DE2124671C3 - Anthrachinon [d] oxazole, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben - Google Patents
Anthrachinon [d] oxazole, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum FärbenInfo
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Description
10
20
KJ
4(J
V,
Gegenstand der Erfindung sind Anthrachinon [djoxazole, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und
Färbeverfahren gemäß den Patentansprüchen.
Mit den erfindungsgemäßen neuen Anthrachinon [d]oxazol-Farbstoffen können organische Substrate
in klaren Gelb- oder Rosa-Farbtönen gefärbt werden, die gelb oder rot fluoreszieren.
Organische Substrate, die erfindungsgemäß gefärbt werden können, schließen diejenigen Verbindungen
mit hohem Molekulargewicht ein, die praktisch als τ,
faserförmige Gegenstände, als Folien, Extrudate, überzüge,
Gußstücke oder geformte Gegenstände verwendet werden können, einschließlich synthetischer Harze,
wie Amino-Formaldehyd-Harze, z. B. Harnstoff/Formaldehyd-Harz
oder Melamin/Fcrmaldehyd-Harz, Po- t,o
lymerisate und Mischpolymerisate von Methacrylsäureestern. Polymerisate und Mischpolymerisate von
Vinylchlorid, Polymerisate und Mischpolymerisate von Vinylidenchlorid, Polymerisate und Mischpolymerisate
von Olefinen, z. B. Polyäthylen und Poly- (,-> propylen, Styrol-Polymerisate und -Mischpolymerisate,
Polyamidharze, Polyesterharze, Polyacrylharze, Polyacetalharze und Celluloseacetat.
Die Zahlen außerhalb der Ringe bezeichnen die Substitutionsstellen an den Anthrachinon[3,2-d]oxazol-Ringen.
Die Zahlen, die innerhalb der Ringe angegeben sind, betreffen die Substitutionsstellen des
Anthrachinon-Bestandteils und sind angegeben, um zu erläutern, daß der Oxazol-Bestandteil über die 2-
und 3-Stellungen gebunden ist, jedoch werden diese Zahlen bei der Nomenklatur der Anthrachinon[3,2-d]
oxazole nicht verwendet. Die Buchstaben innerhalb des Oxazol-Rings bezeichnen die Seiten (Bindungen)
des Rings und sind angegeben, um zu zeigen, daß die d-Bindung des Ringes an den Anthrachinon-Bestandteil
ankondensiert ist.
Die Zahlen außerhalb der Ringe der Formel bezeichnen die Substitutionsstellungen an den Ringen.
Zur Vereinfachung der Nomenklatur der neuen erfindungsgemäßen Verbindungen bezeichnet die erste
Zahl in der eckigen Klammer das Kohlenstoffatom des Anthrachinon-Ringes, an das das Stickstoffatom
des Oxazol-Rings gebunden ist, und die zweite Zahl in den eckigen Klammern bezeichnet das Kohlenstoffatom
des Anthrachinonrings, an das das Sauerstoffatom des Oxazolrings gebunden ist
Typische Gruppen, die durch R dargestellt sind, schließen Methyl-, Äthyl-, Propyl-, tert-Butyl-, Octyl-,
Decyl-, p-Methylphenyl-, p-Chlorphenyl-, m,p-Dichlorphenyl-,
m-Chlorstyryl- und p-Methylstyryl-Gruppen
ein.
Wenn mehr als ein Substituent am Anthrachinonrest vorhanden sind, können sie gleichartig oder verschieden
sein. Weiterhin kann (können) der (die) Substituent(en) an jedes aromatische Kohlenstoffatom des
Anthrachinonrestes gebunden sein, das nicht direkt an die Oxazolgruppe oder an die Carbonylgruppen
des Anthrachinonrestes gebunden ist
Die neuen erfindungsgemäßen Anthrachinon [d]oxazole können durch Erhitzen eines Anthrachinone
der Formel II
CO
OH
worin die Ringe A und B wie im Anspruch 1 angegeben substituiert sind, mit einem Acylhalogenid der Formel
III
XCOR (III)
worin R die oben angegebene Bedeutung besitzt und
X ein Halogenatom, wie ein Chlor- oder Bromatom, in einem organischen Lösungsmittel mit einem hohen
Siedepunkt zum Sieden hergestellt werden.
Typische Anthrachinon-Reaktionsteikiehmer schließen ein l^-Dihydroxy-3-aminoanthrachinon und ^-Hydroxy-^-aminoanthrachinon.
Typische Anthrachinon-Reaktionsteikiehmer schließen ein l^-Dihydroxy-3-aminoanthrachinon und ^-Hydroxy-^-aminoanthrachinon.
"Tische Acylhalogenide schließen diejenigen der folgenden Formeln ein:
ClCOCH3
ClCOC2H5
CICO(CH2J2CH3
ClCO- C(CH3J3
ClCOC2H5
CICO(CH2J2CH3
ClCO- C(CH3J3
ClCO
ClCO-QH5
ClCO-C6H4Cl(P)
ClCO-QH4CHm)
ClCO-QH4CH3(P)
ClCO- QH4CH3(Hi)
ClCO-CH=CH-QH5
CICO-CH=CH-Qh4CI(P)
ClCO-CH=CH-QH4CKm)
ClCO(CH2)gCH3
Acetylchlorid
Propionylchlorid
Butyrylchlorid
Pivaloylchlorid
Propionylchlorid
Butyrylchlorid
Pivaloylchlorid
Hexahydrobenzoylchlorid
Benzoylchlorid
p-Chlorbenzoylchlorid
m-Chlorbenzoylchlorid
p-Methylbenzoylchlorid
m-Methylbenzoylchlorid
Zimtsäurechlorid
't-Chlorzimtsäurechlorid
S-Chlorzimtsäurechlorid und
Decanoylchlorid
Geeignete hochsiedende organische Lösungsmittel schließen Nitrobenzol, o-Chlorbenzol und die Xylole
ein.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der Farbstoffe, Färbemittel und Zwischenprodukte
besteht im wesentlichen darin, daß man den Anthrachinon-Reaktionsteilnehmer mit dem organischen
Lösungsmittel vermischt und die entstehende Mischung auf eine mäßige Temperatur von etwa 8O0C
oder eine Temperatur im Bereich von etwa 50 bis etwa 1200C erhitzt, worauf man das Acylchlorid in
geeigneter Weise tropfenweise im Verlauf einer gewissen Zeitdauer, z. B. von etwa IS Minuten bis etwa
1 Stunde, zu der Mischung gibt. Die relativen Mengen der Reaktionsteilnehmer sind nicht kritiach, und sie
können in stöchiometrischen Mengen vermischt werden. Es ist jedoch bevorzugt, einen Überschuß des
Acylhalogenids zu verwenden, um den vollständigen Ablauf der Reaktion sicherzustellen, und beispielsweise
werden vorzugsweise etwa 1 bis etwa 2 Mol Acylhalogenid pro Mol des Anthrachinon-Reaktionsteilnehmers
verwendet.
