DE212540C - - Google Patents

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DE212540C
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valves
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D9/00Details of, or accessories for, wind musical instruments
    • G10D9/04Valves; Valve controls

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 212540 KLASSE 51 c. GRUPPE
KURT KOTTEK in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1908 ab.
Es ist bereits bekannt, das Entstehen unreiner Töne durch die Anordnung eines vierten Ventiles zu verhindern, das bei gleichzeitiger Betätigung zweier Ventile beeinflußt wird und ein die zu hohe Intonation korrigierendes Rohrstück einschaltet. Naturgemäß kann durch die Anordnung nur eines Korrektionsventiles nur 'die sich durch eine ganz bestimmte Ventilkombination ergebende zu hohe Intonierung korrigiert werden, während die durch die übrigen Ventilkombinätionen bedingten Fehler unbehoben bleiben.
Nach vorliegender Erfindung wird diesem Übelstande dadurch abgeholfen, daß drei oder mehr Korrektionsventile eingeschaltet sind, die derart mit den Ventilklappen verbunden sind, daß die notwendigen Korrekturen der Rohrlänge bei sämtlichen Ventilkombinationen erfolgen, wodurch eine reine Intonation gewährleistet wird.
Es hat sich gezeigt, daß bei gleichzeitiger Benutzung des Ganztonventiles (1Z8 Hauptrohrlänge) und des Kleinterz- (I1Z2-TOn-) Ventiles (1Z5 Hauptrohrlänge) — was zusammen eine Vertiefung um 21Z2 Töne, d. i. eine reine Quart ausmacht —■ die Längen der sämtlichen in Aktion tretenden Röhren zusammengenommen um Y40 des ursprünglichen Hauptrohres zu kurz sind und dementsprechend die Intonation aller so erlangten Töne zu hoch ist. Die hier vorliegende Erfindung geht nun dahin, ein Nebenventil von 1Z40 Hauptrohrlänge anzubringen, welches automatisch, d. h. ohne bewußtes Eingreifen des Bläsers, in Funktion tritt, sobald die beiden in Frage kommenden Hauptventile durch die Hand des Bläsers geöffnet werden.
In gleicher Weise ist ein Nebenventil anzubringen für die Kombination des iV2-Ton- und des Y2-Tonventiles (was eine Vertiefung um 2 Ganztöne = große Terz bewerkstelligt). Die Längenverhältnisse sind hier wie folgt:
Hauptrohr + iV2-Tonventil = ι
= 6/5.
Demzufolge müßte die Länge des noch an-
h β/ ν,ρ.
TT /75 ue
zuwendenden Halbtonventiles
tragen, sie beträgt jedoch nur Vis = 5As der Hauptrohrlänge, ist also um 1Z75 zu gering. Das anzubringende Nebenventil hat daher eine Länge von 1Z75 der ursprünglichen Hauptröhre.
Ein drittes Nebenventil ist anzubringen für den Fall, daß alle drei Hauptventile gleichzeitig benutzt werden; es hat automatisch in Funktion zu treten, sobald die beiden vorhergenannten Neben ventile in Tätigkeit kommen. Die Längenberechnung stellt sich also:
um reine
Die gesamte Rohrlänge müßte —
Intonation zu erzielen ■— betragen:
I + v. + lm +
sie beträgt jedoch (ohne Nebenventile) bloß
ι +
/8
6oo
·. ι 2Q
ist also um -=~ zu gering.
Die beiden bereits angebrachten Nebenventile betragen:
V« + V75 = -- ■
Das dritte noch anzubringende Nebenventil
muß also — = der ursprünglichen
6oo ioo r °
Hauptrohrlänge betragen.
Für Kombination des Ganzton- und des Halbtonventiles ist ein korrigierendes Nebenventil nicht erforderlich, da diese Kombination durch das ι x/2-Ton ventil allein zu ersetzen ist.
Für ' die Praxis müssen die weitaus komplizierteren, jedoch allgemein bekannten Verhältnisse der 12-stufigen gleichschwebenden Temperatur in Betracht gezogen werden, während die hier angegebenen Rohrlängenverhältnisse zur Vereinfachung der Beispiele mit Bezug auf die reine Stimmung gewählt sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Außer den Hauptven- tuen i, 2, 3 sind an geeigneter Stelle des Rohres Korrektionsventile 4, 5, 6 eingeschaltet, die beispielsweise derart mit den Klappen 7, 8, 9 der Hauptventile verbunden sind, daß das Korrektionsventil 4 in Funktion tritt, wenn die Ventile 2 und 3 gleichzeitig betätigt werden, das Korrektionsventil 5, wenn die Ventile 1 und 3, und sämtliche Korrektionsventile eingeschaltet werden, wenn alle drei Ventile 1, 2, 3 gleichzeitig betätigt werden.
Für die gleichzeitige Benutzung des Ventiles 2 (Ganzton) und des Ventiles 1 (Halbton) ist ein Korrektionsventil nicht notwendig, da diese Kombination durch das Ventil 3 (kleine Terz) ersetzt werden kann.
