DE2012183B - Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug - Google Patents

Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug

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DE2012183B
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
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English (en)
Inventor
Dieter Norbert 6090 Rüsselsheim Bratke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Deutschland Holdings GmbH
Original Assignee
Adam Opel GmbH

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug, bei welcher der Sicherheitsgurt ein freies Ende aufweist, welches bei Gebrauch mit einem fahrzeugfesten Teil kuppelbar und bei Nichtgebrauch des Gurtes an der Fahrzeugseitenwand aufhängbar ist, und bei welcher ferner der Gurt drehbeweglich an einem unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt befestigt ist.
Der äußere untere Verankerungspunkt wird deswegen in die Türöffnung gelegt, um eine möglichst stelle Belastiingsrichtung für das Beckenteil zu erreichen, Beckenteil und Schulterteil laufen in einem Punkte zusammen, in dem sich entweder das Gurtschloß zum Einhängen in einen festen Bügel oder eine Gurtplatte befindet, die mit dem Schloß verbunden wird, das an einem kurzen am Fahrzeugboden angebrachten Gurlteil befestigt ist. Das Gurtvbloß oder die Ourtplatte wird bei Nichtgebrauch des Sicherheitsgurtes an oder in der Nähe der Schlüßsäule aufgehängt. Das Beckenteil bildet dabei eine Stolpcrschlinge für die auf dem Rücksitz mitfahrenden Personen, wenn diese aus dem Fahrzeug aussteigen wollen.
ίο Diesen Nachteil, der sich besonders unangenehm und folgenschwer dann auswirkt, wenn der betreffende Verankerungspunkt relativ weit von der Schloßsäule entfernt ist, hat man bereits dadurch zu beheben versucht, daß man am Beschlag, also am Ver-
ankeningspunkt, einen schwenkbar gelagerten Bügel anbringt, der auf den an dem Beschlag sich anschließenden Abschnitt des Sicherheitsgurtes derart einwirkt, daß dieser Abschnitt bei Nichtgebrauch des Gurtes gegen den Fahrzeugboden gedruckt wird
(deutsche Patentschrift 1 267 115). Durch eine solche Anordnung ist es möglich, Stolperschlingen einigermaßen zu vermeiden, wenn. — wie gesagt — der Verankerungspunkt zum Zwecke der Erreichung einer steilen Belastungsrichtung des Sicherheitsgurtes in der Türöffnung untergebracht ist.
Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Anordnung besteht darin, daß sie durch ein- und aussteigende Fahrgäste leicht beschädigt und unwirksam gemacht werden kann, wenn diese in unbeabsichtigter Weise während des Ein- oder Aussteigens darauf treten, was häufig der Fall ist. Darüber hinaus vermeidet diese bekannte Anordnung zwar Stolperschlingen, die sich am Fahrzeugboden ausbilden können, jedoch verhindert sie nicht, daß aussteigende Fahrgäste nicht doch am senkrechten Teil des Gurtes hängenbleiben, der trotz der Anordnung noch wellenförmig nach unten verlaufen kann und Anlaß zum Einhaken und Hängenbleiben der aussteigenden Personen oder gewisser Gegenstände bietet. Dieser Nachteil ist vor allen Dingen dann vorhanden, wenn der äußere Verankerungspunkt so nahe an der Schloßseite liegt, daß sich die bekannte Anordnung nicht anmwcnden lohnt oder als überflüssig oder nicht anwendbar angesehen wird.
