DE253075C - - Google Patents

Info

Publication number
DE253075C
DE253075C DENDAT253075D DE253075DA DE253075C DE 253075 C DE253075 C DE 253075C DE NDAT253075 D DENDAT253075 D DE NDAT253075D DE 253075D A DE253075D A DE 253075DA DE 253075 C DE253075 C DE 253075C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
bodies
metals
objects
glow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT253075D
Other languages
English (en)
Publication of DE253075C publication Critical patent/DE253075C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • C04B41/51Metallising, e.g. infiltration of sintered ceramic preforms with molten metal
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/80After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone of only ceramics
    • C04B41/81Coating or impregnation
    • C04B41/85Coating or impregnation with inorganic materials
    • C04B41/88Metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Manufacture Of Alloys Or Alloy Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 253075 KLASSE SOb. GRUPPE
Dr. HERMANN KUNZ-KRAUSE in DRESDEN.
und -apparate.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. April 1911 ab.
Laboratoriumsgeräte, die großer Hitze ausgesetzt werden, stellt man häufig aus Quarz (sogen. Quarzglas) und ähnlichem Stoff her. Kommt es dagegen darauf an, die in solchen Geräten, z. B. in Schalen, Tiegeln, Muffeln, Platten, Röhren, Kolben usw., eingebrachten Stoffe unmittelbar großer Hitze auszusetzen, so werden solche Geräte und Apparate häufig aus Edelmetallen, insbesondere aus Platin,
ίο Gold, Silber oder Legierungen von solchen und ähnlichen Metallen hergestellt, da diese Metalle neben ihrer Hitzebeständigkeit zugleich die Eigenschaft haben, sich sehr schnell und durchaus gleichmäßig durchglühen zu lassen.
Der immer mehr ansteigende Preis dieser Edelmetalle erschwert indessen die Anschaffung geeigneter Metallgeräte der gekennzeichneten Art und läßt es geboten erscheinen, nach einem Ersatz für derartige Metalle zu suchen.
Die vorliegende Erfindung will einen solchen Ersatz dadurch schaffen, daß die den verschiedenen Verwendungszwecken angepaßten und in den verschiedenartigsten Formen hergestellten Körper, wie Schalen, Muffeln, Tiegel, Kolben, Röhren, Becher, Schmelzplättchen usw., und ebenso die etwaigenfalls zur Behandlung von Stoffen unmittelbar verwendeten Geräte, wie Löffel, Spachteln, Schaber, Pinsel usw. statt aus Edelmetall, wie bisher, aus einer porösen Irdenmasse erzeugt und zur Herbeiführung der gewünschten und notwendigen leichten Durchglühbarkeit mit Metall in feinster Verteilung durchsetzt werden. Wendet man zu diesem Zweck Tränkung mit Metallösung an, so werden die in diesen Lösungen enthaltenen und in die Irdenmasse hineingebrachten Metalle durch Einwirkung hoher Hitze oder zugleich durch Anwendung an sich bekannter chemischer Reaktionen in. ihre natürliche, metallische Form zurückgeführt, wobei sie dann die Irdenmasse durchaus gleichmäßig durchsetze^ so daß derartige Körper eine außerordentliche Wärmeleitungsfähigkeit erlangen. Da beim Tränken der Irdenmasse mit solchen metallischen Lösungen nur ein ganz geringer Bruchteil des bisher für die Herstellung solcher Gegenstände benutzten Edelmetalles nötig ist, so ergibt sich hieraus eine sehr beträchtliche Ersparnis, ohne daß die gerade den Edelmetallen zukommende Wirkung der leichten Durchglühbarkeit beeinträchtigt wird.
An sich ist nun zwar das Tränken von keramischen Massen mit Metallösungen und auch mit Lösungen des Platins nicht unbekannt, jedoch wurde dieses Verfahren bisher zur Erzeugung von Gegenständen und Körpern benutzt, die als elektrische Widerstände Verwendung finden sollten, wobei man diesen Widerstand durch die Menge der eingebrachten Metallösung regeln konnte. Auch noch an andere Verwendungszwecke ist gedacht worden. So hat man mit Hilfe des gleichen Verfahrens Kontaktkörper herstellen wollen, um die auf Kontakterscheinungen beruhenden chemischen Vorgänge herbeizuführen. Auch die Erzeugung von Bauelementen für Baukonstruktionen wurde in Vorschlag gebracht, und schließlich
hat man auch die Feuerfestigkeit derartiger Massen festgestellt. Im Gegensatz hierzu beruht aber die vorliegende Erfindung auf der an sich neuen Feststellung, daß keramische Massen, die sonst hervorragende Wärmeisolationskörper sind, durch Imprägnieren mit Metallkörpern in irgendeiner Form eine außerordentlich leichte Durchglühbarkeit besitzen, so daß die Anwendung derartiger Massen als
