DE209574C - - Google Patents

Info

Publication number
DE209574C
DE209574C DENDAT209574D DE209574DA DE209574C DE 209574 C DE209574 C DE 209574C DE NDAT209574 D DENDAT209574 D DE NDAT209574D DE 209574D A DE209574D A DE 209574DA DE 209574 C DE209574 C DE 209574C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wick
grate
burner
air
gasification
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT209574D
Other languages
English (en)
Publication of DE209574C publication Critical patent/DE209574C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D3/00Burners using capillary action
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D2900/00Special features of, or arrangements for burners using fluid fuels or solid fuels suspended in a carrier gas
    • F23D2900/31Air supply for wick burners

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wick-Type Burners And Burners With Porous Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 209574 KLASSE 4g. GRUPPE
RUDOLF LANGHANS in BERLIN.
Dochtbrenner. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1907 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den Dochtbrenner dahin zu verbessern, daß er eine möglichst rußfreie Flamme andauernd erzeugen kann.
Sie besteht hierzu darin, den als Vergasungs- und Verbrennungsherd in Wirkung ■tretenden Teil des Dochtes in der Gestalt eines Rostes in der Art in den Brenner einzubauen, daß die Luft zwangläufig quer zur Stäbchenrichtung von einer Seite des Dochtes zur anderen durch den Vergasungs- und Verbrennungsherd hindurchgeführt wird, d. h. daß sich Rostform und Röstwirkung vereinigt finden.. Hierin besteht das Wesen der Erfindung.
Es sind Anheizbrenner für Petroleumdampflampen aus der Patentschrift 158976 (Fig. 3) bekannt, bei denen der Verbrennungsherd aus einem aufrechten Hohlzylinder mit von mehreren . öffnungen durchbrochenen Wandungen besteht. Ferner kann auch bei dem Mitrailleusenbrenner nach Patentschrift 103571» wo der volle Dunddocht ersetzt ist durch eine Anzahl von im Kreise mit gegenseitigem Abstand angeordneten Teildochten,von einer rostförmigen Gestalt des Verbrennungs- und Vergasungsherdes in seiner Gesamtheit gesprochen werden. Doch fehlt bei diesem Bekannten die für den vorliegenden Brenner
wesentliche zwangläufige Führung der Luft, die bei den genannten alteren Brennern vielmehr oben sowohl am1 äußeren wie am inneren Umfang des Herdes freien Abzug hat.
Die zwangläufige Führung der Luft derart, daß sie den rostförmigen Vergasungs- und Verbrennungsherd quer zur Stäbchenrichtung, ■
d. i. von einer Seite zur anderen, durchstreicht, hat die Wirkung, daß die Vergasung eine erhebliche Vervollkommnung erfährt, indem außer der Verteilung des Brennstoffes auf eine größere Fläche auch die Abscheidung von Koks auf diese Fläche verhindert wird; andererseits wird die Verbrennung verbessert, indem der vollkommen vergaste Brennstoff sogleich am Entstehungsort eine innigere sowie reichlichere Durchmischung mit Luft erfährt als bei der Bestreichung in der Längsrichtung.
Die Erfindung ist sowohl beim Dochtbrenner für Leuchtflamnie wie beim Dochtbrenner für Blauflamme verwendbar, umschließt also beide Dochtbrennerarten, indem für die Art der Flamme die Brennluftmenge maßgebend ist und diese auf den bekannten Wegen zur Einwirkung gebracht werden kann. Insbesondere wertvoll ist die Erfindung für den Blaubrenner dadurch, daß sie ermöglicht, die Heizkraft des Brennstoffes in erheblich höherem Grade als .vermittels der bekannten Bauarten für den Dochtbrenner auszunutzen, sowie durch Unterdrückung kohlenstoffreicherer Vergasungsprodukte die Neigung der Blauflamme zum Umschlagen in die Gelbflamme stark herabzusetzen.
Zur Erläuterung des wesentlichen Unterschiedes der Erfindung gegenüber dem bekannten diene die Fig. 1 der Zeichnung.