Weiterhin ist es durch die französische Patentschrift 1498 914 bekanntgeworden, das freie Gurtende an der Fahrzeugseitenwand aufzuhängen. Die französische Patentschrift 1 498 914 unterscheide! sich jedoch vom Gegenstand der vorliegenden Erfindung schon insofern, als der äußere untere Befestigungspunkt des Gurtes nicht im Abstand von der Schloßsäule angeordnet ist, sondern mit dieser auf gleicher Höhe liegt. Abgesehen davon, daß dadurch die hei der vorliegenden Erfindung berücksichtigte Forderung einer möglichst steilen Belastungsrichtung für das Beckenteil vernachlässigt wird, tritt darüber hinaus beim Gegenstand der französischen Patentschrift 1 498 914 überhaupt nicht das Problem auf, das der Anmeldung zugrunde liegt. Nämlich wenn der äußere untere Befestigungspunkt des Gurtes nicht in der Türöffnung angeordnet ist, können sich dort auch keine Stolperschlingen bilden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem Sicherheitsgurtsystem der eingangs genannten Art für einen freien ungehinderten Ein- und Ausstieg der auf dem Rücksitz des Kraftfahrzeuges mitfahrenden Personen zu sorgen,
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß an dem bei Nichtgebrauch des Gurtes aufgehängten Gurtteil eine senkrecht nach unten wirkende Kraft angreift, deren Angriffspunkt am Gurtteil von dem unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt in einem Abstand liegt, der etwa dem S Abstand des Verankerungspunktes von der Schloßsäule der Türöffnung entspricht.
Die vorliegende Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Anordnung, nämlich das Bilden von Stolperschlingen, und schafft somit eine Einrichtung, die noch mehr Sicherheit für die aussteigenden Personen der Rücksitze bietet. Die Erfindung geht dabei nicht davon aus, daß der an dem Verankerungspunkt anschließende Abschnitt des Gurtes an den Fahrzeugboden gedruckt wird, sondern sie benutzt Maßnahmen, durch die sich das Auflegen des an den Verankerungspunkt anschließenden Gurtteilcs -n den Boden als weitere Folge ergibt. Bei der Erfindung kommt es primär darauf an, daß das vom Aufhängepunkt an oder in der Nähe der Schloßsäule senkrecht oder etwa senkrecht nach unten verlaufende Gurtteil so gestrafft wird, daß das an dem Verankerungspunkt sich anschließende Ende nur waagerecht, d. h. am Fahrzeugboden entlang verlaufen kann.
Grundsätzlich kann die erfindungsgemäß an dem betreffenden Gurtteil angreifende, senkrecht nach unten wiikcnde Kraft auf beliebige Weise, beispielsweise durch eine Feder, erzeugt werden. Da sich indessen die Schwerkraft als immer senkrecht nach unten wirkende Kraft anbietet, wird gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung bevorzugt, daß zur Erzeugung der senkrecht nach unten wirkenden Kraft ein am Gurtteil befestigtes Gewicht dient. Ein solches Gewicht straff' das senkrecht verlaufende Gurtteil derart, daß die Möglichkeit eines Einhakens beim Aussteigen einer Person sehr unwahrscheinlich ist. Das an den Verankerungspunkt anschließende Gürtende wird dadurch in einer etwa waagerechten Richtung verspannt. Auf dieses am Fahrzeugboden entlang verlaufende Ende kann ohne weiteres darauf getreten werden, ohne daß sich eine Beschädigung und damit ein Unwirksamwerden der Einrichtung ergibt.
Das Gewicht kann zweckmäßig aus zwei plattenförmigen Teilen bestehen, die mittels Schrauben od. dgl. zusammengehalten am Gurltcil festklcnimbar sind. Diese Teile können aus Kunststoff bestehen oder von einem solchen überzogen sein. Wenn der Kunststoff die Farbe des Sicherheitsgurtes besitzt, so ist das Gewicht wenig augenfällig. Da es auch nicht .sehr schwer sein muß, wird es vom Fahrzeuginsassen kaum wahrgenommen werden.