ίο Metallersatz in Fällen, wo das Metall gerade seiner leichten Durchglühbarkeit wegen bisher allein Verwendung finden konnte, möglich ist, zumal hierdurch ein Ersatz für die im Preise ständig steigenden Edelmetalle unter Beibehaltung ihrer charakteristischen Eigenschaft hinsichtlich der Durchglühbarkeit herbeigeführt werden kann. Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher lediglich auf die Anwendung der an sich bekannten Masse für ein Anwendungsgebiet, in welchem die besondere Durchglühbarkeit ausgenutzt wird, d. h. auf die Herstellung von verschiedenartig gestalteten Körpern und Behältern aus solchen Massen, wie sie zur Ausführung von Schmelzungen und anderen Prozessen, die bei hoher Temperatur . ausgeführt werden müssen, notwendig sind, und welche man bisher entweder nur aus Metall oder gegebenenfalls auch aus Quarz und Quarzglas erzeugte.
Die Durchführung des Verfahrens zur Schaffung des geschilderten Metallersatzes kann in verschiedener Weise erfolgen, regelmäßig kommt aber eine metallhaltige Flüssigkeit zur Anwendung, die auf irgendwelchem Wege geschaffen werden kann; es kann z. B. eine Metallsalzlösung sein oder eine Lösung oder Aufschwemmung von Metalloxydverbindungen oder auch ein Metallpräparat in kollodialer Form. Die zur Herstellung der verschiedenen Gegenstände verwendete Irdenmasse muß porös sein, d. h. sie wird zweckmäßig aus Ton, Biskuitporzellan o. dgl. bestehen. Aus dieser Irdenmasse werden dann die dem vorliegenden Verwendungszweck angepaßten Körper oder Gegenstände, wie Schalen, Muffeln, Tiegel, Kolben, Röhren, Becher, Schmelzplättchen usw., und ebenso Geräte, wie Löffel, Spachteln, Schaber, Pinsel usw., hergestellt. Damit nun diese Körper oder Gegenstände die gewünschte Hitzebeständigkeit und auch die leichte Durchglühbarkeit besitzen, welche den Edelmetallgegenständen eigen ist, wird die Irdenmasse mit der metallhaltigen Flüssigkeit angerührt, gut durchgearbeitet, damit sie sich gleichmäßig sättigt, dann zu dem entsprechenden Gegenstand geformt, getrocknet und gebrannt. Bei diesem Brennen verflüchtigen sich dann die übrigen Bestandteile der Metallverbindungen, und es verbleibt das Metall allein in der denkbar feinsten und durchaus gleichmäßigen Verteilung in dem Grundkörper zurück, wo es diesen vollständig und in allen Schichten gleichmäßig durchsetzt.
An Stelle des beschriebenen Herstellungsverfahrens kann man aber auch die jeweils gewünschten Körper oder Gegenstände aus Irdenmasse formen und diese Körper in ungebranntem oder vorgebranntem Zustande durch Eintauchen in eine metallhaltige Flüssigkeit mit dieser sättigen, worauf dann nochmais gebrannt oder ausgeglüht wird, was das gleiche Ergebnis hat, wie oben beschrieben.
Edle Metalle, wie Platin, Gold, Silber usw., werden bei der beschriebenen Behandlung ohne weiteres in ihre metallische Form zurückgeführt, in welcher sie die Körper und Gegenstände gleichmäßig durchsetzen. Unedle Metalle bleiben dagegen zunächst in Form ihrer Oxyde zurück, können aber in einer für die bt^ absichtigten Zwecke hinreichend tiefen Schicht^ in ihre Metallform durch Anwendung bekannter ' ( chemischer Reaktionen zurückgeführt werden, was z. B. in folgender Weise geschehen kann. Leicht reduzierbare Metalloxyde bzw. unorganische Metallverbindungen (Salze, wie Karbonate und andere) werden der Irdenmasse unmittelbar beigefügt und im Reduktionsfeuer,, gegebenenfalls bei Gegenwart reduzierender Gase, wie Wasserstoff oder Kohlenoxyd, geglüht oder gebrannt. Dasselbe Verfahren kann mit Salzen von leicht zersetzlichen, unter Bildung reduzierender Gase, wie Kohlenoxyd, zerfallenden Säuren, z. B. Salzen der Ameisensäure, Anwendung finden. Auch können die vorbeschriebenen Verfahren vereinigt werden, indem man der Irdenmasse geeignete unorganische oder organische Metallsalze zusammen mit geeigneten organischen Körpern, die durch ihre Zersetzung reduzierend wirkende Spaltlinge liefern, z. B. ameisensaure Salze, Ester der Ameisensäure oder anderer organischer Säuren, gewisse Aldehyde usw. zumischt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Irdenmasse als Metallersatz für Laboratoriumsgeräte und -apparate, dadurch gekennzeichnet, daß die Irdenmasse vor oder nach der Formung und im letzteren Falle vor oder nach dem Verglühen mit Metall . mittels metallhaltiger Lösungen in feinster Verteilung durchsetzt wird.
DENDAT253075D Active DE253075C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE253075C true DE253075C (de)

