DE210740C - - Google Patents

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DE210740C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D17/00Regulating or controlling by varying flow
    • F01D17/10Final actuators
    • F01D17/12Final actuators arranged in stator parts
    • F01D17/14Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits
    • F01D17/141Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits by means of shiftable members or valves obturating part of the flow path
    • F01D17/145Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits by means of shiftable members or valves obturating part of the flow path by means of valves, e.g. for steam turbines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 210740-KLASSE 14 c. GRUPPE
GUSTAV WILLNER in DANZIG.
Dampfturbine mit drehbaren Düsen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Dampfturbinen, bei welchen zur Erzielung verschiedener Umdrehungszahlen drehbare, in verschiedene Winkel zum Rade einstellbare Düsen Anwendung finden.
Gemäß der Erfindung sind die Düsen korlißhahnartig ausgebildet. Dadurch wird erreicht , daß die Drehung der Düsen sowohl die Weite der Einströmungsöffnung wie auch den ίο Einströmungswinkel verändert. Außerdem gestattet die . korlißhahnartige Ausbildung der Düsen eine angenähert volle Beaufschlagung der Turbinenräder, während die bisher bekannten Drehdüsen, welche strahlrohrartig ausgebildet und um einen festen Drehpunkt schwenkbar waren, nur bei partiell beaufschlagten Turbinen anwendbar waren.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbei-• spiel der neuen Einrichtung dargestellt.
Fig· ι zeigt schematisch die Verbindung mehrerer in zwei Reihen untergebrachter Düsen.
Fig. 2 zeigt im Schnitt eine zweckmäßige Form der Düsen.
Fig· 3 und 4 zeigen im Schnitt durch eine mehrstufige Turbine die neue Anordnung.
Fig. 5 zeigt ein Diagramm mit den verschiedenen Dampfströmungsverhältnissen, und Fig. 6 zeigt ähnlich der Fig. 2 verschiedene Stellungen der Drehdüsen.
Dem in Fig. 3 und 4 gezeichneten Ausführungsbeispiel ist eine Dampfturbine für Schiffsbetrieb mit mehreren Druckstufen zugrunde gelegt.
Im Gehäuse b sind für zwei Stufen Ringreihen von korlißhahnartigen Düsen a' vorge^ sehen. Jeder Korlißhahn ist mit einer Kurbel c ausgestattet (Fig. 1). Sämtliche Zapfen der Kurbeln einer Reihe greifen in einen Ring d ein, durch dessen Drehung also die Korlißhähne verstellt werden.
Fig. ι zeigt die Verbindung der Ringe d mit einem Schneckenvorgelege g, f1, f2 durch Kurbeln e1 und e2·. Die Schnecke g ist durch ein Handrad h1 (Fig. 1) zu drehen.
Fig. 2 zeigt die Korlißhähne α bei voller Öffnung. Werden die Hähne herumgedreht, so wird nicht nur die Ausströmungsöffnung verengt, sondern es ändert sich auch der Ausströmungswinkel, da die eine Seite der Ausströmung durch die Innenwand des Korlißkanals gebildet wird.
Wird die Dampfgeschwindigkeit als gleichbleibend angenommen, so entspricht dem Eintrittswinkel α1 (Fig. 5) die Dampfgeschwindigkeit C1. Die Umfangsgeschwindigkeit ist dabei u1. Geht der Eintrittswinkel in α2 über, so verändert sich unter der Annahme, daß die Dampfgeschwindigkeit C2 = C1 bleibt, die Umfangsgeschwindigkeit in u2. Voraus-Setzung ist hierbei, daß der Richtungswinkel β der relativen Dampfgeschwindigkeiten W1 und W2 gleich dem Schaufeleintrittswinkel ist, welcher sich nicht ändert.
Man hat es nun außerdem in der Hand, die Dampfgeschwindigkeit durch die Düsenstellung zu verändern, denn indem der Durchströmungsquerschnitt verengt wird, ergibt sich eine Drosselung und damit eine Geschwindigkeitsänderung des Dampfes.
Durch die allmähliche Verdrehung der Düsen auf Abschluß der Dampfeinströmung läßt sich
die Umdrehungszahl der Turbine ganz allmählich bis auf Null herunterbringen. Es läßt sich dabei der Korlißhahn auch benutzen, um die Einströmung des Dampfes in das Korlißgehäuse abzuschließen, wie das in Fig. 6 b gezeigt ist.
Außer der Veränderung der Dampfeinströmungswinkel und der Durchströmungsverhältnisse in den Korlißhähnen läßt sich nun noch
ίο zur weiteren Veränderung der Betriebsverhältnisse eine Anzahl von Düsen aller oder einzelner Stufen ausschalten, indem in an sich bekannter Weise Schieber mit Zähnantrieben verstellt werden. In Fig. 3 und 4 sind solche Schieber s gezeichnet; diese sind zu bewegen durch Zahnräder r, deren Achsen durch Räder r1 und rä mit einem Rade rä in Verbindung stehen, welch letzteres durch ein Handrad A2 zu drehen ist. Die Ringe s lassen sich so' einstellen, daß eine bestimmte Düsenzahl in den einzelnen Druckstufen abgeschlossen wird; hierdurch wird die Wirtschaftlichkeit des Turbinenbetriebes auch bei verringerter Umdrehungszahl gesichert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■
    Dampfturbine mit drehbaren Düsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (a) korlißhahnartig ausgebildet sind, so daß ihre Drehung die Weite und den Winkel der Einströmung verändert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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