Selbstverständlich ist es möglich, die im Vcrankcrungspunkt drehbeweglich gelagerte Bcschlagplattc von einer Feder so beeinflussen zu lassen, daß sie sich jeweils nach hinten dreht. Damit wird die Anfangswirkung des erfindiingsgemäßcn Gewichtes beim Aufhängen des Sicherheitsgurtes unterstützt. Das Gurtteil kann im Anschluß an den Vcrankerungspunkt außerdem verstärkt sein, wobei eine Länge der Verstärkung ausreichend ist, die etw," ein Viertel bis zur Hälfte des Abstandes des Verankertingspunktes von der Schloßsäule beträgt, Diese Verstärkung kann in einfachster Weise dadurch erzeugt warden, daß lediglich das für die Befestigung in der Beschlagplatte timgebogene und vernähte Ende etwas länger gehalten wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Teiles eines Kraftfahrzeiigwagenkastens mit der Türöffnung, bei der die Tür fortgelassen und die Anbringung eines Dreipunktsicherheitsgurtes in Gehrauchsstelluna angedeutet ist,
F i g. 2 eine schematische Darstellung der Türöffnung eines Kraftfahrzeugwagenkastens, bei der die Lage des Sicherheitsgurtes in Nichtgebrauchsstellung angedeutet ist,
F i g. 3 das am Sicherheitsgurt befestigte Gewicht,
F i g. 4 einen Schnitt durch die Verankerung des Sicherheitsgurtes am Bodenträger innerhalb der Türöffnung und
F i g. 5 die Draufsicht auf die in F i g. 4 veranschaulichte Verankerung.
In dem in F i g. 1 dargestellten Teil eines Kraflfahizeugwagenkastens wird die Tüi iffnung 11 durch die Windschutzscheibe 10, das Wagendach 12, den Vorderpfosten 13, den Bodenlräger 14 und die Schloßsäule 15 begrenzt. Der in der Türöffnung sichtbare Dreipunktsicherheitsgurt 18 ist mit dem Beckenteil 1 bei 16 am Bodenträger 14 in der Einstiegsöffnung 11 verankert. Der Verankerungspunkt 17 für das Schulterteil 2 befindet sich an der Schloßsäule IS. Beckenteil 1 und Schulterteil 2 laufen im Schloß 3 zusammen, das mit einem Bügel 4 verbunden werden kann, der am Bodenblech bzw. dem Wellentunnel S befestigt ist. Das Schloß kann sich auch an einem am Fahrzeugboden befestigten Gurtteil befinden, wobei dann eine mit dem Becken-1 und Schultertcil 2 verbundene Platte mit dem Schloß verbunden wird.
Bei Nichtgebrauch ist das Schloß 3 in einem Haken 6 (F i g. 2) an der Türsäule 15 eingehängt. Der Sicherheitsgurt 18 bzw. das Beckenteil 1 hängt daher — wie in F i g. 2 angedeutet — an der Schloßsäule 15 entlang herab, während das bei 16 am Bodenträger 14 verankerte Ende 19 zwischen der Verankerung 16 und der Schloßsäule 15 eine horizontale Lage einnimmt und damit den Einstieg nicht behindert.
Diese Wirkung wird durch ein Gewicht 22 erreicht, das in einer Entfernung von der Verankerung 16 am Beckenteil 1 angeklemmt ist, die etwa dem Abstand der Verankerung 16 von der Schloßsäule 15 entspricht. Durch das Gewicht 22 wird das Bcckenlcil 1 in eine etwa senkrechte Richtung gebracht und vom Aufhängepunkt 6 ab nach unten so gestrafft, daß das an die Verankerung 16 anschließende linde 19 in eine waagerechte Lage verspannt wird. Das an der Schloßsäule 15 entlang herabhängende Gurtteil liegt durch die Wirkung des Gewichtes 22 so dicht an der Schloßsäule 15 an und ist so glatt gestrafft, daß ein Hängenbleiben daran sehr unwahrscheinlich ist. Die Wirkung konnte z. B. drrch Magnete verstärkt werden, die an der Schloßsäule 15 angebracht sind und an denen das Gewicht 22 und gegebenenfalls weitere im Gurt befindliche Metallteile gehalten werden.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, gehören zu dem Gewicht 22 zwei plattenf^rmige Teile 23 und 24, die durch zwei odet mehrere Schrauben oder Nieten 25 fest am Beckenteil 1 des Sicherheitsgurtes 18 angeklemmt sind. Das Gewicht 22 kann aus Kunststoff bestehen oder das aus Metall bestehende Gewicht kann von einem Kunststoff überzogen sein, der z. B. die Farbe des Sicherheitsgurtes besitzt. Damit es wenig in Erscheinung und nicht als störend empfunden wird, kann es entsprechend flach ausgebildet werden,
