DE339405C - Verfahren zur Herstellung keramischer Filterkoerper - Google Patents

Verfahren zur Herstellung keramischer Filterkoerper

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DE339405C
DE339405C DE1918339405D DE339405DD DE339405C DE 339405 C DE339405 C DE 339405C DE 1918339405 D DE1918339405 D DE 1918339405D DE 339405D D DE339405D D DE 339405DD DE 339405 C DE339405 C DE 339405C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/14Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
    • B01D39/20Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of inorganic material, e.g. asbestos paper, metallic filtering material of non-woven wires
    • B01D39/2068Other inorganic materials, e.g. ceramics
    • B01D39/2082Other inorganic materials, e.g. ceramics the material being filamentary or fibrous
    • B01D39/2086Other inorganic materials, e.g. ceramics the material being filamentary or fibrous sintered or bonded by inorganic agents

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Description

  • Verfahren zur Herstellung keramischer Filterkörper.
  • Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Filterkörpern für Filterpressen und ähnliche unter Druck arbeitende Filtervorrichtungen, also auch für Nutschen, die aus zwei verschiedenen Schichten bestehen. Derartige Filterkörper sind aus einer inneren, den tragenden Körper darstellenden, hochporösen und einer äußeren feinporigen Masse zusammengesetzt. Die Innenmasse, die das Skelett der Körper darstellt, muß fest und grobporig sein, so daß sie in der Lage ist, das abgetrennte Wasser abzuführen. Die Außenschicht, mit der die Geräte belegt sind, ist dagegen feinporig zu wählen; sie kann dünn sein, denn ihre Aufgabe erschöpft sich gewissermaßen darin, die eigentlich trennende, sich aber nicht verstopfende Filterschicht abzugeben.
  • Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird die grobporige Grundmasse aus Ton bzw. keramischer Masse in der Art gestaltet, daß man zunächst ein Gemenge aus organischem Fasermaterial und verbrennlichen Stoffen bereitet. Als nicht verbrennendes Fasermaterial dient unter anderem Schlackenwolle, die gleichzeitig als Flußmittel für die Verfestigung sorgt.
  • Sie wird vor der Zumischung zum Ton oder zur Tonmasse mit den verbrennlichen grobkörnigen Stoffen, z. B. Sägemehl, Kohlekörner, Kork, vermischt und die Mischung so durchgeführt, daß eine Art Verfilzung zustande kommt. Die verfilzte Masse wird je nach dem gewünschten Grad der Löcher durch Siebe zerteilt, worauf schließlich die Zugabe zur Tonmasse vor sich geht.
  • Nachdem in dieser Weise der grobkörnige Grundstoff hergestellt ist, wird er in steiffeuchtem Zustand verformt und auf den Formkörper dann eine feinporig brennende keramische Masse, z. B. magere Porzellan- oder Steingutmasse, aufgetragen. Schließlich wird gebrannt, und zwar in solcher Glut, daß feste Stücke entstehen, Sinterung aber nicht eintritt.
  • Anstatt die neuen Verbundgeräte ausschließlich aus keramischem Material zu bilden, kann zur Herstellung der Deckschicht auch zu Kunststeinmaterial gegriffen werden. Man trägt in diesem Fall auf den im Sinne der Erfindung bereiteten und gebrannten Grundkörper die feinporige Außenschicht auf, zu welcher dementsprechend feinporige, selbsterhärtende Masse genommen wird, die einfach auf die grobporige, schwammartige Grundmasse aufgetragen wird.
  • Ein besonders günstiges Filtrationsverhalten wird in beiden Fällen der Deckmasse verliehen, wenn diese nach dem Auftragen mit einem Tuchgewebe, z. B. einem Filtertuch, angedrückt wird. Das gilt sowohl für die keramische als auch für die Kunststeindeckmasse.
  • Auf der Zeichnung ist eine Filterpresse mit Platten, die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellt sind, schematisch im Schnitt dargestellt. Die Kammern können rund oder eckig ausgebildet sein. a sind die Holzrahmen, in die die neuartig belegten Platten b eingefügt sind. In der Mitte befindet sich die Zuleitung, gegen die die Platten durch ein Rohr f aus geeignetem Material abgedichtet sind, damit in den Querschnitt keine Masse eindringt.
  • Zwischen die Holzrahmen wird eine zweckentsprechende Dichtung g eingelegt. Die Platten sind bis auf die Stirnplatten c durchweg beiderseitig mit der Deckschicht belegt. Diese ist mit d bezeichnet. Durch die Löcher e in den Rahmen wird das abgepreßte Wasser unmittelbar nach außen geführt.
  • Dadurch, daß der Druck auf beiden Seiten der Filterplatten gleichmäßig wirkt, wird eine große Stabilität erreicht und ein Überdruck und damit ein Borsten der Platten vermieden.
  • Eisenteile kommen mit der Masse nicht in Berührung; es ist daher Eisenschuß ausgeschlossen. Die Schrauben zum Befestigen der Filt.erplatten sowie der Hülsen für den Durchgang des Schlickers. werden aus nicht rostendem Material, z.B. Holz, hergestellt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung keramischer Filterkörper von verschiedener Durchlässigkeit für Filterpressen oder unter Druck arbeitende Filtervorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits unverbrennliches Fasermaterial, wie Schlackenwolle u. dgl., mit verbrennlichen grobkörnigen Stoffen, wie Sägemehl, Kohlekörner, bis zum Entstehen einer Art Verfilzung vermischt, die Masse durch ein Sieb gerieben und mit steiffeuchter Tonmasse verformt wird, andererseits auf diese grobporige Grundmasse ein feinporiger Steingut- oder Porzellanmassenbelag aufgetragen und schließlich gebrannt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundmasse in der beschriebenen Weise hergestellt und gebrannt wird, worauf eine Kunststeinmasse als Deckschicht aufgetragen wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feinporige Deckmasse nach dem Auftragen mit einem Tuchgewebe angedrückt wird.
DE1918339405D 1918-10-12 1918-10-12 Verfahren zur Herstellung keramischer Filterkoerper Expired DE339405C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1267589B (de) * 1964-02-28 1968-05-02 Hans Weber Dr Ing Verfahren zur Erzeugung eines zur Herstellung von Sinterkoerpern geeigneten Glasgriesses mit grosser innerer Oberflaeche
EP0029802A1 (de) * 1979-10-09 1981-06-03 Schweizerische Aluminium AG Keramischer Filter mit schaumartiger Struktur zum Filtrieren von Metallschmelzen
DE3641057A1 (de) * 1985-10-11 1988-06-16 Valmet Oy Verfahren zur plattenherstellung, filterplatte und saugtrocknungsvorrichtung

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DE3641057A1 (de) * 1985-10-11 1988-06-16 Valmet Oy Verfahren zur plattenherstellung, filterplatte und saugtrocknungsvorrichtung
DE3641057C2 (de) * 1985-10-11 1998-04-16 Outokumpu Oy Verfahren zur Herstellung einer Filterplatte, nach dem Verfahren hergestellte Filterplatte sowie Verwendung dieser Filterplatte

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