DE2004649A1 - - Google Patents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Nozzles For Electric Vacuum Cleaners (AREA)

Description

Dipl·-Ing·W.Beyer
Dipl.-Wirtsch.-Ing.B.Jochem
6000 Prankfurt am Main Freiherr-vom-Stein-Straße 18
Aktiebolaget Electrolux Stockholm / Schweden
Mehrzweckmundstück für Staubsauger
Priorität der schwedischen Patentanmeldung No. 145O/1969 vom 4. Febr. 1969
Die Erfindung betrifft ein Mehrzweckmundstück für Staubsauger mit einem oder mehreren Arbeitswerkzeugen, wie einem J Bürstenmundstück und einer Flachdüse, die alternativ mit der Arbeitsfläche in Berührung gebracht werden, wobei mindestens eines der Arbeitswerkzeuge über ein Hebeelement in Abhängigkeit des Luftdruckes anhebbar ist.
In einer bekannten Mehrzweckdüse ist die als druckabhängig auslenkbare Gummimembran ausgebildete Hebevorrichtung mit einem der Arbeitswerkzeuge verbunden und in einem mit dem Saugkanal des Mundstückes kommunizierenden Raum angeordnet. Auf Grund des Unterdruckes im Saugkanal und der unterschiedlichen Beschaffenheit der Arbeitsflächen wird die Membran in
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eine ihrer beiden EndStellungen gebracht, was bedeutet, daß die mit der Membran verbundenen Arbeitswerkzeuge, beispielsweise ein Bürstenmundstück,in oder ausser Kontakt zur Arbeitsfläche des Mundstückes gebracht wird. Auf die Membran wirkt weiterhin eine Federkraft, die so eingestellt ist, daß eine Hebebewegung der Arbeitswerkzeuge erfolgt, wenn die Werkzeuge auf einer Arbeitsfläche von vorher bestimmter Beschaffenheit bewegt werden. Dabei darf aber die Leistung des mit dem Mundstück verbundenen Staubsaugers nicht zu sehr schwanken. Falls sich die Saugkraft in unnormal hohem Maße verringert, beispielsweise im Falle eines verstopften Staubsammlers, wird der Unterdruck um Saugkanal zu gering, um die Arbeitswerkzeuge anzuheben .
Aufgabe der Erfindung ist es, die oben beschriebenen Nachteile zu beseitigen und ein Mehrζweckmundstück für einen Staubsauger zu schaffen, bei dem die Einstellung der Arbeitswerkzeuge in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Arbeitsfläche automatisch oder von Hand auch dann gewährleistet ist, wenn die Saugleistung einen Minimalwert unterschreitet. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein in einem den Saugkanal mit dem Hebeelement verbindenen Kanal angeordnetes Ventil und Betätigungsglieder zum Öffnen und Schließen des Ventiles in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Arbeitfläche.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen MehrZweckmundstückes an Hand der Zeichnung genauer erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein an sich bekanntes Mehrzweckmundstück mit einem Ventil und einem Betätigungselement gemäß der Erfindung, welches auf einer harten Unterlage betrieben wird,
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Pig. 2 das gleiche Mundstück wie in Pig# 1 gezeigt,
diesmal auf einer weichen Unterlage arbeitend,
Fig. 3+4 eine Schnittdarstellung einer Ausführung des Ventiles und des Betätigungselementes gemäß der Erfindung auf harter und auf weicher Unterlage.
Das in Pig. I gezeigte Staubsaugermundstück Io besitzt ein Verbindungsteil 11 und eine Saugöffnung 12. Im Mundstückinneren sind eine oder mehrere Hohlräume 13 angeordnet, die,wie unten näher erläutert, mit dem Saugkanal 14 des Werkzeuges A verbunden sein können. Eine als Membran 15 ausgebildete, Bürsten 16 tragende Trennwand begrenzt die Hohlräume 13 und wird durch eine Feder 17 betätigt.
