DE2104571C3 - S-Phenyl-1,3-dihydro-2H-1,4benzodiazepin-2-one, ihre Salze und diese Verbindungen enthaltende Arzneipräparate - Google Patents
S-Phenyl-1,3-dihydro-2H-1,4benzodiazepin-2-one, ihre Salze und diese Verbindungen enthaltende ArzneipräparateInfo
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Description
CH,
(D
'5 in der R1 die vorstehende Bedeutung hat, mit einen
reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der all
gemeinen Formel III
20 HO — CH2 — CH2 — S(O)111 — R2
(ΠΙ)
in der R1 ein Wasserstoff- oder Fluoratom, R2
einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und m den Werf 1 oder 2 bedeutet und ihre Salze
mit Säuren.
2. 1 -i/i-MethylsuIfinyläthylJ-S-phenyl-T-chlor-1,3-dihydro-2
H-1 ^-benzodiazepin^-on.
3. 1 -(/i-MethylsulfonyläthyO-S-phenyl-y-chlor-
1,3-dihydro-2 H-1 ^-benzodiazepin^-on.
4. 1 -(^-Methylsu!fonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1 ^-benzodiazepin^-on.
5. 1 -(/i-ÄthylsuIfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on.
6. Arzneipräparate, bestehend aus einer Verbindung nach Anspruch ! und üblichen Verdünnungsmitteln
und bzw. oder Trägerstoffen.
in der R2 und m die vorstehende Bedeutung haben
kondensiert oder
b) ein 2-Aminobenzophenon-Derivat der allgemei nen Formel IV
NH — CH2 — CH2 — S(O)1,, — R2
(IV)
40 in der R1, R2 und mdie vorstehende Bedeutung haben,
mit 2,5-Oxazolidindion der Formel V
Die Erfindung betrifft 5-Phenyl-1,3-dihydro-H-1,4-benzodiazepin-2-one
der allgemeinen Formel I
CH2-S(O)111-R,
CH2 O
I /
N-C
// CH2-C ,
HN
CH,
(D kondensiert, oder
c) ein 2-Aminomethylindol oder dessen Salz der
allgemeinen Formel VI
C = N
in der R1 ein Wasserstoff- oder Fluoratom, R2 einen
Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und m den Wert I oder 2 bedeutet und ihre Salze mit Säuren.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können dadurch hergestellt werden, daß man in an sich
bekannter Weise entweder
(Vl)
in der R, und R, die vorstehende Bedeutung haben
und / den Wert 0, 1 oder 2 hat, mit einem Oxidationsmittel behandelt und gegebenenfalls die nach a) bis c)
erhaltene Verbindung durch Umsetzung mit einer anorganischen oder organischen Säure in ihr Salz
überfuhrt.
In den Verbindungen der allgemeinen Formel 1 umfassen die Alkylreste die Methyl-, Äthyl-, Propyl-
und Isopropylgruppen.
Beispiele für die im Verfahren, Variante a), eingesetzten
reaktionsfähigen Ester von Verbindungen der allgemeinen Formel III sind die Ester der Halogenwasserstoffsäuren,
wie die Chloride, Bromide und Jodide, sowie die Sulfonsäureester, wie das Methansulfonat,
p-Toluolsulfonat, /i-Naphthalinsulfonat und
Trichlormethansulfonat. Die Umsetzung der Verbindung der allgemeinen Formel ! 1 mit dem reaktionsfähigen
Ester einer Verbindung der allgemeinen Formel III wird vorzugsweise in Gegenwart eines
basischen Kondensationsmittels durchgeführt. Zunächst kann aus der Verbindung der allgemeinen
Forme! II mit der Base das entsprechende Salz hergestellt werden, das anschließend mit dem reaktionsfähigen
Ester der Verbindung der allgemeinen Formel III kondensiert wird. Beispiele für basische
Kondensationsmittel sind Alkalimetallhydride, wie Natriumhydrid und Lithiumhydrid, Alkalimetallhydroxide,
wie Kaliumhydroxid, Alkalimetallamide, wie Natriumamid, Kaliumamid und Lithiumamid, Alkylalkaliverbindungen,
wie Butyllithium, Phenylalkaliverbindungen, wie Phenyllithium, sowie Alkalimetallalkoholate,
wie Natriummethylat, Natriumäthylat und Kalium-tert.-butylat. Die Umsetzung wird vorzugsweise
auch in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemisches durchgeführt.
Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind Benzol, Toluol, Xylol, Dimethylformamid, Dimethylacetamid,
Diphenyläther, Äthylenglykoldimethyläther, Dimethylsulfoxid, Methyläthylketon, N-Methylpyrrolidon
und deren Gemische. Die Umsetzung kann bei Temperaturen von etwa Raumtemperatur bis zum
Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels durchgeführt werden.
Die Verfahrensvariante b) wird vorzugsweise ebenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemisches
durchgeführt. Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff,
Methylenchlorid, Äthylenchlorid, Diäthyläther, Diisopropyläther, Tetrahydrofuran, Dioxan, Wasser,
Methanol, Äthanol, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid oder deren Gemisch. Die Umsetzung wird im
allgemeinen in Gegenwart einer Säure durchgeführt. Beispiele für verwendbare Säuren sind Chlorwasserstoffsäure,
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Bortrifiuorid und
p-Toluolsulfonsäure. Die Umsetzung wird bei Temperaturen
von -25 bis etwa 120" C, vorzugsweise bei etwa 0 bis 30° C durchgeführt. Temperaturen oberhalb
und unterhalb des vorgenannten Bereiches können ebenfalls angewendet werden, sind jedoch weniger
bevorzugt. In den meisten Fällen kann die Umsetzung bei Raumtemperatur oder darunter durchgeführt
werden.
Das Verfahren kann bei Atmosphärendruck, überdruck oder Unterdruck durchgeführt werden.
Gegebenenfalls wird das Verfahren unter einem Schutzgas, wie Stickstoff oder Argon, durchgeführt.
Das Molverhältnis des 2,5-Oxazolidindions zum
2-Aminobenzophenondcrivat ist nicht kritisch. Vorzugsweise werden die Reaklionsteilnehmer in mindestens
stöchiometrischen Mengen eingesetzt. In den meisten Fällen wird das Oxazolidindion vorzugsweise
im Überschuß verwendet. Die Umsetzung kann erforderlichenfalls durch Erhitzen in einem Lösungsmittel,
wie Dimethylsulfoxid oder Dimethylformamid, erfolgen.
Gemäß der Variante c) können auch die Salze der 2-Arninomethylindole, z. B. die Hydrochloride, Hydrobromide,
Sulfate oder Phosphate eingesetzt werden. Beispiele für die in diesem Verfahren geeigneten
Oxydationsmittel sind Ozon, Wasserstoffperoxid, Persäuren, wie Perameisensäure, Peressigsäure und Perbenzoesäure,
Chromsäure und Kaliumpermanganat.
>5 Im allgemeinen verläuft die Umsetzung glatt bei
Raumtemperatur.
Die Reaktionstemperatur kann jedoch auch höher oder niedriger sein, z. B. bei etwa 0 bis 100°C oder
beim Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels.
vorzugsweise bei Temperaturen von 10 bis 60 C, liegen. Die Reaktionstemperatur hängt von der Art
des verwendeten Oxydationsmittels ab. Die bevorzugten Oxydationsmittel sind Chromsäure und Ozon.
Vorzugsweise wird die Umsetzung in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt. Die Art des verwendeten
Lösungsmittels hängt ebenfalls von der Art des verwendeten Oxydationsmittels ab. Beispiele für
geeignete Lösungsmittel sind Wasser, Aceton. Tetrachlorkohlenstoff, Ameisensäure, Essigsäure und
Schwefelsäure. Das Oxydationsmittel wird vorzugsweise in mindestens töchiomctrischer Menge verwendet.
Bei Verwendung von Chromsäure als Oxydationsmittel in Gegenwart von Essigsäure wird die Chrotnsäure
vorzugsweise in der 2- bis 3fachen stöchiometrischen Menge verwendet, und die Umsetzung
kann bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Das 2-Aminomethylindol oder dessen Salz wird in einem
Lösungsmittel gelöst oder suspendiert, und das Oxydationsmittel wird in die Lösung oder Suspension
unter Rühren eingetragen.
Bei Verwendung von Ozon als Oxydationsmittel wird die Umsetzung vorzugsweise ebenfalls bei Raumtemperatur
durchgeführt. Das 2-Aminomethylindol
oder dessen Salz wird in einem Lösungsmittel, wie Ameisensäure, Essigsäure oder Tetrachlorkohlenstoff
gelöst oder suspendiert und in die Lösung oder Suspension wird unter Rühren ozonhaltiger Sauerstoff
eingeleitet.
