DE205238C - - Google Patents

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DE205238C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 205238 KLASSE 52«. GRUPPE
Zweiteiliger Stoffschieber für Nähmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindnng bildet eine Neuerung an zweiteiligen Stoffschiebern für Nähmaschinen, von denen der eine Teil zur Veränderung seines Vorschubes verstellt werden kann, wie dies z. B. beim Umnähen von Halsausschnitten, von Hemdkragen usw. erforderlich ist. Bisher konnte nun diese Verstellung nur bei stillstehender Maschine vorgenommen werden, nach der Erfindung aber ist eine Einrichtung vorgesehen, um diese Verstellung auch während des Nähens vornehmen zu können. Dies wird dadurch erreicht, daß das Übersetzungsverhältnis der den Antrieb bildenden Hebel und Gelenke zu jedem beliebigen Zeitpunkt vollkommen nach Bedarf geändert werden kann. Zu diesem Zweck ist der Gelenkpunkt des den Vorschub bewirkenden Gelenkes der bekannten Drehachse des Stoffrückerrahmens gegenüber derart verstellbar, daß dieser Gelenkpunkt der Drehachse mehr oder weniger genähert oder von ihr entfernt wird, wodurch sich das Übersetzungsverhältnis ändert und der Vorschub des Stoffschiebers vergrößert oder verkleinert wird. Das Wesen der Erflndung besteht somit darin, daß dieser Vorschub während des Nähens, also ohne Unterbrechung der Arbeit dem jeweiligen Bedürfnis bzw. dem Werkstück angepaßt werden kann. Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung näher erläutert:
Fig. ι ist eine Vorderansicht der neuen Einrichtung mit teilweisem Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht mit teil weisem Schnitt und
Fig. 3 eine Draufsicht derselben, während
Fig. 4 in anderer Stellung der betreffenden Teile die Verstellung des Stoffschiebers erläutert.
Der Stoffschieber nach der Erfindung ist in bekannter Weise zweiteilig und dessen einer Teil zur Veränderung ■ seines Vorschubes verstellbar. Der Stoffschieber besteht zu diesem Zweck aus den beiden Teilen e und i, die von den Trägern d und h getragen werden. Der Träger d ist in der üblichen Weise um eine Achse c lose drehbar, die im Stoffschieberrahmen b gelagert ist, welcher vom Maschinenantrieb aus durch seinen Arm f um die Achse a zum Zwecke des Vorschubes in schwingende Bewegung versetzt wird, während der Träger h in neuartiger Weise angeordnet ist. Zur Erteilung des gleichzeitigen Hubes werden die Stoffschieber β und i in bekannter Weise von Exzentern η und m gesteuert, die auf der Antriebsachse χ angeordnet sind und . von den Winkeln k umgriffen werden, so (daß die Stoffschieber e und. i ihre bekannte wiegende Bewegung ausführen.
Der Träger des Stoffschiebers i ist nun verstellbar angeordnet und umgreift zu diesem Zweck mit seinem als Gabel ausgebildeten Ende y eine gleichfalls im Rahmen b gelagerte Achse g, so daß er vor und zurück verstellt werden kann. Seinen Antrieb erhält derselbe durch einen Lenker p, dessen Gelenk 0 der Schwingachse α gegenüber verlegt, d. h. derselben mehr oder weniger genähert werden kann, so daß sich das Übersetzungsverhältnis ändert. Zu diesem Zweck ist das Gelenk 0 in einem Gleitstück q gelagert, welches auf
einer Achse / verschiebbar angeordnet ist, die gleichfalls in. dem Stoffschieberrahmen b lagert und demgemäß dessen schwingende Bewegungen mitmachen muß, so daß der Stoffschieber i der jeweiligen Stellung des Gleitstückes q entsprechend einen mehr oder- weniger großen Vorschub ausführt.
Die Verstellung des Gleitstückes q kann nun während des Nähens ausgeführt werden. Zu ■ ίο diesem Zweck ist auf der Achse α lose drehbar ein Hebel t vorgesehen, welcher unter Wirkung einer Feder w steht und durch eine Kette oder sonstige geeignete Organe, z. B. mit einem Fußtritt in Verbindung steht.
Weiterhin ist die Nabe dieses Hebels t als Exzenter ζ ausgebildet, das zur Steuerung eines Armes s dient, welcher durch einen Lenker fi mit dem Gleitstück q in Verbindung steht.
Soll nun der Vorschub des Stoff rückers i geändert werden, so ist ohne Unterbrechung der Arbeit lediglich der betreffende Fußtritt zu bewegen, wodurch der Hebel t entgegen der Wirkung der Feder w zum Drehen gebracht wird. Hierdurch bewegt das Exzenter ζ den Arm s, und das Gleitstück q wird auf seiner Achse r verschoben, d. h. das Übersetzungsverhältnis verändert, wodurch auch der Vorschub des Stoffrückers i ein anderer wird.
Es ist weiterhin Vorsorge getroffen, um auch die Grenzen verlegen zu können, zwischen welchen sich der Vorschub ändern kann. Zu diesem Zweck ist an dem Hebel t ein verstellbarer Anschlag ν (Fig. 1 und 3) vorgesehen, der mit einem am Maschinengestell festen Anschlag zusammen arbeitet und die Endstellung
des Hebels t begrenzt. Die Einstellung des Armes s kann weiterhin noch mit Hilfe einer Stellschraube 2 vorgenommen werden, die in 40 einem auf der Achse α festen Lager angeordnet ist und sich gegen einen abstehenden Arm 3 des Armes s legt, wodurch dessen Einstellung dem Exzenter ζ gegenüber ermöglicht ist.

Claims (3)

Pate nt-Ansprüche:
1. Zweiteiliger Stoffschieber für Nähmaschinen, dessen einer Teil zur Veränderung des Vorschubes verstellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Vorschub des verstellbaren Stoff Schiebers dienende Antrieb während des Ganges der Maschine der Schwingachse des bekannten Stoffschieberrahmens gegenüber verstellt werden kann.
2. Zweiteiliger Stoffschieber nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des verstellbaren Teiles (i) des Stoffschiebers aus einem Lenker (p) besteht, dessen Gelenk (0) in einem Gleitstück (q) liegt, welches der Schwingachse (a) des Stoffschieberrahmens (b) zur Veränderung des Vorschubes nach Bedarf mehr oder weniger genähert werden kann.
3. Zweiteiliger Stoffschieber nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung des Gleitstückes (q) durch einen von einem Exzenter (ζ) gesteuerten Hebel (s) erfolgt, wobei ein Arm (t) des Exzenters mit einem Fußtritt o. dgl. Antriebsmittel in Verbindung steht und mit einem verstellbaren Anschlag (v) zur Einstellung der Endlagen versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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