DE2118944B2 - Rasierapparat mit regelbarem klingendruck - Google Patents
Rasierapparat mit regelbarem klingendruckInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft einen Rasierapparat mit einer Handgriffanordnung mit einem daran befestigten
Hauptschutzteil und einer Klingenstütze mit einer daran befestigten Klinge, wobei die Klingenstütze gegenüber
der Handgriffanordnung mittels einer Vorspannungseinrichtung nachgiebig verschwenkbar gelagert ist.
Ein derartiger Rasierapparat ist aus der US-PS 59 172 bekannt.
Es wurde bereits die Anbringung einer Klinge auf solche Weise vorgeschlagen, daß diese relativ zu ihrem
sie stützenden Handgriff einer Bewegung unterworfen werden kann, wie z. B. in den US-PS 14 79 690,20 59 172
und 21 25 135; dabei hat bei allen diesen bekannten Konstruktionen eine unmittelbare Beziehung zwischen
dem durch den Benutzer auf den Handgriff des Rasierapparates ausgeübten Druck und dem auf die
Haut ausgeübten Druck der Rasierklinge bestanden.
So kann nach der US-PS 20 59 172 die Klingenschneidkante eine begrenzte Relativbewegung parallel
zur Achse des Handgriffes des Rasierapparates erfahren und sich auch um eine im allgemeinen
senkrechte Achse drehen, damit die Klinge örtlich begrenzten Unebenheiten der Haut ausweichen kann.
Der tmncung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Rasierapparat zu schaffen, bei weichern der Druck der
Schneidkante auf die Haut unabhängig vom be.m
normalen Rasieren ausgeübten Handgnffdruck emen bestimmten Wert nicht übersteigt und ungeachtet e.ner
Bewegung der Klinge relativ zum Hauptschutzteil die parallele Ausrichtung der Klingenkante gegenüber dem
Hauptschutzteil beibehalten wird
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß d.e
Klingenstütze einen parallel zur Schneidkante hegenden zusätzlichen Schutzteil aufweist und um eine
naiallel zur Schneidkante liegende Schwenkachse
bewegbar ist, und ferner durch die Vorspannungseinrichtung gegen den Hauptschutzteil mit solcher
Andruckkraft belastet wird, daß bei Überschreiten eines
vorgegebenen Drucks gegen die Haut eine Relativbewegung der Klingenstütze gegenüber dem Hauptschutzteil
ermöglicht wird.
Beim Bewegen des Rasierapparates entlang der Haut und bei einer Bewegung des Druckschutzte.ls entlang
der Hautoberfläche wird die Klingenkante lediglich durch die Vorspannungskraft mit der Hautoberflache in
Anlage gehalten. Jede Veränderung des Winkels, m welchem der Rasierapparat gehalten wird, wenn d.ese
Änderung die Tendenz zeigt, einen ungünstigen Winkelzwischen der Klinge und der Haut zu bilden,
oder jegliche Steigerung des auf den Handgriff über d.e Vorspannungskraft hinaus angelegten Druckes wird
durch die Bewegung der Klingenkante gegen d.e Vorspannungskraft weg von der Haut in einer zur
Bewegungsbahn des Druckschutzteils quer verlaufenden Richtung ausgeglichen. Es leuchtet demnach ein,
daß ungeachtet des Winkels, in welchem der Rasierapparat gehalten wird oder des auf ihn ausgeübten
Druckes der auf die Haut ausgeübte Klingenkantendruck niemals die Vorspannungskraft übersteigt. Da de.
zusätzliche Schutzteil etwas vom Druck aufnimmt, isi
der tatsächliche Druck auf die Klingenkante ein wenij
kleiner als die gesamte Vorspannungskraft
Es leuchtet selbstverständlich ein, daß es moglict
wäre den Rasierapparat in einem solchen Winkel zi halten, daß die Klingenhalteanordnung ihre äußerst.
Stellung erreicht, wobei dieselbe sehr ähnlich wie en
herkömmlicher Rasierapparat wirken würde. Um eine Verletzung für den unwahrscheinlichen Fall vorzubeu
gen daß der Rasierapparat in einem solch extremei winke! gehalten wird: ist das Schwenk- oder Drehver
hältnis der Teile so gewählt, daß bei einer äußerste Stellung relativ zum Hauptschutzteil der Wmkt
zwischen der Klingenkante und der Haut sich Nu nähert.