α bedeutet den den flüssigen Brennstoff (Petroleum und andere flüssige Kohlenwasserstoffe, Spiritus u. dgl.) ansaugenden Dochtteil oder Saugdocht und b den den Vergasungs- und Verbrennungsherd bildenden, als Rost ausgebildeten oberen Endteil des Dochtes.
Dieser Teil b wird am zweckmäßigsten, wie auch beim geschlossenen (vollen) Docht vielfach üblich, als besonderer Aufsatz, und zwar hier in der Art hergestellt, daß er einen aus senkrecht stehenden Elementen c zusammengesetzten Rost bildet. Die Rostelemente oder Stäbchen c müssen selbstverständlich gute Kapillarität besitzen, und sie sollten der Dauerhaftigkeit wegen, mit möglichster Feuerbeständigkeit ausgestattet werden, also aus mineralisch imprägnierter organischer Faser, Mineralfaser (Asbest usw.), aus Mineralstoffen, gepreßten, geschnittenen oder sonstwie hergestellten Stäbchen bestehen. In Fig. ι ist beispielsweise der Rostdocht in der Weise hergestellt, daß ein Asbestfaden in einem feuerfesten Rahmen d von zylindrischer Form auf- und niedergeführt ist. Im Falle des Blaubrenners ist der Wärmeübertragung vom , Rahmen d auf den Saugdocht α tunlichst vorzubeugen und dieser an der Anschlußstelle des Rostes auch möglichst gasdicht mit dem Dochtrohr e zu umschließen,, eine Maßnahme, die sich auch für den Leuchtbrenner empfiehlt.
Die Luftzufuhr kann von innen nach außen oder umgekehrt bewirkt werden. Im Falle der inneren Luftzuführung wird der Innenraum des Rostaufsatzes b oben (wie in gestrichelten Linien angedeutet) mit einer Platte / luftdicht abgedeckt, während der Aufsatz b oben offen bleibt und der Raum um den Rost in Höhe seines oberen Randes durch eine rings anschließende Querwand begrenzt wird, wenn die .Luftzufuhr (z. B. zur Bildung einer geschlossenen säulenförmigen Flamme) von außen her erfolgen soll.
Gesetzt, die Luftzufuhr erfolge, wie durch Pfeil angedeutet, von innen her und in der zur Erzeugung der Blauflamme erforderlichen Menge. Infolge der großen Unterteilung, welche der Vergasungs- und Verbrennungsherd b durch seine Rostform und Zusammensetzung aus einer größen Anzahl dünner Stäbchen erfahren hat, wird für das gleiche Volumen Brennstoff die Vergasungs- und Verbrennungsfläche nicht nur ganz erheblich ausgebreitet, sondern es wird dieser auch reichliche Luft in der wirksamsten Weise zugeführt; indem nämlich die Luft gezwungen wird, sich in einer der Roststäbchenzahl entsprechenden Zahl von Strömen quer durch den Vergasungs - und Verbrennungsherd mit großer Geschwindigkeit zu drängen, werden dessen sämtliche Punkte andauernd von frischer Luft erreicht und zum größten Teil von dieser Luft mit starker Reibung unter wesentlich rechtem Winkel bestrichen. Die Wirkung ist, daß einerseits infolge der stark vergrößerten Vergasungsfläche der Brennstoff eine bei weitem vollkommenere Vergasung als bisher, andererseits durch Abblasen der Flämmchen von den Roststäbchen eine ungemein innige Mischung des vollkommeneren Gases mit reichlicher Luft in allen Punkten der Vergasungsfläche unmittelbar auf dieser herbeigeführt wird, wodurch zugleich auch die Bildung einer Koks auf die Vergasungsfläche abscheidenden Zone zwischen dieser Fläche und der Flamme beseitigt ist. Durch die Zusammenwirkung dieser Faktoren bildet sich an jedem Roststäbchen eine Blauflamme; die Einzelflammen vereinigen sich zu einer geschlossenen Flamme, die außen am Rost b hinaufschlägt und welcher die zur völligen Ent-.leuchtung (Verbrennung ohne vorherige Kohlenstoffabscheidung) erforderliche zusätzliche Luft in bekannter Weise zugeführt wird, wie in den Fig. 1 a, 1 b und 1 c in einigen schematischen Beispielen von Brennern veranschaulicht. . '80
