DE210799C - - Google Patents

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DE210799C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/26Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Telescopes (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72/. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übung mit Gewehren, Geschützen ü. dgl. und insbesondere eine Zielübungsvorrichtung, bei welcher im allgemeinen Munition nicht benutzt zu werden braucht und die Richtung des'. Zielens auf einer besonderen Scheibe angezeigt wird. ' '
Gemäß vorliegender Erfindung werden zwei beweglich miteinander verbundene Teile, z. B.
ίο unelastische Drähte, Schnüre oder Fäden, derartig angeordnet, daß zwei gegebene Punkte dieser beiden Teile sich mit einem auf der Zielscheibe befindlichen Punkte immer in einer Geraden befinden. Diese Teile werden Verbinderteile genannt werden, da sie, wie nachstehend beschrieben, dazu dienen, das Gewehr und die Anzeigevorrichtung mit irgendeinem festen Teile an dem Stande des Schützen zu verbinden. Das Gewehr oder sonstige Zielgerät ist an diesen Verbinderteilen derart angebracht, daß es in bezug darauf eine Winkel-
.. bewegung ausführen kann. Es sind ferner Anzeigemittel, beispielsweise eine Anzeigescheibe und eine Anzeigevorrichtung vorgesehen, von welchen eines von dem Gewehr und das andere von einem Verbindergliede getragen wird.
Die Verbinderteile können in Fäden, die über Rollen von verschiedenem Durchmesser führen, bestehen. Beispielsweise können zwei von einem geeigneten Ständer getragene Achsen vorhanden sein, die an jedem ihrer Enden eine Rolle tragen. Die Achsen sind so angeordnet, daß sie auf den Mittelpunkt der Zielscheibe weisen. An den Rollen sind Fäden befestigt, die um sie herumlaufen. Der Faden, der das vordere Paar Rollen verbindet, bildet den einen Verbinderteil, während der Faden, der das hintere Rollenpaar verbindet, den anderen Verbinderteil darstellt. -Die Durchmesser der Scheiben sind derart, daß, wenn die zwei Verbinderteile durch eine auf den Mittelpunkt der Zielscheibe zeigende gerade Stange verbunden sind und die Fäden straff gehalten werden, diese Stange dann in irgendwelcher Richtung näher auf die beiden Achsen zu oder' von ihnen weiter weg bewegt werden kann und trotzdem immer auf dieselbe Stelle der Zielscheibe zeigt.
Eine solche bei verschiedenen der Ausführüngsformen nach vorliegender Erfindung benutzte Stange soll Radialstange genannt werden. Das Gewehr oder Zielgerät kann mit dieser Stange durch ein Universalgelenk oder in anderer Weise derart verbunden sein, daß eine Winkelbewegurig des. Gewehres in bezug auf die Radialstange erfolgen kann. Ferner kann eine mit der Stange zusammenarbeitende Anzeigescheibe vorgesehen sein. Die Stange kann derart angeordnet sein, daß sie als vergrößernde Anzeigevorrichtung wirkt und ein Anzeigen der Winkelstellung des Gewehres zu ihr bewirkt.
In den Zeichnungen stellen die
Fig. ι und 2 eine hintere und eine Seitenansieht einer Ausführungsform der Zielübungsvorrichtung nach vorliegender Erfindung dar. .
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung, die die Stellung der Vorrichtung im Grundriß in bezug auf die Zielscheibe veranschaulicht.
Fig. 4 und 5 sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf ein Gewehr gemäß vorliegender Erfindung, und zwar in einer etwas anderen Anordnung.
Fig. 6 zeigt schaubildlich Teile einer anderen Ausführungsform der Zielvorrichtung.
Fig. 7 und 8 sind ein Aufriß und eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform:
Fig. 9 zeigt eine andere Art der Anordnung des Gewehres oder der Zielvorrichtung in bezug auf die Aufhängung.
X5 Fig. 10 ist ein Aufriß einer Ausführungsform, bei welcher Hebel an Stelle von Rollen Verwendung gefunden haben.
