DE2129727B2 - Vorrichtung zum Entfernen von flüchtigen Bestandteilen aus einem fließfähigen Material - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen von flüchtigen Bestandteilen aus einem fließfähigen MaterialInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung ist aus der US-PS 34 69 617,
F i g. 2 und 4 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung werden handelsübliche Wärmetauscherplatten mit vier
in den Ecken angeordneten öffnungen oder sechs öffnungen verwendet, die Dichtungen sind jedoch so
ausgebildet, daß der Innenraum zwischen zwei benachbarten Platten nur mit jeweils zwei öffnungen in
Verbindung steht, von denen die eine als Einlaßöffnung und die andere als Auslaßöffnung dient. Die als Einlaß
dienenden öffnungen und die als Auslaß dienenden öffnungen fluchten jeweils miteinander und bilden
dadurch eine Art von Eingangs- bzw. Ausgangsleitung, die durch die quer zu diesen Leitungen verlaufenden,
sich erweiternden Innen- oder Zwischenräume verbunden sind Die Verwendung von handelsüblichen, mehr
oder weniger genormten Wärmetauscherplatten zum Aufbau einer Vorrichtung der hier interessierenden Art
hat den großen Vorteil, daß die Kosten klein gehalten werden können. Andererseits ergeben sich bei der
bekannten Vorrichtung gewisse Beschränkungen hinsichtlich des erreichbaren Durchsatzes, da bei der
Behandlung bestimmter Materialien, insbesondere scherungsempfindlicher
Materialien, bestimmte Temperaturen, Druckabfälle und Strömungsgeschwindigkeiten in
der Vorrichtung, in der das zu behandelnde Material und das Abstreiffluid miteinander in Berührung kommen,
nicht überschritten werden dürfen. Diese Schwierigkeiten lassen sich offensichtlich auch nicht dadurch
beheben, daß man die Vorrichtung durch Hinzufügen zusätzlicher Platten vergrößert.
Aus der US-PS 3117 624 ist es ferner bereits bekannt,
die Dampfaufnahmekapazität eines Wärmetauschers dadurch zu vergrößern, daß man die üblichen,
rechteckigen Wärmetauscherplatten, die in den Ecken jeweils eine öffnung aufweisen, an einer Seite in der
Mitte zwischen den üblichen öffnungen mit einer weiteren öffnung versieht. Diese zusätzlichen Öffnungen
müssen jedoch durch eine Abänderung der üblichen, genormten Platten besonders geschaffen werden, so
daß der Vorteil geringer Kosten, den die eingangs erwähnte bekannte Anordnung aufweist, weitgehend
verlorengeht Dasselbe gilt für den Versuch, die Kapazität eines Wärmetauschers durch Vergrößern der
üblichen Öffnungsabmessungen abzuändern.
Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art, die handelsübliche rechteckige Wärmetauscherplatten
enthält, dahingehend weiterzubilden, daß höhere Durchsätze und/oder niedrigere Strömungsgeschwindigkeiten
erzielbar sind.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Die Unteransprfiche betreffen Weiterbildungen und
bevorzugte Ausgestaltungen der Vorrichtung gemäß
dem Hauptanspruch.
Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung lassen sich sowohl hohe Massendurchsätze bei geringer Strömungsgeschwindigkeit
als auch niedrige Druckabfälle erzielen und man kann mit kleinen Temperaturen arbeiten. Der Druck und die Strömungsgeschwindigkeit
innerhalb der Vorrichtung lassen sich durch entsprechende Ausbildung der Dichtungen optimal an die
jeweiligen Materialien anpassen. Da handelsübliche Wärmetauscherplatten ohne Abänderung verwendet
werden können, sind die Herstellungskosten der Vorrichtung klein.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine vereinfachte Darstellung einer Anlage zum Zwei-Phasen-Abstreifen von flüchtigen Verbindungen
aus einem fließfähigen Material, die einen Vorratstank für das abzustreifende Material der
Eingangsbeschickung, eine Injektionsvorrichtung für das Dispergieren des fließfähigen Materials in Form von
diskreten Teilchen in einer kontinuierlichen Gas- oder Dampfphase, eine Platten-Anordnung, die gemäß der
vorliegenden Erfindung ausgebildet werden kann, und einen Separator zur Abtrennung der flüchtige Bestandteile
enthaltenden Dämpfe aus dem abgestreiften Material, enthält,
Fig.2 eine schematische Ansicht einer handelsüblichen
Norm-Flüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher-Platte, die so abgedichtet ist, daß der Strömungsweg ein
Eingangsdurchlaß-Loch und ein Ausgangsdurchlaß-Loch enthält, so daß der abstreifende Dampf und das
fließfähige Material in dem durch die Dichtung umschlossenen Raum quer über die Plattenoberfläche
strömen,
Fig.3 ist eine schematische Ansicht der gleichen
Wärmeaustauscher-Platte, wie sie in Fig.2 gezeigt wird, die jedoch nun mit einer Dichtungsanordnung
versehen ist, die alle vier Durchlaß-Löcher in der Platte
umfaßt so daß Eingangs- und zwei Ausgangs-Durchlaß-Löcher in Verbindung mit dem Strömungsweg stehen,
Fig.4 eine schematische Ansicht entsprechend der
Fig.2 und Fig.3, mit einer Dichtungsanordnung, die
ein einzelnes Einlaß-Loch und zwei Auslaß-Löcher umschließt,
F i g. 5 eine schematische Ansicht einer anderen Art
von Flüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher-Platte mit einer Abdichtungsanordnung, die drei Einlaß-Löcher und drei
Auslaß-Löcher umschließt,
Fig.6 eine auseinandergezogene Darstellung einer
Plattenanordnung, die einen gekrümmten Strömungsweg unter Verwendung von je zwei Ein- und
Auslaß-Löchern für eine Dampf-Materialmischung bilden (»Zweifach-Zweif ach«-Strömung) und
Fig.7 eine schematische Darstellung einer Platten-Anordnung
mit einer Reihe von Plattensätzen, wobei die typischen Strömungswege der Dampf-Materialmischung
durch die Platten-Anordnung durch Richtungspfeile dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine Zwei-Phasen-Anlage für das Abstreifen von flüchtigen Verbindungen aus einem
fließfähigen Material, welche im Prinzip aus der US-PS
34 69 617 bekannt ist und bei welcher «ine Platten-Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann. Im wesentlichen enthält die Anlage einen Vorratsbehälter 10, dem ein fließfähiges, flüchtige
Verbindungen enthaltendes Material durch eine Eingangsleitung 12 über ein Regelventil 14 zugeführt wird.
