DE205490C - - Google Patents

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DE205490C
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DE
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gas
lever
gas pressure
membrane
locking arm
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DENDAT205490D
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English (en)
Publication of DE205490C publication Critical patent/DE205490C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der Gashähne o. dgl. an Gäsfernzündern, welche durch vorübergehendes mäßiges, bestimmt weites Abweichen des Gasdruckes vom normalen Drucke in Tätigkeit gesetzt werden kann. Und. zwar läßt sich der neue Durchlaßöffner ohne irgendwelche bauliche Veränderung durch einfaches Verschieben eines Gewichts nach Bedarf so einstellen,
ίο daß er durch Erhöhung oder Verminderung des Gasdruckes wirkt.
Besonders die Möglichkeit, zuerst für erhöhten Gasdruck eingestellte Vorrichtungen später ohne weiteres so einstellen zu können, daß sie durch vorübergehende Verminderungen des Gasdruckes betrieben werden, ist von außerordentlicher Bedeutung. Außerdem ist nach der Erfindung dafür gesorgt, daß die Zündung- erst dann eintritt, wenn nach Aufhebung der Gasdruckverminderung wieder genügend viel Gas zum Speisen der Flamme vorhanden ist.
Die Vorrichtung hat in der Hauptsache zwei Kammern, von denen die eine als Schutz für das Triebwerk und die andere zur Aufnahme einer Membran dient; letztere ist durch einen Kanal mit der Gasleitung verbunden, so daß die Membran entsprechend dem Gasdruck mehr oder weniger aufgebläht wird.
Eine diesen Membranschwingungen folgende Klappe überträgt unter Vermittlung eines durch Federn, Gewichte 0. dgl. angetriebenen Werkes ihre Bewegung auf den Gashahn 0. dgl., so daß dieser geöffnet oder geschlossen wird.
Die Schwingungsbewegungen haben daher nur dieses Werk auszulösen und brauchen deshalb nur gering zu sein.
Damit das Triebwerk nicht von Gas berührt wird, ist die Membrankammer nach dem übrigen Gehäuse hin dicht abgeschlossen. Außerdem sind für die zum Brenner und zur Zündflamme führenden Gasströme bestimmte Kanäle vorgesehen, welche auch dieses Gas vom Triebwerk fernhalten.
Wenn die Membran die äußere Wand der Membrankammer bildet, kann sie leicht ausgewechselt werden, und da sie so groß wie die Wand sein bzw. diese ersetzen kann, so ist sie infolge ihrer großen Berührungsfläche mit dem Gas so wirkam als irgend möglich.
Es sind allerdings Fernzünder bekannt, welche bei vorübergehender Erhöhung des normalen Gasdruckes ein den Durchlaß steuerndes Spannwerk auslösen und durch entsprechenden Umbau auch so eingerichtet werden können, daß sie auf vorübergehende Verminderung des Gasdruckes ansprechen. Insbesondere ist es auch bekannt, das Spannwerk außerhalb der Gaswege zu lagern.
Eine schon an die Gasleitung angeschlossene Vorrichtung nach Belieben entweder durch Einwirkung erhöhten Gasdruckes oder durch Einwirkung der Verminderung des Gasdruckes betreiben zu können, war die Aufgabe, welche durch die Erfindung gelöst werden sollte.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar durch
Fig. ι im Längsschnitt, durch
Fig. 2 in Hinteransicht bei abgehobener Kappe und Membran, durch
Fig. 3 in Seitenansicht mit teilweise ausgebrochener Gehäusewand und durch
Fig. 4 im Schnitt durch die Gaswege.
Das Gehäuse ι hat unten den Einlaßstutzen 2, durch welchen (Fig. 4) das Gas in die Kanäle 3, 4 und 5 eindringt. Der Kanal 3 führt zum Brenner, welcher auf den Stutzen 6 aufgeschraubt wird; der Kanal 4 mündet in den von der Membran nach außen abgeschlossenen Raum 7, und der Kanal 5 ist an den Zündflammenbrenner angeschlossen. Die Membrankammer ist gegen das Gehäuse durch einen Deckel 8 dicht abgeschlossen, so daß das Triebwerk vom Gas nicht berührt wird.
An dem Einlaßstutzen 2 ist die Klappe 10 in dem Scharnier 11 drehbar gelagert. Mit der Klappe ist fest verbunden der Hebel 12, auf welchem das Gewicht 13 beliebig eingestellt werden kann. Das letztere regelt den Widerstand, welchen die Klappe der Membran bzw. dem Gasdruck entgegensetzt.