Fig. 11 ist eine schaubildliche Ansicht einer anderen Hebelanordnung gemäß der Erfindung.
Fig. 12 ist ein Diagramm, das. Verbinderfäden zeigt, die zugleich als elektrische Leitungen dienen.
Fig. 13 zeigt eine Anordnung, durch welche der Schütze gewarnt wird, wenn bestimmte Bewegungen des Ge\vehres zu weit ausgeführt werden sollten.
Ein teleskopartiger Ständer A, A1 trägt in den Lagern A2 zwei Achsen B, welche an jedem Ende eine mit einer Rille versehene Rolle C, C1 tragen. Die an den hinteren Enden der Achsen befindlichen Rollen C sind von größerem Durchmesser als die an den vorderen Enden befindlichen Rollen C1. Die Achsen B sind, wie in Fig. 3 gezeigt ist, derart angeordnet, daß sie beide auf den Mittelpunkt der Zielscheibe D zeigen, d. h. jede Achse B liegt auf dem Radius einer Kugel, deren Mittelpunkt in der Mitte der Zielscheibe sich befindet. Die Durchmesser der Rollen C, C1 sind derart gewählt, daß ihre Umfange ebenfalls von Radien derselben Kugel berührt werden.
Über jede der Rollen C, C1 läuft ein Verbinderteil in Form eines Fadens E. Die Fäden sind an den Rollen befestigt und führen nach unten, und zwar sind diejenigen, welche mit den hinteren Rollen C verbunden sind, an einem Ende einer Radialstange F befestigt, während die Fäden, welche mit den vorderen Rollen C1 verbunden sind, an dem anderen Ende der Stange F befestigt sind. Jede der Achsen ist mit einer Feder G versehen, weiche das Gewicht der Stange F und anderer daran befindlicher Vorrichtungen auszugleichen sucht und die Fäden E gespannt hält.
Vorausgesetzt, daß die Stange F in der Anfangsstellung bei Straffhaltung der zwei Gruppen von Fäden E sich auf dem Radius einer Kugel befindet, deren Mittelpunkt im Mittelpunkt der Zielscheibe D liegt, so wird wegen der Anordnung und Bemessung der Scheiben und Achsen in der oben beschriebenen Weise die Stange, auch wenn sie verstellt wird, immer auf einem Radius derselben Kugel liegen.
An einem Ende der Stange F ist durch ein Universal- oder ein biegsames Gelenk H ein Gewehr oder eine Zielvorrichtung / angeordnet, die am vorderen Ende des Laufes einen Anzeigescheibenhalter K trägt. Die von diesem getragene Anzeigescheibe ist nahe dem Ende der Radialstange F befestigt, welche bei dieser Ausführungsform eine Anzeigespitze F1 trägt. Zwischen der StangeF und dem Schlagbolzen N des Gewehres / besteht irgendeine wirksame Verbindung, beispielsweise eine solche, wie sie bei M schematisch dargestellt ist, derart, daß bei dem Abdrücken die Spitze F1 für einen Augenblick mit der in dem Halter Jl befindlichen Anzeigescheibe in Berührung tritt.
Wenn das Gewehr wirklich auf den Mittelpunkt der Zielscheibe D gerichtet ist, befindet sich die Spitze F1 stets dem Mittelpunkt der Anzeigescheibe K gegenüber, welche Lage auch sonst das Gewehr im Räume einnimmt. Der Bewegungsbereich des Gewehres ist so groß, daß dem Schützen unabhängig von seiner Größe ein bequemes Zielen mit dem Gewehr möglich ist. Erleidet aber das Gewehr eine Winkelbewegung in bezug . auf die Stange F, d. h. wird nicht richtig gezielt, dann wird die Anzeigescheibe in bezug auf die Spitze F1 verstellt, und es erfolgt eine Aufzeichnung des Ungenauigkeitsgrades des Zielens auf der Scheibe.
