DE2017508B2 - Stabilisieren von polyaethylen - Google Patents
Stabilisieren von polyaethylenInfo
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- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/49—Phosphorus-containing compounds
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung spezieller Phosphorsäureester als Stabilisierungsmittel für buntpigmentiertes
Niederdruckpolyäthylen.
Es ist bekannt, daß Niederdruckpolyäthylene unter atmosphärischen Einflüssen bezüglich der mechanischen
Eigenschaften ungünstig beeinflußt werden. So sinkt beispielsweise die Reißdehnung nach 200 Stunden
Belichtung mit einem Xenotestgerät auf etwa die Hälfte des ursprünglichen Wertes. Diese Effekte waren
insbesondere der DT-PS 10 21 571, in der ein Verfahren zur Verbesserung der Transparenz von Niederdruckpolyolyfinen
beschrieben wird, nicht zu entnehmen.
Überraschend wurde nun gefunden, daß man durch geringe Zusätze spezieller Phosphorsäureester die
Witterungs- und Lichtbeständigkeit buntpigmentierter Niederdruckpolyäthylene und gleichzeitig die Wetter- 4"
echtheitder Buntpigmente deutlich verbessern kann.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung von 0,01—4 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 — 1 Gew.-°/o,
bezogen auf Niederdruckpolyäthylen, an Trialkylphosphaten der Formel
O—R1
O = P-O-R2
O—R3
O—R3
worin Ri, R2 und R3 Alkylreste mit 4-10 C-Atomen
bedeuten, als Stabilisatoren für buntpigmentiertes Niederdruckpolyäthylen.
Vorzugsweise bedeuten in der vorstehenden Formel Ri, R2 und R3 den 2-Äthylhexylrest.
Unter Niederdruckpolyäthylene sind im wesentlichen unverzweigte Polyäthylene der Dichte 0,94 bis ca. 0,97
zu verstehen. Sie werden beispielsweise durch Polymerisation von Äthylen in Gegenwart von teilweise
reduziertem Chromoxid auf einem Siliziumdioxid- und Aluminiumoxidträger bei Temperaturen von
150-180° C und Drücken von 30-35 atm in Lösung oder Suspension hergestellt Ein anderes Verfahren
besteht in der Polymerisation von Äthylen in Gegenwart von partiell reduziertem Molybdän-Vl-oxid auf
Aluminiumoxid bei Temperaturen von etwa 230- 270°C und Drücken von 40 -80 atm.
Gemäß weiteren Verfahren kann man Nietlerdruckpolyäthylen durch Polymerisation von Äthylen mit Hilfe
von Mischkatalysatoren aus aluminiumorganischen Verbindungen (Aluminiumalkyl) mit Titanverbindungen
(TiCI4) in einem organischen Lösungsmittel bei Temperaturen
unter 1000C und Drücken bis zu 10 atm erhalten.
tu Verfahren zur Herstellung von Niederdruckpolyäthylen sind beispielsweise in »Methoden der organischen
Chemie«, Houben-Weyl,4. Auflage, (1961), Band 14/1, Seiten 553 - 590, beschrieben.
Das Einarbeiten der erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren in buntpigmentiertes Niederdruckpolyäthylen
kann durch eng eingestellte Mischwalzen, homogenisierende Schneckenpressen oder nach anderen
bekannten Homogenisierungsverfahren erfolgen. Es ist ohne weiteres möglich, gleichzeitig mit den
2u erfindungsgemäßen Stabilisatoren UV-Stabilisisatoren
und Antioxidationsmittel, wie 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol und Di-jS-naphthyl-p-phenylen-diamin,
zuzumischen.
Durch den Zusatz der erfindungsgemäß zu verwen denden Stabilisatoren wird eine wesentliche Verbesserung
der Witterungs- und Lichtbeständigkeit des buntpigmentiertes Niederdruckpolyäthylens erreicht.