Die Konstruktion der Bodenverankerung 16 ist in den P i g. 4 und 5 veianschaulicht. Der Ankerbolzen 27 ist in üblicher Weise in eine am Blech 28 des
Bodenträgers 14 angeschweißte Gewindemutter 29 eingeschraubt. Auf dem Verankerungsbolzen 27 sitzt eine Hülse 30, die durch die Bodenverkleidung 40 hindurchragt. An der Hülse 30 liegt eine Distanzscheibe 31 an, die als Anschlag für einen verstärkten Abschnitt 32 des Verankerungsbolzens dient. Zwischen der Distanzscheibe 31 und dem Kopf 33 des Verankerungsbolzens liegt drehbeweglich die Beschlagplatte 34 des Sicherheitsgurtes, auf deren beiden Seiten je eine Zwischenscheibe 33 gelagert ist, die aus Kunststoff sein kann. Die Zwischenscheiben 35 erleichtern die Drehbeweglichkeit der Beschlagplatte 34 und verhindern ein Klappern am Verankerungsbolzen. In einem länglichen Schlitz 36 der Beschlagplatte 34 ist der Sicherheitsgurt IS mit einer Schlaufe 41 befe-
stigt. Die Schlaufe 41 wird von einem umgebogenen Teil 42 gebildet, das mit dem Gurtteil 1 vernäht ist. Die Länge des Teiles 42 beträgt etwa ein Viertel bis zur Hälfte des Abstandes des Verankerungspunktes 16 von der Schloßsäule 15. Dadurch wird der Gurt an dieser Stelle versteift und das Umkippen der Beschlagplatte 34 nach hinten unterstützt.
Um den Kopf 33 des Verankerungsbolzens 27 kann auch eine Spiralfeder 37 gelegt sein, die sich an einer Fläche des Schraubenkopfes 33 abstützt und mit ihrem anderen Ende in den Schlitz 36 der Beschlagplatte 34 eingreift (Fig. 5). Diese Feder dreht die Beschlagplatte 34 nach hinten, wenn der Gurt 18 unbelastet ist, und unterstützt somit die Wirkung des Gewichtes 22.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    I. Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug, bei welcher der Sicherheitsgurt ein freies Ende aufweist, welches bei Gebrauch des Gurtes mit einem fahrzeugfesten Teil kuppelbar und bei Nichtgebrauch des Gurtes an der Fahrzeugseitenwand aufhängbar ist, und bei welcher ferner der Gurt drehbeweglich an einem unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem bei Nichtgebrauch des Gurtes aufgehängten Gurtteil (1) eine senkrecht nach unten wirkende Kraft angreift, deren Angriffspunkt am Gurtteil (1) von dem unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt (16) in einem Abstand liegt, der etwa dem Abstand des Verankerungspunktes (16) von der Schloßsäule (15) der Türöffnung entspricht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der senkrecht nach unten wirkenden Kraft ein am Gurtteil (1) befestigtes Gewicht (22) dient.
  3. 3. Anordnung ^ch Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (22) aus zwei plattenförmigen Teilen (13 und 14) besteht, die mittels Schrauben (25) od. dal. zusammengehalten am Gurtteil (1) festklcmmbar sind.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (22) aus Kunststoff besteht oder von einem solchen überzogen ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Verankerungspunkt (16) drehbeweglich gelagerte Beschlagplatte (34) unter der Wirkung einer die Beschlagplatte (34) nach hinten drehenden Feder (37) steht.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtteil (1) im Anschluß an den Verankerungspunkt (16) auf eine Länge von ein Viertel bis zur Hälfte des Abstandes des Verankerungspunktes (16) von der Schloßsäule (15) verstärkt ist.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung durch Verdoppelung und Vernähung des Gurtbandes erreicht wird.

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