Die Fig. 4 und 5 zeigen ein Gewehr /, welches in einer Klammer 71, an welcher die hinteren Fäden E befestigt sind, ruht und einen abnehmbaren Rahmen P trägt. An diesem ist eine mit einem Scheibenhalter K zusammenwirkende Stange F2 drehbar gelagert. Die vorderen Drähte E sind an dieser Stange F2 befestigt. Die Anordnung ist derart, daß der Betrag der Verstellung des Gewehres am Ende der Stange F2, die in bezug auf die im Hai-. ter K befindliche Anzeigescheibe eine Bewegung ausführt, vergrößert ist. Um die Scheibe augenblicklich mit dem Ende der Stange oder der Spitze F2 in Berührung zu bringen, wird eine Vorwärtsbewegung der Scheibe durch die Bewegung des Schlagbolzens ΛΓ herbeigeführt. An dem Kopfe dieses Bolzens ist eine Klammer 2V1 angebracht, an welcher eine leichte Stange oder ein steifer Draht N2 befestigt ist. Dieser ist mit seinem anderen Ende mit einem Gleitstück Ns verbunden. Das Gleitstück N3 wird am besten aus Metallblech hergestellt und so gekrümmt, daß es unter den Gewehrlauf paßt. Es ■ steht mit einem drehbar befestigten Hebel 2V* im Ein--
griff, der'einen Teil des Scheibenhalters K bildet oder mit diesem verbunden ist.
Die \'Torrichtung könnte natürlich auch so ausgeführt werden, daß die Scheibe. oder die Spitze durch einen Zug anstatt durch einen Stoß in Bewegung gesetzt wird. Dies könnte, wie Fig. 9 zeigt, dadurch erfolgen, daß ein Faden von dem Schlagbolzen N über eine Rolle führt und mit dem den Scheibenhalter
ίο bewegenden Hebel verbunden ist.
Fig, 6 zeigt eine andere Ausführungsart der Vorrichtung gemäß . der Erfindung. Die Achsen B werden von einem Rahmen oder Träger As, Ai getragen. Der Teil Ai kann in bezug auf den Teil A3 um' Gelenke A5 bewegt werden. Diese Bewegung soll eine Winkeleinstellung zwischen den Achsen B gestatten, so daß verschiedene Zielentfernungen zulässig sind. Diese Entfernungen können auf einer beispielsweise auf dem Teil A3 bei AG angebrachten Skala durch einen am Träger A1 befindlichen Zeiger oder irgendeinem anderen feststehenden Teile angezeigt werden. Die zwei Teile A:1 und A* können in der gewünschten Stellung mittels eines durch einen Schlitz A8 gehenden Bolzens A7 festgestellt werden.
Wie in der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 dargestellt ist, besitzen die Achsen Rollen oder ähnliche Träger für die Fäden E. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 jedoch ist die an dem hinteren Ende der Achse befindliche Rolle von der Form eines Kegels C2, welcher mittels auf der Achse B befindlichen Schraubengewindes und einer Mutter Cs eingestellt werden kann. Der auf dieser Rolle befindliche Faden E geht durch eine feststehende Führung O, so daß bei Änderung der Stellung des Kegels C2 auf der Achse B eine Änderung des w irksamen Umfanges der Rolle und der wirksamen Länge des Fadens für einen bestimmten Betrag von Drehung der Achse B herbeigeführt wird, d. h. es wird das Verhältnis der wirksamen Längen der Fäden E für irgendeine gegebene Bewegung der Radialstange geändert. Diese Änderung wird notwendig, wenn die Schußweite geändert wird, denn die Radialstange hat dann auf einem Radius einer Kugel zu liegen, die einen anderen Mittelpunkt hat. Eine Einstellvorrichtung für die Achsen B in einer lotrechten Ebene ist dadurch vorgesehen, daß ein Ende der Achsen ■ von einstellbaren Lagern getragen wird.