Es leuchtet hiernach ein, daß die Ausbildung des Vergasungs- und Brennherdes des Dochtes in der Art, daß in ihm die Rostform mit der Wirkung des Rostes vereinigt ist, die Heizkraft des Brennstoffes in einer durch die bekannten Dochtbrenner unerreichbaren Höhe ausnutzbar macht und die Gegenwart von kohlenstoffreicheren Gasen in der Blauflamme, d. i. das Umschlagen dieser in eine leuchtende Flamme, praktisch ausschließt, sofern nur die Speisung des Rostes mit Luft genügend erfolgt. ·
Durch die Vereinigung von Rostform und Rostwirkung ist ferner auch der insbesondere für den Blaubrenner wichtige Vorteil erbracht, daß die Maximalgröße des Verbrennungsherdes ein für allemal bei der Herstellung des Brenners festgelegt werden kann, so daß die, wie bekannt, ebenso lästige wie häufig notwendige Nachregelung von Hand beseitigt und der Benutzer des Brenners, von der Sorge des Blakens befreit, den Petroleum- oder Spiritusbrenner in derselben Weise sich über-■lassen darf wie den Gasbrenner.
Technisch wertvoll ist die Erfindung ferner noch dadurch, daß sie eine große Anzahl von Ausführungsformen, namentlich auch in bezug auf die Formung der Flamme zuläßt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Ausführungsformen, gemäß denen dem Rost die Form eines Kegelstumpfes gegeben ist und dieser entweder wie g in Fig. 2 in normaler Lage oder wie h in Fig. 3 in umgekehrter Lage angeordnet ist. Im ersten Falle entsteht eine mehr gestreckte, im zweiten Falle eine mehr ausgebauchte Flamme.
Die Fig. 4, 4 a und 4 b zeigen die Ausbildung des Vergasungs- und Verbrennungs-. herdes als ringförmigen Scheibenrost i mit radial angeordneten Stäbchen c, der sich mit dem inneren Umfang, wie in Fig. 4 a, oder mit dem äußeren Umfang, wie in Fig. 4 b, an den
oben abzudeckenden Saugdocht α anschließen kann. In der Figur erfolgt die Brennstoffzuführung von unten her und ebenso die Luftzuführung, selbstverständlich kann die Anordnung· auch umgekehrt getroffen werden. Fig. 5 gibt eine Ausführungsform des Scheibenrostes, gemäß welcher dessen innerer Umfang in eine höhere Ebene als der äußere Umfang gelegt und ersterer an den Saugdocht a ge-
10. schlossen ist. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß die Roststäbchen c außer durch ihre Kapillarität auch nach Art von Hebern auf den Brennstoffgehalt des Saugdochtes α wirken. Umgekehrt kann auch, wie in Fig. 5 a, der Außenrand des Rostes dessen Innenrand überhöhen und dann mit ersterem an den Saugdocht gelegt werden. Auch hier können, wenn gewünscht, umgekehrt wie dargestellt, Brennstoff- und Luftzuführung von oben her bewirkt werden. Zu bemerken ist, daß in den Fig. 4 bis 5 a die Wände o. dgl., welche die Führung der Luft quer zur Stäbchenrichtung durch den Rost hindurch erzwingen und andere willkürliche Bewegungsrichtungen der Luft zu den Stäbchen ausschließen, weggelassen und bei der Ausführung hinzuzufügen sind.
Will man die Flammen breit gestalten, so gibt man dem Rost eine entsprechend langgestreckte Querschnittsform.
