DE209554C - - Google Patents

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DE209554C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/02Footwear stitched or nailed through

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
Gelöscht
PATENTAMT.
KLASSE 71 β. GRUPPE 16.'
einer falschen Brandsohle.
Bei der Herstellung von Schuhwerk, sehr schweres Schuhwerk ausgenommen, spielt die Brandsohle nur eine ganz vorübergehende Rolle, indem sie nur dazu dient, während des Nähens das Oberleder, welches mit der Brandsohle mittels Pinnen verbunden ist, in der richtigen Stellung und Spannung zu halten. Sobald das Nähen beendigt ist, ist sie daher ganz überflüssig und in leichtem Schuhwerk
ίο sogar schädlich, indem selbst eine dünne Brandsohle die Laufsohle eines wesentlichen Teiles der von einem Ballettschuhe o. dgl. zu fordernden Biegsamkeit beraubt. Man hat deshalb die Frage dadurch zu lösen ^ versucht, daß man solches Schuhwerk als sogenanntes »umgewendetes« Schuhwerk herstellt, indem man also während des Nähens die Kehrseite nach außen wendet und nach dem Nähen wieder die Hauptseite herauskehrt. Dies Verfahren ist indessen ziemlich teuer, weil es meist kostpielige Maschinen oder eine zeitraubende Arbeit erfordert, da das Wenden vorsichtig ausgeführt werden muß.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk ohne Brandsohle, bei dem die Vorteile des umgewandten Schuhwerks ohne die Kosten erreicht werden sollen, die sonst mit der Herstellung desselben verbunden sind. Das Verfahren besteht darin, däß man eine sogenannte falsche Brandsohle aus beliebigem, aber wohlfeilem Stoff vor ihrer Verwendung durchlöchert und beim Durchnähen des Schuhwerks die Naht in die Löcherreihe fallen läßt, wonach man sowohl den außerhalb der Löcherreihe liegenden Rand als den innerhalb derselben liegenden mittleren Teil der Brandsohle ausreißt.
Man kennt schon ähnliche Verfahren, bei denen indessen entweder ein das Schuhwerk versteifender Rand stehen bleibt oder die falsche Brandsohle nach Durchnähen des Schuhwerks nebst einem Rande des Oberleders ausgeschnitten werden muß, wodurch außerdem Leder verloren geht. Bei dem vorliegenden Verfahren wird dagegen die ganze falsche Brandsohle nach dem Durchnähen ent- ·'· fernt, ohne daß man ein besonderes Durchschneiden derselben oder des Leders vorzunehmen braucht, und ohne daß das geringste Leder verloren geht.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Brandsohle, Fig. 2 einen Querschnitt durch das Schuhwerk vor Ausreißen der Brandsohle und Fig. 3 denselben Schnitt nach dem Ausreißen, d. h. durch das fertige Schuhwerk.
Wie Fig. ι zeigt, wird die Brandsohle ringsherum in einer bestimmten Entfernung von der Kante mit einer Reihe Löcher α derart versehen, daß zwischen letzteren dünne Zwischenwände b verbleiben. Die Löcher haben eine beliebige Form, doch ist die auf der Zeichnung dargestellte die zweckmäßigste, indem sie es erleichtert, während des Durchnähens des Schuhwerks die Löcherreihe mit dem Zwirne zu treffen, so daß sowohl der innerhalb der Naht liegende mittlere Teil der Brandsohle als der außerhalb derselben liegende Rand abgerissen werden kann. Die
Löcher können ζ. B. mittels einer in eine gewöhnliche Schuhwerknähmaschine eingesetzten flachen und hohlen Nadel hergestellt werden. Nach Durchnähen der Sohle reißt man sowohl den mittleren Teil c der Brandsohle als den Rand d derselben aus, so daß (wie Fig. 3 zeigt) nur das Oberleder e und die Hauptsohle f, die durch die Naht g zusammengehalten werden, zurückbleiben. -
ίο Hält man während des Nähens den Zwirn hinlänglich straff, und sind die Zwischenwände b dünn, wird der Zwirn selbst während des Nähens diese einfach durchschneiden, so daß die Brandsohle von selbst gelöst wird, je nachdem sie überflüssig wird; geschieht dies indessen nicht, kann man sie, wie gesagt, leicht ausreißen, wenn das Nähen beendigt ist.
Ist während des Besohlens eine Brandsohle erforderlich, kann man eine auf dieselbe Weise angeordnete Brandsohle einsetzen, die dann nach dem Besohlen wieder entfernt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk ohne Brandsohle unter Verwendung einer »falschen« Brandsohle, dadurch gekennzeichnet, daß man letztere vor ihrer Verwendung durchlöchert, beim Durchnähen des Schuhwerks die Naht in die so hergestellte Löcherreihe fallen läßt und endlich sowohl den außerhalb der Löcherreihe liegenden Rand der Brandsohle als den innerhalb der Löcherreihe liegenden mittleren Teil derselben ausreißt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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