DE200552C - - Google Patents

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DE200552C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H37/00Machines, appliances or methods for setting fastener-elements on garments
    • A41H37/10Setting buttons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Slide Fasteners, Snap Fasteners, And Hook Fasteners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200552 — KLASSE 71 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. August 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Biegen von nebeneinanderliegenden Befestigungsösen aus zweischenkligen Drahtstiften, die beispielsweise zum Befestigen von Schuhknöpfen oder anderen Kleiderknöpfen oder auch zum Verbinden mehrerer Stofflagen benutzt iwerden. Das kennzeichnende Merkmal besteht im wesentlichen darin, daß der Befestiger in solcher Haltung in eine Mulde
ίο gedrückt wird, daß die Achsen der Befestigerschenkel in rechtwinkliger Kreuzung zur Längsachse der Mulde niedergehen und die ■die Achsen der Befestigerschenkel aufnehmenden Ebenen mit dem Querschnitt der Mulde einen Winkel bilden, der den Abmessungen des Befestigers entsprechend so gewählt ist, daß die Schenkel beim Biegen sich dicht nebeneinanderlegen.
Bei den zum ösenbiegen bisher benutzten Verfahren wurde jeder Schenkel in einer besonderen Pfanne gebogen, die genau der Form und Größe der Befestigerstifte und der zu biegenden ösen angepaßt sein mußte. Dabei wurden die Schenkel beim ösenbiegen durch die zwischen den beiden Biegepfannen liegende Begrenzungswand gehindert, federnd sich aneinanderzupressen.
Das vorliegende Verfahren sowie eine hierzu geeignete Vorrichtung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι und 2 zeigen die Seitenansicht bzw. einen Grundriß eines bekannten zweischenkligen Befestigers, dessen Schenkel zu nebeneinanderliegenden Ösen umgebogen sind.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen schematisch den Arbeitsvorgang des Biegeverfahrens, während ein für dieses Verfahren geeignetes Werkzeug durch Fig. 6 im Grundriß und durch Fig. 7 bis 9 in verschiedenen Längs- und Querschnitten veranschaulicht ist.
Zur Ausübung des Verfahrens kann beispielsweise eine im Querschnitt segmentähnliche rinnenartige Pfanne α dienen, wie durch Fig. 3 schematisch und der Deutlichkeit wegen vergrößert dargestellt ist.
Eine solche Rinne braucht man nur in eine zutreffende Lage zu den Eintrittsstellen der Befestigerschenkel b, c zu bringen, damit diese zu Ösen nach Fig. 1 und 2 umgebogen werden. Wenn man die Längsachse x-x einer solchen Rinne entsprechend schräg zur Verbindungsebene (Linie y-y) der Befestigerschenkel b, c stellt, so erreicht man, daß von den sämtlichen der in der Ebene x-x liegenden tiefsten Punkten der Pfanne der Punkt \ am nächsten dem Befestigerschenkel b liegt, während der Befestiger c seinen nächsten in der Ebene x-x liegenden Punkt bei ^ hat. Wenn diese Befestigerschenkel gegen eine solche Rinne gedrückt werden, so wird jeder Schenkel auf dem kürzesten Weg nach der Scheitelebene x-x zu gelangen suchen, der in gerader Richtung von der Schenkelachse nach dem Punkt \ bzw. \' führt, wie
in den Fig. 3 und 4 im Grundriß und durch Fig. 5 in Seitenansicht dargestellt ist. Er wird daher einen Weg durchlaufen, der etwa der in Fig. 5 durch die krumme Linie ρ angedeuteten Krümmung entspricht. Alle anderen Wege von der Befestigerachse zur Scheitelebene x-x werden mehr oder weniger erheblich langer und weniger gekrümmt sein. So wird beispielsweise die in der Verbin- dungsebeney-y der Schenkel liegende Krümmung etwa der Linie q der Fig. 5 entsprechen. Aus einem Vergleich der Wegej? und q ist ohne weiteres ersichtlich, daß ein von unten her geradlinig zugeführter Befestigerschenkel auf dem Weg p, nicht aber auf dem Weg q zur Scheitelebene gelangen wird. Ein weiterer Vergleich dieser nach dem Scheitelpunkte \ bzw. ^ führenden Wege ρ zeigt durch Fig. 3 und 4, daß diese beiden nebeneinanderliegen und somit die Befestiger zwingen, aneinander vorbeizugleiten, ohne daß es hierfür einer besonderen zwangläufigen Einrichtung innerhalb der Biegepfanne, etwa einer Zwischenwand o. dgl., bedarf.
