DE2108447B2 - Verfahren zur Herstellung von Elektroden für Brennstoffzellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Elektroden für Brennstoffzellen

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Klaus-Joachim Dipl.-Phys. 8011 Baldham Brauser
Athanasios Dipl.-Phys.Dr. 8000 Muenchen Kritikos
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M4/00Electrodes
    • H01M4/86Inert electrodes with catalytic activity, e.g. for fuel cells
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Description

Hie Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Elektroden für Brennstoffzellen, unter Verwendung von organischen feinporigen und grobporigen Faserstoffen, die chemisch versilbert und gegebenenfalls galvanisch mit einem Nickelüberzug versehen werden.
Elektroden für Brennstoffzellen und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in verschiedenen Varianten bereits bekannt. Alle diese Elektroden setzen sich aus porösem Material zusanrnen, ν niches das Gas, d. h. den Brennstoff oder den Sauerstoff und den Elektrolyt voneinander trennen. Diese porösen Elektroden enthalten je nach ihrem Typ Metalle bestimmter Gruppen, welche katalytisch die Reaktion beeinflussen und außerdem die Stromleitung durchführen.
So sind poröse Elektroden bekanntgeworden, deren Sinterkörper aus einem bestimmten Metall bestehen und die außerdem noch Platin oder Palladium als Katalysatorstoffe enthalten. Diese Elektroden haben den Nachteil, daß sie ein zu hohes Gewicht besitzen und einen nicht unbeachtlichen Anteil von teuren Metallen erfordern. Außerdem ist das Sinterverfahren in diesem Falle zur Herstellung sehr aufwendig.
Weiterhin sind Elektroden bekanntgeworden, die aus einem Fiberwerkstoff oder Kunstharz bestehen. Auch sind schon Elektroden vorgeschlagen worden, die aus einem gewebeähnlichen Material bestehen und denen ein Nickelgitter zwischengeschaltet ist, wobei der Elektrodenanschluß hielt an diesem Nickelgitter befindet.
Ferner sind Elektroden bekanntgeworden, die aus mehreren Schichten zusammengesetzt sind, die aus Teflon und Platin oder Teflon und Silber bestehen. Auch Polyäthylen wurde zur Beschichtung vorgeschlagen. Alle diese vorbekannten Elektroden weisen den Nachteil ayf, daß das Gleichgewicht zwischen Gas und Wasser gestört ist, da durch die Wahl des gleichen Metallschichtträgers in einem Fall der Durchfluß größer ist als im anderen.
Es ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, welches eine wesentliche Gewichtserleichterung für die Brennstoffelektroden erbringt, in dem Hohl- oder Vollkugeln aus chemisch inaktivem Material - vorzugsweise Glas - mit einer dünnen Katalysatorschicht versehen werden und mittels Pressen oder Sintern zu einem porösen bzw. isoporösen Element geformt werden.
Auf diesem Verfahren baut die Erfindung auf und hat sich die Aufgabe gestellt, das Herstellungsverfahren für die Brennstoffelektroden noch mehr zu vereinfachen und dabei Gewicht und Kosten einzusparen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß grob- und feinporöse technische Filterpapiere einzeln mit einem
ίο Randstreifen aus Leitsilber oder Leitgraphit versehen werden und anschließend die grob- und tejnporösen technischen Filterpapiere - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Kunststoffsiebes - zusammengepreßt werden. Hierdurch ist es möglich, ohne thermische Spezialbehandlung, sehr leichte Elektroden herzustellen, wobei es vorteilhaft ist, vor dem Pressen der Faserstoffe am Rand der einzelnen FHterblätter den Ring oder Randstreifen aus Leitmaterial aufzudrucken oder aufzustreichen.
»ο Die Erfindung ist nachfolgend d.i einem Ausführungsbeispiel beschrieben, und die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung den Aufbau einer Elektrode nach der Erfindung vor der Fertigstellung.