Mit dem Behälter 10 und dem Regelventil 14 ist ein Füllstandregler 16 verbunden, der eine gewünschte
Standhöhe des Materials in dem Behälter 10 durch entsprechendes Verstellen des Ventils 14 aufrechterhält.
s Das Material wird aus dem Behälter 10 durch eine Leitung 20 mittels einer Pumpe 18 einer Injektionsvorrichtung
22 zugeführt, die außerdem mit der Eingangsleitung 24 für den Abstreifdampf in Verbindung steht,
das fließfähige Material im Abstreifdampf-Strom
ίο dispergiert und dadurch eine homogene Mischung
erzeugt, welche eine kontinuierliche Dampfphase und eine diskontinuierliche Materialphase enthält
Danach wird die Mischung aus dem die flüchtigen Verbindungen enthaltenden Material und dem Abstreifdampf
durch eine Platten-Anordnung 26 (»Platten-Kontaktor«) geführt, welche einen verengten, gekrümmten
Strömungs-Weg bildet und in welcher die Teilchen des fließfähigen Materials in innigen Kontakt mit dem
Abstreifdampf gebracht werden, um die flüchtigen Verbindungen aus dem Material zu entfernen. Nach
dem Durchgang durch die Plattenanordnung 26 werden der Abstreifdampf, der nun die flüchtigen Verbindungen
enthält, und die Teilchen des von den flüchtigen Verbindungen befreiten Materials durch eine Verbindungsleitung
28 in einen Separator 30 geführt, in welchem eine mechanische Trennung des Abstreifdampfes
und der flüchtigen Verbindungen erfolgt. Vorteilhafterweise werden die dampfförmigen Elemente
der Mischung durch eine Leitung 32 am Kopf des Separators abgesaugt und einem Kondensator zwecks
Wiedergewinnung zugeführt. Das gereinigte Material andererseits kann durch eine Leitung 34 vom Boden des
Separators 30 zur weiteren Verarbeitung oder zur Beschickung von einer oder mehreren nachfolgenden
Abstreifstufen für eine vollständigere Entfernung von flüchtigen Substanzen aus dem Material abgezogen
werden.
Die Platten-Anordnung 26 besteht aus einem oder mehreren Sätzen von Norm-Wärmeaustauscher-Pia tten
herkömmlicher Bauart, die Durchlaß-Löcher aufweisen und unter Zwischenlage von Dichtungen in
Reihe angeordnet sind und durch eine geeignete Einspannkonstruktion 35 zusammengehalten werden.
Sie bildet eine Reihe von länglichen, parallelen Durchgangswegen, die sich längs der Platten quer zur
generellen Strömung durch die Platten-Anordnung erweitern. Die Plattenanordnung bildet also einen
verengten, gekrümmten Strömungsweg, in welchem eine innige turbulente Mischung und Berührung des
so fließfähigen Materials und des Abstreifdampfes in einfacher Weise bewirkt wird.
Fig.2 zeigt schematisch eine Norm-FIüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher-Platte
36 mit vier Durchlaß-Löchern und die »Einfach-Einfach«-Dichtungsanordnung,
wie sie beim Stand der Technik bei solchen Platten in einem Flüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher verwendet
wird (US-PS 34 69 617). Wie durch die Punktierung der Plattenoberfläche angedeutet ist, ist die Platte so
abgedichtet, daß sie einen einzigen Einlaß 38a an einer unteren Plattenecke und einen einzigen Auslaß 40b an
der diagonal entgegengesetzten oberen Plattenecke aufweist und so mit der benachbarten Platte einen
engen, länglichen Durchgangsweg einschließt, der sich quer über die Oberfläche der Platten zwischen der
Einlaß-Öffnung 38* und der Auslaß-Öffnung 40b
erstreckt. Die Dampf-Material-Mischung tritt durch das Loch 38a ein und fließt im wesentlichen in Richtung der
Pfeile quer über die Platte zum Auslaß 40b. Da die
herkömmlichen Wärmeaustauscher-Platten dieses Typs normalerweise aufgerauhte Oberflächen haben, ist die
Strömung zwischen den Ein- und Auslassen turbulent, so daß häufig Kollisionen zwischen dem teilchenförmigen,
fließfähigen Material und den Plättenoberflächen eintreten und die Teilchengröße weiter herabgesetzt
wird, so daß neue Materialoberflächen in Berührung mit dem Abstreifdampf gebracht und die Entfernung der
flüchtigen Verbindungen beschleunigt wird.
