DE213367C - - Google Patents

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DE213367C
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chamber
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B25/00Doors or closures for coke ovens
    • C10B25/02Doors; Door frames
    • C10B25/08Closing and opening the doors
    • C10B25/12Closing and opening the doors for ovens with horizontal chambers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 213367 -KLASSE 10«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1908 ab.
Bei den zur Ent- und Vergasung von Kohlen und anderen Materialien dienenden Kammeröfen, die mehrere nebeneinanderliegende Kammern besitzen, erfolgt die Entladung der Kammern nach Entriegelung und Öffnung der als Verschluß der Kammeröffnungen dienenden Türen entweder, selbsttätig durch das Gewicht der auf der schrägen Kammersohle nach unten gleitenden glühenden Koksmasse oder bei
ίο Anordnung einer wagerechten Kammersohle, durch eine Koksausstoßmaschine oder eine Ziehmaschine bekannter Bauart!
Um die Ent- und Verriegelung der Türen der einzelnen Kammern aus der Ferne vornehmen zu können, hat man bereits die Türen von Kammeröfen dieser Bauart mit einer Fernbedienungsvorrichtung versehen. Hierbei sind die Türen der Kammern oberhalb der Kammeröffnung drehbar gelagert, während der die eigentliche Tüfplatte tragende Bügel der Tür unterhalb der Kammeröffnung mit einer Verzahnung versehen ist, die beim Schließen der Tür mit einem am Ofengemäuer gelagerten Zahnrade in Eingriff kommt. Jedes dieser Zahnräder kann beispielsweise von einer Spindel aus mittels einer Schnecke angetrieben und dadurch jede einzelne Tür je nach dem Drehsinne der Spindel aus der Ferne ent- oder verriegelt werden.
Nach der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, daß die zur Ent- und Verriegelung der Türen dienenden Zahnräder in bekannter Weise durch eine gemeinsame Kupplungsstange von einer Zentralstelle aus nach Wahl bedient werden können. Die Fernbedienung der Türen wird nun dadurch wesentlich erleichtert ' und vereinfacht, daß die Kupplungen für die zur Ent- und Verriegelung der Türen dienenden Zahnräder durch mit diesen in Eingriff stehende, am Ofen in gleicher Flucht hintereinander gelagerte Zahnräder gebildet werden, durch deren hohle Naben die Kupplungsstange hindurch- ' geführt ist, und in welchen Kupplungszähne vorgesehen sind, mit denen auf der Stange sitzende Kupplungsscheiben bei einer Längs-Verschiebung der Stange nacheinander in Eingriff gebracht werden. ' ■
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung an einem Ofen mit schrägliegenden Ofenkammern dargestellt.
Fig. ι ist die Vorderansicht eines Kammerofens mit der teilweise im Schnitt gezeichneten Einrichtung zur Fernbedienung der Kammertüren.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine Ofenkammer nach der Linie A-B der Fig. 1.
Fig. 3 ist eine teilweise im Schnitt gezeichnete Ansicht eines Teiles der Fig. 1 in größerem Maßstabe.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3, und
Fig. 5 ist die Einzeldarstellung einer Kupplung für das zur Ent- und Verriegelung der Türen dienende Getriebe in größerem Maßstabe. In Fig. ι sind beispielsweise drei nebenein-
andeiiiegende Kammern ι eines Kammerofens dargestellt, deren untere Öffnungen von Rahmen 2 eingefaßt sind, die in das Mauerwerk 3 des Ofens eingelassen und mittels an dem Ofen S entlanggeführter U-Eisen 4 und in diesen gelagerter Muttern 5 durch Spindeln 6 am Ofen gehalten werden. Die zum Verschluß der Kammeröffnungen dienenden Türen bestehen zweckmäßig aus einer auf dem Rahmen 2 abdichtenden Türplatte 7, welche unter Zwischenschaltung von Federn 8 mittels Lappen 9 beweglich an-Bügeln 10 befestigt ist. Die Bügel 10 sind oberhalb der Kammeröffnungen in dem Rahmen 2 um Zapfen 11 drehbar gelagert, durch Querbolzen 12 miteinander fest verbunden und unterhalb der Kammeröffnung an ihren U-förmig gestalteten Enden mit einem Zahnstück 13 versehen.