Durch jedes Korrektionsventil wird ein Rohrstück 10 bzw. 11 oder 12 eingeschaltet, dessen Länge derart bemessen ist, daß die durch die Kombination mehrerer Ventile be- i dingte zu hohe Intonation korrigiert wird.; Sollte — was sich nur bei Instrumenten; höchster Tonlage ergeben könnte — das durch' das Korrektionsventil einzuschaltende Rohr-; stück derart kurz sein, daß die Einschaltung desselben als selbständiges Rohr nicht mög-i lieh wäre, so empfiehlt es sich, das betreffende Korrektionsventil derart anzuordnen, daß es in der Ruhelage in das Hauptrohr eingeschaltet ist, während es in der Benutzungsstellung einen Teil des Hauptrohres ausschaltet, gleichzeitig aber ein anderes Rohrstück einschaltet, dessen Länge derart bemessen ist, daß die Differenz zwischen diesem und dem ausgeschalteten Rohrstück der zur Korrektion notwendigen Rohrlänge entspricht.
Die Korrektionsventile sind an geeigneter Stelle eingeschaltet; in der Zeichnung ist ein Mechanismus zur Betätigung dieser Ventile · bei einem Instrument mit drei Ventilen schematisch veranschaulicht.
Mit den Korrektionsventilen 4, 5, 6 sind Lenker 13, 14, 15 verbunden, an deren Enden zweiarmige Hebel 16, 17 und 18 angelenkt sind. Mit den Hauptventilen sind in geeigneter Weise entsprechend gestaltete Stangen 19, 20, 21 und 22 verbunden, die bei Betätigung der betreffenden Klappe auf einen oder mehrere Hebel der Korrektionsventile einwirken. Wird nun ein Hauptventil, beispielsweise das Ventil 3, durch die Klappe 9 betätigt, so wirken die mit demselben verbundenen Stangen 19 und 22 auf je ein Ende der Hebel 18 bzw. 16 ein und verdrehen lediglich dieselben um ihre Drehpunkte 23 bzw. 24, ohne daß sie auf die Korrektionsventile 5 und 4 einwirken. go
Analog verhält es sich bei Betätigung irgendeines der übrigen Ventile für sich allein. Werden aber zwei, Ventile, beispielsweise die Ventile 2 und 3, gleichzeitig betätigt, so wirken auf den Hebel 16 die Stangen 21 und 22 ein, so daß derselbe nicht um seinen Drehpunkt 24 verdreht werden kann, sondern parallel zu sich selbst verschoben wird, wobei durch Vermittlung des mit dem Gleitstück 26 verbundenen Lenkers 13 das Korrektionsventil 4 in der Richtung des Pfeiles verdreht wird.
Bei gleichzeitiger Betätigung der Ventile 1 und 3 bzw. der Klappen 7, 9 wird in analoger Weise das Korrektionsventil 5 verdreht. Das Korrektionsventil 6 wird in Gemeinschaft mit den Ventilen 5 und 4 beeinflußt, wenn alle drei Ventile 1, 2 und 3 gleichzeitig betätigt werden. Nach vorliegender Ausführungsform sind um feste Drehpunkte 29, 30 drehbar gelagerte Hebel 32, 31 vorgesehen, welche mit den Lenkern 13 und 15 verbunden und an die Gleitstücke 26, 28 angelenkt sind. Bei Betätigung sämtlicher Klappen 7, 8, 9 werden die Gleitstücke 26, 28 verschoben und somit die Hebel 32, 31 verdreht, deren freie Enden nunmehr an den an dem Gleitstücke 27 drehbar gelagerten Hebel Vj anschlagen und denselben parallel zu sich selbst verschieben, wodurch das mit dem Gleitstück verbundene Korrektionsventil 6 verdreht wird.
Bei Instrumenten mit vier oder mehr Ventilen muß · naturgemäß auch die Anzahl der
K orrektions ventile entsprechend vermehrt werden.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Einrichtung an Ventilblasinstrumenten zur Verhinderung der bei gleichzeitiger Benutzung mehrerer Ventile entstehenden zu hohen Intonation durch ein Korrektionsventil, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Ventilkombination ein Korrektionsven.til angebracht ist, durch dessen Vermittlung die Länge des Luftweges derart geregelt wird, daß eine reine Intonation stattfindet. · .
  2. 2. Einrichtung an Ventilblasinstrumenten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den mit den Korrektionsventilen (4, 5, 6) verbundenen Lenkern (13, 14, 15) zweiarmige Hebel (16, 17, 18) angelenkt sind, auf deren Enden mit den Hauptventilen (i, 2, 3) verbundene Stangen (19, 20, 21, 22) einwirken, so daß bei Betätigung nur eines Hauptventiles der betreffende Hebel nur verdreht, während er beim gleichzeitigen Gebrauche zweier oder mehrerer Hauptventile parallel zu sich selbst verschoben wird und so das Korrektionsventil beeinflußt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6018115A (en) * 1999-03-16 2000-01-25 Leonard; Brian P. Low friction vented rotary valve for brass wind instruments

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6018115A (en) * 1999-03-16 2000-01-25 Leonard; Brian P. Low friction vented rotary valve for brass wind instruments

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