Die verbleibenden Durchlaßlöcher 386 und 4Oe der
Platte 36 werden nicht verwendet, sie sind jedoch typischerweise mit ringförmigen Dichtungen 42 versehen,
um die Platten in der richtigen Läge zu halten und die Durchlaß-Löcher zu verschließen.
Bei gewissen Anwendungen der Platten-Anordnung
kann jedoch eine Heizflüssigkeit durch die Platten-Durchlaßlöcher, welche nicht in dem gewundenen
Strömungsweg liegen, zirkulieren und in diesem Fall werden die ringförmigen Dichtungen 42 zur Abdichtung
des Heizmediums verwendet, siehe beispielsweise die US-PS 30 73 380.
Außerdem sind in der Wärmeaustauscher-Platte 36 im allgemeinen U-förmige Aussparungen 44 zur
Aufnahme von länglichen Stützstäben (nicht gezeigt) vorgesehen, um die Platten in der richtigen Lage in 2s
Bezug aufeinander zu halten.
Die bekannte Platten-Anordnung gemäß Fig.2 ist bezüglich der Kapazität und Anpassungsfähigkeit auf
das zu reinigende Material beschränkt
Die vorliegende Erfindung überwindet nun weitgehend diese Beschränkungen der bisherigen Plattenanordnungen durch Heranziehen von einem oder mehreren
Eingangsdurchlässen, Ausgangsdurchlässen oder von beiden Arten von Durchlässen in jeder Platte,
wodurch die Querschnittsflächen des gekrümmten 3s Strömungsweges der durch die Durchlässe gebildeten
Leitungen sowie die Strömungsflächen, welche von den Eingangsleitungen zu den Zwischenräumen zwischen
den Platten und von diesen zu den Ausgangsleitungen führen, vergrößert werden. Durch verschiedenartige
Abdichtungsanordnungen können die vorgesehenen Strömungsquerschnitte an die gewünschten Strömungsbedingungen entlang des gekrümmten Strömungsweges
angepaßt werden.
In Fig.3, 4 und 5 sind drei repräsentative
Ausführungsformen der Erfindung mit verschiedenen Abdichtungsanordnungen gezeigt. In Fig.3 ist eine
herkömmliche Wärmeaustauscher-Platte 46 mit vier Durchlaß-Öffnungen dargestellt, die so abgedichtet ist,
daß zwei Einlasse 48a und 486 und zwei Auslässe 50a und 506 in Verbindung mit dem Strömungsweg stehen,
der quer zur Plattenfläche verläuft (die punktierte Fläche entspricht dem abgedichteten Bereich der
Platte). Bei dieser Anordnung, die nachstehend als »Zweifach-Zweifach«-Anordnung bezeichnet werden ss
soll, strömt die Abstreifdampf-Materialmischung in den durch die Platte gebildeten Strömungsweg durch die
beiden Einlasse 48a und 49b ein und durch die zwei
Auslässe 50a und 506 aus (vgl. die Pfeile in Fig.3), so
daß sich im Vergleich zu der Anordnung von F i g. 2 eine Verdoppelung des Querschnitts der Durchgangslöcher
und der Flächen, welche die betreffenden Durchgangslöcher mit dem Durchgangsweg verbinden, ergibt. Eine
Plattenanordnung gemäß F i g. 3 hat also die zweifache Dampfströmungskapazität einer Anordnung gemäß
Fig.2 oder umgekehrt, ist bei ihr bei vorgegebener
Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes die Fließgeschwindigkeit der Mischung längs des gekrümmten
Strömungsweges nur halb so groß. Dazwischenliegende Durchsätze und Geschwindigkeiten können selbstverständlich
durch entsprechende Einstellung der Einlasse der Plattenanordnung erhalten werden.
Mit der »Zweifach-Zweifachw-Anordnung gemäß
F i g. 3 sind bedeutend höhere Dampf-Kapazitäten für einen gegebenen Druckabfall entlang des gekrümmten
Strömungsweges im Vergleich zu der »Einfach-Einfach«-Anordnung
gemäß Fig.2 möglich. Dies ist besonders vorteilhaft beim Abstreifen von wärmeempfindlichen
Materialien, beispielsweise da hohe Eingangsvolumina und Geschwindigkeiten aufrechterhalten
werden können ohne daß die Temperatur des Abstreifdampfes wegen eines hohen Druckabfalls an
der Plattenanordnung übermäßig erhöht werden muß.
Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig.4 dargestellt, in welcher ein Einlaß
58« und zwei Auslässe 60a und 606 einer vier Durchlaß-Öffnungen aufweisenden Flüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher-Platte
56 dargestellt ist. Wie die Pfeile zeigen, geht die Strömung in diesem Falle durch
den einzigen Einlaß 48a quer durch die Platte 56 zu den Auslässen 60a und 606. Die Durchsatzkapazität ist zwar
niedriger als bei der Anordnung gemäß Fig.3, die »Einfach-Zweifach«-Anordnung gemäß Fig.4 hat jedoch
immer noch eine größere Kapazität als die Anordnung gemäß Fig.2. Vorzugsweise ist eine
Ringdichtung 62 um den nichtbenützten Einlaß 586 vorgesehen, um eine einwandfreie Lagerung der Platte
56 zu gewährleisten und im Falle der Verwendung einer Heizflüssigkeit Verluste derselben zu verhindern.
Noch eine andere Ausführungsform ist in Fig.5 gezeigt, dieses Mal mit einer herkömmlichen Flüssig-Flüssig-Wärmeaustauscher-Platte
66 mit drei Einlassen 68a, 686 und 68c und drei Auslässen 70a, 706 und 70a die
in den Strömungsweg geschaltet sind, welcher durch die Abdichtung quer über die Plattenfläche gebildet wird
(vgl. die punktierte Fläche in Fig.5). Es ist leicht einzusehen, daß durch das Einschalten von drei
Einlassen und drei Auslässen in den gekrümmten
Strömungsweg die Gesamtkapazität der Plattenanordnung erheblich vergrößert oder die Strömungsgeschwindigkeit
erheblich herabgesetzt werden kann, um den Anforderungen einer gegebenen Anwendung zu
entsprechen. Es müssen jedoch nicht unbedingt alle drei Ein- oder Auslässe von der Dichtung eingeschlossen
werden. Beispielsweise kann durch entsprechende Ausbildung der Dichtung ein Einlaß in Verbindung mit
zwei oder drei Auslässen verwendet werden oder zwei Einlasse können mit zwei oder drei Auslässen je nach
den im Besonderen gewünschten Strömungsbedingungen kombiniert werden.
Unter Bezugnahme auf Fig.6 soll nun erläutert
werden, wie die Mischung aus abstreifendem Dampf und Material durch eine Plattenanordnung strömt, die
der »Zweifach-Zweifach« Abdichtungsanordnung gemäß F i g 3 entspricht. Eine Vielzahl von Wärmeaustauscher-Platten
mit Durchlaß-Löchern, beispielsweise Platten 72,74,76,78 und 80, sind in engem räumlichen
Abstand mit Dichtungen (nicht gezeigt), die zwischen benachbarte Platten derart eingelegt sind, so in Reihe
geschaltet, daß sie eine vorgegebene Anzahl von länglichen, engen Durchgangswegen (angedeutet durch
die punktierten Fliehen in Fig.6) begrenzen, die quer
zur Strömungsrichtung durch den Plattenstapel verlaufen.
In der gezeigten Anordnung ist die vorderste Platte 72 mit zwei Einlassen 72a und 726 für die Zuführung des
abstreifenden Dampfstromes und des fließfähigen
Materials aus der Injektionseinrichtung 22(vgl. Fig. 1)
versehen. Zu diesem Zweck wird die zu der Plattenanordnung 26 führende Leitung 24 unterhalb der
Injektionseinrichtung 22 vorteilhafterweise in zwei Leitungen aufgespalten, die die Dampf-Material-Mischung
der Platte 72 in zwei gleichen Strömen (wie dies durch die Pfeile in F i g. 6 angedeutet wird) zuführen.
Geeigneterweise ist die Platte 72 eine Abschlußplatte und wird daher keine Auslässe beim oberen Ende
aufweisen.
Wie F i g. 6 zeigt, in der die Plattenfolge zur besseren
Übersicht unterbrochen dargestellt ist, fließt die Mischung durch die Einlasse 72a und 726 der Platte 72,
wobei die Hauptanteile der zwei Eingangsströme anschließend durch »Eingangsleitungen« 82a bzw. 826
fließen, die durch die aufeinanderfolgenden Einlaß-Offnungen 74a, 76a und 78a bzw. durch die Durchlaß-Löcher
74b, 766 und 786, gebildet werden, während kleinere Anteile der Mischung nacheinander seitlich
durch die länglichen Durchgangswege zwischen den Platten als Vielzahl von einzelnen turbulenten Strömen
fließen. Das fließfähige Material wird so in innige Berührung mit dem abstreifenden Dampf gebracht und
die flüchtigen Verbindungen, welche in dem Material enthalten sind, gehen dabei in den Dampf über. Nach
Erreichen des oberen Plattenendes treten die turbulenten Ströme jeweils aus den parallelen Durchgangswegen
aus und in »Ausgangsleitungen« 84c und Md ein, die durch die aufeinanderfolgenden Auslässe 74c; 76c, 78c
und 80c bzw. 74d, 76rf, 78</ und 80</ gebildet werden.