Beim Schließen der Türen kommen die Zahnstücke 13 der beiden zu einer Tür gehörigen Bügel 10 mit Zahnrädern 14 in Eingriff, die auf den Enden einer Welle 15 sitzen, welche in dem Rahmen 2 unterhalb der die Fortsetzung der schrägen Kammersohle bildenden Schurre 16 gelagert ist. Zwischen den Rädern 14 ist auf der Welle 15 ein Schneckenrad 17 befestigt, das in ständigem Eingriff mit einer Schnecke 18 steht, deren Welle 19 ebenfalls im Rahmen 2 gelagert ist und auf ihrem nach außen liegenden Ende ein Kegelrad 20 trägt.
Mit den einzelnen Kegelrädern 20 stehen Kegelräder 21 ständig in Eingriff, welche in der Längsrichtung des Ofens in gleicher Flucht hintereinander liegen (Fig. 1) und drehbar, jedoch in der Längsrichtung des Ofens unver-• rückbar gelagert sind, indem sie beispielsweise in am Rahmen 2 befestigten Lagerböcken 22 durch Deckel 23 gehalten werden, die in eine auf der Nabe der Kegelräder 21 vorgesehene Nut eingreifen (Fig. 3 und 5).
Durch die Mitte der Naben der weit ausgebohrten Kegelräder 21 ist eine dünnere Stange 24 hindurchgeführt, die an mehreren Stellen in dem Rahmen 2 der einzelnen Kammern 1 und an einem Ende des Ofens in einem zweckmäßig auf den U-Eisen 4 befestigten Bocke 25 drehbar und verschiebbar gelagert ist. Auf der Stange 24 sind bei jedem Kegelrade 21 als Kupplungsscheiben einer Zahnkupplung ausgebildete Scheiben 26 befestigt, welche-bei einer Längsverschiebung der Stange 24 mit in den Naben der Kegelräder 21 vorgesehenen Kupplungs-■ zähnen 27 (Fig. 5) so in Eingriff gebracht werden können, daß die Kegelräder 21 mit der Stange 24 gekuppelt sind. Der gegenseitige Abstand der Kupplungsscheiben 26 auf der Stange 24 ist so bemessen, daß beim Kuppeln eines zu einer bestimmten Tür gehörigen Kegelrades 21 durch die zugehörige Kupplungsscheibe 26 alle anderen Kegelräder 21 mit den zugehörigen Kupplungsscheiben 26 außer Eingriff bleiben. Der Kupplungsstellung jedes Kegelrades 21 entspricht infolgedessen eine ganz bestimmte Stellung der Stange 24.
Die Verschiebung .der Stange 24 erfolgt zweckmäßig durch einen Handhebel 28, welcher unterhalb der Stange beispielsweise in einem der U-Eisen 4 drehbar gelagert ist und mit in einer Schlitzführung verschiebbaren Backen 29 in eine auf der Stange 24 drehbar, jedoch nicht längsverschiebbar angeordnete Muffe 30 eingreift. Mit seinem oberen Teile bewegt sich der Handhebel 28 in einer Führung 31, auf welcher seine den Kupplungsstellungen der einzelnen Kegelräder 21 entsprechenden Stellungen angegeben sind. In diesen Stellungen kann der Handhebel 28 beispielsweise durch Bolzen 32 (Fig. 3 und 4) festgestellt werden.
Zur Drehung der zugleich als Spindel dienenden Kupplungsstange 24 ist beispielsweise in dem Bocke 52 ein Kettenrad 33 drehbar, jedoch in der Längsrichtung der Stange 24 unverrückbar gelagert und die Stange 24 mittels Nut und Feder in dem Kettenrade verschiebbar angeordnet. Das Kettenrad 33 wird mittels einer Kette 34 von einem Kettenrade 35 aus angetrieben, das zweckmäßig in einem an einem U-Eisen 4 befestigten Bocke 36 (Fig. 4) am Ende des Ofens gelagert ist und durch eine Kurbel 37 von Hand gedreht werden kann.