Family

ID=511377

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT253075D Active DE253075C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE253075C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2144156A1 (de) Hoch hitzebeständige Cermet-Legierung, Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3118299A1 (de) "verfahren zum erzeugen einer zelle zur messung der sauerstoffkonzentration"
DE2012304B2 (de) Verfahren zum Herstellen farbiger keramischer Werkstücke
DE2658647A1 (de) Kermet und verfahren zu seiner herstellung
DE2548478B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrolytische Prozesse
DE1290784B (de) Versilberungspraeparat zur Herstellung eines Silberueberzuges durch thermische Zersetzung
DE69113859T2 (de) Edelmetallformkörper, Verfahren zu ihrer Herstellung, formbare Mischung für ihre Herstellung und Verfahren zur Herstellung dieser formbaren Mischung.
DE1615121B2 (de) Verfahren zur herste lung von elektrischen widersta/ s heizelementen und danach hergestellte widerstandsheiz elemente
DE2108849B2 (de) Verfahren zum Herstellen dünner, farbiger LUsterüberzüge auf Körpern aus glasiertem Porzellan, glasierter Keramik, Glas oder Emaille
DE253075C (de)
DE69929166T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Sintermaterials aus Edelmetall
DE386131C (de) Verfahren zur Herstellung von Kontakttraegern aus loeslichen hitzebestaendigen Salzen
DE4320072C1 (de) Verfahren zum Färben von Keramikoberflächen
DE1533348A1 (de) Raney-Metall in Form von selbsttragenden Platten,sowie Verfahren zu seiner Herstellung
AT64018B (de) Metallersatz für Laboratoriumsgeräte und -apparate aller Art.
DE642447C (de) Abdeckverfahren fuer Metallisierung von Isolierstoffen durch Kathodenzerstaeubung
DE119279C (de)
DE523029C (de) Verfahren zur Herstellung von z. B. als Elektroden verwendbaren kompakten Massen auspulverfoermigen Metalloxyden
DE3841903A1 (de) Verfahren zur herstellung einer dekoration aus edelmetall
DE1250332B (de) Verfahren zum Herstellen von infiltrierten Carbidkorpern
DE869513C (de) Verfahren zur Herstellung von Sinterglas-Tiegeln
DE133729C (de)
DE1521324C (de) Verfahren zum Aufbringen eines Metall Überzuges auf eine Unterlage
DE2306474C3 (de) Verfahren zum Herstellen farbiger Lüsterüberzüge
DE528885C (de) Verfahren zur Herstellung von doubleartigen Waren