Der Einlaßstutzen 2 trägt gegenüber dem Scharnier 11 ein zweites Scharnier 14, in welchem der Hebel 15 drehbar ist. Dieser hat eine nach unten gerichtete Umbiegung 16 und eine nach oben gerichtete 17. Die Umbiegung 16 liegt auf dem Hebel 12 auf und nimmt an dessen Bewegungen teil, so daß die Umbiegung 17 dieselben Bewegungen erfährt.
An der Gehäusewand 18 (Fig. 1) ist das Laufwerk 19 gelagert, welches mittels eines Schlüssels von dem Aufzug 20 aus aufgezogen werden kann. Durch das Laufwerk wird nach bewirkter Auslösung das Hahnküken 21 gedreht und dieses nimmt das mit ihm fest verbundene Zahnrad 22 mit, welches in den Trieb 23 eingreift. An diesem Trieb sitzt der Sperrarm 24, welcher an seinem freien Ende (Fig. 5 und 6) eine obere Nase 25 und eine untere 26 trägt. Mit diesen Nasen arbeitet der Stift 28 des schwingbaren Hebels 27 so zusammen, daß er nach dem Hochgehen des Hebels die obere und nach dem Sinken des Hebels die untere Nase sperrt. Die Druckfeder 29 dient dem Hahnküken 21 und dem Zahnrad 22 als Widerlager.
Bei Ausschwingen der Klappe 10 infolge eines Druckstoßes in der Pfeilrichtung (Fig. 3) wird der Hebel 12, der mit der Klappe einen starren Winkelhebel bildet, angehoben und bringt dadurch den mit seiner Umbiegung 16 aufliegenden Hebel ebenfalls nach oben zum Ausschwingen, so daß die obere Umbiegung 17 das freie, zweckmäßig etwas beschwerte Ende des Drehhebels 27 hochdrückt. Auf diese Weise wird der Stift 28 aus seiner Lage gemäß der Fig. 5, in welcher er die Nase 26 sperrt, in die Lage gemäß der Fig. 6 gebracht, . in welcher er die Nase 25 sperrt. Da das Laufwerk 19 den Sperrarm 24 in der Pfeilrichtung linksherum schwingt, wird durch das Heben des Drehhebels 27 aus der Lage gemäß Fig. 5 in diejenige gemäß Fig. 6 der Sperrarm 24 einmal herumgeworfen. Zuerst liegt also gewissermaßen vor dem Stift 28 die Nase 26, und nach erfolgter Drehung liegt vor dem Stift 28 die Nase 25, bis durch Zurückbewegung der Klappe 10 bzw. des Hebels 15 der Drehhebel 27 in seine ursprüngliche Lage zurückfällt und dadurch nach erfolgter Weiterdrehung des Sperrarmes 24 um den Abstand der Nasen 25 und 26 voneinander die Gesamtstellung gemäß Fig. 5 wieder erreicht wird. Natürlich kann die Bewegung auch umgekehrt von der Lage der Fig. 6 aus in diejenige der Fig. 5 und alsdann zurück in die Lage der Fig. 6 erfolgen, wobei der Sperrarm 24 ebenfalls nur eine Umdrehung ausführt.
Die Bewegung aus der Lage der Fig. 5 in diejenige nach Fig. 6 und zurück tritt ein infolge vorübergehender Erhöhung des Gasdruckes aus dem normalen zu einem solchen Druck, der von den gewöhnlichen Druck- 85 Schwankungen nicht erreicht wird. Infolge der Druckerhöhung wird die Membran 9, welche durch den normalen Gasdruck bereits etwas aufgebläht ist, weiter aufgebläht und dadurch die Klappe 10 genügend ausgeschwungen, um den Stift 28 an der Nase 26 emporgleiten und sie freigeben zu lassen. Es erfolgt daher eine Umdrehung des Sperrarmes 24 bis zum Anschlag seiner Nase 25 gegen den Stift 28 und so das Öffnen des Gashahnes 21 und Entzünden der Lampen. Geht der Gasdruck auf die normale Höhe zurück, so senkt sich der Stift 28, so daß der Sperrarm 24 sich um den Abstand der Nasen 25 und 26 weiterbewegt und die Nase 26 sich wieder an den Stift 28 heranlegt. Genau so wie die Zündung erfolgt durch Wiederholen des Vorganges das Löschen der Lampen, also ebenfalls durch vorübergehende Erhöhung des Gasdruckes. Zur Erzielung des' beschriebenen Arbeitsvorganges ist das Gewicht 13 so einzustellen, daß die bei dem normalen Gasdruck auftretenden unvermeidlichen Schwankungen die Klappe 10 nicht genügend ausschwingen können.