Soll beispielsweise die in Fig. 1 von der Bedienungsstelle der Stange 24 am weitesten liegende Kammer entladen werden, &o wird der Handhebel 28 in die aus der Zeichnung ersiehtliehe äußerste Stellung gebracht, wodurch eine Kupplungsscheibe 26 mit den Kupplungszähnen 27 des zu dieser Kammer gehörigen Kegelrades 21 in Eingriff kommt. Wird nach Feststellung des Hebels 28 in der Führung 31 die Kurbel 37 in dem der Entriegelung der Tür entsprechenden Sinne gedreht, so wird durch die Kupplungsscheibe 26 das Kegelrad 21 mitgenommen, und da das Kegelrad 21 mit den Bügeln 10 der Kammertür durch das Kegelrad 20, die Schnecke 18, das Schneckenrad 17 und die Zahnräder 14 in Verbindung steht, so werden die Bügel 10 der Kammertür außer Eingriff mit den Zahnrädern 14 gebracht. Die entriegelte Tür kann nunmehr durch eine beliebige Vorrichtung ganz geöffnet werden, so daß die glühende Koksmasse über die Schurre 16 nach unten in den Löschtrog o. dgl. gleiten kann.
Beim Schließen der Tür liegen die Zahnstücke 13 der Bügel 10 wieder so vor den Zahnrädern 14, daß sie mit letzteren bei Drehung der Kurbel 37 in entgegengesetztem Sinne wie zuvor in Eingriff kommen. Hierdurch werden die Bügel 10 gegen den Ofen gepreßt, und in-

Claims (1)

  1. folgedessen wird durch Vermittlung der Federn 8 die Türplatte 7 fest gegen den Rahmen 2 gedrückt.
    Zwecks Entriegelung der Tür der mittleren
    . 5 Ofenkammer 1 (Fig. 1) wird der Handhebel 28 in Richtung des auf der Zeichnung dargestellten Pfeiles in seine mittlere Stellung gedreht, . wodurch die zu letzterer Kammer gehörige Kupplungsscheibe 26 mit dem zugehörigen Kegelrade 21 in Eingriff kommt, während die Kupplungsscheibe 26 der links liegenden Kammer mit dem zugehörigen Kegelrade 21 außer Eingriff gebracht wird und die Kupplungsscheibe 26 der rechts liegenden Kammer 1 noch vor der Eingriffsstellung mit dem zugehörigen Kegelrade 21 steht. Infolgedessen kann durch Einstellung des Handhebels 28 und Drehung der Kurbel 37 nach Wahl die Tür jeder einzelnen Kammer 1 ent- oder verriegelt werden.
    Die Bauart der Vorrichtung zur Längsverschiebung und Drehung der Stange 24 sowie der Kupplungen zur zeitweisen Verbindung der Kegelräder 21 mit der Stange 24 kann natürlich in mannigfacher Weise geändert werden, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
    Pate nt-A ν Spruch:
    Einrichtung zur Fernbedienung der Türen bei den zur Ent- und Vergasung von Kohlen u. dgl. dienenden Kammerofen, bei welcher die Türen durch aus der Ferne antreibbare Zahnrädergetriebe von einer gemeinsamen Kupplungsstange aus wahlweise einzeln ent- und verriegelt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen für die zur Ent- und Verriegelung der Türen (10, 7) dienenden Zahnräder (14) durch mit diesen in Eingriff stehende, am Ofen in gleicher Flucht hintereinander gelagerte Zahnräder (21) gebildet werden, durch deren hohle Naben die Kupplungsstange (24) hindurchgeführt ist, und in welchen Kupplungszähne (27) vorgesehen sind, mit denen auf der Stange (24) sitzende Kupplungsscheiben (26) bei einer Längsverschiebung der Stange nacheinander in Eingriff gebracht werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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