DE212329C - - Google Patents

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DE212329C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K9/00Measuring temperature based on movements caused by redistribution of weight, e.g. tilting thermometer

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fire-Detection Mechanisms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Selbsttätige Alarm vorrichtungen, Feuermelder u. dgl., die auf der Nutzbarmachung der starken Ausdehnung flüssiger Körper, wie Quecksilber, Weingeist usw., bei einer gewissen Temperatursteigerung bzw. Überschreitung beruhen, sind an sich bekannt. Jedoch besitzen diese fast ausschließlich infolge ungeeigneter Konstruktion derartige Nachteile und Mängel, daß ihre Wirkung eine sehr zweifelhafte ist und
ίο auf absolut sicheres Anzeigen in jedem Fall nicht gerechnet werden kann. So ist z. B. ein Feuermelder bekannt geworden, bei dem ein mit Flüssigkeit gefülltes Gefäß hakenartig gestaltet ist und einen unter Federwirkung stehenden, mit einem Stromkreis verbundenen Doppelhebel für gewöhnlich in einer solchen Stellung hält, daß der Stromkreis unterbrochen ist, während durch Zerspringen des Gefäßes der Hebel freigegeben wird und unter der Wirkung einer Feder so weit ausschwingt, daß der Stromkreis geschlossen und ein in diesen eingeschaltetes Läutwerk zum Ertönen gebracht wird. Diese Anordnung besitzt zwei sehr erhebliche Nachteile. Der Hebel kann nämlich nur dann ausschwingen und den Stromkreis schließen, wenn das Gefäß vollständig zerspringt. Da nun im allgemeinen infolge des langsam zunehmenden Druckes nur ein Stück aus · dem Glaskörper herausspringt, der übrige Teil jedoch zusammenhängend bleibt, so kann die Flüssigkeit aus dem Gefäß zwar austreten, die Sperrung . des Hebels bleibt jedoch aufrechterhalten.
Andererseits besteht ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung darin, daß das Ausschwingen des Hebels und damit der Stromschluß von der Spannkraft einer Feder abhängig gemacht wird, die im Lauf der Zeit leicht erlahmt und dann ihren Zweck im gegebenen Augenblick nicht erfüllen kann.
Gemäß der Erfindung besteht die Meldevorrichtung aus zwei übereinander angeordneten, im Gleichgewicht befindlichen Wagebalken, die an ihrem einen Ende eine gewöhnlich geöffnete Kontaktvorrichtung tragen, während das gegenüberliegende Ende derart eingerichtet ist, daß der untere Wagebalken eine Wagschale trägt, übe.r der am oberen Wagebalken ein mit Quecksilber, Weingeist o. dgl. gefülltes und dicht verschlossenes Gefäß aufgehängt ist, das bei einer bestimmten Temperatur an einer bestimmten, geschwächten Stelle springt, so daß durch die entstehende Öffnung die Flüssigkeit austreten und sich in die Wagschale des unteren Wagebalkens ergießen kann, wodurch das Gleichgewicht der beiden Wagebalken aufgehoben und bei deren Ausschwingung der das Läutwerk in Tätigkeit setzende Stromkreis geschlossen wird. Diese Vorrichtung zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß keine vollständige Zertrümmerung des Gefäßes erforderlich ist, sondern daß schon eine sehr geringe Öffnung genügt, um die Vorrichtung mit völliger Sicherheit in Wirksamkeit treten zu lassen. Außerdem besitzt sie den Vorteil, daß, wenn auch einer der Wagebalken infolge irgendeiner Störung nicht ausschwingen sollte,
doch immer noch der andere einen Ausschlag ausführt und den Kontakt hierdurch zum Schließen bringt.
In der Zeichnung ist der Feuermelder" in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Ein kegelförmig o.dgl. gestalteter, am Boden abgerundeter Glaskörper H, dessen Wandung von der Spitze nach dem Boden zu allmäh lieh schwächer wird, ist vollständig mit Quecksilber, Weingeist oder einem anderen bekannten, durch Wärme leicht ausdehnbaren Stoff gefüllt und an dem einen Ende B eines um die Schneide A drehbaren Wagebalkens aufgehängt. Dabei ist das Hebelarmverhältnis derart gewählt, daß nach angehängtem Füllkörper die beiden Arme sich um die Schneide A im Gleichgewicht befinden.. Das freie Ende C des Wagebalkens ist mit einer besonderen Klemmvorrichtung D ausgestattet. Unterhalb dieses Wagebalkens ist ein zweiter, um die Schneide E schwingender Wagebalken F, G angeordnet, der an dem einen Ende F, und zwar dicht unterhalb des Füllkörpers H eine Wagschale / trägt, während das andere Ende G mit einer dem Teil D entsprechenden Greifvorrichtung K versehen ist.
Wenn nun in dem Raum, in welchem sich diese Vorrichtung befindet, infolge eines Brandes die Temperatur jene übersteigt, welche das Füllmaterial bei der Füllung des Glaskörpers besaß, so wird durch den Druck der eingeschlossenen Flüssigkeit nach kurzer Zeit an der schwächsten Stelle des Glaskörpers H ein Bruch entstehen, Und die in ihm eingeschlossene Substanz kann sich in die Wagschale / ergießen. Hierdurch wird das Gleichgewicht der beiden Wagebalken ■ aufgehoben, der leichter gewordene Arm B hebt sich, der schwerer gewordene E senkt sich, die entgegengesetzten Arme G, C bewegen sich dabei einander zu und kuppeln sich vermittels der Klemmvorrichtung D, K. Sind nun die beiden Wagebälken mit dem positiven bzw. negativen Pol einer Stromquelle L verbunden, so wird durch die Kupplung der beiden Teile D, K der Stromkreis M geschlossen und eine in letzteren eingeschaltete Alarmglocke N ertönen. Die Klemmvorrichtung D, K kann durch irgendwelche andere geeignete Kontaktteile ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An speuch:
    Durch eine sich bei Erwärmung stark ausdehnende und dadurch den Ein-Schließungskörper zersprengende Flüssigkeit ausgelöster selbsttätiger Feuermelder, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei übereinander angeordneten, im Gleichgewicht befindlichen Wagebalken besteht, . die an dem einen Ende eine Kontaktvorrichtung (D, K) tragen, während die gegenüberliegenden Enden derart ausgebildet sind, daß der untere Wagebalken eine Wagschale (I) trägt, über der am oberen Wagebalken ein in bekannter Weise mit Quecksilber o. dgl. gefülltes, dicht verschlossenes Gefäß (H) aufgehängt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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