Die Mischung wird dann während einiger weniger Stunden, z. B. etwa S bis etwa 10 Stunden, unter
atmosphärischem Druck unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, bis eine ausreichende Umwandlung zu dem
gewünschten Produkt erreicht ist. Nach dem Erhitzen wird die Mischung gekühlt, und gewünschtenfalls
kann das organische Lösungsmittel vor dem Abkühlen abdestilliert werden. Dann wird ein Alkohol,
wie Methanol, oder ein anderes Ausfällmittel zugegeben,
um das gewünschte Produkt auszufallen, das dann abfiltriert, gewaschen und weiter durch Umkristallisation
aus einem geeigneten Lösungsmittel, wie o-Dichlorbenzol, und/oder durch Vakuumsublimation
gereinigt wird, um das gewünschte Produkt zu ergeben.
In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, eine oder mehrere Nitrogruppen (als Vorstufe) bzw.
Aminogruppen einzuführen, wenn derartige Gruppen
J5 an dieser Stelle in dem Anthrachinon[d]oxazol-Molekül
nicht vorhanden sind. Um Nitro- bzw. Aminogruppen einzuführen, wird das gereinigte Produkt der
Reaktion zwischen dem Anthrachinon-Reaktionsteilnehmer und dem Acylhalogenid unter Verwendung
eines geeigneten Verfahrens zum Nitrieren von aromatischen Verbindungen, von denen viele bekannt sind,
nitriert. Zum Beispiel wird das gereinigte Produkt leicht durch Vermischen mit rauchender Salpetersäure
und konzentrierter Schwefelsäure, währenddem man die Temperatur durch Kühlen, z. B. mit Eis, und
unter Rühren niedrig hält, während 1 bis 4 Stunden nitriert, wonach die Temperatur gesteigert und die
Mischung während 1 bis zu mehreren Stunden auf höherer Temperatur, z. B. auf einer Temperatur von
etwa 50° C bis Raumtemperatur, gehalten werden kann. Kürzere Reaktionszeiten, niedrigere Temperaturen
und kleinere relative Mengen von Säure bewirken die Einführung einer einzigen Nitrogruppe in
jedes Anthrachinon[d]oxazol-Molekül, während längere Reaktionszeiten höhere Temperaturen und höhere
relative Mengen oder höhere Konzentrationen der Säure zur Einführung von zwei Nitrogruppen pro
Molekül führen.
Nach der Nitrierung wird das entstehende Nitro-
bo anthrachinon[d]oxazol reduziert, um die Nitrogruppen
in Aminogruppen zu überführen. Jedes geeignete Reduktionsverfahren, von denen viele gut bekannt
sind, können dazu verwendet werden. Beispielsweise kann man das nitrierte Produkt mit durch Säure an-
b5 geätztem Eisenpulver und einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Butylcellosolve, vermischen und die entstehende Mischung unter atmosphärischem Druck
während mehrerer Stunden, z. B. etwa 3 bis etwa
10 Stunden, unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Nach dem Erhitzen unter Rückfluß kann die Mischung abfiltriert
und das Filtrat in Eiswasser gegossen werden, um das reduzierte Produkt auszufällen, das dann filtriert,
gewaschen und getrocknet werden kann. Alter- > nativ oder im Fall von Verbindungen, die Hydroxylgruppen
enthalten, kann die Mischung nach dem Kochen sauer gemacht werden, einer Wasserdampfdestillation
unterzogen werden, um das Lösungsmittel abzutrennen, und dann während mehrerer Stunden
in einer großen Menge verdünnter wäßriger Säure,
z. B. 10%iger Chlorwasserstoffsäure, zum Sieden erhitzt
werden, worauf Wasser zugesetzt, die Feststoffe filtriert, getrocknet und mit einem geeigneten Lösungsmittel
extrahiert werden, so daß man das gewünschte reduzierte Produkt als Hydrochlorid erhält,
das nach der Umkristallisation aus einer Mischung geeigneter Lösungsmittel, wie Dimethylformamid
und Orthodichlorbenzol, das gewünschte Aminoanthrachinon[d]oxazol ergibt.
Unter Verwendung der oben beschriebenen Verfahren wird 2-Methyl-l l-hydroxyanthrachinon[3,2-d]
oxazol (Verbindung I) durch Umsetzen von 3-Aminoalizarin mit Acetylchlorid hergestellt und dann unter
Bildung von 2-Methyl-4-nitro-l 1-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 2) nitriert, worauf man diese Verbindung reduziert und 2-Methyl-4-amino-
11 - hydroxyanthrachinon[3,2 - d]oxazol (Verbindung
3) erhält. Diese Verbindungen ergeben, wenn sie z. B. zum Färben von Polyesterfasern verwendet
werden, klare fluoreszierende Farbtöne. Die erste und die letzte dieser Verbindungen ergeben gelbe und
rosa Farbtöne mit klaren Tönen, die gelb bis orange fluoreszieren. Gegenstände, die mit diesen Verbindungen
gefärbt sind, besitzen ebenfalls überlegene Lichtechtheitseigenschaften.