Die Bürsten 16 können durch Öffnungen 18 in der Bodenplatte 19 des Mundstückes nach auf- und abwärts bewegt werden. Wie unten ausgeführt, stehen die Hohlräume 13 unter Atmosphärendruck, solange der Staubsauger auf einer harten Bodenfläche betrieben wird. Dabei drückt die Feder 17 auf die Membran 15 und bringt somit die Bürsten in die in den Fig. 1 und.3 gezeigte Position. Wird dagegen das Mundstück auf einer weichen Unterlage bewegt, dann entsteht in den Räumen 13 ein Unterdruck, durch den die Membran 15 und die an ihr befestig- \ ten Bürsten 16 in die in Fig. 2 und 4 gezeigte Position gebracht werden.
Das erfindungsgemäße Ventil und das Betätigungselement sind als Ganzes in der Zeichnung mit 2o gekennzeichnet. Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, enthält das Ventil dieser Ausführung eine Ventilscheibe 22, an der sich eine Feder 21 abstützt und die mit einem als Knopf 25 ausgeführten Tastglied zusammenwirkt. Der mit einer flachen Gleitfläche 26
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versehene Knopf wird durch die Bodenplatte 19 des Mundstückes lose gehalten. Dadurch kann dieser Knopf 25 in verschiedene Richtungen kippen, um somit den unterschiedlichen Neigungen der Arbeitsfläche zu folgen. Das Betätigungselement besteht aus einem Druckstößel 24 und dem Knopf 25, wobei die Unterseite des auf Rädern 27 sich bewegenden Mundstückes in Abhängig· keit von der Beschaffenheit der Arbeitsfläche in unterschiedlichem Abstand zu dieser Arbeitsfläche steht. Die Raddicke ist so gering, daß die Räder in beispielsweise einen Teppich oder andere weiche Flächen bis zu einem gewünschten Wert eindringen.
Der Ventilsitz 23 ist mit einem als Schraubknopf 28 ausgebildeten Einstellelement verbunden, durch welches der Sitz um einen bestimmten Wert angehoben oder abgesenkt werden kann. Diese Vorrichtung kann zum Verstellen des Ventiles oder zu seinem Fixieren in einer oder der anderen Position verwendet werden. Die Einstellvorrichtung kann natürlich auch aus einem Hebel oder ähnlichen Elementen bestehen.
Im Mundstück sind Kanäle 29, 3o , 31, 32 und 33 sowie Dichtungen 34 vorgesehen. Auch die Gummimembran 15 stellt eine Dichtung zwischen den oberen und unteren Teilen des Mundstückes dar und besitzt einen Stoßdämpfer 35.
Das Staubsaugermundstück gemäß der Erfindung wirkt in folgender Weise. Beim Saugen auf harter Fläche (Fig. 1 und 3) halten die Räder 37, die auch als Gleitrollen oder ähnliches ausgeführt sein können, die Unterseite des Mundstückes in einem vorbestimmten Abstand von der Arbeitsfläche. Dieser Abstand ist so gewählt, daß der Knopf 25 die Arbeitsfläche nicht berühren kann. Dadurch befindet sich die Ventilscheibe 22 in Kontakt mit dem Ventil 23, so daß das Ventil geschlossen ist. Der im Saugkanal 14 vorherrschende Unterdruck kann in diesem Fall über die verschiedenen Kanäle nicht auf die Räume 13
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übergreifen. Über einen NebenJcanal 33 sind die Räume 13 mit der Aussenluft verbunden, und stehen somit unter Atmosphärendruck. Der Raum 36 unterhalb des Ventilsitzes steht in direkter Verbindung mit dem Raum 13. Eine vorher bestimmte Leckströmung fließt durch die Öffnung, in welcher der Stößel 24 geführt ist. Dieser Leckstrom kann,falls gewünscht, so groß gehalten werden, daß der Nebenkanal 33 nicht mehr notwendig ist. Da zu beiden Seiten der Membran 15 keine Druckdifferenz besteht, wird die Feder 17 die Bürsten nach unten bis zum Kontakt mit der Arbeitsfläche drücken. Sollte diese Bürstenstellung auch beim Bearbeiten von Teppichen oder ähnlichen λ Flächen gewünscht werden, so kann dieses durch Einstellen des Schraubknopfes 28 in seine obersten Position von Hand geschehen. Dadurch wird der Stößel 24 so weit angehoben, daß der Knopf 25 nicht mehr in Kontakt mit der Arbeitsfläche steht.