Die Einstellung der Vorrichtung nach Fig. 6 kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß zunächst die eine der die Verbinder E tragenden, hohl ausgeführten Achsen B durch ■ Hindurchsehen durch die Achse auf das Ziel gerichtet mid dann der sie tragende Teil As der Vorrichtung festgestellt wird. Hierauf wird die zweite Achse B durch Hindurchsehen durch sie und Verstellen ihres Trägers A^ in bezug auf As ebenfalls auf das Ziel gerichtet. Der Teil Ai wird darauf in bezug auf Az festgestellt und die Vorrichtung ist betriebsbereit.
Bei der in Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsform werden die Fäden E an Rollen C1 und C5 befestigt. Die Rollen C4 sind auf einer Achse B1 und die Rollen C3 auf einer äußeren dazu konzentrischen Achse oder Hülse B2 angeordnet. Zwischen den beiden Achsen liegt eine Feder G. Je ein Ende der Feder ist an einer der Achsen befestigt, so daß die Spannung der Fäden ausgeglichen wird. Von den Rollen C4 und C5 führen die Fäden E über Führungsrollen C0. Bei dieser Anordnung brauchen die Achsen S1 und B2 nicht notwendigerweise in einer Linie'mit dem Mittelpunkt der Zielscheibe zu liegen, doch ist es wesent-Hch, daß die Rollen C und C5 von solcher Größe sind, daß der entsprechende Längenzuwachs in den über die festen Führungen C6 führenden Fäden eintritt, um die Stange F bei Bewegungen radial zu halten.
In manchen Fällen können die Führungsrollen C6 erspart werden und die Fäden E von den Rollen C4, C5 aus sogleich gerade niederführt sein, wie dies beispielsweise in unterbrochenen Linien in Fig. 7 angedeutet ist. Bei der Verwendung einer solchen Anordnung müssen die Achsen auf den Mittelpunkt der Zielscheibe gerichtet sein.
Es ist nicht unbedingt nötig, eine Radialstange F zu verwenden. Fig. 9 zeigt eine An-Ordnung, bei welcher dieser Teil nicht vorhanden ist. Das Gewehr / ist an den hinteren Fäden E durch die Klammer P befestigt. Die vorderen Fäden tragen einen Scheibenhalter K1, welcher unabhängig von dem Gewehr ist, obgleich er an einem daran befestigten Arme ruht und von ihm gehalten wird. Dieser Scheibenhalter kann eine belastete Scheibe aufweisen, die genügend schwer ist, um den sie unterstützenden Faden E straff zu halten. Für diesen Zweck kann auch eine Feder Verwendung finden. In Verbindung mit dem Scheibenhalter arbeitet eine Anzeigespitze Fz, welche durch einen mittels eines Fadens Ns mit dem Schlagbolzen N verbundenen dreh- no baren Hebel N5 mit der Scheibe in Berührung gebracht werden kann.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform der Vorrichtung ist im wesentlichen dieselbe, wie die oben in bezug auf die anderen Figuren beschriebene. Das Gewehr kann frei bewegt werden und wird die hinteren Fäden E niederziehen. Dieses verursacht die Drehung der Achsen, an welchen die Fäden hängen, und die vorderen Fäden E werden um den entsprechenden Betrag abgewickelt. Solange also das Gewehr in der Richtung eines Radius der
Kugel mit dem Mittelpunkt D liegt, d. h. solange genau auf den Mittelpunkt D der Zielscheibe gezielt wird, wird die Spitze F3 dem Mittelpunkt der in dem Halter K1 befindlichen Scheibe gegenüberstehen. Wenn jedoch das Gewehr infolge ungenauen Zielens winklig verstellt wird, so wird die Abweichung durch die Stellung der Spitze F3 zur Anzeigescheibe angedeutet.