Die durch die Formel (I) dargestellten Verbindungen, worin R eine Styrylgruppe bedeutet (z. B. die Verbindungen
16 bis 19, 21 und 22), können durch Kondensieren von Verbindungen dieser Formeln, worin
R eine Methylgruppe bedeutet (Verbindungen 1, 2 und 26) mit einem Benzaldehyd erhalten werden. Beispiele
für Benzaldehyde, die mit diesen 2-Methylanthrachinon[d]oxazolen kondensiert werden können,
schließen Benzaldehyd, ρ - Chlorbenzaldehyd, m - Chlorbenzaldehyd, ρ - Methylbenzaldehyd und
m-Methylbenzaldehyd ein.
Die Kondensationsreaktion kann durch Erhitzen zum Sieden unter Rückfluß bei atmosphärischem
Druck des 2-Methylanthrachincn[d]oxazols mit dem Aldehyd in einem organischen Lösungsmittel mit
einem hohen Siedepunkt, z. B. o-Dichlorbenzol oder Nitrobenzol, und einem geeigneten Kondensationsmittel, z. B. Zinkchlorid, Zinkbromid oder p-Toluolsulfonsäure durchgeführt werden.
Die neuen erfindungsgemäßen Verbindungen sind in organischen Lösungsmitteln löslich, und diese Lösungen weisen selbst unter diffusem Licht eine gelbe
oder rote Fluoreszenz auf. Typische Beispiele erfindungsgemäßer Verbindungen sind in Tabelle I
angegeben. In der Tabelle I sind die Schmelzpunkte der verschiedenen Verbindungen als auch der Farbton
eines Polyestergewebes angegeben, das damit unter Verwendung des Färbeverfahrens, wie es in den Beispielen 12, 13 und 18 angegeben ist, gefärbt wurde.
Verbindung
Nr.
Formel
(0C)
Farbe des geßrblen
Polyestergewebes
C-CH,
276—277
gelb
>300
briunlichgelb
286—286,5
rosa
Fortsetzung
Ver- Formel
bindung
C-QCH1),
CO N
CO N
OH CO
CO I N NO,
OH
co I ο
CO N
OH
CO I O
A/
-Cl
CO N
OH
CO I O
| 21 24 671 |
Schmelzpunkt
CC) |
10 | Farbe des yefarblcn Polyestergewebes |
5: |
| 213—214 | gelb | V | ||
| >300 | gelb | te k V V |
||
| >300 | graugelb | |||
| >300 | rosa | f: | ||
| >300 | gelb | j | ||
| 5.; | ||||
| H3 >300 | gelb | |||
CO I N NH,
>300
204
rosa
orangegelb
11
| Fortsetzung | Formel | CO | OH | O | C-C2H5 | N |
| Ver | ' \ | 1 | ' \ | |||
| bindung | /V | |||||
| Nr. | , / | ί I | O | |||
| CO | / \ | |||||
| /V | T | |||||
| ( I | Cl | |||||
| 12 | VA | CO | OH | |||
| ' \ | ||||||
ΑΛ
CO [ N C-C(CHJ3
NH2
C-C(CHj)3
C-CH,
C-CH=CH-
NH2 CO
/V W \.
Cl
Schmelzpunkt (C)
225—227
256—258
188—190
290—292
214—216
~205
C-CH=CH^f > 297—299
12
Farbe des gefärbten Polyestergewebes
gelb
orangerosa
violettrosa
orange
orangegelb
orangegelb
rosa
NH,
C—CH=CH-f
262—264
orange
13
-ortsclzung
Ver- Formel
bindung
Schmelzpunkt
I C)
I C)
Farbe des gefärbten PolycslcrgewcbcN
OH CO I
CC(CHj)3
CCH=CHQH5
CCH=CHQH5
CO 270—272
>300
289~291
gelb
gelb
gelb
OH
CO
CQCHJ, 263~265
graugelb
CQH4CH3
CO >300
gelb
OH
CO
v\
CO
NO2 >300
graugelb
Verbindung
Nr.
Formel
Schmelzpunkt
(X)
Farbe des gefärbten
Polyestergewebes
OH
Ln/
CCH,
CO
OH
ca 220
orange
252,5—253,5
orangerosa
Beispiele für Fluoreszenspektren und Absorptionsspektren für spektroskopische Eigenschaften der erfindungsgemäßen Anthrachinon[d]oxazole sind zur
weiteren Erläuterung in den Tabellen II, III und IV angegeben. Die Tabelle II zeigt die Effekte der Veränderungen des Substituenten in der 2-Stellung des
Ringes der Anthrachinon[d]oxazole mit einer Hydroxylgruppe in der Π-Stellung hinsichtlich der maximalen Wellenlänge des Fluoreszenzspektrums, das
dieser Verbindung entspricht. Die Tabelle III zeigt die Wirkung der Aminosubstituenten auf die maximale
30
35
Wellenlänge des FIu. reszenzspektrums von Verbindungen, bei denen der Substituent in der 2-Stellung
eine tert.-Butylgruppe und der Substituent in der 11-Stellung eine Hydroxylgruppe ist. Die Tabelle IV
zeigt die Wirkung der Anwesenheit oder Abwesenheit einer Aminogruppe in der 4-Stellung auf die maximale
Wellenlänge des Absorptionsspektrums der Verbindung, bei der der Substituent in der 2-Stellung eine
Phenylgruppe und der Sunstituent in der 11 -Stellung
eine Hydroxylgruppe ist
Verbindung
Nr.
Formel
Maximale Wellenlänge
in πΐμ des
Fluoreszenzspektrums
C)
C-C(CHj)3
22
575 (402)
580 (440)
570, 580 (357, 408)
CO
(*) O-Dichlorbenzol/Benzol-Lösung. Die in Klammern angegebenen Zahlen sind die
Wellenlängen (in πΐμ) des anregenden Lichtes.
809 635/151
17
18
Ver- Formel
bindung
Nr.