Auch nach der Bewitterung bzw. Belichtung weist das Niederdruckpolyäthylen höhere Werte der Reißdehnung
auf, verglichen mit nicht stabilisiertem und belichtetem oder bewittertem Niederdruckpolyäthylen.
Überraschend ist es, daß ein Zusatz der erfindungsgemäß zu verwendenden Phosphorsäureester zu Hochdruckpolyäthylen
(Dichte etwa 0,91-0,94) keine Verbesserung der Witterungs- und Lichtbeständigkeit
erbringt.
Gleichzeitig mit dem Einmischen der Phosphorsäureester aber auch zu einem anderen Zeitpunkt erfolgt
das Zumischen der Buntpigmente etwa in Mengen von 0,01 — 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 -1 Gew.-°/o, bezogen
auf Niederdruckpolyäthylen.
Derartige Buntpigmente sind beispielsweise:
Eisenoxidpigmente in den Farbtönen rot, schwarz und braun; Chromoxidpigmente; Mischpigmente aus Nikkeioxid,
Antimonoxid und Titandioxid; geglühte Mischpigmente aus Kobaltoxid, Aluminium- und Chromoxid;
Cadmiumsulfide, Cadmiumselenide bzw. Cadmiummischpigmente aus Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid
oder Chinacridonpigmente (Pigmentviolett 19 gemäß Colorindex).
Bei derartigen erfindungsgemäß stabilisierten und
pigmentierten Niederdruckpolyäthylenen konnte außer der Verbesserung der Reißdehnung eine deutliche
Verbesserung der Wetterechtheit der Pigmente beobachtet werden.
Die erfindungsgemäß stabilisierten und gegebenenfalls pigmentierten Polyäthylene werden nach bekannten
Verfahren z. B. zu Formkörpern, Folien, Behältern mit Rohren, verarbeitet.
Die in den Beispielen angegebenen Teile beziehen sich auf das Gewicht, sofern nicht anders vermerkt.
100 Teile Niederdruckpolyäthylen der Dichte 0,96 g/cm3 werden mit 0,3 Teilen Tri(2-äthylhexyl)-phos-
phat und 0,3 Teilen der aus Tabelle 111 ersichtlichen
Cadmiumsulfid b/.w. Cadmiumsulfid/seienidpigmcnte bei t = 240°C homogenisiert und in der üblichen Weise
bei 200-300°C zu Platten verarbeitet. Hieraus hergestellte
Prüfkörper von den Abmessungen 35 χ 55 χ 2 mm werden ca. 100 Tage während der
Sommermonate nach DIN 54 070 bewittert. Danach erfolgt die Bewertung der Farbtondifferenz mit Hilfe
des Graumaßstabes (DIN 54 001). Außerdem wurde gemäß der in Beispiel 1 angegebenen DIN-Norm die
Reißdehnung gemessen und verglichen.
Reiß- Farbänderung nach
dehnung Bewitterung, bewertet
«/χ mit dem Graumaßslab
dehnung Bewitterung, bewertet
«/χ mit dem Graumaßslab
NPE + CdS
nicht stabilisiert 610
nicht bewiltert
NPE + CdS
nicht stabilisiert 350
bewittert
NPE + CdS
stabilisiert 570
bewiltert
NPE + CdS 20%
CdSe 80%
CdSe 80%
nicht stabilisiert 620
nicht bewittert
nicht bewittert
NPE + CdS 20%
CdSe 80%
CdSe 80%
| K ei IV- | Farbänderung nach | |
| dehnung | Bewitterung, bewertet | |
| (%) | mit dem (iraunvil.tstali | |
| nicht stabilisiert | M) | 3 |
| bewiltert | ||
| NPE + CcIS 20% | ||
| CdSe 80% | ||
| bewitterl | 630 | 5 |
NI'E = Niederdruekpolyiithylen; CdS = Cadmiumsulfid;
CdSe = Cadmiumsclenid.