Indem man die Neigung der Scheitelebene x-x der Biegepfanne gegenüber der Verbindungsebene y-y der Schenkel entsprechend wählt, hat man es in der Hand, die Punkte \, ^ auf der Scheitelebene χ beliebig weit voneinander zu legen. Um die aus den Schenkeln gebogenen ösen (Fig. 1) dicht nebeneinander zu legen (Fig. 2), wird man die Entfernungen zwischen den Punkten \, ^' zweckmäßig nicht größer wählen, als die Entfernung zwischen den Mittelebenen der aneinandergebogenen ösen (Fig. 2) beträgt. Wenn man aber die Entfernung zwischen den Punkten \, \' etwas geringer wählt, so hat man es in der Hand, die aneinanderge-
bogenen Ösen federnd aneinanderpressen zu lassen, weil die Befestigerschenkel, besonders infolge ihrer spitzen Enden, noch immer an zwei nebeneinanderliegenden Punkten die Scheitelebene x-x erreichen und aneinander vorbeigleiten können. Da sie aber in diesem Falle nicht durch die entsprechend weite Auseinanderlage der Wege aneinander vorbeigeführt werden, so drängen sie sich mit Hilfe der zugespitzten Enden aneinander vorbei und pressen somit federnd gegeneinander.
Andererseits kann man die Pfanne auch für beliebige Größensorten von Befestigern anwenden, die sich entweder durch die Dicke der Schenkel, oder durch deren Auseinanderstellung, oder durch beides unterscheiden. Hierzu hat man ebenfalls nur nötig, die Scheitelebene x-x der Rinne a in entsprechende Neigung zur Verbindungsebene y-y der Befestigerschenkel zu bringen. Diese Möglichkeit der Anwendung geht aus dem Vergleich der Fig. 4 gegenüber Fig. 3 hervor. Hier ist die im übrigen gleichgestaltete Rinne α für Schenkel von erheblicher Stärke (Fig. 3), sowie für solche von kleinerem Durchmesser (Fig. 4) und von größerer Auseinanderstellung benutzt. In allen Fällen werden die Schenkel auf dem kürzesten Wege nach' dem am tiefsten liegenden Punkt (^ bzw. \' auf der Scheitelebene x-x) gedrängt und hierbei zunächst hakenförmig umgebogen werden, wobei die Spitzen der beiden Haken (Fig. 5) nebeneinanderliegen. Beim weiteren Bewegen der Schenkel gegen die Biegepfanne werden auch die hinter den Schenkelspitzen liegenden Schenkelteile den gekrümmten Weg ρ (Fig. 5) durchlaufen, wobei die Spitzen innerhalb des hakenförmig vorgebogenen Weges vorgedrängt werden und sich zu ösen (Fig. 1) umrollen, die gegebenenfalis mehr oder weniger federnd aneinanderpressen, sofern die vorher beschriebene Entfernung zwischen den Punkten \ und ^' zutreffend gewählt war. Nachdem die Schenkelspitzen den tiefsten Punkt (auf der Scheitelebene x-x) überschritten haben, wirkt der darüber hinaus und beim Einrollen von den Spitzen durchlaufene Weg der Biegepfanne nicht oder doch nicht nennenswert auf die Bildung der ösen ein. Diese Bildung wird vielmehr in der Hauptsache durch den Weg bis zur Scheitelebene (Linie p, Fig. 5) bestimmt. Deshalb kann auch die Rinne hinter dem Scheitelpunkt \ bzw. ^ ganz oder zum Teil wegfallen. Hieraus geht hervor, daß die Biegerinne keinesfalls genau segmentartigen Querschnitt zu haben braucht. Es kann vielmehr der Teil der Rinne, der erst hinter der Scheitelebene von den vorgebogenen Befestigerspitzen durchlaufen wird, auch andere Gestalt als der Rinnenteil haben, der von der Eintrittsstelle der Befestiger bis zur Scheitelebene führt.
Zur Ausübung des durch Fig. 3 bis 5 veranschaulichten Verfahrens eignet sich besonders das durch Fig. 6 bis 9 veranschaulichte Werkzeug mit der Biegepfanne a. Die Längsseiten der Pfanne sind durch die Flächen d begrenzt, die in derselben oder in wenig größerer Entfernung wie die Dicken beider Befestigerschenkel auseinanderstehen und zweckmäßig nach innen zu etwas gegeneinanderlaufen. Dadurch werden die Schenkel beim ösenbiegen nicht nur durch den Weg q in die zutreffende Lage geführt, sondern erhalten durch die beiden Flächen d noch eine weitere Führung von außen her und werden dabei zugleich infolge der nach innen gerichteten Neigung dieser Flächen d (Fig. 8) fest aneinandergedrückt. Indem die Biegepfanne α beispielsweise in einer runden Matrize e (Fig. 6) angebracht wird, hat man
nur nötig, die Matrize in ihrem Lager entsprechend zu drehen, um die Biegepfanne in die zutreffende Lage zur Schenkelebene zu bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Biegen von nebeneinanderliegenden Befestigungsösen aus zweischenkligen Drahtstiften, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestiger in solcher Haltung in eine Mulde (a) gedrückt wird, daß die Achsen der Befestigerschenkel (b, c) in rechtwinkliger Kreuzung zur Längsachse der Mulde niedergehen und die die Achsen der Befestigerschenkel aufnehmende Ebene mit dem Querschnitt der Mulde einen Winkel bildet, der den Abmessungen des Befestigers entsprechend so gewählt ist, daß die Schenkel beim Biegen sich dicht nebeneinanderlegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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