Nachdem sie durch die Auslässe 80c und 80t/der letzten
Platte der Reihe hindurchgeströmt ist, kann die Mischung aus dem abgestreiften, fließfähigen Material
und dem, die flüchtigen Anteile enthaltenden Dampf in einen Separator 30 (Fig. 1) geführt werden, um die
dampfförmigen Bestandteile vom Materialrückstand abzutrennen, oder sie kann in einen oder mehrere
nachfolgende Plattensätze geleitet werden, die zusätzliche verengte Durchgangswege enthalten, um noch
weitere flüchtige Anteile aus dem fließfähigen Material abzustreifen.
Ferner kann, falls gewünscht, die vorderste Platte 72 der in Fig.6 dargestellten Plattenanordnung so
abgedichtet oder ausgebildet sein, daß nur ein einziger Einlaß verwendet wird. Dieses vereinfacht die Leitungsführung zur Plattenanordnung und außerdem trägt es
zur Aufrechterhaltung einer einheitlicheren Strömungsgeschwindigkeit in der Plattenanordnung bei.· Es ist
ohne weiteres zu ersehen, daß sowohl die Platten 72,74, 76 und 78 in der in Fig.2 oder 4 dargestellten Weise
abgedichtet sind oder daß sie die Form und die Abdichtungsanordnung gemäß Fig.5 aufweisen können.
F j g. 7 zeigt schematisch eine Plattenanordnung mit einer Anzahl von Plattensätzen, die von der Dampf-Material-Mischung
nacheinander durchströmt werden. Es sind drei Sätze 86,88 und 90 dargestellt, die jeweils eine
der Abdichtungsanordnungen gemäß F i g. 2 bis 5 oder eine Kombination dieser Abdichtanordnungen enthalten
können.
Wie aus Fig.7 ersichtlich ist (es wird aus Gründen
der Beschreibungserleichterung angenommen, daß alle Sätze für einen »Zweifach-Zweifache-DurchfluQ abgedichtet
sind), sind die Sätze mit ihren Enden derart verbunden, daß die Ausgangsleitungen 866 des ersten
Plattensatzes 86 in den Eingangsleitungen 88a des Satzes 88 gegenüberliegen, der als nächster auf den Satz
86 folgt. Die Ausgangsleitungen 886 des Satzes 88 liegen in entsprechender Weise den Eingangsleitungen 90a des
nächstfolgenden Satzes 90 gegenüber usw., bis zum letzten Satz der Plattenanordnung. Die Strömungsrich-
s tung der Dampf-Material-Mischung wird daher beim
Durchfließen der Durchgangswege, die durch die jeweiligen Plattensätze gebildet werden, derart intermittierend
geändert, wie dies durch die Pfeile in F i g. 7 angedeutet ist. Diese intermittierende Richtungsänderung
bewirkt vorteilhafterweise zusammen mit einer hohen Fließgeschwindigkeit eine erhebliche Turbulenz
innerhalb der Material- und Abstreifdampf-Strömung, so daß die Teilchen des fließfähigen Materials
kontinuierlich in Berührung mit den begrenzenden
is Wänden oder den Plattenoberflächen gebracht werden,
mit dem Ergebnis, daß der die Übertragung der flüchtigen Bestandteile bewirkende Kontakt zwischen
dem Material und dem Dampf vergrößert wird.
Fig.7, tritt das Material durch Eingangsleitungen 90a
ein und wird nach oben durch den quer verlaufenden Strömungsweg zu Ausgangsleitungen 906 umgelenkt,
von wo es die Plattenanordnung durch die Auslässe der letzten Platte verläßt. Danach wird das abgestreifte
Material und der die flüchtigen Anteile enthaltende Dampf in den Separator 30 (vgl. Fig. 1) geleitet oder
einer nachfolgenden Abstreifstufe, die gemäß F i g. 6 der US·PS 34 69 617 ausgebildet sein kann, zur weiteren
Entfernung von flüchtigen Bestandteilen aus dem
Wie erwähnt, kann die Abdichtung der Platten zwischen den Sätzen der Plattenanordnung variiert
werden. Das heißt, daß, obwohl alle Platten ähnlich, wie z. B. in F ϊ g. 3 zur Erzielung eines »Zweifach-Zweifach«-
Durchflusses durch den Kontaktor abgedichtet sein können, ein Satz oder mehrere Sätze auch mit einer
andersartigen Abdichtungsanordnung versehen sein können. Dementsprechend kann z.B. der Satz 86
(F i g. 7) mit einer »Einfach-Zweifach«-Anordnung nach F i g. 4 und jeder der nachfolgenden Sätze 88 und 90 mit
einer »Zweifach-Zweifachw-Abdichtungsanordnung gemäß
F i g. 3 versehen sein. Wahlweise können auch der
Satz 86 mit der «Einfach-Einfachw-Abdichtungsanordnung
gemäß F i g. 2, der Satz 88 mit der «Einfach-Zweifache-Abdichtungsanordnung
und die darauffolgenden Sätze 90, etc. mit der «Zweifach-Zweifach«-Anordnung
versehen werden. Man kann also irgendeine Kombination von Abdichtungsanordnungen längs des Strömungweges
verwenden, um optimale Strömungsverhältnisse
so für das jeweilige spezielle abzustreifende Material zu
erhalten. Jeder nachfolgende Satz der Plattenanordnung wird jedoch normalerweise dieselbe Anzahl von
Eingangsleitungen aufweisen, wie der ihm vorangehende Satz Ausgangsleitungen hat, so daß die Strömung
durch die Plattenanordnung nicht behindert wird.