Maximale Wellenlänge
in πΐμ des
Fluoreszenzspektrums
C)
C)
13
14
C—C(CH3J3
C—C(CH3J3
H2N
CO I N
NH2
C) Wie in Tabelle II angegeben.
C) Wie in Tabelle II angegeben.
575 (402)
597 (340, 465, 530)
610 (340, 465, 570)
Ver- Formel
bindung
Nr.
NH2
Maximale Wellenlänge
in ηΐμ des
Fluoreszenzspektrums
C)
C)
396
508
Organische Substrate können leicht mit den neuen erfindungsgemäßen Anthrachinon[d]oxazol-Verbindungen
durch jedes üblicherweise angewandte Verfahren gefärbt werden. Zum Beispiel können faserartige
Materialien, wie Garne und Gewebe, dadurch gefärbt werden, indem man sie bei .'!0 bis 140° C in
einem wäßrigen Medium durch ein übliches Erschöpfungsverfahren fixiert oder bei einer geeigneten
Temperatur (z. B. 70 bis 2000C), in Abhängigkeit von
to der verwendeten Faserart, unter Verwendung trokkener
Hitze nach dem üblichen Thermosol-Verfahren fixiert.
Wenn das zu färbende organische Substrat eine Folie, ein überzug, ein gegossener, geformter oder extrudierter
Gegenstand ist, kann dieses Material durch Zugeben und Einmischen der neuen Anthrachinon
[d]oxazol-Verbindung in die Substanz mit hohem Molekulargewicht, d. h. das Harz oder das Poly-
20
25
merisat, aus dem dieser Gegenstand hergestellt wird,
während der Herstellung oder vor oder während der Verformung der Substanz zu der Folie, dem Überzug,
dem gegossenen oder geformten oder extrudieren Gegenstand zugegeben oder darin eingemischt wer- s
den. Weiterhin kann ein Pigment auf Harzbasis mit einer gelben oder roten Fluoreszenzfarbe erhalten
werden, indem man das neue Anthrachinon[d]oxazol in das Harz oder das Polymerisat oder ein anderes
geeignet ausgewähltes organisches Material in ge- ίο
schmolzener Form einmischt
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung weiter erläutern. Alle Teile sind auf das Gewicht bezogen, und die Verbindungs-Nummern beziehen sich auf die in der Tabelle I angegebenen und
charakterisierten Verbindungen.
Herstellung von
2-Phenyl-11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 5)
2-Phenyl-4-nitro-l I-hydroxy-
anthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 6)
und
2- Phenyl-4-amino-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 7)
A. 10 Teile (0,039 Mol) l^-Dihydroxy-S-aminoan- jo
thrachinon (Alizarin-Rotbraun) wurden pulverisiert und in 50 Teilen Nitrobenzol auf 800C erhitzt. Dann
wurden 10 Teile (0,072 Mol) Benzoylchlorid im Verlauf von 30 Minuten tropfenweise zugegeben. Die
entstehende Mischung wurde 7 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt und dann abgekühlt. Dann wurden
50 Teile Methanol zugegeben und die Mischung abfiltriert. Der erhaltene Niederschlag wurde getrocknet
und aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert oder im Vakuum sublimiert, so daß man längliche orangegelbe säulenförmige Kristalle von 2-Phenyl-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol (Verbindung 5) erhielt. Die Struktur dieses Produktes wurde durch
Elementaranalyse bestätigt.
B. 1 Teil der Verbindung 5 wurde in 5 Teilen konzentrierter Schwefelsäure gelöst. Dann wurde eine
Mischung von 0,5 Teilen konzentrierter Schwefelsäure und 0,3 Teilen rauchender Salpetersäure unter
Eiskühlung im Verlauf von 30 Minuten in die Lösung eingetropft. Die Lösung wurde unter Kühlen 1 Stunde
und bei Raumtemperatur 2 Stunden gerührt. Dann wurde das Eiswasser entfernt. Der entstehende Niederschlag wurde abfiltriert, gerührt und in einer großen
Menge Wasser zum Sieden erhitzt und wurde wiederum abfiltriert und getrocknet, so daß man 2-Phe-
nyl - 4 - nitro -11 - hydroxyanthrachinon[3,2 - d]oxazol
(Verbindung 6) erhielt. Diese Verbindung wurde aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert, so daß man dunkelorange säulenförmige Kristalle erhielt. Das Ausmaß
der Nitrierung kann durch Abtrennung der nitrierten Verbindung (Verbindung 6) von dem nichtumgesetzten Ausgangsmaterial (Verbindung 5) in einem
Aliquot durch Silicagel-Dünnschichtchromatographie mit einem Lösungsmittel, das Benzol und Eisessig in
einem Gewichtsverhältnis von 19: 1 enthält, verfolgt b5
werden.
C. 0,7 Teile Eisenpulver werden mit einer geringen Menge Chlorwasserstoffsäure und Wasser angeätzt,
und 1 Teil der nitrierten Verbindung (Verbindung 6) wurde zugegeben. Die entstehende Mischung wurde
mit 10 Teilen Monochlorbenzol vermischt, und die entstehende Mischung wurde unter Rückfluß zum
Sieden erhitzt. Dann wurde die Mischung durch Zugabe von Chlorwasserstoffsäure sauer gemacht und
einer Wasserdampfdestillation unterzogen, um das Monochlorbenzol abzutrennen. Der Rückstand wurde
in einer großen Menge 10%iger Chlorwasserstoffsaure während mehrerer Stunden zum Sieden erhitzt
Dann wurde Wasser zugegeben, und die Feststoffe wurden abfiltriert, getrocknet und dann mit o-Dichlorbenzol extrahiert Das Produkt wurde in Form des
Hydrochloride extrahiert, wurde jedoch aus einer Mischung von Dimethylformamid und o-Dichlorbenzol umkristallisiert, und man erhielt 2-Phenyl-4 - amino - 11 - hydroxy an thrachinon [3,2 - djoxazol
(Verbindung 7) in Form von violettschwarzen säulenförmigen Kristallen. Bei Auswahl geeigneter Bedingungen kennen Natriumsulfid oder Natriumhydrosulfit mit Vorteil als Reduktionsmittel verwendet
werden.