Wird das Gewicht 13 an das Gehäuse heran- no geschoben bzw. die wirksame Länge des Hebels 12 um "so viel verkürzt, daß bei normalem Gasdruck der Drehhebel 27 und somit der Sperrarm 24 die Stellung nach Fig. 6 einnimmt, so kann das Zünden und Löschen durch Heranschwingen der Klappe 10 an das Gehäuse erfolgen, d. h. durch Einsinkenlassen der Membran bzw. durch Verminderung des Gasdruckes unter den tiefsten Druck der normalen Schwankungen. Bei dem Arbeiten mit Druckverminderung wird die Lage der Fig. 6 bei normalem Gasdruck eingenommen, dage-
gen bei Verminderung des Gasdruckes die Lage nach Fig. 5. Erst wenn der Gasdruck wieder die normale Höhe erreicht, tritt die Zündung ein, also während die Lage nach Fig. 6 wieder herbeigeführt wird. Demnach werden die Lampen erst dann entzündet, wenn genügend Gasdruck zum Speisen vorhanden ist.
Geringe Schwankungen des Gasdruckes können die Zündvorrichtung nicht in Gang setzen, weil die Nasen 25 und 26 so lang sind, daß der Stift 28 bei mäßigen Schwingungen des Drehhebels 27 den Sperrarm 24 nicht freigibt. Vielmehr erfolgt die Freigabe erst, wenn der Stift an den Nasen entlanggleitend einen bestimmten langen Weg zurückgelegt hat, welch letzterer eben einer bestimmten Erhöhung bzw. Verminderung des Gasdruckes entspricht.
Im einzelnen kann die Erfindung sehr verschiedenartig ausgebildet werden. Unwesent-
ao Hch ist vor allem der Antrieb des Sperrarmes 24. Ebenso könnte das Gewicht 13 z. B. durch Federn ersetzt werden. Der Hebel 12 ist in der gezeichneten Ausführungsform lediglich deshalb so ausgebildet, damit er als Handgriff zum Auslösen der Vorrichtung auch von Hand verwendet werden kann.
Wie in Fig. 1 angedeutet ist, kann an die zu diesem Zwecke verlängerte Achse des Kükens 21 eine zweite, dritte usw. Achse mit Küken angeschlossen werden, so daß alle Achsen mit der ersten sich mitbewegen. Auf diese Weise wird das Zünden und Löschen mehrerer Lampen mit nur einer Vorrichtung ermöglicht. Diese gemeinschaftlich angeschlossenen Lampen können auch ungleichmäßig gezündet bzw. gelöscht werden, wenn die Küken für die anders zu zündenden Lampen nach Art der Mehrweghähne ausgebildet sind. Auf diese Weise können mit derselben Vorrichtung die Abend- und Nachtlämpen derselben Laterne gleichzeitig gezündet, aber zu verschiedenen Zeiten gelöscht werden. Diese Kupplung mehrerer Gashähne ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Der Kanal 5 (Fig. 4) mit dem anschließenden Zündrohr (Fig. 2) fällt fort, wenn an Stelle einer Dauerzündflamme eine andere Zündung, z. B. eine Zündpille, verwendet wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Durch vorübergehende Änderung des Gasdruckes zu betreibender Gasfernzünder mit einer Membran und einem durch diese auszulösenden Spannwerk, das außerhalb der Gaswege liegt und die Umschaltung des Gasdurchlaßorgans bewirkt, gekennzeichnet durch einen am Gehäuse drehbar gelagerten Winkelhebel, dessen einer Schenkel (10) als Klappe ausgebildet ist und an der Außenseite der Membran (9) anliegt, und dessen anderer, belasteter Schenkel (12) mit einem die Falle des Spannwerkes beeinflussenden Hebel (15) in Eingriff steht.
2. Ausführungsform des Gasfernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle von einem schwingbar gelagerten Hebel (27) gebildet wird, der mittels eines Ausschlagstiftes (28) mit gegeneinander versetzten Nasen (25, 26) eines durch das Hahnküken in Umlauf zu setzenden Sperrarmes (24) so in Eingriff steht, daß der Sperrarm nur freigegeben wird, wenn der Stift (28) einen dem gewollten Gasdruck entsprechenden Weg unter der Einwirkung des Hebels (15) zurückgelegt hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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