GraumaUstab: 5 = keine Farbänderung,
4 = geringe Farbänderung,
3 = wesentliche Farbänderung.
4 = geringe Farbänderung,
3 = wesentliche Farbänderung.
Das stabilisierte, pismentierte und bewitterte NPE
besitzt gegenüber dem nicht stabilisierten, pigmentierten und bewitterten eine deutlich bessere Reißdehnung.
Außerdem wird die Wetterechtheit der Pigmente in NPE deutlich verbessert.
Die Ergebnisse zeigen, daß auch die pigmentierten Niederdruckpolyäthylen-Formkörper nach der Bewitterung gegenüber den nichtstabilisierten Prüfkörpern eine
deutlich verbesserte Reißdehnung aufweisen. Weiter ist aus der Tabelle ersichtlich, daß die Wetterechtheit der
pigmentierten Niederdruckpolyäthylen-Formkörper deutlich verbessert wurde.
Setzt man anstelle der Cadmiumpigmente die gleiche Menge eines handelsüblichen Chinacridonpigmentes
(Pigment violett 19 gemäß Colorindex) ein und prüft gemäß den Bedingungen des Beispiels 3, so erhält man
die gleichen Verbesserungen bei der Reißdehnung, während bei der Wetterechtheit eine Verbesserung von
3 nach 4-5 erfolgt.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Verwendung von Trialkylphosphaten der FormelO —R1
O P-OR2W IN. ιworin Ri, R2 und R3 Alkylreste mit 4-10 C-Atomen bedeuten, als Stabilisatoren für buntpigmentiertes Niederdruckpolyäthylen.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702017508 DE2017508C3 (de) | 1970-04-13 | 1970-04-13 | Stabilisieren von Polyäthylen |
| NL7104696A NL7104696A (de) | 1970-04-13 | 1971-04-07 | |
| FR7112997A FR2089584A5 (de) | 1970-04-13 | 1971-04-13 | |
| JP2282871A JPS5440579B1 (de) | 1970-04-13 | 1971-04-13 | |
| BE765648A BE765648A (fr) | 1970-04-13 | 1971-04-13 | Polyethylene stabilise |
| GB2584971A GB1349189A (en) | 1970-04-13 | 1971-04-19 | Stabilised polyethylene compositions |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702017508 DE2017508C3 (de) | 1970-04-13 | 1970-04-13 | Stabilisieren von Polyäthylen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2017508A1 DE2017508A1 (de) | 1971-10-28 |
| DE2017508B2 true DE2017508B2 (de) | 1977-08-11 |
| DE2017508C3 DE2017508C3 (de) | 1978-04-06 |
Family
ID=5767881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702017508 Expired DE2017508C3 (de) | 1970-04-13 | 1970-04-13 | Stabilisieren von Polyäthylen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5440579B1 (de) |
| BE (1) | BE765648A (de) |
| DE (1) | DE2017508C3 (de) |
| FR (1) | FR2089584A5 (de) |
| GB (1) | GB1349189A (de) |
| NL (1) | NL7104696A (de) |
-
1970
- 1970-04-13 DE DE19702017508 patent/DE2017508C3/de not_active Expired
-
1971
- 1971-04-07 NL NL7104696A patent/NL7104696A/xx not_active Application Discontinuation
- 1971-04-13 BE BE765648A patent/BE765648A/xx unknown
- 1971-04-13 JP JP2282871A patent/JPS5440579B1/ja active Pending
- 1971-04-13 FR FR7112997A patent/FR2089584A5/fr not_active Expired
- 1971-04-19 GB GB2584971A patent/GB1349189A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1349189A (en) | 1974-03-27 |
| NL7104696A (de) | 1971-10-15 |
| BE765648A (fr) | 1971-08-30 |
| JPS5440579B1 (de) | 1979-12-04 |
| DE2017508A1 (de) | 1971-10-28 |
| FR2089584A5 (de) | 1972-01-07 |
| DE2017508C3 (de) | 1978-04-06 |
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