Herstellung von
2-tert-Butyl-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 4)
2-tert.-Butyl-4-nitro-6- oder -9-nitro-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 20)
und 2-tcΓt.-Butyl-4-amino-6- oder -9-amino-
11-hydroxyan thrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 14)
A. Das in Beispiel IA beschriebene Verfahren wurde angewandt, jedoch wurde im gleichen Molverhältnis Benzoylchlorid durch Pivalinsäurechlorid
ersetzt, so daß man 2-tert.-Butyl-11-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol (Verbindung 4) in Form länglicher orangegelber Kristalle erhielt.
B. 2 Teile der Verbindung 4 wurden mit 10 Teilen konzentrierter Schwefelsäure vermischt, und während
man die Mischung unter gleichzeitigem Eiskühlen gut rührte, wurde eine Mischung aus 1,7 Teilen
rauchender Salpetersäure und 3 Teilen konzentrierter Schwefelsäure vorsichtig im Verlaufe von 30 Minuten
zugegeben. Die Mischung wurde dann bei gleichzeitigem Eislcühlen während 1 Stunde gerührt und
wurde dann mach und nach im Verlauf von 1 Stunde auf 50 bis 60°C erwärmt. Die Mischung wurde dann
6 Stunden bei dieser Temperatur gerührt und dann in eine große Menge Eiswasser gegossen. Der entstehende Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser
gewaschen, nochmals mit einer großen Menge heißen Wasser aufgerührt und erhitzt, abfiltriert, mit Wasser
gewaschen und getrocknet. Nach der Umkristallisation aus Xylol erhielt man 2-tert.-ButyI-4-nitro-6-
oder -9-nitro-l l-hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol (Verbindung 20) als gelbe nadelförmige Kristalle mit
einem Schmelzpunkt von 270 bis 272° C.
C. 1 Teil der Dinitroverbindung (Verbindung 20) wurde mit 5 Teilen Monochlorbenzol vermischt. Dann
wurde eine Lösung von 1,5 Teilen Natriumsulfid (mit einer Reinheit von etwa 60%) in 5 Teilen Wasser zu
der Mischung gegeben. Die Mischung wurde 5 Stunden gerührt und dann unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Dann wurden zur Neutralisation 4,5 Teile Natriumhydrogensulfit zugegeben. Zum Ansäuern wur-
den dann 1,2 Teile konzentrierte Chlorwasserstolfsäure
zugegeben. Die Mischung wurde dann einer Wasserdampfdestillation unterzogen, um das Monochlorbenzol
abzutreiben, und der Rückstand wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und
dann mit Xylol extrahiert. Von der Xylollösung wurde
Xylol abdestilliert, und zu dem Rückstand wurde Methanol gegeben, so daß man 2-tert.-Butyl-4-amino-6-
oder -9-amino-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]
oxazol (Verbindung 14) in Form metallisch glänzender violettroter säulenförmiger Kristalle mit einem
Schmelzpunkt von 188 bis 190°C erhielt. Die Benzollösung dieses Materials besaß eine violettrosa Farbe
mit einer roten Fluoreszenz.
Herstellung von
2-Methyl-11 -hydroxy anthracbinon [3,2-d]oxazol
2-Methyl-11 -hydroxy anthracbinon [3,2-d]oxazol
(Verbindung 1)
2-Methyl-4-nitro-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]
2-Methyl-4-nitro-ll-hydroxyanthrachinon[3,2-d]
oxazol
(Verbindung 2)
und 2-Methyl-4-amino-
11 -hydroxyanthirachinonr3,2-d]oxazol
(Verbindung 3)
A. Es wurde das in Beispiel 1A angegebene Verfahren
angewandt, wobei jedoch Benzoylchlorid im entsprechenden Molverhältnis durch Ace;ylchlorid
ersetzt wurde, um die; Verbindung 1 herzustellen.
B. Die Verbindung 1 wurde dann unter Verwendung von der in Beispiel 1 B angegebenen Reagentien
und Verfahrensweisen nitriert, so daß man die Verbindung
2 erhielt.
C. Die Verbindung 2 wurde dann unter Verwendung der Reagentien und Verfahrensweisen, wie sie
in Beispiel 1 C beschrieben sind, reduziert, so daß man die Verbindung 3 erhielt.
Herstellung von
2-Methylanthrachinon[3,2-d]oxazol
2-MethyI-4- oder -1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol 2-Styryl-4-oder -1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
2-MethyI-4- oder -1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol 2-Styryl-4-oder -1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
und 2-Styryl-4- oder
-11-aminoanthrachinon[3,2-d]oxazoI
(Verbindung 16)
A. 1 Teil 2-Hydroxy-3-aminoanthrachinon wurde zu 10 Teilen Nitrobenzol gegeben. Dann wurde die
Mischung auf 80°C erwärmt, und 0,5 Teile Acetylchlorid wurden im Verlauf von 30 Minuten zugetropft.
Dann wurde die Mischung erwärmt und bei 130° C gehalten und wurde dann 7 Stunden unter
Rühren zum Sieden erhitzt. Dann wurde Nitrobenzol unter vermindertem Druck abdestilliert, und 3 Teile
Methanol wurden zu der Mischung gegeben. Die Mischung wurde gut gerührt, dann abfiltriert, abgekühlt
und mit einer geringen Menge Methanol gewaschen. Der erhaltene Feststoff wurde im Vakuum
sublimiert. Das sublimierte Material war ein schwachgelber Feststoff, der aus o-Dichlorbenzol umkristallisiert
wurde, so daß man 2-Methylanthrachinon[3,2-d] oxazol in Form schwacrigelber feiner säulenförmiger
Kristalle mit einem Schmelzpunkt von höher als 300cC erhielt.