ίο Fig. ίο veranschaulicht eine Ausführungsform, bei welcher die Achsen B und ihre Rollen erspart sind. Die Fäden E sind hierbei an den Hebeln P, P1 befestigt, welche durch Federn Q unterstützt sind oder, wenn gewünscht, dementsprechend mit Gegengewichten versehen sind. Diese Hebel sind, wie.bei P5 angedeutet ist, so verbunden, daß die Bewegung des einen notwendigerweise eine Bewegung des anderen herbeiführt. Der Hebei P1 ist mit einem Schlitz P- versehen. Der Faden E ist hierin mittels eines Bolzens und einer Mutter P3 befestigt. Dadurch, daß die Stellung des Bolzens und der Mutter zu dem Schlitz P2 geändert wird, kann die wirksame Länge des Hebels P1 zu der des Hebels P geändert werden. Der Betrag der relativen Bewegungen der Fäden E kann somit eingestellt werden, um die Radialstange F, falls eine solche angeordnet ist, in ihrer geeigneten
3d Stellung zur Scheibe zu halten. Es sind zwei Paare von Hebeln P1 P1 vorgesehen, entsprechend den z\vei Achsen B in der in Fig. ι gezeigten Ausführungsform. Am besten führen hierbei die Fäden E über die die \^orrichtung tragende Grundplatte P* und werden von deren Kanten geleitet. Die Kanten liegen in diesem Falle radial zu dem Mittelpunkt der Zielscheibe.
Die in Fig. ii gezeigte Ausführungsform zeigt Verbinderteile, welche an Stelle von Fä-. den E miteinander verbundene Arme E1 aufweisen. Diese sind behufs Verhinderung einer Verdrehung durch einen Rahmen oder eine Platte E~ verbunden. Die Arme E1 sind an den Trägern B4 drehbar befestigt, und die Anordnung ist derart, daß die die freien Enden der Arme E1 verbindende Linie in der Mittelstellung der Vorrichtung mit dem Mittelpunkte der Zielscheibe auf einer Geraden liegt. Die genannte Linie bleibt zwar nicht bei allen Winkellagen der -Arme E1 genau auf den Scheibenmittelpunkt gerichtet, da die Länge der Arme E1 nicht völlig gleich ist. Der Unterschied und damit der auftretende Fehler werden um so größer, je näher die Zielscheibe der Zielübungsvorrichtung steht. Bei verhältnismäßig großer Entfernung der Zielscheibe (und für solche größeren Entfernungen ist die Ausführungsform nach Fig. 11 besonders bestimmt) werden die Arme E1 vorn und hinten annähernd gleich lang, so daß der auftretende Fehler dann vernachlässigt werden kann. Die Enden der Arme E1 sind so eingerichtet, daß sie das Gewehr und die Anzeigevorrichtung tragen können. Die Anzeigevorrichtung kann dann ungefähr wie bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform angeordnet sein. Der Scheibenhalter K1 ist dabei an einem Arm E1 befestigt und wirkt in an dem Gewehr befindlichen Führungen. Um in gewissen Grenzen das Gewehr auf die Scheibe zu oder von ihr wegbewegen zu können, ohne daß sich der Scheibenhalter der Anzeigescheibe zwischen seinen Führungen klemmt, mag irgendeine geeignete Vorrichtung, beispielsweise ein Gelenk an dem Punkt K2, vorgesehen sein, so daß der Scheibenhalter K1 ungefähr in rechten Winkeln zu der Gewehrachse bleiben kann. Vorteilhafterweise wird in Verbindung mit der Spitze oder der Stange die als Begrenzungsring zu bezeichnende, in den Fig. 2 und 4 bei U angedeutete Anordnung verwendet. Die Wirkungsweise dieses Ringes, welcher im allgemeinen bei mit einer Anzeigescheibe arbeitenden Zielübungsvorrichtungen vorhanden ist, besteht darin, daß er die Bewegung der Spitze so begrenzt, daß diese auf keinen Fall über die Grenzen der Anzeigescheibe hinausgehen kann. Ein bei mit diesem Begrenzungsring bisheriger Art ausgestatteten Zielvor- richtungen vorhandener Nachteil besteht darin, daß wegen der Steifheit der Verbindungs- und tragenden Teile eine übermäßige Winkelbewegung des Gewehres eine Zugbeanspruchung der Anzeigevorrichtung zur Folge hat. In anderen Worten, dem Gewehr kann eine freie Winkelverstellung lediglich innerhalb der von dem Ringe- gezogenen Grenzen erteilt werden. Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist nun, daß die verbindenden Teile gewissermaßen zusammenklappbar sind. Wenn nämlich das Gewehr eine übermäßige Winkelbewegung erfahren sollte, die größer ist als die durch den Begrenzungsring zulässige, so wird'der eine der Verbindungsfäden lose werden, während der andere gespannt ist, und das Gewehr ist mithin selbst für diese übermäßige Winkelbewegung frei.