*5 Organische Faserstoffe 10,11 - vorzugsweise technische Filterpapiere - werden in einem Versilberungsvorgang chemisch versilbert. Dies kann beispielsweise in e.nem Tauchreaktor erfolgen. Dis Faserstoffe 10, 11 weisen zweierlei Porösitätsformen
3" auf.
Sollen für eine ΟνΗ-,-Brennstoffzelie Elektroden hergestellt werden, so ist die Sauerstoffelektrode versilbert, wahrend die Wasserstoffelektrode zusätzlich zur Versilberung galvanisch noch mit einem Nickel überzug versehen und gegebenenfalls auch noch zusätzlich galvanisch platiniert ist. Für die Eiektrolytseite A werden beispielsweise Filterpapiere mit einer Porösität von etwa 10 μ verwendet, während für die Gasseite B solche Papiere, die eine Porösität von etwa 30 μ aufweisen. Verwendung finden. Nach diesem Vorgang werden zur Bildung der Elektroden eine bestimmte Anzahl der Filterpapiere in bestimmter Form gestanzt und jedes einzelne Blatt mit einem Randstreifen 12 aus Leitsilber oder Leitgraphit bedruckt bzw. bestrichen. Anschließend werden - vorzugsweise - 50% der feinporigen Blätter 10 mit 50% der grobporigen Blätter 11 in einer Presse mit definiertem Druck gepreßt. Die so erhaltene Elektrode ist relativ fest, von definierter gleichmäßiger Porosität und durch Imprägnierung weitgehend gegen chemische Angriffe resistent. 1st eine besondere Druckfestigkeit gefordert, so kann zwischen dem Pack der Blätter 10 und dem Pack der grobkörnigen Blätter ί 1 ein Kunststoffgitter (nicht gezeichnet) gelegt und mit eingepreßt werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel werden Papierfilter gleicher Porosität in einer ammoniakalischen Silberlösung versilbert. Ein Teil dieses Papiers wird nach Feststellung der erforderlichen Leitfähigkeit getrock-
net und in gleich große Scheiben von 20 mm Durchmesser zerschnitten. Der andere Teil wird galvanisch noch mit einer Nickelschicht versehen, ebenfalls anschließend getrocknet und geschnitten. Etwa 20 Blätter jeder Sorte werden dann in einer Presse zu je einer
Elektrode von etwa 2 mm Dicke zusammengepreßt. Die Inbetriebnahme erbringt nun bei 23° C und 0,2 Atü einen Dauerstrom von 35 mA/cm2 bei 500 mV, Auch Dauerversuche zeigen, daß keine Veränderung
gen der Papierelektrodcn auftreten, nigkeit von mehr als 0,1 Q auf. Es versteht sich von Die so erhaltenen Elektroden weisen ein sehr nied- selbst, daß die Wahl der Faserstoffe sich nach den geriges spezifisches Gewicht auf, sind durch und durch gebenen Verhältnissen richtet, also solche Stoffe gemit einer sehr dünnen Metallschicht als sogenannter wählt werden, die lösungsfest und/oder säure- und Katalysatorschicht bedeckt und weisen eine LeUfa- s laugenbeständig sind.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren *ur {Herstellung von Elektroden für Brennstoffzellen unter Verwendung von organi-'••chen feinporigen und grobporigen Faserstoffen, die chemisch versilbert und gegebenenfalls galvanisch mit einem Nickelüberzug versehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß grob- und feinporöse technische Filterpapiere einzeln mit einem Randstreifen aus Leitsilber oder Leitgraphit versehen wenden und anschließend die grob- und feinporöser» technischen Filteirpapiere - gegebenenfalls unter' Zwischenschaltung eines Kunststoffsiebes - zusammengepreßt werden.
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DE2108447A1 DE2108447A1 (de) 1972-08-31
DE2108447B2 true DE2108447B2 (de) 1974-07-04
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DE2835506C2 (de) * 1978-08-12 1981-11-19 Deutsche Automobilgesellschaft Mbh, 3000 Hannover Biporöse Raney-Nickel-Elektrode und Verfahren zu deren Herstellung

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DE2108447C3 (de) 1975-03-13
DE2108447A1 (de) 1972-08-31

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