DE205013C - - Google Patents
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Classifications
-
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 205013 ~ KLASSE 40 a. GRUPPE
BENITO SOLIS in MAZATLAN, Mexiko.
Das Verfahren bezieht sich auf Verbesserungen in Vorrichtungen bei der Behandlung
von Pochschlamm und anderem Gut (das hier mit dem gemeinschaftlichen Namen Pochschlamm
bezeichnet werden soll) mit Luft oder anderen Gasen oder Dämpfen unter Druck in der Weise, daß der erwähnte Pochschlamm
in wirksamer Weise mit der Lösung oder Flüssigkeit, mit der er behandelt wird,
ίο gemischt oder gerührt werden kann, und daß
die Luft oder andere Gase oder Dämpfe tatsächlich mit dem Pochschlamm, der Lösung
oder anderer Flüssigkeit in Berührung kommen, so daß die erforderliche Behandlung des
Pochschlammes in einfacher, schneller und zweckmäßiger Weise zur Ausführung gelangt.
Das Verfahren ist besonders darauf berechnet, bei fein verteiltem, gold - silberhaltigern
Erz oder goldhaltigem Erz in einem Behälter ein Verrühren in Cyanidlösung, wie Natrium- oder Kaliumcyanid, in wirksamer
Weise zu ermöglichen, um so die Edelmetalle in den Erzen schnell in Lösung zu bringen,
um ferner die Berührungsflächen tunlichst häufig zu verändern, und auch um die Flüssigkeit
zu oxydieren, damit ihr Lösungsvermögen ■ vermehrt oder wenigstens aufrechterhalten
wird. .Das Verfahren kann jedoch auch Verwendung finden, wenn man eine geeignete
Lösung anwendet, oder Wasser oder eine andere Flüssigkeit an Stelle von Luft, um Erze
oder andere Substanzen verschiedener Art in einem Gefäß, in Lösung zu bringen, auszuwaschen
oder in anderer Art zu behandeln, und um darauf die Rückstände des Verfahrens oder die bearbeitete Masse aus dem Behälter
fortzuschaffen.
Nach dem Verfahren werden Luft oder andere Gase oder Dämpfe unter Druck in den
Behälter oder das Gefäß, das den Pochschlamm enthält, durch ein oder mehrere Rohre eingeführt.
Diese Rohre sind in bereits bekannter WTeise so konstruiert, daß sie durch die Kraft
der ausströmenden Luft oder anderen Gase oder Dämpfe in Drehbewegung versetzt werden
können. Nach vorliegender Erfindung ist die Anordnung aber so getroffen, daß einige
oder alle Verteildüsen, durch die Gase, Dämpfe o. dgl. austreten, gezwungen werden,
sich in einer epizyklischen Bahn zu bewegen.
Diese Anordnung bietet den ganz besonderen Vorteil, daß mit einer verhältnismäßig
geringen Anzahl von Düsen eine außerordentlich durchdringende Wirkung mit Bezug auf das gründliche Durcheinanderarbeiten
der Luft, Gase oder Dämpfe mit dem Pochschlamm o. dgl. erzielt \vird. So bewirken
beispielsweise schon vier Düsen, die sich in epizyklischer Bahn bewegen, daß alle Teile
einer Flüssigkeit in Bewegung geraten, und daß eine Einwirkung der ausströmenden Gase
ο. dgl. auf alle Teile der Flüssigkeit stattfindet, während bei Düsen, die sich etwa in kreisförmiger
Bahn bewegen, eine ungleich größere Anzahl von Düsen erforderlich ist, um annähernd
die gleiche Wirkung zu erzielen.
Apparate, die bestimmt sind, in der beschriebenen Weise zu arbeiten, können in verschiedenen
Formen konstruiert sein. Eine
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Form, die sich für die Praxis bewährt hat, soll hier unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben werden. Bei diesen zeigt
Fig. ι den Apparat in Seitenansicht an einem Behälter angebracht, der im Vertikalschnitt
zu sehen ist.