Dje Vorspannkraft ist wünschenswerterweise ver-
Hbar um einzelne Variablen in bezug auf Bartstärke, '.!,,empfindlichkeit usw. zu berücksichtigen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einiger Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeich- 5
nungen beschrieben. Es zeigt
pig 1 eine schematische Darstellung eines erfin-Hunes»emäßen
Rasierapparates,
Fig·2 eme schaubildliche Ansicht einer erfindungs-
mäßen Ausführungsform, bei welcher die Klingen- )0
tütze gegen den Hauptschutzleil durch eine verstellbar
vorgespannte Druckfeder vorgespannt ist;
Fig.3 eine Schnittansicht längs der Linie 3-3 der
pig 2;
Fig.4 eine Seitenansicht, mit weggebrochenen ,5
Teilen, eines dem in Fig.2 gezeigten ähnlichen
Rasierapparates, bei welchem jedoch die Druckfeder zwischen dem Haupischutzteil und der Klingenstütze
angeordnet ist;
pig.5 eine Seitenansicht, bei welcher gewisse Teile 2o
weggebrochen sind, eines erfindungsgemäß ausgebildeten Rasierapparates, wobei eine Blattfeder für die
Vorspannung verwendet wird;
Fig.6 eine Seitenansicht eines dem Rasierapparat
nach Fig-5 ähnlichen Rasierapparates, worin jedoch 25
die mit der Haut in Berührung kommende Kante des Hauptschutzteils relativ zum Handgriff federnd an-
g Fig.7 eine Seitenansicht zur Veranschaulichung der
Verwendung abstoßender magnetischer Kräfte als 30 Vorspannungskräfte;
Fig.8 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Rasierapparates;
Fig.9 eine Vorderansicht des Rasierapparates nach
F i g 8 in der Richtung des Pfeiles X;
Fi g. 10 und 11 Einzeldarstellungen der Kltngenstütze
gemäß dem Rasierapparat nach den F i g. 8 und 9, und F i g. 12 die an der Schneidkante wirksamen Kräfte.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Rasierapparat 10 mit
einem Handgriff 12 und einem Druckschutzteil 14, der an seinem Außenende einen Hauptschutzteil 15 aufweist
und ferner eine Klingenstütze 16 trägt. Der Handgriff 12 und der Druckschutzteil 14 bilden die Handgriffanordnung
Die Klingenstütze 16 weist eine herkömmliche Halterung 18 für eine Klinge 20 auf, deren untere
Schneidkante 22 am eine Schwenkachse 24 in die mit voll ausgezogenen Linien angegebene Stellung vorgespannt
ist, wobei der erforderliche Rasierwinkel 26 relativ zur Hautoberfläche 28 durch eine Vorspannungseinrichtung 30 gebildet wird, die nach F i g. 1 aus
elastischem Material besteht und drehfest mit dem Rasierapparat 10 im Bereich der Schwenkachse 24
verbunden ist. Solange der am Handgriff 12 in der Richtung des Pfeils 32 ausgeübte Rasierdruck den
Druck der Vorspannungseinrichtung 30 nicht überschreitet, folgt die Schneidkante 22 dem mit der
Hautoberfläche 28 in Anlage kommenden Hauptschutzteil 15 in die mit vollausgezogenen Linien gezeigte
Stellung wobei der Druck der Vorspannungseinnchtung 30 allein den auf die Hautoberfläche 28 ausgeübten
Klingendruck bestimmt. Sobald der etwa entlang des Pfeils 32 erfolgende Handgriffdruck über den Druck,
dem die Vorspannungseiniichtung 30 widerstreben kann hinaus erhöht wird, bewegen sich die Klingenstut-
j j;_ o_i ,;ji.«n>« v) nar-h nhpn entweder in
die in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien gezeigte Stellung oder in eine dazwischenliegende Stellung, je
nach dem Handgriffdruck und dem Abwärtsdruck auf die Hautoberfläche 28 infolge der Ausübung eines
solchen Druckes durch die mii der Hautoberfläche 28 in
Berührung stehende Kante des Hauptschutzteiles 15.
