spezifischen Gewichten ist ein Vermischungsprozeß mit langer Vermischungsdauer erforderlich. Dies hegt daran, daß beim Drehen der Trommel die Verschiebung der Komponenten im wesentlichen nur unter Einwirkung von Gravitationskräften erfolgt, wobei die leichteren Teilchen sich jeweils in den oberen Schichten sammeln, was die Homogenität der Mischung beeinträchtigt.
Der" vorliegenden Eifindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmiger ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien anzugeben, die unter Ausnutzung der von magnetischen Separator.·) her bekannten Einwirkung von Elektromagneten ;u;r ferromagnetische Komponenten in den Misch.o· gan? zusätzliche Bewegungen einzuführen gestatte1, die eine hohe Intensität"des Mischprozesses und cw,:. hohe Homogenität der Mischung gewährleisten.
Dies wird bei einer Vorrichtung der eingangs cwähnten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, d;.r, im oberen Umfangsbereich der Drehtrommel mil geringem Abstand um diese ein aus einzelnen Elektromagneten bestehendes Magnetsystem unbeweglich angeordnet ist. das ein pulsierendes Magnetfeld erzeugt, und daß die Einbauten als ferromagnetisch:: Kerne ausgeführt sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der ErIin dung sind in den Unteransprüchen ^kennzeichne:.
Das magnetische System gewährleistet zusammen mit den ferromagnetische!! Kernen eine sehr heftige und schnelle Verschiebung der Teilchen der ferromagnetischen Komponente der Mischung m Richtung des Magnetfeldes, d. h. senkrecht ?u der Bew gungsrichtung des Materialflusses in der Trommel. Hierbei reißen die fcrromagnetischen Teilchen Teilchen der nichtmagnetischen Komponenten mit. Fs erfolgt ständig eine gewisse Neuverteilung der Komponenten und die ferromagnetische)! Komponenten kommen teilweise über die nichtmagnetisclicn zu liegen. Wenn nach einer \orteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Drehtrommel in Gestalt eines vielflächigen Pyramidenstumpfes ausgebildet und zum sich erweiternden Auslaßende hin geneigt angeordnet ist. kommt es /u einem ständigen Umschichten des Materials während der Verschiebung längs der Trommel.
Die Erfindung wird nun an Hand von Ausfühnmgsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Vorrichtung nach einem ersten Ausfühmngsbeispiel,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in
F i g. 1.
F i g. 3 einen schematischen Längsschnitt durch eine Vorrich;u.,t; nach einem anderen Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von F i α. 3.
Die Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmiger^ ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien enthält eine Drehtrommel 1, die in Gestalt eines vielflächigen Pyramidensiumpfes (dreiflächig, wie es in Fig. 1 und 2, und sechsflächig, wie es in F i g. 3 und 4 gezeigt ist) ausgeführt ist und sich auf Lagerringen 2 und 3 stützt.
Die Längsachse O-O der Drehtrommel 1 ist zu der horizontalen Ebene so geneigt, daß eine Verschiebung der zu vermischenden Materialien längs der Drehtrommel 1 gewährleistet wird. Die Aufgabe der zum Vermischen bestimmten Pulvermaterialien 4 erfolgt durch einen Aufgabetrichter 5, der bei der kleineren Grundfläche 6 des Pyramidenstumpfes liegt, während das Austragen in einem Aufüdimetrichtcr 7 erfolgt, der an der Seite der größeren Grundfläche 8 des Pyramidenstumpfes liegt.
Die Drehtrommel 1 wird von einem elektrischen Antrieb (in Fig. 1 bis 4 nicht abgebildet) über ein Zahngetriebe 9 in Drehung versetzt.
Außen ist um die Drehtrommel 1 ein Magnetsysu ;r. 10 (Fig. 1 und 4) unbeweglich angeordnet, aas ein pulsierendes Magnetfeld erzeugt. Im Inneren der Drehtrommel 1 sind Einbauten in Gestalt von ferroniücnetischen Kernen 11 ausgeführt, die in bezug aufeinander verschoben sind und im Querschnitt den Trommelraum (wie es in l·' \ g. 2 und 4 gezeigt ist) teilweise überdecken.
Die ferromagnetischen Kerne 11 üben unter dem Einfluß des Magnetsystems 10, das ein pulsierendes Magnetfeld erzeugt, eine zwangsläufige Krafteinwirkung auf die ferromagnetischen Komponenten des pul\ erförmigen Materials 4 (F i g. 1 und 3) aus und zwingen dasselbe, sich mehrfach senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Matcrialflusses in der Trommel I zu verschieben.
