DE205443C - - Google Patents

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DE205443C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C17/00Other devices for processing meat or bones
    • A22C17/14Working-up animal intestines ; Treatment thereof for the manufacture of natural sausage casings; Apparatus for cutting intestines; Machines for pulling intestines to pieces

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 205443 KLASSE 66 b. GRUPPE
HERMANN EBERHARDT in BRESLAU.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1908 ab.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung, um den lichten Durchmesser von rohr- und schlauchartigen Körpern, insbesondere Därmen, zu messen und solche Körper reinigen zu können. Das Verfahren kann mit Hilfe der zugehörigen Vorrichtung in äußerst einfacher und rascher Weise von nur einer einzelnen Person ausgeübt werden.
ίο Das Verfahren besteht darin, daß man das Rohr oder den schlauchartigen Körper über einen Schwellkörper zieht, dessen Inneres unter Flüssigkeitsdruck gebracht werden kann. Eine zur Ausübung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung ist in
Fig. ι der Zeichnung dargestellt;
Fig. 2 stellt eine Einzelheit dar.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist insbesondere deshalb zweckmäßig, weil der je-. 20 weilige lichte Durchmesser des zu messenden Körpers in einfacher Weise ohne weiteres abgelesen werden kann.
Mit dem wagerechten Rohr α ist das senkrecht stehende Rohr b verbunden. Die Veras bindung kann durch einen Hahn c hergestellt oder aufgehoben werden. Das Ende des wagerechten Rohres α ist mit Löchern d versehen. Auf dieses Ende ist der Schwellkörper e aufgespannt ; beispielsweise sind dessen Enden auf dem Rohr fest umschnürt. Der Schwellkörper hat zweckmäßig zylindrische Gestalt und besteht aus sehr dünnem, schmiegsamem Material, insbesondere aus feinstem weichen Gummi. Das wagerechte Rohr α ist von einem zweiten Rohr f durchsetzt, dessen aus dem Rohr α frei herausragendes Ende offen ist, während der Hohlraum zwischen den beiden Rohren α und f durch eine Wand g verschlossen ist. Am anderen Ende des Rohres/ wird ein Schlauch h zur Zufuhr von Flüssigkeit angeschlossen und die Zufuhr durch einen mit Rückschlagventilen versehenen Gummiballon i o. dgl. bewirkt. Der Schlauch h endet in dem Siebrohr k.
Angenommen, es soll nun der lichte Durchmesser eines Schafdarmes bestimmt werden. Solche, insbesondere für die Wurstfabrikation zur Verwendung gelangenden Schafdärme haben Längen von 30 m und darüber; der lichte Durchmesser derselben schwankt und verjüngt sich von dem einen Darmende zum anderen. Von den Wurstfabrikanten wird nun die Lieferung von Darmteilen in bestimmten Abstufungen nach dem Durchmesser verlangt.
Man denke sich nun zunächst, der Schwellkörper sei durch einen Druck (mit der linken Hand) bei geöffnetem Hahn von der Flüssigkeit entleert worden und die Flüssigkeit am Rücktritt vom Rohr b zum Rohr α durch Schließen des Hahnes c (mit der rechten Hand) verhindert. Der Schwellkörper hat dann die aus Fig. 2 ersichtliche Form. Es wird nun der Anfang des Darmes auf einen rohrförmigen, auf dem Rohr α gleitenden Schieber I von der Länge r aufgeschoben und mit demselben über den Schwellkörper hinübergezogen. Nun wird der Hahn c geöffnet. Zur Erzielung einer genauen Messung muß der Darm vor dem Messen genügend aufgeweicht und aufgeweitet werden. Zu diesem Zwecke wird mittels des Gummiballons i Flüssigkeit, zweckmäßig Kochsalzlösung, durch das Innenrohr f hin-

Claims (5)