Wird eine Kraft von Xg durch die Vorspannungseinrichtung
30 auf die Schneidkante 22 längs des Pfeiles 32 ausgeübt, die kleiner ist als die Vorspannkraft, behalten
die Teile die in F i g. 1 mit voll ausgezogenen Linien gezeigte Stellung bei, und der Rasiervorgang erfolgt mit
einer Kraft von Xg an der Schneidkante 22. Sobald der Handgriffdruck so hoch wird, daß die Hautoberfläche 28
eingedrückt wird, wie in F i g. 1 bei der mit Strichpunktlinien gezeigten unteren Stellung 33, übt nur der
Druckschutzteil 14 einen größeren Druck auf die Hautoberfläche 28 aus, wobei die Klingenstütze 16 nach
oben verschwenkt worden ist, so daß die Schneidkante 22 immer noch eine Kraft von nur Xg auf die
Hautoberfläche 28 ausübt. In ähnlicher Weise wird auch
bei einer zur Verringerung des Rasierwinkels 26 führenden Veränderung des Winkels des Handgriffs 12
die Klingenstütze 16 um die Schwenkachse 24 nach oben verschwenkt, wobei gleichzeitig der Anstellwinkel
zwischen der Klinge 20 und der Hautoberfläche 28 verringert wird. .
Die Fig.2 bis 7 zeigen besonders AusfiHrungsbeispiele
von Rasierapparatkonstruktionen, w< ^i ersichtlich
ist, daß jede Konstruktion eine verscnwenkbare Klingenstütze verwendet und die hauptsächlichen
Unterschiede in der Art bestehen, in welcher die Vorspannung ausgeübt wird.
Eine erste bevorzugte erfindungsgemäße Austunrungsform
ist in den F i g. 2 und 3 dargestellt, worin ein Handgriff 112 aus Kunststoff einen Druckschutzteil 114
starr aufnimmt, auf dessen Oberseite eine Klingenstutze 116 zur Ausführung einer begrenzten Drehbewegung
um die Schwenkachse 124 unter der Wirkung einer aus einer Feder bestehenden Vorspannungseinnchtung 130
angeordnet ist. Die Vorspannungseinrichtung ist mittels einer Schraube 133, die in einen am Druckschutztei 114
befestigten Ansatz 135 eingeschraubt ist, verstellbar. Die Klingenstütze 116 weist einen Brückenteii 140 mit
einer Plattform 141 auf, auf welcher eine Klinge 120 sitzt, die zwischen der Plattform 144 unü einer über
Kopf angeordneter. Klemmplatte 145 befestigt ist, die
mit einem Rahmen 146 für die Klingenstützte einstückig ausgebildet ist. Der Brückenteii 140 wird
durch eine übliche Federanordnung in den durch die Teile 145, 146 gebildeten Winkel gedrückt, wobei diese
Federanordnung im vorliegenden Fall aus einer Blattfeder 142 besteht, die mit einem mit dem
Brückenteil 140 einstückig ausgebildeten Vorsprung 140a im Brückenteil 140 einstückig ausgebildeten
Vorsprung 140a im Eingriff ist. Die Plattform 14t hat die
üblichen Anschläge 147, mit welchen die Schneidkante
122 in Eingriff kommt. Die Klinge 120 ist auf die bei den
Rasierapparaten nach Injektorart übliche Weise auswechselbar, und zwar durch Einsetzen eines Magazindornes
in die Öffnung 143, um die Plattform geringfügig von der Klemmplatte 145 wegzubewegen
und die Klinge 120 zu lösen. Der Brückenteil 140 ist auch
mit einem zusätzlichen Schutzteil 134 versehen, der normalerweise mit dem am Druckschutztei
befestigten Hauptschutzteil 115 in Eingriff ist Die
Vorspannungseinrichtung 130 sucht normalerweise die
Klingenstützte 116 in die in den Fig.2!und 3 gezeigte
Stellung zu bringen, in welcher der zusätzliche
Schutzfeil 134 auf der Oberseite des hauplscrti^
115 anliegt. Die das Verhältnis der in Fig. 3 8««*™
Teile aufrechterhaltenden Vorspannungskräfte können
iurch Drehen der Schraube 133 verstellt werden.