Diese Zusammenklappbarkeit hat nicht notwendigerweise zur Folge, daß die Verbinderteile die Form von biegsamen Fäden oder Bändern haben müssen. Denn augenscheinlich können auch andere Ausführungsformen verwendet werden, bei welchen der betreffende Teil in einer Richtung sich zusammenklappen kann, um zu verhindern, daß auf die Anzeigevorrichtung eine Spannung ausgeübt wird. Beispielsweise können die Verbinderteile die Form von leichten Stangen haben, die durch in den Enden .von Hebeln befindliche Löcher oder Führungen gehen. Die Stangenenden können dann mit Köpfen versehen sein, um ihre
Bewegung in der einen Richtung zu begrenzen, während sie frei durch die Löcher gleiten können, wenn eine Bewegung in der anderen Richtung" erfolgt.
5 Obgleich es vorteilhaft ist, eine Anzeigescheibe zu verwenden, so können doch auch andere Anordnungen getroffen sein, um das Ergebnis des Zielens in der Nähe des Schützen anzuzeigen. Beispielsweise könnte der Zeiger F1 oder F2, anstatt auf der Anzeigescheibe einen Vermerk hervorzubringen, einen elektrischen Stromkreis durch eines von einer Reihe von Kontaktstücken, die an Stelle der Anzeigescheibe angeordnet sind, schließen.
Falls ein elektrischer Stromkreis in Verbindung mit der Anzeigevorrichtung verwendet wird, können die Fäden E vorteilhafterweise einen Teil eines solchen Stromkreises bilden, wie z. B. in Fig. 12 angedeutet ist. Die Fäden bestehen hier aus Metall und wirken mit voneinander isolierten und durch die Lager A- mit einer Batterie 5\ und einer Glocke T verbundenen Rollen C, C1 zusammen.
Fig'. 13 zeigt schematisch eine Anordnung, durch welche eine übermäßige Bewegung des ' Gewehres nach innen und außen selbsttätig angezeigt wird. Der Faden E ist elektrisch leitend und führt zwischen den Zinken der Gabel R hindurch. . Diese liegt mit der Achse B1 der Rolle C1,. der Batterie .S1 und der Glocke T in einem Stromkreis. Bei den zulässigen Bewegungen des Gewehres nach innen und nach außen ist der Faden E mit den Zinken der Gabel R außer Berührung. Wenn aber eine übermäßige Bewegung eintritt, so wird zwischen dem Faden und einer der Zinken Berührung hergestellt und die Glocke ertönt, so daß der Schütze aufmerksam gemacht wird.
Die \rerbinderteile können natürlich gemäß der Erfindung in verschiedener Weise angeordnet werden, und es dienen die beschriebenen Ausführungsformen lediglich als Beispiele. Wenn z. B. Fäden als verbindende Teile Verwendung finden, so brauchen diese nicht nach abwärts zu führen, sondern können nach oben oder nach der Seite hin über geeignete Trommeln oder Rollen gehen, die beispielsweise durch an dem Gewehr angebrachte leichte Federn straff gehalten werden. Auch -können mehr als zwei Sätze von zusammenarbeitenden Fäden vorgesehen sein.

