DE211539C - - Google Patents

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DE211539C
DE211539C DENDAT211539D DE211539DA DE211539C DE 211539 C DE211539 C DE 211539C DE NDAT211539 D DENDAT211539 D DE NDAT211539D DE 211539D A DE211539D A DE 211539DA DE 211539 C DE211539 C DE 211539C
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Germany
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gas
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generator
liquid
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DENDAT211539D
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Publication of DE211539C publication Critical patent/DE211539C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ! 211539-KLASSE 26 d. GRUPPE
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung' gemäß dem Unionsvertrage vom
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 30. Oktober 1906 anerkannt.
die Priorität
In der britischen Patentschrift 20716/1901 ist ein Verfahren zur Kühlung heißer wasserdampf- und teerhaltiger Generatorgase durch zerteiltes Wasser beschrieben, bei dem das erhitzte Kühlwasser nach 'Verlassen der Kühlvorrichtung mit der dem Generator zuzuführenden Luft in Berührung gebracht wird und diese vorwärmt und mit Wasserdampf schwängert. Das abgekühlte, von Teer und Wasser zum Teil befreite Gas wird in einem Berieselungsturm mit verdünnter Säure gewaschen und von Ammoniak befreit. Die Erfindung hat eine Verbesserung dieses Verfahrens zum Gegenstand und besteht darin, daß an Stelle von reinem Wasser angesäuertes Wasser zum Kühlen verwendet wird, und die dabei gebildete saure heiße Ammonsalzlösung zum Vorwärmen und Anfeuchten der Verbrennungsluft für den Generator dient. Der Vorteil, der sich hieraus ergibt, besteht in der Vereinfachung der Apparatur. Das frühere Verfahren verlangt außer der Gaskühlvorrichtung einen Wärmeaustauschturm und einen Ammoniakwaschturm. Bei dem neuen Verfahren wird einer dieser Türme gespart, da die Ammoniakgewinnung gleichzeitig mit der Kühlung und Kondensierung vor sich geht.
. Die beiliegende Zeichnung zeigt in Fig. 1 in Aufriß die Allgemeinanordnung einer Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung, während Fig. 2 der zugehörige Grundriß ist.
Der auf der Zeichnung dargestellte Apparat hat sich als die zweckmäßigste Anordnung herausgestellt, jedoch ist die Erfindung nicht auf diese eine Ausführungsform beschränkt, da noch andere Formen möglich sind. Auch kann irgendeine andere Art der Vorrichtung anstatt oder außer dem Gaskühler und -wäscher benutzt werden und auch anstatt des Luftsättigungsturmes, solange nur stets die gleiche Flüsisgkeit durch denselben strömt, welche in demselben Kreislauf vorher das Gas gekühlt und gewaschen hat und aus dem Gas den Wasserdampf kondensiert und das Ammoniak absorbiert hat. Nachdem das Gas den Gaserzeuger und den Luftüberhitzungsapparat verlassen hat, tritt es bei α in den Wascher ein und geht in die erste Abteilung desselben, wo es den durch ein Rührwerk erzeugten Regen durchdringt ; von hier gelangt es, wie durch Pfeile angedeutet, in die folgenden Abteile, wobei wieder in jedem Abteil ein Regen durch' Rührwerk erzeugt wird, bis es schließlich bei b den Wascher verläßt. Die Temperatur in jeder Abteilung verändert die am Boden des Kühlers und Waschers in dem Gas entgegengesetzte Richtung fließende Flüssigkeit. Die erhitzte ammoniakfreie Flüssigkeit verläßt 'den Wascher durch das dichtschließende Rohr d und tritt in den mit Scheidewänden g versehenen Heißwasserbehälter .e ein. Die Pumpe h ist so angeordnet, daß sie die