Fig. 2 und 4 stellen Aufrisse dar, die zueinander rechtwinklig stehen, und
ox Fig. 3 ist ein Grundriß, der in größerem
Maßstabe wie bei Fig. ι einen Teil des Apparates
zeigt, bei der einige Teile im Querschnitt gezeichnet und andere, um die Beschreibung
verständlicher zu machen, fortgelassen sind.
Fig. 5 stellt eine besondere Ausführungsform des Apparates dar.
ι ist ein wagerechtes Gas- oder Dampfverteilungsrohr,
das an seinem Mittelteil montiert ist und sich um eine senkrechte Achse drehen kann. Es ist gasdicht mit einem Rohr
zur Zuführung von Luft oder anderen Gasen oder Dämpfen unter Druck von einem Hauptgaszuflußrohr
verbunden.
Das Rohr 1, das aus zwei Teilen bestehen kann, die miteinander durch ein T-Stück ia
verbunden sind, ist zu dem Behuf mit einem kurzen senkrechten Mittelrohr 2 versehen, an
welchem ein Kragen 3 befestigt ist, der zweckmäßig durch Vermittlung eines Kugellagers
3α auf einem Träger 3& drehbar gelagert
ist, der an einer adjustierbaren Vertikalstütze 4 befestigt ist. Am Rohr 2 ist eine
Stopfbüchse 5 angebracht, die sich um ein Gas- oder Dampfzuleitungsrohr 6 drehen
kann und eine gasdichte Verbindung mit diesem Gas- oder Dampfzuleitungsrohr darstellt,
welches mit Hilfe von Haltern 7 an dem Träger 4 angebracht ist. Mit dem oberen Ende
des Rohres 6 ist ein biegsames Rohr 8 verbunden, um Luft oder andere Gase oder Dämpfe
unter Druck, der durch ein Ventil 10 geregelt wird, von einem Hauptgasrohr 9 dem Rohr 1
zuzuführen (Fig. 1). An der Unterseite des Trägers 3δ ist ein Zahnrad 11 befestigt, das
durch Stangen 12, die mit ihm und der Führung 4 verbunden sind, gegen Verdrehung gestützt
werden kann. An Rohr 2, direkt unter dem Rad 11, ist ein Kragen 13 befestigt, um
eine Bewegung des Rohres und der angeschlossenen Teile in senkrechter Richtung im
Verhältnis zu Träger 3* zu verhindern.
Die senkrechte Lage des Trägers 4 kann in irgendeiner Weise eingestellt werden, z. B.
durch eine Zahnstange und Getriebe, durch Kettenflaschenzug oder durch Winde- oder
Schraubenvorrichtungen. Bei der vorliegenden Ausführungsform gleitet der Träger in
feststehenden Führungen 14 und ist mit einer Zahnstange 15 versehen, in die ein auf einer
Achse i6a befestigtes Zahngetriebe 16 eingreift.
Die Achse ist in Trägern 17 auf den obenerwähnten Führungen montiert und kann
mit Hilfe eines Handrades 18 gedreht werden.
In jedes Ende des wagerechten Rohres 1 führt ein senkrechtes Rohr 19, das an seinem
oberen Ende mit dem wagerechten Rohr in der Weise verbunden ist, daß es sich im Verhältnis
zu diesem um eine senkrechte Achse drehen kann.
Die Art der Verbindung ist deutlich unter iga in Fig. 2 dargestellt, wo allerdings die
Teile zur Erreichung größerer . Deutlichkeit vergrößert sind. An dem unteren Ende eines
jeden senkrechten Rohres 19^ ist ein wagerechtes
Rohr 20 angebracht, das sich vom Befestigungspunkt am senkrechten Rohr 19 nach
beiden Seiten erstreckt und an seinen Enden mit seitlich angeordneten Entladungsrohren
oder Düsen versehen ist, damit der Ausstoß in entgegengesetzten Richtungen vor sich geht.