Durch Variieren der Plattenabdichtungen und dementsprechendes
Variieren der Anzahl von einbezogenen Ein· und Auslassen ist es möglich, eine entsprechende
Variation der Strömungsquerschnittsfläche innerhalb der Plattenanordnung zu erreichen und somit den Druck
und die Strömungsgeschwindigkeiten entlang des gekrümmten Strömungsweges zu kontrollieren. Auf
diese Weise können die Strömungsverhältnisse innerhalb der Plattenanordnung entsprechend der jeweiligen
Empfindlichkeit des abzustreifenden Materials optimiert werden, um hohe Durchsatz-Kapazitäten zu
erreichen, während das Material gegen Beschädigung geschützt ist.
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Dementsprechend kann beispielsweise beim Abstreifen von scherempfindlichen Materialien die vorderste
Platte des ersten Satzes oder sogar auch jede Platte des ersten Satzes mit der »Einfach-Zweifach«-Abdichtungsanordnung
(Fig.4) und die folgenden Sätze mit der »Zweifach-Zweifach«-Abdichtungsanordnung (F i g. 3)
versehen sein. Diese Durchlaß-Folge erlaubt einen hohen Beschickungsdruck mit entsprechend niedrigeren
Durchsatz-Volumina und -Geschwindigkeiten und ermöglicht so einen hohen Massendurchsatz durch die
Plattenanordnung ohne eine unzulässige Steigerung der Strömungsgeschwindigkeit. Andererseits können, falls
ein temperaturempfindliches Material abgestreift wird, alle Sätze in dem Kontaktor so abgedichtet sein, daß
eine »Zweifach-Zweifach«-Strömung entsteht. Hier muß der gesamte Druckabfall niedrig gehalten werden,
um den Beschickungsdruck und die Temperatur klein zu halten und dementsprechend muß mit hohem Besenikkungsvolumen
gearbeitet werden. Die »Zweifach-Zweifach«-Abdichtungsanordnung hat sich für diesen Zweck
besonders bewährt.
Um die durch Verwendung einer Platten-Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung im Vergleich zu
einem bekannten Kontaktor mit »Einfach-Einfach«- Durchfluß erhaltenen Vorteile zu beweisen, wurden
zwei Versuchsreihen durchgeführt, von denen jede drei getrennte Durchläufe des fließfähigen Materials durch
den Kontaktor umfaßt und die in einem System, wie es anhand von Fig. 1 erläutert wurde, durchgeführt,
wurden.
In der ersten Versuchsreihe wurden handelsübliche Rosenblad-Platten, Größe 01, (gemäß Fig.2) mit
Asbestdichtungen versehen. Diese Platten wurden in der Anordnung »10-10-10-10-10« verwendet (dh, in
parallelen Sätzen von 10 Platten, die in Reihe angeordnet waren, so daß sich eine Plattenabstreif-Einheit
mit fünf Durchgängen ergab). In der zweiten Versuchsreihe wurden Platten der gleichen Größe für
eine »Zweifach-Zweifach«-Strömung wie in Fig.3
erläutert, abgedichtet und in der Anordnung »9-9-9-9-9« verwendet (d. h, in Sätzen von 9 parallelen Platten, die
in Reihe angeordnet waren, so daß sich eine Plattenabstreif-Einheit mit 5 Durchgängen ergab).
Ein carboxylierter Styrol-Butadien-Latex, der annähernd
3% Styrolmonomeres bei einem Gesamtfeststoffgehalt (GFG) von 41 bis 42% enthielt, wurde dann in
drei Durchläufen unter Verwendung der zwei verschiedenen
Platten-Kontaktor-Anordnungen behandelt. Beide Versuchsreihen dauerten 6,5 Stunden. Da der
pH-Wert eine entscheidende Variable für die Stabilität
dieses Typs von saurem Latex darstellt, wurde er während der Behandlung im Verlaufe der beiden
Versuchsreihen durch Zugabe von Ammoniak (als Ammoniumhydroxyd) zwischen den aufeinanderfolgenden
Passagen durch die Kontaktor-Anordnungen im wesentlichen konstant auf einem Wert von 8,0 oder
höher gehalten. Wie aus der nachfolgenden tabellarischen Wiedergabe der Daten hervorgeht, trat in der
ersten Versuchsreihe mit den Platten mit jeweils nur einem einzelnen Eingangs- und Ausgangsdurchlaß-Loch
ein leichtes »Stauben« auf, d. h., eine Ablagerung des
Latexmaterials an den Plattenoberflächen; hingegen waren in der zweiten Versuchsreihe unter Verwendung
einer »Zweifach-Zweifadw-Strömung alle Platten sauber.
In keiner der Versuchsreihen trat ein Schäumen auf.
