DE205740C - - Google Patents

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DE205740C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D3/00Woven fabrics characterised by their shape

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

-ι I
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 205740 KLASSE 86 c. GRUPPE
ALFRED WEHNER in DRESDEN-A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1907 ab.
Es ist bekannt, der Kette nach endlose Bänder in der Weise herzustellen, daß die Kette aus einem durchlaufenden, in Windungen über mehrere Stützpunkte herumgelegten Faden gebildet wird und der Schuß zuerst in gewöhnlicher Weise unter üblicher. Fachbildung mit dem Schützen, später mit der Eintragnadel und schließlich nach Beseitigung der Litzen und Entfernung des Rietblattes mit einer Stopfnadel eingetragen wird. Gegenstand der Erfindung ist eine überaus einfache und auch an vorhandenen Webstühlen ohne weiteres anzubringende Vorrichtung, welche das Weben derartiger Bänder und das Zurichten der Kette im Webstuhl selbst gestattet und damit die Unzuträglichkeiten des besonderen Aufbäumens der Kette und Übertragens der aufgebäumten in den Stuhl vermeidet.
Die Vorrichtung besteht in einem beweglichen und feststellbaren Stützbaum. Beim Zurichten der Kette wird dieser Stützbaum so eingestellt, daß er im Verein mit dem Brustbaum und einem zweiten Stützbaum, als welcher bei vorhandenen Webstühlen der Warenbaum dienen kann, ein Dreieck von bestimmter, dem zu erzeugenden Band entsprechender Gesamtlänge der drei Seiten bildet. In dieser Einstellung kann die Kette bequem derart aufgebracht werden, daß alle Windungen des Kettenfadens die gleiche Spannung erhalten. Ist dies erreicht, so kann die Gleichmäßigkeit der Spannung und die Ordnung der Kettenfadenwindungen durch Übertragung der Kette nicht mehr gefährdet werden, da sie an dem Ort ihrer Zurichtung verbleibt. Man bringt alsdann den beweglichen Stützbaum in eine solche Lage, daß er einer gewichtsbelasteten Rolle zur Anspannung der Kette Raum gibt und als Streichriegel zur Begrenzung des hinteren Fachwinkels dient. Seine Lage zum Brustbaum ist derart zu wählen und festzulegen, daß er die die obere Dreieckseite bildende Kettenfadenbahn in der für die Fachbildung und die Hindurchführung durch das Rietblatt der Lade geeigneten Ebene hält.
Auf der Zeichnung gibt Fig. 1 einen Längsschnitt schematisch, Fig. 2 den Grundriß des Webstuhles. Fig. 3 zeigt die Abschlußstelle des Gewebes in stark vergrößertem Maßstabe, lind Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der aufgespannten Kette im Grundriß.
Als vorläufiger Stützpunkt für das Aufspannen der Kette im Dreieck dient im Verein mit dem Brustbaum 1 und dem unteren Stützbaum 2 der am Stuhlgestell mittels der Arme 4 beweglich und feststellbar angebrachte Stützbaum 3. Über diese drei Bäume wird zunächst die Kette α in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise gespannt. Alsdann wird in die Kette die Rolle 5 eingehängt, mit welcher das Belastungsgewicht 6 verbunden ist. Die Rolle 5 ist mit feinen rundlaufenden Rillen versehen, damit sich die einzelnen Windungen des Kettenfadens nicht zusammen- und ineinanderschieben. Nach dem Einhängen der Rolle 5 wird Stützbaum 3 so eingestellt, daß
die obere Bahn der Kette in die richtige Lage zu den Schäften 7, 8 und der Lade 9 kommt. Das Rietblatt muß natürlich zerlegbar sein, damit es nach dem Aufspannen der Kette eingebracht werden kann. Auch die Litzen müssen nachträglich eingefügt werden ' und von solcher Art sein, daß die Augen erst über den Kettenfäden gebildet bzw. geschlossen werden und nach Beendigung der
.10 Webarbeit leicht gelöst oder geöffnet werden können.
Die als Widerlager für die ersten Schüsse eingezogene Schnur ist bei c in Fig. 4 angedeutet.
Das Weben selbst, bei dem die Kette um ihre Stützpunkte herumwandert, bis schließlich wieder die Anfangsstelle mit Schnur e von hinten herum in die Nähe der Schäfte kommt, bietet nichts besonderes. Solange es möglich ist, wird mit dem Schützen gearbeitet. Ist es nicht mehr möglich, so greift man zur Eintragnadel und schließlich nach Entfernung der Litzen und des Rietblattes sowie der Schnur β zur Stopfnadel, mit der der Schußfaden bis zur völligen Ausfüllung der Lücke in der Kette eingezogen wird. Es sind dann noch die Enden b1 und b2 des Kettenfadens zu verwahren, was in der bereits beschriebenen und aus Fig. 3 ohne weiteres ersichtlichen Weise geschieht.
Die bereits erwähnte Querversetzung des Gewebes an der Abschlußstelle, die natürlich in Wirklichkeit viel weniger ausmacht als in der vergröberten Darstellung der Fig. 3, gleicht sich beim Strecken und Appretieren vollständig aus und stört nicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Webstuhl zur Herstellung endloser Bänder, bei welchen die Webkette aus einem fortlaufenden Kettenfaden gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stützbaum (3) angeordnet ist, welcher zunächst mit dem Brustbaum (1) und einem zweiten Stützbaum (2) zum Vorrichten der Webkette dient und alsdann in eine solche Lage gebracht wird, daß er zum Einlegen der zum Anspannen der Kette dienenden gewichtsbelasteten Spannrolle Raum gibt und als Streichriegel den hinteren Fachwinkel begrenzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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