B. 8 Teile des oben erhaltenen 2-Methylanthrachinon[3,2-d]oxazols
wurden unter Eiskühlen in 40 Teilen 20%iger rauchender Schwefelsäure gelöst. Eine Mischung aus 3 Teilen rauchender Salpetersäure
und 5 Teilen konzentrierter Schwefelsäure wurden !■nter Eiskühlung in die Lösung eingetropft. Dann
Je die Mischung 4 Stunden unter Kühlen gerührt, in Eiswasser gegossen, abfiltriert, mit Wasser gewaschen,
mit 50 Teilen Methanol aufgekocht und abgekühlt. Der Feststoff wurde abfiltriert und getrocknet,
so daß man 2-Methyl-4- oder -11-nitroanthra-
in chinon[3,2-d]oxazol mit einem Schmelzpunkt oberhalb
300°C erhielt.
C. 3,1 Teile des oben erhaltenen 2-Methyl-4- oder -ll-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazols wurden in
10 Teilen o-Dichlorbenzol, 2 Teilen Benzaldehyd und 0,2 Teilen Zinkchlorid während 8 Stunden am Sieden
gehalten. Dann wurden 30 Teile Methanol zugegeben, und die Mischung wurde abgekühlt. Der Niederschlag
wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und getrocknet, so daß man 2-Styryl-4- oder -11-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
erhielt. Nach der Umkristallisation aus o-Dichlorbenzol erhielt man dieses Material in Form gelber flockenförmiger Kristalle
mit einem Schmelzpunkt von 310°C.
D. 3 Teile des oben erhaltenen 2-Styryl-4- oder -1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazols wurden mit
50 Teilen Butylcellosolve und 3 Teilen eines Eisenpulvers, das mit einer geringen Menge von 5%iger
Essigsäure angeätzt worden war, während 8 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt, und dann wurde
das Material abfiltriert. Beim Eingießen des Filtrates in eine große Menge Eiswasser erhielt man einen
roten Niederschlag. Dieser Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet, so daß
man 2-Styryl-4- oder -ll-aminoanthrachinon[3,2-d]
oxazol (Verbindung 16) in Form eines roten Pulvers mit einem Schmelzpunkt von 214 bis 216°C erhielt.
Die maximale Absorption (in Dimethylformamid/ Methanol) lag zwischen 324 und 479 ιτίμ, und die
maximale Fluoreszenz der Benzollösung lag bei 547 Πΐμ.
Herstellung von
2-Styryl-
2-Styryl-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 22)
(Verbindung 22)
Es wurde das in Beispiel 4 C beschriebene Verfahren so angewandt, wobei jedoch im gleichen Molverhältnis
die Verbindung 2-Methyl-4- oder 11-Nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
durch die Verbindung 1 ersetzt wurde, wodurch man die Verbindung 22 erhielt. Die
Verbindung 22 wurde auch nach dem in Beispiel 1A beschriebenen Verfahren erhalten, wobei jedoch Benzoylchlorid
durch Zimtsäurechlorid ersetzt wurde.
Herstellung von
2-{p-Chlorphenyl)-
2-{p-Chlorphenyl)-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 8)
(Verbindung 8)
Es wurde das in Beispiel IA angegebene Verfahren
angewandt, wobei jedoch Benzoylchlorid im gleichen Molverhältnis durch p-Chlorbenzoylchlorid ersetzt
wurde, und man erhielt die Verbindunc 8.
Herstellung von
2-tert.-Butyl-11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 4)
2-tert.-Butyl-4-nitro-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 23)
und 2-tert.-Butyl-4-amino-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 13)
A. Es wurde das in Beispiel 1A angegebene Verfahren
angewandt, wobei jedoch das dort verwendete Benzoylchlorid im gleichen Molverhältnis durch Pivalinsäurechlorid
ersetzt wurde, wodurch man die Verbindung 4 erhielt.
B. Die Verbindung 4 wurde dann unter Verwendung der in Beispiel 1B angegebenen Verfahrensweisen
und Reagentien nitriert, so daß man die Verbindung 23 erhielt.
C. Die Verbindung 23 wurde dann unter Anwendung der in Beispiel 1C angegebenen Reaktionsteilnehmer
lind Verfahrensweisen reduziert, wodurch man die Verbindung 13 erhielt.
Herstellung von
2-(p-Methylphenyl)-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 24)
2-(p-Methylphenyl)-4-nitro-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 25)
und 2-{p-Methylphenyl)-4-amino-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 10)
A. Es wurde das in Beispiel IA angegebene Verfahren
angewandt, bei dem jedoch das Benzoylchlorid durch p-Methylbenzoylchlorid im gleichen Molverhältnis
ersetzt wurde, und in dieser Weise erhielt man die Verbindung 24.
B. Die Verbindung 24 wurde dann unter Verwendung der in Beispiel 1B angegebenen Reaktionsteilnehmer
und Verfahrensweisen nitriert, so daß man die Verbindung 25 erhielt.
C. Die Verbindung 25 wurde dann unter Verwendung der in Beispiel 1C angegebenen Reaktionsteilnehmer
und Verfahrensweisen reduziert, so daß man die Verbindung 10 erhielt.
Herstellung von
2-Äthylanthrachinon[3,2-d]oxazol 2-Äthyl-4- oder -ll-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
und 2-Äthyl-4- oder
-1 l-aminoanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 11)
A. Es wurde das in Beispiel 4A angegebene Verfahren angewandt, wobei jedoch an Stelle von Acetylchlorid
im gleichen Molverhältnis Propionylchlorid verwendet wurde, so daß man 2-Äthylanthrachinon[3,2-d]oxazol
erhielt
B. Dann wurde das unter A erhaltene 2-Äthylanthrachinon[3,2-d]oxazol
unter Anwendung der in Beispiel 4B angegebenen Reaktionsteilnehmer und
Verfahrensweisen nilriert, so daß man 2-Äthyl-4- oder
-1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol erhielt.
C. Daraufhin wurde 2-Äthyl-4- oder -11-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol
unter Verwendung der in Beispiel 4 D angegebenen Reaktionsteilnehmer und
Verfahrensweisen reduziert, so daß man die Verbindung ! 1 erhielt.