(Ausgangslatex: 3,2% Styrol, 41,3% GFG, pH-9,3)
| Durchschnitts- | 1. Durch | 2. Durch | 3. Durch |
| 5 geschwindigkeiten | gang | gang | gang |
| und Bedingungen | |||
| Latex, kg/Std. | 245 | 245 | 245 |
| Dampf, kg/Std. | 86,2 | 97,5 | 99,8 |
| ίο Eingangs-Temperatur, | 93.3 | 94,4 | 94,4 |
| "C | |||
| Produkt, pH | 8,0 | 8,1 | 8,1 |
| Produkt, Gew.-% | 0,90% | 0,24% | 0,06% |
| Styrol, bei 50% GFG | |||
| 15 Plattenzustand: | |||
| Leichter »Staubbelag« | auf den Platten. Wenige | Koagulat- | |
| Stücke. | |||
Versuchsreihe Nr. 2
(Ausgangslatex: 2,9% Styrol, 42,0% GFG, pH = 9,3)
(Ausgangslatex: 2,9% Styrol, 42,0% GFG, pH = 9,3)
| Durchschnitts | 1. Durch | 2. Durch | 3. Durch |
| geschwindigkeiten | gang | gang | gang |
| und Bedingungen | |||
| 25 Latex, kg/Std. |
222 | 268 | 268 |
| Dampf, kg/Std. | 81,6 | 93,9 | 95,3 |
| Eingangs-Temperatur, | 96,7 | 97,8 | 98,3 |
| 0C | |||
| 30 Produkt, pH | 8,0 | 8,3 | 8,3 |
| Produkt, Gew.-% | 0,73% | 0,17% | 0,05% |
| Styrol bei 50% GFG | |||
| Plattenzustand: Alle Platten sauber. |
Die in der Versuchsreihe Nr. 2 angewandte 10% engere Plattenanordnung und die höhere anfängliche
Mischtemperatur bedeuten eine härtere Prüfung des für eine »Zweifach-Zweifachw-Strömung abgedichteten
Kontaktor. Nichtsdestoweniger wird durch die vorstehenden Daten der klare Beweis geliefert, daß eine
Scherkraft-induzierte Latex-EntStabilisierung in der
Versuchsreihe Nr. 2 durch Verdoppelung der Strömungsfläche der Durchlaß-Löcher auf ein nicht mehr
festzustellendes Maß reduziert, wenn nicht sogar ganz vermieden wird. Im Gegensatz hierzu tritt in der
Versuchsreihe Nr. 1 bei den meisten Platten ein leichter Staubbelag auf und es zeigten sich auf den ersten Platten
der zweiten und fünften Durchgänge Stücke von Koagulat
Der Reinigungsgrad war bei den beiden Versuchsreihen
praktisch gleich.
Unter Verwendung des gleichen Typs von »Zweifach-Zweifach«-Platten,
wie bei der Versuchsreihe Nr. 2 des Beispiels 1 wurde eine kommerzielle Prei-Stufen-Ab-Streifvorrichtung
im vergrößerten Maßstab aufgebaut, wobei die Stufen des Typs wie in F i g. 1 für den gleichen
Typ von carboxyliertem Styrol-Butadien-Latex angewandt wurden, bei einem Dampfdurchfluß von 1,83 kg/
Std. In diesem Fall wurden zwei Plattendurchlaß-Löcher von 12,7 cm Durchmesser an jedem Ende der Platten
kombiniert, wobei Kapazitäten erhalten wurden, die bisher mit den verfügbaren Platten nicht erreichbar
waren. Es wurde wiederum gefunden, daß keine
Il
Ablagerung von Latex-Material auf den Plattenoberflächen erfolgte.
Die Erfindung kann vorteilhaft auch bei Plattenverdampfern, wie z. B. in der US-PS 30 73 380 beschrieben
sind, angewandt werden, bei denen eine Heizflüssigkeit und die Mischung aus fließbarem Material und
Abstreifdampf durch alternierende Durchgänge zwischen den Platten hindurchgeführt werden.
Die Plattenanordnung gemäß Erfindung kann aus einem oder mehreren Sätzen von Platten aufgebaut
sein, wobei jeder Satz eine vorherbestimmte, obwohl nicht notwendigerweise gleiche Anzahl von Platten
einschließt, um so eine vorherbestimmte Anzahl von länglichen Durchgangswegen zu bilden. Wenn mehr als
ein Satz verwendet wird, können die Ausgangsleitungen bei einem über den anderen Satz in der Reihenanordnung
mit den Eingangsleitungen des jeweils nächstfolgenden Plattensatzes fluchten, so daß das durch die
Anordnung fließende Material intermittierend seine Richtung ändert, mit der es durch die Durchgänge, die
durch die einzelnen Plattensätze begrenzt werden, strömt. Diese intermittierende Änderung der Strömungsrichtung
führt zusammen mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit zu einer entsprechend hohen
Turbulenz innerhalb der Materialströmung, welche den Übergang der flüchtigen Bestandteile aus dem
Material fördert.