In Fig.3 ist die Hautoberfläche mit der Linie 150 angedeutet, und es ist ersichtlich, daß bei der Bewegung
des Rasierapparates auf der Hautoberfläche 150 in der mit dem Pfeil 137 gezeigten Richtung der zusätzliche
Schutzteil 134, die Schneidkante 122 und die Vorderkante zumindest der Klemmplatte 145 sämtlich mit der
Hautoberfläche 150 in Anlage kommen, wenn der Rasierapparat im richtigen Winkel gehalten wird. Die
Kraft, welche die Klingenstütze 116 in umgekehrter )0
Richtung um ihre Schwenkachse 124 zu schwenken sucht, entsteht selbstverständlich durch den Druck
gegen die Schneidkante 122. Die aus dem Reibungseingriff der Oberflächen des zusätzlichen Schutzteils 134
und des Klemmteils 145 mit der Hautoberfläche 150 abgeleiteten Kräfte tragen jedoch bis zu einem
gewissen Grad zur Gesamtkraft bei, die die Klingenstütze 116 um ihre Schwenkachse 124 zu drehen sucht.
Beim Bewegen des Hauptschutzteils 115 entlang seiner Bewegungsbahn auf der Hautoberfläche 150
gemäß dem Pfeil 137 folgt die Schneidkante 122 dem Hauptschutzteil 115, und der zusätzliche Schutzteil 134
verbleibt in Kontakt mit ihm, bis die die Klingenstütze 116 zu verschwenken suchende Gesamtkraft die aus der
Vorspannung der Feder 130 abgeleitete Gegenkraft 2s überschreitet, so daß sich zu diesem Zeitpunkt die
Klingenstütze 116 nach oben bewegt, um dem Hauptschutzteil 115 zu folgen, während er noch einen
angemessenen und im wesentlichen konstanten Klingenkantenschneiddruck ausübt. Wie vorhin erwähnt, ist
die die Klingenstütze 116 gegen die durch die Vorspannung erzeugte Gegenkraft zu verschwenken
suchende Hauptkraft normalerweise die auf die Schneidkante 122 ausgeübte Kraft. Keinesfalls übersteigt
jedoch die Kraft, mit welcher die Schneidkante 122 mit dem Gesicht in Kontakt kommt, die durch die
Feder 130 bestimmte Kraft.
Die Fig.4 bis 7 zeigen verschiedene Arten und
Anordnungen von Vorspannungseinrichtungen.
Die Vorspannungseinrichtung gemäß Fig.4 unterscheidet
sich von der in den F i g. 2 und 3 gezeigten dadurch, daß die Schwenkachse 224 vor der Vorspannungseinrichtung
230 angeordnet und diese zwischen dem Druckschutzteil 214 und der Klingenstütze 216
nicht verstellbar angeordnet ist, um normalerweise die Teile in die mit voll ausgezogenen Linien gezeigte
Stellung zu drängen.
Der in F i g. 5 gezeigte Rasierapparat 310 verwendet als Vorspannungseinrichtung 330 eine Blattfeder, die
zwischen einem am Handgriff 312 befestigten Bund 331 und der Oberseite der Klingenstütze 316 wirkt. Die
Stellung der Feder 330 ist verstellbar, wie z. B. zwischen den in F i g. 5 mit voll ausgezogenen bzw. mit
strichpunktierten Linien gezeigten Stellungen, und zwar durch den auf den aufrechtstehenden Finger 333
ausgeübten Fingerdruck, um somit die auf die Klingenstutze 316 in der Richtung des Druckschutzteils
314 ausgeübte Vorspannung einzustellen. Ansonsten ist die Arbeitsweise des Rasierapparates 310 dieselbe, wie
in Verbindung mit den F i g. 2 und 3 beschrieben.
Der in F i g. 6 gezeigte Rasierapparat 410 ist mit dem
in F i g. 5 gezeigten bis auf eine größere Ausnahme im wesentlichen identisch, die darin besteht, daß die mit der
Haut in Anlage stehende Kante des Druckschutztcils 414 vielmehr elastisch und nicht starr mit dem Handgriff (^
412 verbunden ist. Dies wird bewerkstelligt durch die Verwendung eines eher flexiblen als verhältnismäßig
starren metallischen Teils als Druckschutzteil 414. Die Flexibilität des Druckschutzteils 414 ist selbstverständlich
kleiner als die Flexibilität der Vorspannungseinrichtung 430 in jeder eingestellten Stellung. Mit anderen
Worten ist der Ausschlag, den der Druckschutzteil 414 auf Grund seiner Druckausübung gegen die Hautoberfläche
428 erfahren kann, stets kleiner als jener, dem die Klingenstütze 416 unterworfen wird.