Herstellung von
2-Styryl-4-nitro-11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 21)
und 2-Styryl-4-amino-
11 -hydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 18)
A. Es wurde das in Beispiel 4 C angegebene Verfahrein
angewandt, wobei jedoch die Verbindung 2 im gleichen Molverhältnis durch 2-Methyl-4- oder
-1 l-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazol ersetzt wurde, so daß man die Verbindung 21 erhielt.
B. Die Verbindung 21 wurde dann unter Verwendung der in Beispiel 4 D angegebenen Reaktionsteilnehmer
und Verfahrensweisen reduziert, so daß man die Verbindung 18 erhielt.
Herstellung von
2-Methyl-4,l 1-dihydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
2-Methyl-4,l 1-dihydroxyanthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 26)
und 2-Styryl-4,l 1-dihydroxy-
anthrachinon[3,2-d]oxazol
(Verbindung 19)
A. Es wurde das in Beispiel IA angegebene Verfahren
angewandt, wobei jedoch an Stelle von 3 - Amino - 1,2 - dihydroxyanthrachinon 1,2,4 - Trihydroxy-3-aminoanthrachinon
im gleichen Molverhältnis verwendet wurde und das Benzoylchlorid durch Acetylchlorid im gleichen Molverhältnis ersetzt
wurde, so daß man die Verbindung 26 erhielt.
B. Es wurde das in Beispiel 4 C angegebene Verfahren angewandt, wobei jedoch die Verbindung 26
das dort verwendete 2-Methyl-4- oder -11-nitroanthrachinon[3,2-d]oxazoi
ersetzte, so daß man die Verbindung 19 erhielt.
1 Teil der Verbindung 3 wurde mit 0,5 Teilen eines oberflächenaktiven Mittels (Alkylaryl-polyoxyäthylen-
äther oder ABS) und 2 Teilen Wasser während einer genügend langen Zeitdauer vermählen, so daß man
ein feingranuliertes Pulver erhielt, das mit genügend Wasser verdünnt wurde, so daß man 10 Teile einer
fein teiligen wäßrigen Dispersion erhielt. 2 Teile dieser Dispersion wurden zu einer wäßrigen Flotte gegeben,
die 1 Teil des oberflächenaktiven Mittels (Sulfat eines höheren Alkohols) enthielt, so daß man eine Behandlungsflotte erhielt. Dann wurde ein Polyestertuch in
diese Behandlungsflotte eingetaucht, während 40 Mi nuten bei 1300C gehalten and dann mit Wasser gewaschen und getrocknet Das erhaltene gefärbte Tuch
zeigte eine klare rosa Farbe mit einer orangen Fluoreszenz, und die Lichtechtheit war besser als die 6. Stufe
(6th grade).
21 24 67Ϊ
1 Teil des in Beispiel 12 erhaltenen feingranulierten
Materials wurde in 20 Teilen Wasser, das 0,04 Teile eines oberflächenaktiven Mittels (Polyoxyäthylenalkyläther)
enthielt, dispergiert. Ein Polyestertuch wurde in diese wäßrige Dispersion eingetaucht und
mit einer Aufnahme von 40 bis 50% mit dieser Dispersion imprägniert. Dieses behandelte Tuch wurde getrocknet,
während 1 Minute bei 1800C hitzebehandelt,
mit einer verdünnten Lösung eines oberflächenaktiven Mittels gewaschen, mit Wasser gewaschen
und getrocknet, so daß man ein gefärbtes Tuch ähnlich dem in Beispiel 12 erhaltenen erhielt.
Beispiel 14 '5
In gleicher Weise, wie in Beispiel 12 beschrieben, wurden an Stelle des Polyestertuchs ein Polyamidtuch
bei 98° C und ein Polyacetattuch bei 800C behandelt, so daß man die entsprechenden gleichen Wirkungen
wie in Beispiel 12 erreichte.
Eine gleichförmige Mischung, die aus 0,1 Teil der Verbindung 11,50 Teilen Polyvinylchlorid und 50 Teilen
Dioctylphthalat bestand, wurde bei 150° C während
10 Minuten verknetet und dann während 5 Minuten zwischen auf 160° C erhitzten Metallplatten verpreßt,
so daß man ein Blatt von etwa 0,5 mm Dicke erhielt. Das erhaltene Blatt zeigte eine klare orangegelbe
Farbe mit einer gelben Fluoreszenz.
20 Teile eines nicht modifizierten Melamin/Formaldehyd-Harzes
wurden in 50 Teilen eines bei 120°C geschmolzenen Sulfonamidharzes eingemischt. Die
entstehende Mischung wurde auf 170 bis 1800C erhitzt,
und 1 Teil der Verbindung 7 wurde in diese Mischung eingemischt. Die Mischung wurde vollständig
gelöst, dann abgekühlt, verfestigt und zerkleinen, so daß man ein fluoreszierendes rosafarbenes
Pigment mit einer orangen Fluoreszenz erhielt.
1 Teil der Verbindung 18 wurde während einer ausreichenden
Zeitdauer mit 0,5 Teilen eines oberflächenaktiven Mittels (Alkylarylpolyoxyäthylenäther oder
ABS) und 2 Teilen Wasser vermählen, so daß man ein feingranuliertes Material erhielt, das dann gut mit
Wasser verdünnt und darin dispergiert wurde. 2 Teile dieser Dispersion wurden zu 500 Teilen einer wäßrigen
Flotte gegeben, die 1 Teil eines oberflächenaktiven Mittels (Sulfat eines höheren Alkohols) enthielt,
so daß man eine Behandlungsflotte erhielt. 10 Teile eines Polyestertuchs wurden in diese Flotte
eingetaucht und während 40 Minuten bei 130°C damit
behandelt. Das behandelte Tuch wurde dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das erhaltene
gefärbte Tuch zeigte eine klare rosa Farbe mit einer rötlichen Fluoreszenz, und die Lichtechtheit war
besser als die 6. Stufe (6th grade).
