DE2012183C3 - Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug - Google Patents
Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem KraftfahrzeugInfo
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Description
angreift, dessen Angriffspunkt am Gurtteil von dem unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt
in einem Abstand liegt, der etwa dem Abstand des Verankerungspunktes von der Schloßsäule
der Türöffnung entspricht.
Die vorliegende Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Anordnung, medien das Bilden von
Stolperschlingen, und schafft somit eine Einrichtung, die noch mehr Sicherheit für die aussteigenden Personen
der Rücksitze bietet. Die Erfindung g^ht dabei
nicht düvon aus, daß der an dem Verankerungspunkt anschließende Abschnitt des Gurtes an den Fahrzeugboden
gedruckt wird, sondern sie benutzt Maßnahmen, durch die sich das Auflegen des an den Verankerungspunkt
anschließenden Gurtteiies an den Boden als weitere Folge ergibt. Bei der Erfindung kommt
es primär darauf an, daß das vom Aufhängepunkt an oder in der Nähe der Schloßsäule senkrecht oder
etwa senkrecht nach unten verlaufende Gurtteil so gestrafft wird, daß das an dem Verankerungspunkt
sich anschließende Ende nur waagerecht, d. h. am Fahrzeugboden entlang verlaufen kann.
Das erfindungsgemäß an dem Gurt angreifende Gewicht strafft das senkrecht verlaufende Gurtteil
derart, daß die Möglichkeit eines Einhakens beim Aussteigen einer Person sehr unwahrscheinlich ist.
Das an den Verankerungspunkt anschließende Gurtende wird dadurch in einer etwa waagerechten Richtung
verspannt. Auf dieses am Fahrzeugboden entlang verlaufende Ende kann ohne weiteren getreten
werden, ohne daß sich eine Beschädigung und damit ein Unwirksamwerden der Einrichtung ergibt.
Das Gewicht kann zweckmäßig aus zwei plattenförmigen Teilen bestehen, die mittels Schrauben od.
dgl. zusammengehalten am Gurtteil feslklemmbar sind. Diese Teile können aus Kunststoff bestehen oder
von einem solchen überzogen sein. Wenn der Kunststoff die Farbe des Sicherheitsgurtes besitzt, so ist das
Gewicht wenig augenfällig. Da es auch nicht sehr schwer sein muß, wird es vom Fahrzeuginsassen kaum
wahrgenommen werden.
Selbstverständlich ist es möglich, die im Verankerungspunkt
drehbeweglich gelagerte Beschlagplatle von einer Feder so beeinflussen zu lassen, daß sie sich
jeweils nach hinten dreht. Damit wird die Anfangswirkung de; erfindungsgemäßen Gewichtes beim Aufhängen
des Sicherheitsgurtes unterstützt. Das Gurtteil kann im Anschluß an den Verankerungspunkt außerdem
verstärkt sein, wobei eine Länge der Verstärkung ausreichend ist, die etwa ein Viertel bis zur Hälfte des
Abstandes des Verankerungspunktes von der Schloßsäule beträgt. Diese Verstärkung kann in einfachster
Weise dadurch erzeugt werden, daß lediglich das für die Befestigung in der Bcschlagplatte umgebogene und
vernähte Ende etwas langer gehalten wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Teiles eines Kraftfahrzeugwagenkastens mit der Türöffnung,
bei der die Tür fortgelassen und die Anbringung eines Dreipunktsicherheitsgurtes in Gebrauchsstellung angedeutet
ist,
F i g. 2 eine schematische Darstellung der Türöffnung eines Kraftfahi Zeugwagenkastens, bei der die
Lage des Sicherheitsgurtes in Nichtgebrauchsstellung angedeutet ist,
F i g. 3 das am Sicherheitsgurt befestigte Gewicht, F i e. 4 einen Schnitt durch die Verankerung des
Sicherheitsgurtes am Bodenträger innerhalb der Türöffnung und
F i g. 5 die Draufsicht auf die in F i g. 4 veranschaulichte Verankerung.