Aus dem Reaktionsgemisch kann das entstandene Benzodiazepin als Rohprodukt durch Extraktion mit
oder ohne vorherige Neutralisation und durch Eindampfen des Extraktes gewonnen werden. Das Produkt
kann durch Umkristallisation aus Lösungsmitteln, wie Äthanol, Isopropanol oder Diisopropyläther, in
üblicher Weise gereinigt werden.
Zur Herstellung der Salze werden die Benzodiazepine mit pharmakologisch verträglichen anorganischen
oder organischen Säuren, wie Salzsäure.
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure. Salpetersäure, Essigsäure, Maleinsäure. Fumarsäure.
Weinsäure, Bernsteinsäure, Zitronensäure, Kampfersulfonsäure, Äthansulfonsäure, Ascorbinsiiure oder
M'lclisaure umgesetzt.
6S Die Benzodiazepine der allgemeinen Formel 1 und
ihre pharmakologisch verträglichen Salze mit Säuren sind wertvolle Arzneistoffe. Dies ergibt sich aus
pharmakologischen Untersuchungen.
Es wurden folgende Verbindungen untersucht: Tabelle I
l-(,^-Methylsulfinyläthyl)-5-phenyl-7-chlor-
1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on
(Verbindung A),
l-OMethylsulfonyläthyl)-5-phenyl-7-chlor-
1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on
(Verbindung B),
l-(/^-Methyl£ulfonyläthy!)-5-(o-fluorphenyl)-
7-chlor-1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on
(Verbindung C),
l-(^-Äthylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-
?-chior-1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on
(Verbindung D),
l-(/i-n-Propylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorpheny])-
7-chlor-1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-
2-on-hydrochlorid
(Verbindung E),
l-(/;-isopropyIsuIfonyiäthyI)-5-(o-fluorphenyi)-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-
2-on-hydrochlorid
(Verbindung F) sowie Chlordiazepoxid, d. h.
2-Methylamino-5-phenyl-7-chlor-
3 H-1.4-benzodiazepin-4-oxid und Diazepam.
1. Versuchsmethodik
a) Anti-Pentamethylentetrazoltest
a) Anti-Pentamethylentetrazoltest
Mit diesem Test läßt sich sehr empfindlich die zentralnervensystemdämpfende Wirkung von 1.4-Benzodiazepinen
bestimmen.
Die Unterdrückung der durch Pentamelhylentetrazol hervorgerufenen Krämpfe wird an Gruppen
von zehn männlichen Albinomäusen mit einem Körpergewicht von 20 ± 2 g in sieben verschiedenen
Dosen nach der Methode von E. A. S w i η y a r d,
J. Am. Pharm. Assoc. (Sei. Ed), Bd. 38 (1949).'S. 201
bestimmt. 30 Minuten nach oraler Verabfolgung der zu untersuchenden Verbindung wird den Mäusen
65 mg/'kg Pentamethylentetrazol intravenös injiziert. Die ED110 wird durch Probitanalyse berechnet.
b) Fußschocktest
Mit diesem Test wird die zähmende Wirkung von 1,4-Benzodiazepinen bestimmt.
Gruppen von 10 Mäusen (5 Paare) mit einem Körpergewicht von 20 ± 2 g erhallen 30 Minuten
nach oraler Verabfolgung der zu untersuchenden Verbindung während 3 Minuten elektrische Schläge
(50 Volt, 5 Hz, 20 msec), und der Einfluß des Kampfverhaltens wird nach der Methode von Tedeschi
et al., J. Pharmacol, exp. Therap., Bd. 125 (1959), S. 28 bestimmt. Die ED50 wird durch Probitanalyse
berechnet.
c) Akute Toxizität
Die akute Toxizität wird an Gruppen von zehn Mäusen mit einein Körpergewicht von 20 ± 2 g in
drei verschiedenen Dosen berechnet. Die LD50 ist
diejenige Dosis, die 50% der untersuchten Tiere innerhalb 10 Tagen nach oraler Verabfolgung der
untersuchten Verbindung tötet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle I und II zusammenuefaßt.
