DE211337C - - Google Patents
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- DE211337C DE211337C DENDAT211337D DE211337DA DE211337C DE 211337 C DE211337 C DE 211337C DE NDAT211337 D DENDAT211337 D DE NDAT211337D DE 211337D A DE211337D A DE 211337DA DE 211337 C DE211337 C DE 211337C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F11/00—Compounds of calcium, strontium, or barium
- C01F11/02—Oxides or hydroxides
- C01F11/04—Oxides or hydroxides by thermal decomposition
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 211337 KLASSE Mm. GRUPPE
RODOLFO BATTISTONI in ANCONA und Dr. ROMOLO ROTELLI in VENEDIG.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines Gemisches
auf elektrolytischem Wege, das aus Bariumkarbid, Bariumcyanamid und hauptsächlich
aus Bariumoxyd besteht. Es unterscheidet sich vom Bariumkarbid und Bariumoxyd durch
seine Farbe, seine kristallinische Struktur, durch leichte Hydratisierung und die Entwicklung
von Ammoniak, welche durch die
ίο Hydratisierung von Bariumcyanamid bekanntlich
bewirkt wird.
Das Verfahren besteht darin, daß man Bariumkarbonat, mit einer geringen, die vollkommene
Verteilung des elektrischen Stromes in
15' dem Bariumkarbonat gewährleistenden Menge
(etwa 4 Prozent) fein verteilter Kohle innig gemischt, in einem elektrischen Ofen, welcher
sowohl als Lichtbogen wie auch als Widerstandsofen arbeiten kann, zunächst erhitzt
und alsdann der elektrolytischen Wirkung des Gleichstromes aussetzt.
Es handelt sich also hier um ein elektrochemisches Verfahren, dessen Eigenart gegenüber
den Verfahren zur Fabrikation von Bariumkarbid, Bariumoxyd usw. zunächst darin
besteht, daß man zu seiner Durchführung nicht mehr die Wärmewirkung des Voltaischen
Bogens, sondern, wie oben erwähnt, die elektrolytische Wirkung des Gleichstromes benutzt,
der mittels der in der Masse fein verteilten Kohle' möglichst schnell durch die ganze Masse
hindurchgeleitet werden soll. Die Kohle soll also hier weder als Reduzierungsmittel, wie
bei bekannten Verfahren, - zur Bariumkarbidfabrikation dienen, noch auch als Brennstoff
wie bei der Bariumoxydfabrikation, um eine gleichmäßige Wärme im Ofen zu entwickeln,
sondern lediglich als Stromleiter. Zu diesem Zwecke muß sie möglichst homogen mit der
Masse vermischt sein, so daß sie den Strom jedem einzelnen Molekül zuführt.
Ein Zuschlag von 4 Teilen Kohle zu 100 Teilen Bariumkarbonat hat sich als zur Erzielung
dieses Ergebnisses günstigstes Mischungsverhältnis herausgestellt, da bei geringerem
Zuschlag die Verteilung des Stromes unvollkommen vor sich gehen, also ein geringeres
Ergebnis pro Kilowatt erzielt werden würde, während ein über dieses Mischungsverhältnis
hinausgehender Zuschlag von Kohle Anlaß zu erheblicher Bariumkarbidbildung geben würde,
die eine größere Menge Energie verbraucht, so daß auch in diesem Fall das Ergebnis pro
Kilowatt geringer ausfallen müßte.
Das Produkt kann ebensogut aus dem natürlichen Barhimkarbonat als auch aus künstlichem,
von der Melasseentzuckerung mittels Baryt herrührendem Karbonat gewonnen werden.
In diesem letzteren Fall soll die zur Operation nötige Kohle dem Bariumkarbonat
hinzugesetzt werden, bevor dieses durch die Filterpressen durchgeführt wird.
Man erhält auf diese Weise Kuchen, die aus einem äußerst homogenen Gemisch von
Kohle und Bariumkarbonat bestehen, was eine der Hauptbedingungen für das gute Gelingen
der Operation im elektrischen Ofen ist, in den sie in getrocknetem Zustand eingebracht
werden.
Die elektrolytische Behandlung wird in der Weise durchgeführt, daß der in Frage kommende
Ofen zunächst als Lichtbogenofen und am Ende der Operation als Widerstandsofen benutzt wird, d. h. man senkt die eine der
Elektroden, nachdem ein guter Teil des Einsatzes unter Einwirkung des Lichtbogens niedergeschmolzen
ist, in die geschmolzene Masse herab. Zufolge der elektrolytischen Einwirkung des hier benutzten Gleichstromes findet
eine energische Entwicklung von Kohlensäure statt. Dieser Zustand wird so lange aufrechterhalten,
bis man auf Grund voltmetrischer Messungen die Arbeitsperiode beendet schätzt.
Die Potentialregulierung an den Ofenklemmen ist von äußerster Wichtigkeit; das Arbeitsverfahren
in den beiden Phasen muß natürlich in von einander verschiedener Weise durchgeführt
werden.
In gewissen Fällen wird es von Vorteil sein, das Kohlenpulyer durch Kohle zu ersetzen,
welche von der Kalzination des Saftes des Zuckers oder anderer organischer Substanzen
herrührt, wobei dies in der Weise geschieht, daß man in den Karbonatkuchen durch mehr oder weniger lang andauerndes
Waschen diejenige Menge an Zucker oder organischen Substanzen zurückhält, welche für
das Gelingen der Operation erforderlich ist.
Das Produkt wird in Form von Blöcken aus dem Ofen gebracht, die man in geeigneten
Apparaten abkühlen läßt, um die beim Abkühlen freiwerdende Wärme zur Trocknung der Karbonatkuchen benutzen zu können.
Es ist ferner vorteilhaft, um die elektrolytische Zersetzung des Bariumkarbonats mit
möglichst geringer Kraftverwendung zu ermöglichen, dem natürlichen oder künstlichen
Karbonat 5 bis 6 Prozent eines Gemisches von Alkalisalzen, von solchen z. B., welche man
durch die Kalzination der Mutterlaugen der Melasseentzuckerung gewinnt, zuzusetzen. Diese
Salze wirken als Flußmittel beim Anfang der Operation, indem sie die Masse flüssiger und zur
Elektrolyse geeigneter machen und bei dem weiteren Verlauf der Operation anscheinend
in folgender Weise wirken:
1. Reaktion: BaCO3 + K2CO3 + Strom
= BaCO3 + K2O + CO2;
2. Reaktion: BaCO3 + K2 O = BaO
+ K2CO3;
3. Reaktion: Ba O + K2CO3 + Strom
—. BaO + K2O + CO2.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines Bariumkarbid und Bariumcyanamid enthaltenden
Bariumoxyds auf elektrischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß das
natürliche oder künstliche Bariumkarbonat mit einer geringen, eine möglichst vollkommene
Verteilung- des Stromes in dem Bariumkarbonat gewährleistenden Menge
äußerst fein pulverisierter Kohle innig vermischt, in einem elektrischen Ofen, weleher
sowohl als Lichtbogenofen als auch als Widerstandsofen zu arbeiten fähig ist, zunächst geschmolzen und alsdann der
elektrolytischen Wirkung des Gleichstromes ausgesetzt wird.
2. Eine Aüsführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Falle der Anwendung künstlichen Bariumkarbonats die Kohle diesem letzteren zugesetzt wird, bevor es den
Filterpressen zugeführt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211337C true DE211337C (de) |
Family
ID=473159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211337D Active DE211337C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211337C (de) |
-
0
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