Bei dem in F i g. 7 gezeigten Rasierapparat 610 mit einem Handgriff 612 weiden gleichnamige Magnete 630
vom Druckschutzteil 614 bzw. von der Klingenstütze 616 mit Hilie der Tragarme 615 und 617 getragen. Die
abstoßende Kraft gleicher Magnete wird zum Erhalt der Vorspannung in Richtung auf die mit ganzen Linien
gezeigten Stellungen verwendet.
Die F i g. 8 und 9 zeigen eine andere Ausführungsform der Erfindung mit einem Handgriff 712, wobei ein
Druckschutzteil 714, der daran befestigt ist, einen Hauptschutzteil 715 aufweist. Eine Klingenstütze 716
weist einen Nabenteil 717 auf, der bei 724 zwischen einem Paar in Abstand voneinander angeordneter
Ansätze 719 schwenkbar gelagert ist, die am Druckschutzteil 714 vorstehen. Ein winkeliges Brückenteil 740
wird durch eine mit einem mit dem Brückenteil 740 einstückig ausgebildeten Ansatz 723 in Anschlag
stehende Blattfeder 725 in den durch den Deckteil 721 zu der Klingenstütze 716 gebildeten Winkel gedrängt.
Die Klinge 720 wird dadurch zwischen dem Brückenteil 740 und dem Deckteil 721 festgeklemmt. Die Schneidkante
722 ist mit Anschlägen 731 im Eingriff. Die Freigabe der Klinge 720 zum Auswechseln erfolgt auf
die übliche Art und Weise durch den Einsatz des Magazindornes in den Raum 732. Der Brückenteil 740
trägt den zusätzlichen Schutzteil 734, der normalerweise durch die Druckfeder 730 in Eingriff mit dem
Hauptschutzteil 715 gebracht wird. Ein Ende der Druckfeder 730 sitzt in einer Stellschraube 737, die
durch den Nabenvorsprung 738 an der Klingenstütze 716 eingeschraubt ist. Vorzugsweise ist der Sieiischruübe
737 ein Anschlag zugeordnet, um eine übermäßige Vorspannungskraft auf die Klingenstütze 716 zu
vermeiden, wobei der Anschlag hier eine durch den Nabenvorsprung 738 an der Stellschraube 737 gebildete
Schulter aufweist.
Einige der Kriterien, die bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung zu berücksichtigen
sind, werden in Verbindung mit den F i g. 10, 11 und 12
beschrieben, die gewisse Elemente im vergrößerten Maßstab zeigen, die den Elementen des Rasierapparates
der F i g. 8 entsprechen. Bezugnehmend auf F i g. 10 ist der Rasiierwinkel A der Winkel zwischen einer
tangential zur Oberfläche des zusätzlichen Schutzteils 734 und zur Kante des Deckteils 721 verlaufenden
Ebene 750 und einer durch den Mittelpunkt der Klinge 720 inklusive der Schneidkante 722 verlaufenden Ebene
751. Dieser Winkel A kann im wesentlichen in Abhängigkeit von verschiedenen Bedingungen variieren,
liegt aber bei einem Rasierapparat der in den F i g. 8 und 9 gezeigten Art im Bereich von etwa 20° bis 38°.
Ein anderer damit in Beziehung stehender Faktor isu der Klingcnfrcibcrcich, der (Fig.lt) den Raum ß
/wischen der Ebene 753, die tangential zum zusätzlichen
Schutzteil 734 und der Außenkante des Dccktcils 721 verläuft, und einer anderen Ebene 754, die parallel dnzu
durch die Schneidkante 722 der Klinge 720 verlauft,
bildet. Vorzugsweise ist die Geometrie und das Verhältnis der Teile beim in den Fig.8 und 9
dargestellten Rasierapparat derart, daß auch der Hauplschutzlcil 715 annähernd die Ebene 753 tnngiert,
wenn sich die Teile in der Ruhestellung befinden. Wie im Fall des Rasierwinkels A kann auch der freigelegte
Raum B der Klinge 720 je nach den Umständen und nach dem gegenseitigen Verhältnis der verschiedenen
Teile variieren, es wurde jedoch gefunden, daß in den meisten Fällen ein Klingenfreiraum im Bereich von
etwa 0,0 bis 0,25 mm wünschenswert ist.