| Testverbindung | A | — - | Anti- | Fußachock- | LD,,, A. P. | LDs, | LDV, LS. | LD5,,. | |
| B | Penta- | test. | (p. o.) | ||||||
| 5 | C | melhylen- | ED5Ü | ||||||
| D | tetrazoltesl. | (P-o.) | 3000,2,0 | = 1500 | 3000 2,3 = | ||||
| E | ED50 | 3300/1,3 | Φ 2538 | 3300 2,0 = | |||||
| F | (μο.) | 27ΟΟ/Ό.25 | = 10800 | 2700 1.5 = | |||||
| (mg'kjil | (mg'kgi | 2500/0,3 | Φ 8333 | 2500/0.72 = | (mg/kg ι | ||||
| IO | Chlordiazepoxid | 2000/1,1 | = 1818 | 20001.5 = | |||||
| Diazepam | 2.0 | 2.3 | 2000 1,0 | = 2000 | 2000 2.1 = | 3000 | |||
| Tabelle 11 | 1.3 | 2.0 | 960/9.3 | Φ 103 | 960 14 = | 3300 | |||
| 0,25 | 1,5 | 2700 | |||||||
| I c | 0.3 | 0.72 | 2500 | ||||||
| ' J | Sicherheitskoeffizient | 1.1 | 1.5 | 680Ό.96 | Φ 708.3 | 680 6.5 = | 2000 | ||
| 1,0 | 2,1 | 2000 | |||||||
| 9.3 | 14 | 960 | |||||||
| 20 | 0.96 | 6.5 | 680 | ||||||
| der Verbindungen der | Erfind u η | ||||||||
| und der bekannten Verbindungen | |||||||||
| Test- | EU., | ||||||||
| vcrbindung | |||||||||
| 3° | |||||||||
| A | = 1304 | ||||||||
| B | = 1650 | ||||||||
| Γ | = 1800 | ||||||||
| 35 | D | = 3472 | |||||||
| E | = 1333 | ||||||||
| F | = 952 | ||||||||
| Chlor | 68.6 | ||||||||
| diazep | |||||||||
| oxid | |||||||||
| Dia/cpam | = 104.6 |
45
50
55
60
65
A. P. = Anti-Pentamethylentetra/oltesi.
F. S. = Fußschocktest. "
F. S. = Fußschocktest. "
Aus den Tabellen ist ersichtlich, daß die Verbindungen
der Erfindung den bekannten Verbindungen hinsichtlich zentralnervensystemdämpfrnder Wirkung
und Toxizität überlegen sind.
Die Benzodiazepine der Erfindung und ihre Salze können parenteral oder oral in üblichen Verabreichungsformen
verabfolgt werden, z. B. als Tabletten, Dragees, Kapseln, Suspensionen. Lösungen und
Elixiere.
Die Beispiele erläutern die Erfindung^
Eine Lösung von 1 g S-Phenyl^-chlor-U-dihydro-2
H-l,4-benzodiazepin-2-on in 15 ml N,N-Dimethylformamid
wird zu einer Suspension von 0,3 g Natriummethylat in 15 ml Ν,Ν-Dimethylformamid gegeben.
Das Gemisch wird 1 Stunde auf 50 bis 60cC erwärmt,
danach abgekühlt und unterhalb 100C mit einer Lösung von 2 ml ß-Methylsulfinyläthylchlorid in
10 ml Toluol versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 30 Minuten bei Raumtemperatur und anschließend
5 Stunden bei 80 bis 9O0C eerührt. Hierauf wird das
Reaktionsgemisch in Eiswasser eingegossen und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Methylenchloridextrakt
wird über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand
bildet beim Stehen Kristalle. Nach Umkristallisation aus Äthylacetat schmelzen die farblosen Prismen
von 1 - (ß - Methylsulfinyläthyl) - 5 - phenyl - 7 - chlorl,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
bei 166 bis 167° C.
Gemäß Beispiel 1, jedoch unter Verwendung von /J-Methylsulfonyläthylchlorid, erhält man das 1-(/J-Methylsulfonyläthyl)
- 5 - phenyl - 7 - chlor -1,3 - dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 160 bis 161°C.
In analoger Weise wird die folgende Verbindung hergestellt:
l-(/?-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1 ^-benzodiazepin^-on, F. 155 bis 156° C.
Eine Lösung von 0,5 g 2-(/?-Methylsulfonyläthyl)-amino-5-chlorbenzophenon
in 20 ml wasserfreiem Methylenchlorid wird mit 0,5 g 2,5-Oxazolidindion
versetzt. Hierauf wird das Gemisch mit 20 ml einer Ätherlösung von Chlorwasserstoff unter Kühlung
versetzt. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur gerührt. Nach beendeter Umsetzung wird das Gemisch
in Eiswasser gegossen, mit wäßriger Ammoniaklösung alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert.