Werden die Roststäbchen aus mineralischer Masse hergestellt, so ist es nicht erforderlich, sie an beiden Enden zu fassen, sondern man kann sie, abgesehen von der zur zwangläufigen Luftdurchführung nötigen Einschließung, frei aufragen oder herabhängen lassen. Die Fig. 6, 7 und 8 geben drei Beispiele für diese Rostform. . In Fig. 6 sind gerade Roststäbchen c in senkrechter Stellung in einem mit Platte / überdeckten Kreis angeordnet. Je nach Flammenfofm können dabei die Stäbchen auch mit Neigung nach innen oder außen angeordnet werden. Auch die nicht kreisförmige, sondern kammartige Anordnung der Stäbchen in einet offenen, d. i. geraden oder gekrümmten Reihe oder in einer Anzahl von Reihen und in einer die zwangläufige Luftdurchführung sichernden Umschließung soll nicht ausgeschlossen sein. In Fig. 7 sind die Stäbchen bei herabhängender Lage stark gekrümmt, so daß eine Art durch Platte / unten geschlossener Korbrost gebildet ist, der für Invertglühlichtbrenner verwertbar ist. Fig. 8 zeigt aufragende Stäbchen, die schwach gegeneinander gekrümmt sind. .
Die Erfindung ist weder an eine besondere Substanz noch an eine besondere Querschnittsform des Rostes gebunden und insoweit unabhängig von der Richtung der Luftzuführung, als die Luft je nach dem besonderen Fall von innen oder von außen her, von unten oder von oben her durch den Rost hindurchgeführt werden kann.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    . i. Dochtbrenner, dadurch gekennzeichnet, daß der den Vergasungs- und Verbrennungsherd bildende Dochtteil als Rost ausgebildet ist, durch welchen die Luft zwangläufig von einer Seite zur, anderen hindurchgeführt wird.
  2. 2. Ausführungsform des unter 1. geschützten Dochtbrenners, bei welcher der rostartige Dochtteil kegelförmig ,3 pyramidenförmig oder korbförmig gestaltet ist.
  3. 3. Ausführungsform des unter 1. geschützten Dochtbrenners, bei welchem der rostartige Dochtteil als Ringscheibe ausge- . bildet ist, deren Ränder in der gleichen oder in verschiedenen Ebenen liegen.
  4. 4. Ausführungsform des unter 1. geschützten Dochtbrenners, bei welchem der rostartige Dochtteil kammartig gebildet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT209574D Active DE209574C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE209574C true DE209574C (de)

Family

ID=471533

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT209574D Active DE209574C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE209574C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69009884T2 (de) Winddichter Zigarettenanzünder mit Doppelflamme.
DE2536688C2 (de) Bodenfackelbrenner
DE2308700A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verringern der tendenz eines verbrennungsmotors zum klopfen und zum verschmutzen der luft
DE209574C (de)
DE2156374C3 (de) Topfvergasungsbrenner für Flüssigkeitsbrennstoff
DE471326C (de) OElfeuerung
AT275093B (de) Glühkörpereinsatz für Schalenbrenner
DE176345C (de)
DE161763C (de)
DE224758C (de)
DE318095C (de)
DE146629C (de)
DE824820C (de) Geblaeseloser Brenner fuer Schweroel
DE190125C (de)
DE241176C (de)
DE564309C (de) Dampfbrennerlampe fuer Haengegluehlicht
DE2020645C3 (de) Glüheinsatz für Schalenverdampfungsölbrenner mit einer Umfangslöcher für den Eintritt von Primärluft aufweisenden Verdampfungszone und einer darüberliegenden, Umfangslöcher für den Eintritt von Sekundärluft aufweisenden Verbrennungszone
AT95287B (de) Sägespäneofen.
DE168592C (de)
DE21648C (de) Feuerung zur Verbrennung flüssiger Kohlenwasserstone
DE415677C (de) Schornstein fuer Petroleumbrenner mit gerader oder runder Flamme
DE223602C (de)
DE305551C (de)
DE264649C (de)
DE1281621B (de) Zylindrischer Brennertopf fuer fluessige Brennstoffe