Flüssigkeit durch das Rohr f nach oben pumpt, so daß sie aus dem Heißwasserbehälter oben in den Luftsättigungsturm k gelangt, von wo sie gleichmäßig über die versetzt angeordneten Steinlagen I nach unten fließt, mit welchen der Turm angefüllt ist. Die Luft von dem Gebläse m tritt bei η in den Turm ein und wird durch die Steine der Richtung der Flüssigkeit entgegen nach oben getrieben, wo sie den Turm k erwärmt
ίο und mit Wasserdampf gesättigt verläßt. Die umlaufende Sulfatfiüssigkeit verläßt den Fuß des Turmes mit beträchtlich niederer Temperatur und geht in die mit Scheidewänden versehene Kammer p, von wo sie durch ihre Schwere in dem Rohr s entlang zurück zu dem kalten Ende des Waschers fließt, um alsdann wieder in gleicher Weise umzulaufen. Es ist ersichtlich, daß die Ausdehnung und die Kosten der Vorrichtung hier beträchtlich verringert sind, da eine Ammoniakabsorptionskammer oder ein Säureturm mit Pumpen und komplizierten Verbindungen, wie sie bei dem Verfahren der britischen Patentschrift erforderlich sind, fortfallen und nur ein Pumpensatz, ein Wascher und ein Luftsättigungsturm nötig sind.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, daß
alles Ammoniak, welches in dem Teer oder in anderen Unreinigkeiten enthalten ist, welche nach unten in den Wascher gebracht werden, durch die Sulfatlösung so absorbiert werden, daß praktisch alles in dem Gas enthaltene Ammoniak wiedergewonnen und in Ammoniaksulfat umgewandelt wird; es kann somit eine größere Ausbeute von Ammoniak pro Tonne Material erzielt werden. Alle Schwierigkeiten, welche durch den Staub und Teer in der Flüssigkeit entstehen könnten, werden vermieden, wenn man eine Flüssigkeit benutzt, die nur sehr wenig Schwefelsäure enthält, und es hat sich herausgestellt, daß keine Schwierigkeit besteht, den Staub und Teer von dieser Flüssigkeit zu trennen. Wenn beträchtliche Mengen von Staub in dem Gas vorhanden sind oder wenn sie eine so hohe Temperatur besitzen, daß sie Blei schmelzen können, so kann es vorteilhaft sein, das Gas vor seinem Eintritt in den Kondens- und Absorptionsapparat mit Wasser zu behandeln, und es ist klar, daß solche Einzelheiten hinzugefügt werden können, wenn sie wünschenswert sind, ohne daß das Prinzip der Erfindung dadurch aufgegeben wird. Da kein Bedürfnis vorliegt, in der Sulfatflüssigkeit einen größeren Prozentsatz als ein halbes Prozent freier Schwefelsäure zu halten, so kann man ohne weiteres Gußeisen für den Apparat benutzen an Stelle der gewöhnlichen Bleiauskleidung, da die Abnutzung des Materials bei solcher verdünnten Flüssigkeit beträchtlich vermindert wird.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Kühlen von heißen Generatorgasen durch eine zerteilte Flüssigkeit, bei welchem die durch das Gas erhitzte Kühlflüssigkeit zum Vorwärmen und. Anfeuchten der dem Generator zuzuführenden Verbrennungsluft dient, dadurch gekennzeichnet, daß als Kühlflüssigkeit angesäuertes Wasser verwendet wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Waschers, in welchem in bekannter Weise Gas und saure Sulfatlösung im Gegenstrom zueinander fließen, mit einem Turm, in welchem die gehobene Sulfatlösung von oben herabfällt und von unten her die für den Gaserzeuger nötige Luft hochsteigt, und aus dem die ge-
• kühlte Sulfatlösung wieder zu dem Wascher zurückgelangt. ·
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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DE (1) DE211539C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1205224B (de) * 1957-02-05 1965-11-18 Koppers Gmbh Heinrich Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Russ aus Brenngasen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1205224B (de) * 1957-02-05 1965-11-18 Koppers Gmbh Heinrich Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Russ aus Brenngasen

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