durch in das Darminnere gepumpt und der vor dem Schwellkörper befindliche Teil des Darmes mit der Hand fest zusammengehalten. Durch den Druck der eintretenden Flüssigkeit spannt sich der über den Schwellkörper gezogene Darmteil auf. Wird nun das Einpumpen von Flüssigkeit in das Darminnere unterbrochen und der mit der Hand zusammengehaltene Darmteil freigegeben, so schwillt ίο der Schwellkörper e so weit auf, als es ihm die Wandung des ihn umschließenden, nunmehr aufgeweiteten Darmteiles gestattet. Die vorher zwischen Schwellkörper und Darminnenwand befindliche Flüssigkeit läuft links und rechts vom Schwellkörper ab. Infolge, Aufschwellens des Schwellkörpers ist die Flüssigkeitssäule im Rohr b bis zu einem gewissen Stand gesunken. Je nach der Größe des lichten Durchmessers des Darmes ändert sich nun beim Ziehen des Darmes über den Schwellkörper dieser Flüssigkeitsstand, so daß dieser einen Rückschluß auf den lichten Durchmesser des gerade über dem Schwellkörper befindlichen Darmteiles gestattet. Zweckmäßig wird das Rohr b, in welchem sich die Flüssigkeit befindet, vorher kalibriert und kann dies etwa durch starre Rohre bekannten Durchmessers geschehen, die man auf den Schwellkörper zieht, wobei der sich ergebende Flüssigkeitsstand angezeichnet wird. Als Merkzeichen dienen im vorliegenden Falle Reiter m, die auf den Führungsstangen η verschiebbar sind und in verschiedene Lagen eingestellt werden können. Beim Hinüberziehen des Darmes über den Schwellkörper wird zeitweise das Einpumpen von Flüssigkeit in das Darminnere mit dem Gummiballon i und das Zusammenhalten des vor dem Schwellkörper befindlichen Darmteiles wiederholt. Die zwischen Darm und Schwellkörper eintretende Flüssigkeit übt hierbei einen Gegendruck gegen die Flüssigkeit im Innern des Schwellkörpers aus, die in das Steigrohr b etwas zurückgedrängt wird; hierdurch wird ein leichtes Gleiten des Darmes über den Schwellkörper erzielt. Ferner werden beim Einpumpen der Flüssigkeit Löcher im Darm dadurch bemerkbar, daß durch diese die Flüssigkeit ausläuft und ausspritzt. Soll der Darm von dem Schwellkörper heruntergenom-. men werden, so entfernt man durch Druck auf den Schwellkörper und Schließen des Hahnes die Flüssigkeit aus dem Schwellkörper und bewegt das Schieberohr I mit dem darauf befindlichen Darm nach links über den Schwell-■ körper hinweg, und nun kann man den Darm von dem Schieberohr mühelos auf einmal herunterschieben. Zum bequemen Transport der Vorrichtung kann die Einrichtung derartig getroffen sein, daß der Teil b mit dem Rohrteil α gelenkig verbunden ist und bei Nichtgebrauch der Vorrichtung ebenfalls 'in die wagerechte Lage umgeklappt werden kann. Die Vorrichtung kann, wenn man den Hahn schließt, auch dazu benutzt werden, um an dem Darm anhaftende Fremdkörper, z. B. Fettstücke, Schleim usw., beim Überziehen über den Schwellkörper durch Abschaben o. dgl. zu entfernen, da dann der Schwellkörper für den Darm als fester Dorn wirkt. Paten τ-Α ν Sprüche:
1. Verfahren, um den lichten Durchmesser von rohr- und schlauchartigen Körpern, insbesondere Därmen, zu bestimmen und solche Körper zu reinigen, dadurch gekennzeichnet, daß man den rohr- oder schlauchartigen Körper über einen Schwellkörper (e) zieht, dessen Inneres unter Flüssigkeitsdruck gebracht werden kann.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellkörper (e) in Verbindung mit einer in einem Rohre (b) untergebrachten Flüssigkeitssäule steht, so daß entsprechend dem größeren oder geringeren lichten Durchmesser des zu messenden Körpers und der infolgedessen größeren oder kleineren Ausdehnung des Schwellkörpers (e) der Stand der Flüssig-, keitssäule sich einstellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellkörper (e) auf einem mit der Flüssigkeitssäule im Rohr (b) kommunizierenden Rohr (α) aufgespannt ist, welches mit entsprechenden Ausnehmungen (d) für den Durchtritt der Flüssigkeit in das Innere des Schwellkörpers (e) versehen ist.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Rohr (α), auf welchem der Schwellkörper (e) aufgespannt ist, ein zweites Rohr (f) verläuft, welches in das Innere des zu messenden Körpers mündet, derart, daß durch das innere Rohr (f) Flüssigkeit in das Innere des zu messenden Körpers befördert werden kann.
5. . Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit in das Innenrohr (f) durch einen mit Rückschlagventilen versehenen Gummiballon (i) befördert wird, der ein Zurücktreten der Flüssigkeit zum Flüssigkeitsbehälter verhindert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2701386A (en) * 1952-07-03 1955-02-08 Milton W Strickler Method for cleaning animal intestines
WO2014016636A1 (en) * 2012-07-26 2014-01-30 Comas Martinez De Tejada Jose Oriol Method for preparing a natural casing with a uniform caliber, natural casing obtained by said method and filled product comprising said natural casing

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2701386A (en) * 1952-07-03 1955-02-08 Milton W Strickler Method for cleaning animal intestines
WO2014016636A1 (en) * 2012-07-26 2014-01-30 Comas Martinez De Tejada Jose Oriol Method for preparing a natural casing with a uniform caliber, natural casing obtained by said method and filled product comprising said natural casing

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