I Teil des in Beispiel 17 erhaltenen feinverteilten Materials wurde in 20 Teilen Wasse:, das 0,04 Teile
eines oberflächenaktiven Mittels (Polyoxyäthylenalkyläther) enthielt, dispergiert. Ein Polyestertuch
wurde in diese wäßrige Dispersion eingetaucht, um es mit einer Aufnahme von 40 bis 50% mit dieser
Dispersion zu imprägnieren, und wurde daraufhin getrocknet und während 1 Minute bei 180°C hitzebehandelt.
Daraufhin wurde das Tuch mit einer verdünnten Lösung eines oberflächenaktiven Mittels
gewaschen, mit Wasser gewaschen und getrocknet, so daß man ein gefärbtes Tuch ähnlich dem in Beispiel
12 erhaltenen erhielt.
In gleicher Weise wie in Beispiel 17 beschrieben
wurden an Stelle des Polyestertuchs ein Polyamidtuch und ein Acetattuch mit der Dispersion bei 98
bzw. 8O0C behandelt, wobei die gleichen Farbeffekte
erzielt wurden.
Eine gleichförmige Mischung, die aus 0,1 Teil der Verbindung 16,50 Teilen Polyvinylchlorid und 50 Teilen
Dioctylphthalat bestand, wurde während 10 Minuten bei 1500C geknetet und dann zwischen auf
160° C erhitzten Metallplatten 5 Minuten gepreßt,
so daß man ein Blatt mit einer Dicke von etwa 0,5 mm erhielt. Das erhaltene Blatt zeigte eine klare orangegelbe Farbe mit einer gelben Fluoreszenz.
50 Teile eines Sulfonamidharzes wurden bei 1200C
geschmolzen, und 20 Teile eines nicht modifizierten Melamin/Formaldehyd-Harzes wurden zu der Schmelze
gegeben. Die Mischung wurde auf 170 bis 1800C
erwärmt, und 1 Teil der Verbindung 19 wurde zu der
Mischung zugesetzt. Die Mischung wurde vollständig gelöst, dann abgekühlt, verfestigt und zerkleinert,
so daß man ein fluoreszierendes orangefarbenes Pigment mit einer gelblichorangen Fluoreszenz erhielt
Claims (15)
1. Anthrachinon[d]oxazole der allgemeinen Formel
(I)
CO
C-R
(1)
10
7. Anthrachinon[d]oxazol der Formel OH
V\
Ln/
CQH5
CO
NH,
worin der Ring A gegebenenfalls mit einer unsubstituierten
Aminogruppe und der Ring B mit mindestens einer unsubstituierten Aminogruppe oder
mindestens einer Hydroxylgruppe und weiterhin gegebenenfalls mit Chlor, Hydroxy oder Amino
substituiert ist und R eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Cydohexylgruppe,
eine Phenylgruppe, die gegebenenfalls mit Chlor oder Methyl substituiert ist, oder eine Styrylgruppe,
deren Phenyirest gegebenenfalls mit Chlor oder Methyl substituiert ist, bedeutet
2. Anthrachinon[d]oxazole gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß R eine Alkylgruppe
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine Cydohexylgruppe, eine Phenylgruppe oder eine Styrylgruppe
bedeutet. «>
3. Anthrachinon[d]oxazole gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß R eine Styrylgruppe
bedeutet, deren Phenyirest gegebenenfalls mit Chlor oder Methyl substituiert ist.
I")
4. Anthrachinon[d]oxazol der Formel
41)
CCH3
5. Anthrachinon[d]oxazol der Formel
OH
CH,
C-C-CH3 CH3
6. Anthrachinon[d]oxazol der Formel
CO
Ox
- N'' CO V NH7
CC2H5
bO
br>
8. Anthrachinon[d]oxazol der Formel OH
CO
NA /
CO
Ln/
CCH=CHC6H5
NH2
9. Anihrachinon[d]oxazol der Formel
CO
V\ Aä n/
CO NH2
CCH-CHC16H5
10. An!hrachinon[d]oxazol der Formel OH
CO
v\ CCH=CHC6H5
I_N*
OH
11. Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon[d]oxazolen
gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Anthrachinon der
Formel (H)
CO
OH
NH2
(II)
worin die Ringe A und B wie in Anspruch I angegeben substituiert sind, mit einem Acylhalogenid
der Formel (III)
RCOX (III)
worin R die gleiche Bedeutung besitzt wie in An-
spruch 1 angegeben und X ein Halogenatom bedeutet,
umsetzt, so daß man ein Anthrachinon[d]oxazol erhält, und gegebenenfalls, zur Herstellung
von Aminoanthrachinon[d]oxazolen, das Reaktionsprodukt unter Bildung von Nitroanthrachinon[d]oxazolen
nitriert und jede Nitrogruppe des Nitroanthrachinon[d]oxazols reduziert.
12. Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon[d]oxazolen
gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Methylgruppe eines 2-Methylanthrachinon[d]oxazols
der in Anspruch 1 angegebenen Formel, worin R die Methylgruppe bedeutet, mit Benzaldehyd kondensiert wird, so
daß man ein 2-Styrylanthrachinon[d]oxazoi erhält
13. Verfahren gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Benzaldehyd unsubstituiert
und die Styrylgruppe des 2-StyryIanthrachinon[d]oxazoTs
unsubstituiert ist.
14. Verfahren zum Färben eines organischen Substrats mit den in Anspruch 1 angegebenen
Anthrachinon[d]oxazolen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Substrat mit dem in einer flüssigen
Phase dispergierten oder gelösten Anthrachinon
[djoxazol imprägniert und die flüssige Phase von dem Substrat abtrennt.
15. Verfahren zum Färben von organischem zu einem Gegenstand verformten Material mit einem
Anthrachinon[d]oxazol gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man das Anlhrachinon[d]oxazol
vor dem Verformen zu dem Gegenstand mit dem organischen Material vermischt und danach den Gegenstand aus der erhaltenen Mischung
formt.
Die erfindungsgemäßen Anthrachinon[d]oxazole lassen sich durch folgende Formel darstellen:
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| FR (1) | FR2090140B1 (de) |
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| DE286094C (de) * | ||||
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|---|---|---|---|
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