DE201717C - - Google Patents

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DE201717C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B6/00Projectiles or missiles specially adapted for projection without use of explosive or combustible propellant charge, e.g. for blow guns, bows or crossbows, hand-held spring or air guns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 201717 KLASSE 72 ö. GRUPPE
Geschoß für Kinderwaffen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1907 ab.
Die Erfindung betrifft ein Spielzeuggeschoß, welches mittels einer Pistole, einer Flinte oder einer sonstigen Spielzeugschußwaffe durch Feder wirkung, Luft- oder Gasdruck abgeschleudert wird. Um die Verletzung von Personen oder die Beschädigung von Sachen durch die fehlgegangenen Geschosse zu verhüten, ist am Kopfe des Geschosses ein Gummikörper angeordnet, der so gestaltet ist, daß er beim Auf treffen auf eine ebene Fläche sich festsaugt, demzufolge das Geschoß an der getroffenen Fläche haftet. Durch Saugwirkung haften bleibende Geschosse sind als Pfeile mit Holzstielen bekannt. Die Verwendung derartiger Geschosse ist insofern gefährlich, als, wenn der Pfeil auf eine nicht ebene Fläche auftrifft und daher nicht haften bleibt, sondern zurückspringt, der harte Pfeilstiel Verletzungen von Personen oder Beschädigung von Sachen hervorbringen kann. Diesem Übelstand soll durch die Erfindung abgeholfen werden. Zu diesem Zweck ist der Saugkopf mit einem aus Kork oder einem sonstigen nicht harten Material bestehenden Flugkörper von geringem Gewicht verbunden. Um das Gleichgewicht des Geschosses herzustellen und dieses nach dem Abschleudern in der Flugrichtung zu erhalten, ist der Gummisaugkopf mit Gewichtseinlage beschwert und der Flugkörper als Träger einer, zweier oder mehrerer Flugfedern ausgebildet. Die Anordnung der Federn ist vorzugsweise derartig, daß diese beim Laden des Geschosses nicht mit in den Lauf eintreten. Springt ein in dieser Weise ausgebildetes Geschoß von der getroffenen Fläche ab, so kann weder eine Person verletzt, noch eine Sache beschädigt werden, denn der rückwärtige Teil des Geschosses wird durch die nachgiebigen und ungefährliehen Federn gebildet. Somit ist eine vollständige Gefahrlosigkeit des Geschosses in jeder Hinsicht erreicht.
Mit Flugfedern versehene Wurfkörper sind in Form von Bällen bekannt, die zum, Schleudern mittels Rackets oder von Hand bestimmt sind, jedoch mangels geeigneter Gestaltung und genügender Ausbalancierung sich nicht als Geschosse für Flinten, Pistolen o. dgl. Schußwaffen eignen. Demgegenüber zeichnet die Erfindung sich dadurch aus, daß der Korkflieger das Einführen in den Lauf der Waffe ermöglicht, und daß mittels der Beschwerung des Saugkopfes sowie durch die Anordnung der Flugfedern eine genaue Ausbälancierung erzielt wird.
In der Zeichnung sind der Neuerung gemäß ausgebildete Geschoßstöpsel in vier beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Der Saugkopf α ist bei Fig. 2, 3 und 4 mit dem Stöpsel b zusammen aus einem Stück Gummi bestehend gedacht; bei Fig. 3 und 4 kann der Stöpsel aber auch aus beliebigem anderen Material, z. B. Kork, hergestellt sein wie bei Fig. 1. Bei Fig. 1 besteht der Stöpsel b aus Kork ο. dgl. und nimmt am vorderen Teile in einer Ausbohrung sowohl den Gummisaugkopf α mittels eines Zapfens d
als auch die Gewichtseinlage c auf. Bei entsprechender Befestigung kann selbstverständlich der Zapfen d in Wegfall kommen, ebenso wie sich die Ausbalancierung auch ohne Gewichtseinlagen durch Federn o. dgl. erzielen läßt.
Die Fig. ι und 4 veranschaulichen die Verwendung von Federn e, die Fig. 2 und 3 die Verwendung von Wollbüscheln g o. dgl.
zur Ausbalancierung; die Fig. 3 veranschaulicht eine zweckmäßige Befestigung der Büschel g an einer durch den Stöpsel b, die Einlage c und den Zapfen d geführten Kordel o. dgl./.
Aus diesen beispielsweisen Ausführungen lassen sich selbstverständlich auch Kombinationen der verschiedensten Art erzielen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Geschoß für Kinderwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß ein an und für sich bekannter Gummisaugkopf zur Ausbalancierung des Geschosses mit Gewichtseinlage beschwert und mit einem in den Waffenlauf einzuführenden Korkpfropfen oder ähnlichen Flugkörper verbunden ist, der Federn zur weiteren Ausbalancierung des Geschosses trägt.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkopf mit einem Zapfen in einer Bohrung des Pfropfens befestigt ist, und daß in dieser Bohrung die zur Ausbalancierung des Geschosses dienende Gewichtseinlage ruht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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