DE21074C - Verfahren zur Herstellung fester poröser Steinmassen aus künstlich dargestellter oder natürlich vorkommender fein zertheilter Kieselerde und organischen Alkali- bezüglich Erdalkaliverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester poröser Steinmassen aus künstlich dargestellter oder natürlich vorkommender fein zertheilter Kieselerde und organischen Alkali- bezüglich Erdalkaliverbindungen

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DE21074C
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Dr. A. FRANK in Charlottenburg, Leibnitzstr. 80
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/06Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
    • C04B38/063Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B38/0635Compounding ingredients
    • C04B38/0645Burnable, meltable, sublimable materials
    • C04B38/068Carbonaceous materials, e.g. coal, carbon, graphite, hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thon- und Steinwaaren - Industrie.
Dr. ADOLPH FRANK in CHARLOTTENBURG.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1881 ab.
Zur Herstellung fester, geformter Massen aus Kieselerde, Kieseiguhr etc. sind bisher .verschiedene Methoden angewendet, indem das Material:
a) nur durch ein Bindemittel, wie Pflanzenschleim, Dextrin, Gyps oder Thon, auf mechanischem Wege zusammengeklebt wurde, oder
b) indem man durch chemisch wirkende Substanzen, wie Wasserglas, kohlensaure Alkalien oder Aetzalkalien, Aetzkalk etc., deren Wirkung man durch Erhitzen noch steigerte, die Kieselerde verband und versinterte.
Während aber bei der ersten Methode Feuchtigkeit schon genügte, um die gebildeten festen Massen zum Zerfallen zu bringen, trat bei Anwendung der unter b) genannten, chemisch wirkenden Stoffe der Uebelstand ein, dafs das Material seine werthvollsten Eigenschaften, Leichtigkeit und Porosität, durch das Zusammensintern und Verdichten einbüfste.
Mein Verfahren beruht dagegen auf gleichzeitiger Anwendung verbrennlicher, organischer Stoffe mit Alkalien oder alkalischen Erden. Nachdem die Kieselerde (oder der Kieseiguhr) mit dieser Mischung angemacht, geformt und getrocknet ist, werden die Stücke gebrannt. Hierbei verhindert die Verkohlung der zwischenlagernden organischen Stoffe ein Zusammensintern und Dichtwerden der einzelnen Kieselerdepartikelchen, während die Alkalien oder alkalischen Erden doch eine genügende chemische Bindung und Versinterung bewirken, um feste, poröse Massen zu erzielen. Je nachdem der Verglühprocefs in offenen oder geschlossenen Gefäfsen stattfindet, verbrennt die organische Substanz vollkommen oder läfst sehr fein vertheilten Kohlenstoff, zwischen der Kieselerde lagernd, zurück. Soll das so gewonnene, leichte, feste und hochporöse Material zur Aufnahme leicht verdunstender oder leicht absickernder Flüssigkeiten, wie z. B. Carbolsäure oder Brom, dienen, welche damit in fester Form dispensirt und dosirt werden können, so setze ich die fertig gebrannten Stücke noch glühenden Alkalidämpfen aus. oder'glasire sie auf andere bekannte Weisen äufserlich und gewinne so nach aufsen völlig dichte, flaschenartige Körper, die, nachdem' an passender Stelle kleine Oeffnungen in den Glasurüberzug gemacht sind, die Flüssigkeiten begierig aufsaugen und danach durch irgend ein geeignetes Material bis zum Gebrauch verschlossen werden können.
Von den Materialien, welche ich für mein Verfahren als praktisch brauchbar erprobte, nenne ich beispielsweise: weinsaures Kali, weinsaures Kali-Natron, Rückstände der Zuckergewinnung aus den Rübensyrupen durch Elution, Zuckerkalklösung, Auflösungen von ätzenden, kohlensauren oder organischsauren Alkalien in Blut etc.
Das Verhältnifs im Zusatz, sowie die Wahl der organischen und unorganischen Bestandtheile variirt je nach den Anforderungen, die bezüglich Festigkeit, Porosität und eventuellen Kohlenstoffgehalt der darzustellenden Massen gemacht werden.
(2. Auflage, ausgegeben am 27. November i8g6.)

Claims (3)

  1. Patent-Ansρrüche:
    Die Herstellung fester, poröser Massen aus künstlich hergestellter oder natürlich vorkommender, fein zertheilter Kieselerde (Kieselguhr) durch Behandlung derselben mit einer Combination organischer und unorganischer Stoffe, welche das Material unter Erhaltung seiner Porosität fest verbinden.
  2. 2. Die Herstellung eben solcher Massen, welche noch fein vertheilte Kohle enthalten.
  3. 3. Die Herstellung solcher Massen mit einem glasurartigen Ueberzug, welcher die Verdunstung und das Abtropfen der von der Masse absorbirten Flüssigkeiten verhindert.
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