In dem in F i g. 1 dargestellten Teil eines Kraftfahrzeugwagenkastens
wird die Türöffnung Ii durch die Windschutzscheibe 10, das Wagendach 12, den Vorderpfosten
13, den Bodenträger 14 und die Schloßsäule 15 begrenzt. Der in der Türöffnung sichtbare
ίο Dreipunkt-Sicherheitsgurt 18 ist mit dem Beckenteil 1
bei 16 am Bodenträger 14 in der Einstiegsöffnung Il verankert. Der Verankerungspunki 17 für das Schulterteil
2 befindet sich an der Schloßsäule 15. Beckenteil 1 und Schulterteil 2 laufen im Schloß 3 zusammen,
das mit einem Bügel 4 verbunden werden kann, der am Bodenblech bzw. dem Wellentunnel 5 befestigt ist.
Das Schloß kann sich auch an einem am Fahrzeugboden befestigten Gurtteil befinden, wobei dann eine
mit dem Becken-1 und Schulterteil 2 verbundene
so Platte mit dem Schloß verbunden wird.
Bei Nichtgebrauch ist das Schloß 3 in einem Haken 6 (F i g. 2) an der Türsäule 15 eingehängt. Der Sicherheitsgurt
18 bzw. das Beckenteil 1 hängt daher — wie in F i g. 2 angedeutet — an der Schloßsäule 15 entlang
herab, während das bei 16 am Bodenträger 14 verankerte Ende 19 zwischen der Verankerung 16 und der
Schloßsäule 15 eine horizontale Lage einnimmt und damit den Einstieg nicht behindert.
Diese Wirkung wird durch ein Gewicht 22 erreicht, das in einer Entfernung von der Verankerung 16 am
Beckenteil 1 angeklemmt ist, die etwa dem Abstand der Verankerung 16 von der Schloßsäule 15 entspricht.
Durch das Gewicht 22 wird das Beckenteil 1 in eine etwa senkrechte Richtung gebracht und vom
Aufhängepunkt 6 ab nach unten so gestrafft, daß das an die Verankerung 16 anschließende Ende 19 in eine
waagerechte Lage verspannt wird. Das an der Schloßsäule 15 entlang herabhängende Gurtteil liegt durch
die Wirkung des Gewichtes 22 so dicht an der Schloßsäule 15 an und ist so glatt gestrafft, daß ein Hängenbleiben
daran sehr unwahrscheinlich ist. Die Wirkung könnte z. B. durch Magnete verstärkt werden, die an
der Schloßsäule 15 angebracht sind und an denen das Gewicht 22 und gegebenenfalls weitere im Gurt befindliche
Metallteile gehalten werden.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, gehören zu dem Gewicht 22 zwei plattenförmige Teile 23 und 24, die
durch zwei oder mehrere Schrauben oder Nieten 25 fest am Beckenteil 1 des Sicherheitsgurtes 18 angeklemmt
sind. Das Gewicht 22 kann aus Kunststoff bestehen oder das aus Metall bestehende Gewicht kann
von einem Kunststoff überzogen sein, der z. B. die Färb"; des Sicherheitsgurtes besitzt. Damit es wenig in
Erscheinung und nicht als störend empfunden wird.
kann es entsprechend flach ausgebildet werden.
Die Konstruktion der Bodenverankerung 16 ist in den F i g. 4 und 5 veranschaulicht. Der Ankerbolzen
27 ist in üblicher Weise in eine am Blech 28 des Bodenträgers 14 angeschweißte Gewindemutter 29
eingeschraubt. Auf dem Verankerungsbolzen 27 sitzt eine Hülse 30, die durch die Bodenverkleidung 40
hindurchragt. An der Hülse 30 liegt eine Distanzscheibe 31 an, die als Anschlag für einen verstärkten
Abschnitt 32 des Verankerungsbolzens dient. Zwisehen der Distanzscheibe 31 und dem Kopf 33 des
Verankerungsbolzcns liegt drehbeweglich die Beschlagplatte 34 des Sicherheitsgurtes, auf deren beiden
Seiten je eine Zwischenscheibe 35 gelagert ist, die aus
Kunststoff sein kann. Die Zwischenschcibcn 35 erleichtern
die Drehbeweglichkeit der Beschlagplalte 34 und verhindern ein Klappern am Verankcrungsbolzen.