Wesentlich für das zufriedenstellende Funktionieren des Rasierapparates ist selbstverständlich die Vorspannungskraft,
die dem Rasierdruck gleichkommt, mit welchem die Klingenstütze 716 beginnt, sich zurückzuziehen.
Die während der Rasur auf den Rasierapparatkopf ausgeübte Gesamtkraft erstreckt sich in einer im
allgemeinen der Linie 760 in Fig. 12 entsprechenden
Richtung. Die Komponenten dieser Kraft sind mit der
Linie 761 angedeutet und erstrecken sich durch die Klinge 720 und in der allgemeinen Richtung der
Rasierapparatbewegung entlang der Haut und längs einer von der Klingenkante senkrecht zur Linie 761
verlaufenden Linie 762. Der die Klingenstütze 716 von der Haut nach hinten um ihre Schwenkachse 714
wegzuschwenken suchenden Kraft wirkt die Vorspannung der Druckfeder 730 entgegen, die je nach dem
gewählten Rasierwinkel und Klingenfreiraum beträchtlich variieren kann. Diese Abweichungsmöglichkeit
kann selbstverständlich in die Vorspanneinrichtung (Druckfeder 730) eingebaut sein. Im allgemeinen wird
durch die Vorspanneinrichtung in der durch die Linie 760 gezeigten wirksamen Richtung eine Kraft im
Bereich von etwa 50 bis 200 ρ ausgeübt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Rasierapparat mit einer Handgriffanordnung mit einem daran befestigten Hauptschutzteil und
einer Klingenstütze mit einer daran befestigten Klinge, wobei die Klingenstütze gegenüber der
Handgriffanordnung mittels einer Vorspannungseinrichtung nachgiebig verschwenkbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, rlaß die Klingenstütze (16,116,216,316,416,616,716) einen parallel
zur Schneidkante (22, 122, 722) liegenden zusätzlichen Schutzteil (134, 734) aufweist und um eine
parallel zur Schneidkante liegende Schwenkachse (24,124,224,724) bewegbar ist, und ferner durch die
Vorspannungseinrichtung (30, 130, 230, 330, 430, 630, 730) gegen den Hauptschutzteil (15, 115, 715)
mil solcher Andruckkraft belastet wird, daß bei Überschreiten eines vorgegebenen Drucks gegen
die Haut eine Relativbewegung der Klingenstütze gegenüber dem Hauptschutzteil ermöglicht wird.
2. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Schutzteil (134,
734) unter der Wirkung der Vorspannungseinrichtung (30, 130, 230, 330, 430, 630, 730) am
Hauptschutzteil (15,115,715) anliegt.
3. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannungseinrichtung aus
einer Feder (30,130,230,330,430,730) besteht.
4. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannungseinrichtung aus
einander abstoßenden Magneten (630) besteht.
5. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannungseinrichtung (30,
130, 230, 330, 430, 630, 730) die klingenstütze (16, 116,216,316,416,616,716) gegen den Hauptschutzteil
(15, 115, 715) mit einer Kraft von etwa 50 bis 200 ρ drängt.
6. Rasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannungseinrichtung
Mittel (133, 733) zur Einstellung der Vorspannungskraft aufweist.
Bei der US-PS 14 79 690 bzw. 2125 135 ist die
Klingenkante schwenkbar gestützt, dam., sie dem
Umriß der Haut folgen kann. Verschiedene Patentschriften zeigen eine Klinge, die auf einem feststehenden
Suz oder gegen feststehende Anschlage durch
Federn gehalten ist, beispielsweise d.e US-PS 2* 11 913.
in der bekannten Anordnung dient die Feder nur zu dem
Zweck die Klinge in ihrer Schneidstelhing unter
torSantem Druck zu halten, hat aber nicht die Aufgabe,
emen unterschiedlichen Handgriffdruck zu kompensieren
d h die Feder ist so bemessen, daß sie die Klinge in
sicherer'Anlage an ihren Anschlägen hält und nicht etwa
^n. Auslenkung der Klinge in eine nicht mehr
Sfnii Kantenstellung gestaltet. Daher wirkt ,ich
jegliche Ausübung übermäßigen Druckes am Handgriff dX Rasierapparate, in einen übermäß.gen Druck der
Applications Claiming Priority (2)
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