Die Arme von Rohr 20 können gleich oder verschieden lang sein. ,
An jedem senkrechten Rohr, das zweckmäßig z. B. durch ein Gestänge 19s auf Rohr 1
gestützt oder mit ihm verbunden wird, ist ein Treibrad 22 (oder eine Rolle) befestigt, auf
das durch Vermittlung einer Kette 23 (oder eines Seiles) ohne Ende die Bewegung eines
Treibrades 24 (oder einer Rolle) übertragen wird, welches am unteren Ende einer senkrechten
Spindel 25 angebracht ist, die durch einen geeigneten Träger 26 an dem wagerechten
Rohr ι befestigt ist. Das obere Ende der Spindel trägt ein Zahnrad 27, das in das feststehende Zahnrad 11 eingreift, welches an dem
senkrecht beweglichen Träger 4 befestigt ist. Dieser Träger mit den verschiedenen an ihm
angebrachten Rohren kann, je nachdem er höher oder niedriger gestellt ist, in jeder gewünschten
Lage festgestellt werden, z. B. mit Hilfe einer Sperrklinke oder eines Sperrhakens
28 (Fig. 4), die mit der Hand in der Zahnstange 15 ein- oder ausgeklinkt werden
können. Die Anordnung ist derart, daß, wenn Träger 4 so gesenkt wird, daß die unteren
wagerechten Rohre 20 in ein Gemisch von Pochschlamm und Cyanidlösung 29 oder in eine andere Flüssigkeit, die in dem Behälter
30 (Fig. 1) enthalten ist, eingeführt werden und Luft unter Druck durch Ventil 10 in das
obere wagerechte Verteilungsrohr 1 geleitet wird, diese Luft in die senkrechten und unteren
wagerechten Rohre 19 und 20 dringen und durch die seitlichen Ausflußrohre oder
Düsen 21 ausströmen wird. Durch die Rückwirkung, die die Folge einer solchen Entladung
ist, werden sich die senkrechten Rohre 19 in drehende Bewegung versetzen und somit
die Räder 22 veranlassen, die Spindel 25 anzutreiben, wodurch die Zahnräder 27 an den
Spindeln gezwungen werden, sich um das feststehende Zahnrad 11 an dem senkrecht be-
Claims (4)
1. Verfahren zur Behandlung von Pochschlamm und anderem Gut in einer Lösung
oder Flüssigkeit mit Luft oder anderen Gasen oder Dämpfen, die in die Lösung unter Druck mittels Düsenverteiler eingeführt
werden, die selbsttätig durch die Rückwirkung der ausströmenden Gase oder Dämpfe in Bewegung gesetzt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß einige oder alle Verteildüsen sich in einer epizyklischen
Bahn bewegen, wodurch die ausströmenden Gase oder Dämpfe bei Anwendung verhältnismäßig weniger Düsen mit
allen Teilen der Lösung in wirksame Berührung gebracht werden.
2. Vorrichtung zur Behandlung von Pochschlamm u. dgl. nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luft oder andere Gase oder Dämpfe unter Druck in die Mischung durch drehbare Verteildüsen
eingeführt werden, die an einem Rahmenwerk angebracht sind, das gleichzeitig um
eine andere Achse drehbar ist.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rahmenwerk mittels Übertragung von den drehbaren Verteildüsen (Fig. 1
bis 4) oder durch eine Düse (Fig. 5, 40, 41), die an ihm angebracht ist, in drehende
Bewegung versetzt wird.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das wagerechte Hauptrohrwerk mit seinen drehbar aufgehängten Düsen an einem in senkrechter Richtung verschiebbaren
Träger befestigt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT205013D Expired DE205013C (de) |
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|---|---|
| DE (1) | DE205013C (de) |
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- DE DENDAT205013D patent/DE205013C/de not_active Expired
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