Der Methylenchloridextrakt wird über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der Rückstand wird mit Isopropanol versetzt. Hierbei bilden sich Kristalle, die aus Aceton umkristallisiert
werden. Das l-(/J-Methylsulfonyläthyl)-5-phenyl-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on kristallisiert in farblosen Plättchen vom F. 160
bis 16PC.
Gemäß Beispiel 3, jedoch unter Verwendung von 2-(/i-Methylsulnnyläthyl)-amino-5-chlorbenzophenon.
erhält man das l-(/<-Methylsulfinyläthyl)-5-phenyl-7-chlor-l,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 166 bis 167° C.
In analoger Weise wird die folgende Verbindung
hergestellt:
H/i-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-l
,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on,
F. 155 bis 156° C.
Eine Lösung von 1 g Chromtrioxid in 1 ml Wasser wird zu einem Gemisch aus 1 g l-(/?-Methylthioäthyl)-
2-aminomethyl-3-phenyl-5-chlorindol und 20 ml Essigsäure
gegeben. Das Gemisch wird 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, sodann in Eiswasser
eingegossen, mit wäßriger Ammoniaklösung alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert. Der
Methylenchloridextrakt wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird in
Chloroform gelöst und auf eine mit Kieselgel gefüllte Kolonne gegeben. Die Kolonne wird mit Äthylacetat
eluiert, das Eluat eingedampft und der kristalline
Rückstand aus Aceton umkristallisiert. Das H/?-Mcthylsulfonyläthyl)
- 5 - phenyl - 7 - chlor -1,3 - dihydro-2 H-l,4-benzodiazepin-2-on schmilzt bei 160 bis 16PC.
Gemäß Beispiel 5, jedoch unter Verwendung von 1 - (/i - Methylthioäthyl) - 2 - aminomethyl 3 - (o - fluorphenyl)-5-chlorindol,
erhält man das l-(/y-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 155 bis 156°C.
B e i s pi el 7
Gemäß Beispiel 5, jedoch unter Verwendung von
1 -(/i- Methylsulfinyläthyl)- 2 -aminomethyl - 3 - phenyl-5-chlorindol.
erhält man das 1-(/i-Methylsulfonyläthyl)-S-phenyW-chlor-l^-dihydro^H-M-bcnzodiazepin-
2-on vom F. 160 bis 16PC.
In analoger Weise werden folgende Verbindungen hergestellt:
l-(/i-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-nuorphenyl)-7-chlor-.
,3-dihydro-2 H-1A-benzodiazepin^-on,
F. 155 bis 156° C,
l-(/i-Äthylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on, F. 122,5 bis 123° C,
1 -(fi-n- Propylsulfony läthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-ch!or-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on, Hydrochlorid,
F. 186,5 bis 187° C, Zers..
l-(/Msopropylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on; Hydrochlorid,
F. 200,5 bis 201,2r C. Zers.
F. 186,5 bis 187° C, Zers..
l-(/Msopropylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-1,3-dihydro-2 H-1,4-benzodiazepin-2-on; Hydrochlorid,
F. 200,5 bis 201,2r C. Zers.
10 ml 15%ige wäßrige Wasserstoffperoxidlösung werden unter Eiskühlung zu einem Gemisch aus 1,5 g
l-(/i-Mcthylthioäthyl)-5-phenyl-7-chlor-l,3-dihydro-2H-1.4-benzodiazepin-2-on
und 20 ml Essigsäure gegeben. Das Gemisch wird 30 Minuten bei 0° C und
anschließend 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Danach wird das Reaktionsgemisch in Eiswasser
eingegossen, mit wäßriger Ammoniaklösung alkalisch gemacht und mit Chloroform extrahiert. Der Chloroformextrakt
wird über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der kristalline
Rückstand wird aus Äthylacetat ümkristallisiert. Man erhält l-(/?-Methylsulfinyläthyl)-5-phenyl-7-chlorl,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 166 bis 167° C.
15 ml einer 30%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung
werden unter Rühren zu einem Gemisch aus 1,7 g l-(/<-Methylthioäthyl)-5-phenyl-7-chlor-l,3-di-
hydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on und 5 ml Essigsäure
gegeben und 3 Stunden auf 35 bis 40° C erwärmt.
Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch 16 bis 18 Stunden stehengelassen, sodann in Eiswasser
eingegossen, mit wäßriger Ammoniaklösung alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert. Der
Methylenchloridextrakt wird über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der Pückstand wird aus Isopropanol umkristallisiert.