Die Einwirkung des magnetischen Feldes auf die fan »magnetische Komponente wird durch die Lage der Elektromagneten 12, aus denen das Magnetsystem 10 besteht, in bezug auf die Trommel 1 bestimmt.
So kann das Magnetsystem 10 in Gestalt einer Reihe von einzelnen, unbeweglich angeordneten Elektromagneten 12 (Fig. 1 und 2) ausgeführt sein, die Kings einer Kante der Drehtrommel 1 liegt. In diesem F?ll weiden die ferromagnetischen Kerne 11 zweckmäßig an Längsrippen 13 der Drehtrommel 1 längs einer Schraubenlinie derart gegeneinander verschoben befestigt, daß bei Drehung der Drehtrommel 1 jeder \on ihnen der Reihe nach unter den zugehörigen Elektromagneten 12 des Magnelsysiems 10 gelangt.
Das Magnetsystem 10 kann jedoch auch derart ausgeführt sein, daß es den oberen Teil der Drehtrommel 1 umfaßt, wie es in F i g. 4 gezeigt ist. In diesem Fall besteht es aus einzelnen Reihen 14 von Elektromagneten 12. die längs der Kanten der Drehtrommel 1 (Fig. 3) liegen. Hierbei werden die ferromagnetischen Kerne Il an den Längsrippe!! 13 der Drehtrommel 1 längs einer Schraubenlinie derart befestigt, daß bei Drehung derselben alle Kerne 11, die im Bereich des Magnetsystems Hegen, jeweils gleichzeitig unter einen Elektromagneten 12 des Magnetsystems 10 gelangen.
Zur Verringerung des Spaltes zwischen dem Magnetsystem 10 und den ferromagnetischen Kernen ist an die Außenfläche der Drehtrommel 1 über jedem der Kerne 11 ein ferromagnetischer Ankerschuh 15 (Fig. 2 und 4) unbeweglich befestigt, der eine Fortsetzung des Kerns 11 bildet.
Die Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmiger ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien arbeitet wie folgt:
Die ferromagnetischen und nichtmagnetischen Komponenten des Materials 4 (F i g. 1 un J 3) werden getrennt voneinander durch den Aufgabetrichter 5 ununterbrochen der Drehtrommel 1 zugeführt, ίο Bei der Drehung der Drehtrommel 1 erfolgt ein Umschütten des Materials 4 und dessen Verschiebung in Richtung des Aufnahmetrichters 7. Zugleich wird mit Hilfe des Magnetsystems 10 ein pulsierendes Magnetfeld bestimmter Frequenz erzeugt, das ins Innere der Drehtrommel 1 über die ferromagnetischen Ankerschuhe 15 und die ferromagnetischen Kerne 11 übertragen wird.
lsi das Magnetsystem 10 in Gestalt einer Reihe von Elektromagneten 12 ausgeführt, die längs einer Kante der Drehtrommel 1 (Fig. 1 und 2) verlauft, so gelangen die Kerne 11, die längs einer Schraubenlinie liegen, der Reihe nach unter die entsprechenden Elektromagnete 12. In dem Augenblick, in dem der erste ferromagnetische Kern 11 von der Aufgabeseite her gesehen, mit dem ferromagnetischen Ankerschuh 15 bei Drehung der Drehtrommel 1 unter den Elektromagneten 12 des Magnetsystems 10 gelangt, werden über ihn ins Innere der Drehtrommel 1 magnetische Impulse übertragen, unter deren Einwirkung die Teilchen der ferromagnetischen Komponente eine heftige Verschiebung zum ferromagnetischen Kern 11 hin vollführen, wobei sie die nichtmagnetischen Teilchen mitreißen. Hierbei erfolgt eine teilweise Neuverteilung tier Komponenten untereinander. Zugleich kommt nach der Beendigung der Impulswirkung die Schicht der ferromagnetischen Komponente über die der nichtmagnetischen zu liegen.
Die weitere Drehung der Drehtrommel 1 führt wegen ihrer pyramidenstuinpfförinigen Ausbildung zu einem schlagartigen Umschichten des Materials, wodurch die magnetische Schicht unter die nichtmagnetische Schicht zu liegen kommt. Da die Kerne 11 entlang Schraubenlinien liegen, kommt jeder Kern 11 der Reihe nach unter den entsprechenden Elektromagneten 12, überträgt erneut magnetische Impulse und der Verschiebungspiozcß des zu vermischenden Materials wiederholt sich.