Die Abdichtung der Platten kann in den Sätzen variiert werden, um die gewünschte Kombination von
Eingangs- und Ausgangsdurchlässen entlang des gekrümmten Strömungsweges zu schaffen. Normalerweise
wird die ausgewählte Kombination von der Empfindlichkeit des fließfähigen Materials gegenüber
Temperatur oder Strömungsgeschwindigkeit abhängen und wird so gewählt werden, daß ein maximaler
Massenübergang an Material, ohne daß ein Schaden an dem Material verursacht wird, wie er beispielsweise aus
einem übermäßigen Druckabfall quer durch die
-, Anordnung oder zu hohen Geschwindigkeiten in den Durchlaß-Löchern oder Platten-Zwischenräumen entstehen
könnte, gewährleistet wird. Die Platten von zumindest einem Satz können dabei zwei oder mehr
Auslaß-Löcher enthalten und jeder nachfolgende Satz
in in der Anordnung kann zumindest eine entsprechende
Anzahl von Eingangs- und Ausgangsdurchlaß-Löchern in jeder Platte aufweisen, d. h., daß jeder nachfolgende
Satz dann zumindest zwei Eingangsleitungen und zwei Ausgangsleitungen in dem Strömungsweg enthält. Der
υ erste Satz mit zwei Ausgangsleitungen muß jedoch
nicht der vorderste Satz in der Reihe sein, so daß, falls gewünscht, der vorderste Satz auch nur einen einzigen
Einlaß und einen einzigen Auslaß in jeder Platte aufweisen kann und ein nachfolgender Satz, wie z. B. der
zweite Satz in der Reihe, so abgedichtet sein kann, daß er zwei Ausgangsleitungen aufweist Der vorderste Satz
der Anordnung kann aber auch so abgedichtet sein, daß er zwei oder mehrere Eingangs- oder Ausgangsleitungen
hat, falls Erwägungen bezüglich der Eigenschaften
des fließfähigen Materials eine derartige Anordnung erfordern.
Selbstverständlich ist es nicht erforderlich, eine Vielzahl von Plattensätzen zu verwenden und es können
ähnliche Vorteile der erhöhten Strömungs- Kapazität,
jo der erweiterten Anwendbarkeit von herkömmlichen
Wärmeaustauscher-Platten und der verbesserten Strömungs-Charakteristika
auch mit einer Plattenanordnung erhalten werden, welche einen einzigen Plattensatz
enthält.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Entfernen von flüchtigen Bestandteilen aus einem fließfähigen Material s
mittels eines Abstreifgases, mit mehreren, parallel nebeneinander angeordneten, rechteckigen Norm-Wärmetauscherplatten,
die jeweils mindestens vier in den Ecken angeordnete öffnungen aufweisen und
mit Dichtungen, die jeweils zwischen benachbarten Wärmetauscherplatten angeordnet sind, einen gewundenen Strömungsweg für das fließfähige Material
und das Abstreifgas bilden, der durch die von den Dichtungen umfaßten öffnungen und Innenräume
zwischen den benachbarten Platten verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen
zwischen den benachbarten Platten (46,56,66...) so angeordnet sind, daß mindestens ein Teil des
gewundenen Strömungsweges durch drei öffnungen (48a, 486, 50a, 506, 58a, 60a, 606...) jeder Platte
verläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtungen so angeordnet sind, daß der Strömungsweg jeweils durch zwei Öffnungen
(48a, 486; 50a, 50b) in die Innenräume zwischen zwei benachbarten Platten (46) eintritt bzw. aus
diesen austritt (F i g. 3 und 6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 unter Verwendung von Wärmetauscherplatten mit sechs öffnungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen so angeordnet sind, daß die Innenräume zwischen
benachbarten Platten (66) jeweils mit drei als Einlaß dienenden und jeweils mit drei als Auslaß dienenden
öffnungen (68a, 686, 68c, 70a, 70b, 70c) verbunden
sind (F ig. 5).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 unter Verwendung von Wärmetauscherplatten mit sechs öffnungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen so angeordnet sind, daß die Innenräume zwischen den
Platten jeweils mit zwei als Einlaß dienenden öffnungen und drei als Auslaß dienenden öffnungen
in Verbindung stehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtungen so angeordnet sind, daß die Innenräume zwischen benachbarten Platten
jeweils mit einer als Einlaß dienenden Öffnung (5Sa) und zwei als Auslaß dienenden öffnungen (60a, 60b)
in Verbindung stehen (F i g. 4).
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ent- so
sprechenden, als Einlaß bzw. als Auslaß dienenden öffnungen (74a, 746; 76a, 766; 78a, 786 bzw. 74c, 74c/;
76c 76d; 76c, 7Sd) der Platten (74,76, 78,80) derart
fluchten, daß die fluchtenden Öffnungen jeweils eine Einlaß- bzw. Auslaßleitung (82a, 826 bzw. 84c, S4d)
bilden (F ig. 6).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangs- und Ausgangsleitungen
(88a, 90a bzw. 886, 90b) in zwei aneinander angrenzenden Teilen (88,90) des Plattenstapels so
gegeneinander versetzt sind, daß sich in den beiden Teilen des Plattenstapels entgegengesetzte Strömungsrichtungen
zwischen Eingangs- und Ausgangsleitungen ergeben (F i g. 7).
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
zwei benachbarten Platten eine zusammenhängende lange Dichtung vorgesehen ist, die zum Teil längs
des Randes der Platten verläuft und die verwendeten öffnungen sowie den Innenraum zwischen den
Platten umschließt
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ihr im
Strömungsweg eine zusätzliche Plattenanordnung mit einem Einlaß und mindestens einem Auslaß
vorgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| US4628370A | 1970-06-15 | 1970-06-15 |
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| DE2129727C3 DE2129727C3 (de) | 1979-03-08 |
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