Nach nochmaliger Umkristallisation aus Aceton schmilzt das 1 -(^-Methylsulfonyläthyl)-5-phenyl-7-Chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on bei
160 bis 16PC.
Gemäß Beispiel 9, jedoch unter Verwendung von \-(fi- Methylthioäthyl) - 5 - (o - fluorphenyl) - 7 - chlorl,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on,
erhält man das 1 - (fi - Methylsulfonyläthyl) - 5 - (o - fluorphenyl)-7
- chlor -1,3 - dihydro - 2 H -1,4 - benzodiazepin - 2 - on
vom F. 155 bis 156° C.
Beispiel 11
Gemäß Beispiel 9, jedoch unter Verwendung von 1 - (ß - Methylsulfinyläthyl) - 5 - phenyl - 7 - chlor -1,3 - dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on,
erhält man das 1 -(ß- Methylsulfonyläthyl)- 5 -phenyl -7 -chlor- 1,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 160 bis 161°C.
In analoger Weise wird das 1-(/(-Methylsulfonyläthyl)
- 5 - (o - fluorphenyl) - 7 - chlor -1,3 - dihydro - 2 H-l,4-benzodiazepin-2-on
vom F. 155 bis 156°C hergestellt.
Beispiel 12
Ein Gemisch aus 1 g 2-[N'-(/J-Methylsulfonyläthyl)-N'-iNP-carbobenzoxyglycylJ-atnidol-S-chlor-benzophenon
und 20 ml einer 30%igen Lösung von Bromwasserstoff in Essigsäure wird bei Raumtemperatur
gerührt. Nach beendeter Umsetzung wird das Gemisch in Wasser eingegossen, mit wäßriger Ammoniaklösung
alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Methylenchloridextrakt wird über Natriumsulfat
getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Isopropanol umkristallisicrt. Nach nochmaliger Umkristallisation
aus Aceton schmilzt das erhaltene 1 -(ft - Methylsulfonyläthyl) - 5 - phenyl - 7 - chlor -1,3 - dihydro-2H-!,4-benzodiazepin-2-on
bei 160 bis 161°C. In analoger Weise, jedoch unter Verwendung von
2-[N1-(/i-Methy lsulfony läthy 1)-N1-(N2-carbobenzoxyglycyl)-amido]-5-chlor-2'-fluorbenzophenon,
erhält man das l-(//-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-l,3-dihydro-2H-l,4-benzodiazcpin-2-on
vom F. 155 bis 156° C.
In analoger Weise erhält man das l-(/<-Methylsulfinyläthyl)
- 5 - phenyl - 7 - chlor -1,3- dihydro - 2 H-l,4-benzodiazcpin-2-on vom. F. 166 bis 167°C.
Beispiel 13
Ein Gemisch aus 1 g 2-(N-Phthalimidoacetyl-N-/i-methylsulfonyläthyl)
- amino - 5 - chlor -T- fluorbenzophenon, 15 ml Mcthylenchlerid und 15 mlÄthanol
wird mit einer Lösung von 2 g Hydrazinhydrat in 2 ml Wasser versetzt und bei Raumtemperatur
gerührt. Nach beendeter Umsetzung wird das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck eingedampft,
der Rückstand mit Wasser verdünnt, mit wäßriger Ammoniaklösung alkalisch gemacht und mit Äther
extrahiert. Der Ätherextrakt wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus
wenig Diisopropyläther umkristallisiert. Nach nochmaliger Umkristallisation aus einer Mischung von
Diisopropyläther und Methylenchlorid schmelzen die farblosen Prismen von l-(/<-Methylsulfonyläthyl)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlorl,3-dihydro-2
H-1,4-benzodiazepin-2-on bei 155 bis 156° C.
In analoger Weise werden folgende Verbindungen hergestellt:
l-{/<-Mcthylsulfonyläthyl)-5-phenyl-7-chlor-1,3-dihydro-2
H-1,4-bcnzodiazepin-2-on,
F. 160 bis 16TC.
F. 160 bis 16TC.
1 -(/<-MethylsulfinyIäthyl)-5-phenyl-7-chlor-
l,3-dihydro-2H-l,4-bcnzodiazepin-2-on,
F. 166 bis 167" C.
F. 166 bis 167" C.
Claims (1)
1.5- Phenyl - 1,3 - dihydro - 2 H - 1,4 - benzodiazepin-2-one
der allgemeinen Formel I
CH2-S(O)1n-R2
a) ein Benzodiazepin-Derivat oder dessen Salz dc allgemeinen Formel II
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