Wenn das Magnetsystem JO den oberen Teil der Drehtrommel 1 (Fig. 3 und 4) umfaßt und aus einzclnen Reihen 14 von Elektromagneten 12 besieht, die längs Kanten der Drehtrommel I angeordnet sind, gelangen die im Bereich des Magnelsysiems liegenden, entlang einer Schraubenlinie angeordneten Kerne 11 jeweils gleichzeitig unter einen Elektro-55 magneten 12 des Magnetsystems. Wenn dies der Fall ist, übertragen sie gleichzc'tig magnetische Impulse ins Innere der Trommel 1, unter deren Einwirkung die Teilchen der fcrroniagnelischen Komponente heftige Verschiebungen /.u jedem der Kerne 11 vollfüh-60 re.i. wobei sie die nichtmagnetischen Teilchen mitreißen.
Da die Stirnflächen der Kerne 11 im oberen Teil der Drehtrommel 1 in verschiedenen Ebenen liegen, erfolgt die Bewegung der ferromagnclisclien Teilf>5 dien über die Länge der Trommel 1 gleichzeitig, jedoch in verschiedenen Richtungen, was die Zahl der Zusammenstöße vergrößert.
Hierbei erfolgt eine teilweise Neuverteilung der
Komponenten untereinander. Zugleich kommen nach der Beendigung der Impulswirkung die Schichten der ferromagnctischcn Komponente abschnittsweise über den Schichten der nichtmagnctischcn zu liegen.
Die weitere Drehung der Drehtrommel 1 führt dank ihrer Form zum schlagartigen Umschichten des Materials, wodurch dk- magnetische Schicht unter der nichtmagnciischen zu liegen kommt. Danach wirVen die Impulse des magnetischen Feldes erneut auf das Material ein, und der Verschiebungsprozeß des Materials 4 wiederholt sich.
Auf diese Weise wirkt das magnetische Feld auf ein und dasselbe Volumenclemenl des Materials 4 mehrfach ein, wodurch ein gleichmaßiges kontinuierliches Vermischen der Komponenten stattfindet.
In dem Augenblick, in dem Mciv die ferromagnctischcn Kerne 11 bei Drehung der Drehtrommel 1 vom Magnetsystem 10 entfernen, wird die Magncteinwirkiing unterbrochen, und sie üben die Funktion von Trennwänden zum zusätzlichen Vermischen des ίο Materials 4 bei seiner Bewegung längs der Drehtrommel 1 aus.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Vermischen von pulverförmigen, ferromagnetische Komponenten enthaltenden Materialien, mit einer liegend angeordneten Drehtrommel von mehreckigem Querschnitt, an deren Stirnseiten die Materialien zu- bzw. abgeführt werden und an deren Innenflächen Einbauten befestigt sind, die in bezug aufeinander verschoben sind und im Querschnitt den Trommelraum teilweise überdecken, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Umfangsbereich der Drehtrommel (1) mit geringem Abstand um diese ein aus einzclnen Elektromagneten (12) bestehendes Magnetsystem (10) unbeweglich angeordnet ist, das ein pulsierendes Magnetfeld erzeugt, und daß die Einbauten als ferromagnetische Keine (il) ausgeführt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehtrommel (1) in Form eines vielflächigen Pyramidenstumpfes ausgebildet und zum an der Seite des erweiterten Querschnittes liegenden Austrittsende geneigt angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagneten (12) in einer Reihe längs einer Kante der Drehtrommel (1) und daß die ferromagnetische!! Kerne (11) im Innern der Drehtrommel" (J) läng einer Schraubenlinie gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (12) in mehreren entlang Kanten der Drehtrommel (1) verlaufenden Reihen angeordnet sind und daß die ferromagnetische!! Kerne (il) im Inneren der Drehtrommel (I) derart entlang einer Schraubenlinie gegeneinander versetzt angeordnet sind, daß gleichzeitig von jeder Reihe ein Elektromagnet (12) auf einen gegenüberliegenden ferromagnetischcn Kcr" (11) einwirkt.
.'. Vorrichtung nach einen, dei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenfläche der Drehtrommel (1) über jeden ferromagnetische!! Kern (11) in Fortsetzung von diesem ein ferromagnetische!' Ankerschuh (15) befestigt ist.
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DE2139052B2 DE2139052B2 (de) 1973-09-27
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