Claims (17)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Vorrichtung für Zielübungen mit Gewehren o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß jeder von zwei bewegbaren Verbinderteilen, von denen der eine mit dem Zielgerät (J), der andere mit einem Teil der Anzeigevorrichtung verbunden ist, einen bestimmten Punkt aufweist, derart, daß die Verbindungslinie beider Punkte trotz Bewegung der Verbinderteile stets auf den Mittelpunkt der Zielscheibe gerichtet ist, wobei die Genauigkeit des Zielens unter Benutzung des Winkels angezeigt wird, den die Visierlinie des Zielgeräts mit der genannten Verbindungslinie einschließt.
  2. 2. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bestimmten Punkte der beiden Verbinderteile so in bezug aufeinander verstellt werden können, daß die Vorrichtung für verschiedene Schußweiten verwendbar ist.
  3. 3. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verbinderteile aus biegsamen Schnüren, Fäden, Bändern o. dgl. bestehen.
  4. 4. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinderteile nachgeben oder zusammenklappen können, um Spannung in der Anzeigevorrichtung selbst bei übermäßiger Bewegung des Gewehres zu vermeiden und eine freie Winkelbewegung des letzteren zu ermöglichen.
  5. 5. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch-1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem Ständer angebrachten Verbinderteile eine freie seitliche und Winkelbewegung des Gewehres zulassen und einen Zeiger oder eine Spitze veranlassen, die Genauigkeit des Zielens auf einer Anzeigescheibe aufzuzeichnen.
  6. 6. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Schnüren, Fäden o. dgl. bestehenden Verbinderteile über Rollen (C1 C1) von verschiedenem Durchmesser führen.
  7. 7. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (C1 C1) auf zwei unter Feder-'oder Gewichtsdruck stehende Achsen aufgekeilt sind.
  8. 8. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinderschnüre über kegelförmige Rollen führen, um die Vorrichtung verschiedenen Schußweiten anpassen zu können.
  9. 9. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinderfäden an Rollen von verschiedenen Durchmessern angebracht sind, die von konzentrischen Achsen getragen werden (Fig. 7 und 8).
  10. 10. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Verbinderteile (E) von zwei in bezug aufeinander verstellbaren hohlen Achsen (B, Fig. 6) getragen wer-
    den, so daß die Einstellung der Vorrichtung auf den Mittelpunkt der Zielscheibe durch Hindurchsehen durch die hohlen Achsen herbeigeführt werden kann.
  11. 11. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bestimmten Radialpunkte der beiden Verbinderteile durch eine an den Verbindungsschnüren oder Fäden befestigte Radialstange (beispielsweise F oder F2) verbunden sind, an der das Gewehr oder sonstige Zielgerät so angeordnet ist, daß die Winkelbewegung des Gewehres in bezug auf die Stange auf einer Anzeigescheibe verzeichnet wird.
  12. 12. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewehr oder die Zielvorrichtung an einem der Verbinderteile (beispielsweise der Schnüre E) und ein Halter für die Anzeigescheibe an dem anderen Verbinderteile angebracht ist, und daß der Halter sich in am Gewehr befindlichen Führungen bewegt (Fig. 9).
  13. 13. Vorrichtung" für Zielübungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Schnüren o. dgl. bestehenden Verbinderteile an drehbar gelagerten Hebeln (z. B. P, P1, Fig. 10) angeordnet sind.
  14. 14. Vorrichtung für Zi.elübungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinderteile die Form von miteinander verbundenen Armen (E1, E2) aufweisen (Fig. 11).
  15. 15. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Gewehr angeordneten abnehmbaren Halter oder Rahmen (z. B. /2), welcher eine Anzeigevorrichtung, z. B. die Stange (F2J, trägt.
  16. 16. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die biegsame Schnüre, Fäden o. dgl. aufweisenden Verbinderteile als elektrische Leiter dienen, die einen Teil der mit dem Abzug des Gewehres verbundenen Anzeigevorrichtung bilden.
  17. 17. Vorrichtung für Zielübungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einen elektrischen Stromkreis bildender metallischer Verbinderteil einen Kontakt, beispielsweise mit einer Gabel (R), herstellt, sobald das Gewehr eine übermäßig große Bewegung ausführt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    Berlin. Gedruckt in der reichsdruckkueI.
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