In einem länglichen Schlitz 36 der Beschlagplattc 34 ist der Sicherheitsgurt 18 mit einer Schlaufe 41 hefestigt.
Die Schlaufe 41 wird von einem umgebogen?:? Teil 42 gebildet, das mit dem Gurtteil 1 vernäht ist.
Die Länge des Teiles 42 beträgt etwa ein Viertel bis zur Hälfte des Abstandes des Verankerungspunktes
16 von der Schloßsäule 15. Dadurch wird der Gurt an dieser Stelle versteift und das Umkippen der Beschlagplatte 34 nach hinten unterstützt.
Um den Kopf 33 des Veirankerungsbolzens 27 kann
auch eine Spiralfeder 37 g;clegt sein, die sich an einet Fläche des Schraubenkopf-33 abstützt und mit ihrem
anderen Ende in den Schlitz 36 der Beschlagplatte 34 eingreift (F i g. 5). Diese Feder dreht die
Beschlagphtte 34 nach hinten, wenn der Gurt 18 unbelastet ist, und unterstützt somit die Wirkung des
Gewichtes 22.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem
Kraftfahrzeug, bei welcher der Sicherheitsgurt ein freies; Ende aufweist, welches bei Gebrauch des
Gurtes mit einem iahrzeugfesten Teil kuppelbar und bei Nichtgebrauch des Gurtes an der Fahraagebrachten
Gurtteil befestigt ist. Das Gurtschloß oder die Gurtplatte wird bei Nichtgebrauch des
Sicherheitsgurtes an oder in der Na lie der Schloßsäule aufgehängt. Das Beckenteil bildet dabei eine Stolperschlinge
für die auf dem Rücksitz mitfahrenden Personen, wenn diese aus dem Fahrzeug aussteigen wollen.
Diesen Nachteil, der sich besonders unangenehm und folgenschwer dann auswirkt, wenn der betref-
zeugseitenwand aufhängbar ist, und bei welcher i« fende Verankerungspunkt relativ weit von der Schloß-
ferner der Gurt drehbeweglich an einem unteren in der Türöffnung befindlicher» Verankerungspunkt befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem bei Nichtgebrauch des Gurtes säule entfernt ist, hat man bereits dadurch zu beheben
versucht, daß man am Beschlag, also am Verankerungspunkt, einen schwenkbar gelagerten Sügci
anbringt, der auf den an dem Beschlag sich anschlie-
aufgehängten Gurtteil (1) ein an diesem befestig- >5 ßenden Abschnitt des Sicherheitsgurtes derart ein-
tfcs Gewicht (22) angreift, dessen Angriffspunkt
*m Gurtteil (1) von deia unteren, in der Türöffnung befindlichen Verankerungspunkt (16) in
einem Abstand liegt, der etwa dem Abstand des Verankerungspunktes (16) von der Schloßsäule
(15) der Türöffnung entspricht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (22) aus zwei
plattenförmigen Teilen (23 und 24) besteht, die wirkt, daß dieser Abschnitt bei Nichtgebrauch des
Gurtes gegen den Fahrzeugboden gedrückt wird (deutsche Patentschrift 1267 115). Durch eine solche
Anordnung ist es möglich, Stolperschlingen einigermaßen zu vermeiden, wenn — wie gesagt — der Verankerungspunkt
zum Zwecke der Erreichung einer stellen Belastungsrichtung des Sicherheitsgurtes in der
Türöffnung untergebracht ist.
Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Anord-
mittels Schrauben (25) od. dgl. zusammengehal- 25 nung besteht darin, daß sie durch ein- und aussiei-
ten am Gurtteil (1) festklemmbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (22) aus Kunststoff
besteht oder von einem solchen überzogen ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Verankerungspunkt
(16) drehbeweglich gelagerte Beschlagplatte (34) unter der Wirkung einer die Beschlagplatte (34)
nach hinten drehenden Feder (37) steht.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtteil (1) im Anschluß
an den Verankerungspunkt (lö) auf eine Länge von einem Viertel bis zur Hälfte des Abstandes
gende Fahrgäste leicht beschädigt und unwirksam gemacht werden kann, wenn diese in unbeabsichtigter
Weise während des Ein- oder Aussteigens darauf treten, was häufig der Fall ist. Darüber hinaus vermeidet
diese bekannte Anordnung zwar Stolperschlingen, die sich am Fahrzeugboden ausbilden können, jedoch verhindert
sie nicht, daß aussteigende Fahrgäste nicht doch am senkrechten Teil des Gurtes hängenbleiben,
der trotz der Anordnung noch wellenförmig nach unten verlaufen kann und Anlaß zum Einhaken und
Hängenbleiben der aussteigenden Personen oder gewisser Gegenstände bietet. Dieser Nachteil ist vor
allen Dingen dann vorhanden, wenn der äußere Verankerungspunkt so nahe an der Schloßseite liegt, daß
des Verankerungspunktes (16) von der Schloß- 40 s:ch die bekannte Anordnung nicht anzuwenden lohnt
säule (15) verstärkt ist. o(jer a]s überflüssig oder nicht anwendbar angesehen
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch wird.
gekennzeichnet, daß die Verstärkung durch Ver- Weiterhin ist es durch die franzosische Patentdoppelung
und Vernähung des Gurtbandes ei- schrift 1498 914 bekanntgeworden, das freie Gurtreicht
wird. 45 encje an <jer Fahrzeugseitenwand aufzuhängen. Die
französische Patentschrift 1 498 914 unterscheidet sich jedoch vom Gegenstand der vorliegenden Erfindung
schon insofern, als der äußere untere Befestigungspunkt des Gurtes nicht im Abstand von der Schloß-50
säule angeordnet ist, sondern mit dieser auf gleicher Höhe liegt. Abgesehen davon, daß dadurch die bei
der vorliegenden Erfindung berücksichtigte Forderung einer möglichst steilen Belastungsrichtung für das
Beckenteil vernachlässigt wird, tritt darüber hinaus beim Gegenstand der französischen Patentschrift
1 498 914 überhaupt nicht das Problem auf, das der Anmeldung zugrunde liegt. Nämlich wenn der äußere
untere Befestigungspunkl des Gurtes nicht in der Türöffnung angeordnet ist, können sich dort auch keine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkl-Sicherheitsgurtes
in einem Kraftfahrzeug, bei welcher der Sicherheitsgurt ein freies Ende aufweist, welches
bei Gebrauch mit einem fahrzeugfesten Teil kuppelbar und bei Nichtgebrauch des Gurtes an der Fahrzeugseitenwand
aufhängbar ist, und bei welcher ferner der Gurt drehbeweglich an einem unteren, in der Tür
öffnung befindlichen Verankerungspunkt befestigt ist. 6° Stolperschlingen bilden.
Der äußere untere Verankerungspunkl wird deswegen
in die Türöffnung gelegt, um eine möglichst steile Belastungsrichtung für das Beckenteil zu erreichen.
Beckenteil und Schullerteil laufen in einem Punkte zusammen, in dem sich entweder das Gurtschloß
zum Einhängen in einen festen Bügel oder eine Gurtplalle befindet, die mit dem Schloß verbunden
wird, das an einem kurzen am Fahrzeugboden Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei
einem Sicherheitsgurtsystem der eingangs genannten Art für einen freien ungehinderten Ein- und Ausstieg
der auf dem Rücksitz des Kraftfahrzeuges mitfahrenden Personen zu sorgen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß an dem bei Nichtgebrauch des Gurtes aurgehängten
Gurtteil ein an diesem befestigtes Gewicht
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702012183 DE2012183C3 (de) | 1970-03-14 | Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702012183 DE2012183C3 (de) | 1970-03-14 | Anordnung eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines Dreipunkt-Sicherheitsgurtes in einem Kraftfahrzeug |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2012183A1 DE2012183A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2012183C3 true DE2012183C3 (de) | 1976-09-02 |
Family
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