Beim Saugen auf weichen Flächen, beispielsweise auf Teppichen (Fig. 2 und 4), werden die Räder 27 um einen bestimmten Wert in die weiche Fläche eindringen, so daß der Knöpf 25 in Kontakt mit der Teppichfläche gelangt. Dadurch wird der Knopf und mit diesem auch der Druckstößel 24 und die Ventilscheibe 28 angehoben und das Ventil von seinem Sitz bewegt. Dadurch entsteht über die Kanäle 29, 3o, 31 und 32 sowie die mitein- | ander kommunizierenden Räume 37 und 38 eine Strömungsverbindung zwischen dem Saugkanal 14 und den Räumen 13. Aufgrund des dann in den Räumen 13 wirkenden Unterdruckes wird die Membran 15 in ihre obere Position bewegt und damit die Bürsten 16 angehoben. Diese Stellung kann auch durch Einstellen des Schraubknopfes 28 in seine unterste Stellung erreicht werden. Dadurch wird dann der Druckstößel 24 ständig gegen den Boden des Knopfes 25 gehalten, so daß sich der Sitz 23 um einen vorbestimmten Abstand von der Ventilscheibe 22 befinden wird. Dadurch kann also,falls gewünscht, die automatische Funktionsweise durch ein Verstellen des Schraubknopfes 28 ausgeschaltet werden.
Wie oben bereits ausgeführt, dient die Guiranimembran 15 weiterhin als Dichtung zwischen den oberen und unteren Teilen des Mundstückes. In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Membran aber auch so ausgebildet sein, daß ein Teil als Ventilklappe dient, die mit einem Ventilsitz zusammenwirkt. In. diesem Fall wird dann der Druckstößel 24 auf die Unterseite dieser Klappe wirken, wohingegen die obere Klappenseite unter der Vorspannung eines einstellbaren Federgliedes steht. Dadurch wird die Herstellung eines Ventilgliedes gemäß der Erfindung sehr vereinfacht und die Düse würde nur wenige weitere Konstruktionsmerkmale aufweisen. Anstatt einer Membran könnten auch Bälge oder ähnlich luftgesteuerte Hebeelemente vorgesehen werden.
Ansprüche
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009832/ U04

Claims (7)

  1. Ansprüche
    Mehrzweckmundstück für Staubsauger mit einem oder mehreren Arbeltswerkzeugen, wie einem Bürstenmundstück und einer Flachdüse, die alternativ mit der Arbeitsfläche in Be- a rührung gebracht werden, wobei mindestens eines der Arbeitswerkzeuge über ein Hebeelement in Abhängigkeit des Luftdruckes anhebbar ist, gekennzeichnet durch ein in einem den Saugkanal (14) mit dem Hebeelement (13, 15) verbindenden Kanal (29, 3o, 31, 32) angeordnetes Ventil (22, 23) und Betätigungsglieder (21, 24, 25) zum Öffnen und Schliessen des Ventiles (22, 23) in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Arbeitsfläche.
  2. 2. Mehrzweckmundstück für einen Staubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Betätigungsgliedern ein Tastglied (25) gehört, welches bei Berührung der Arbeitsfläche das Ventilglied (22) je nach ^l deren Beschaffenheit betätigt.
  3. 3. Mehrzweckmundstück für einen Staubsauger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastglied (25) an der Unterseite (19) des Mundstückes begrenzt beweglich angeordnet ist, daß es eine Gleitfläche (24) aufweist und daß es mit dem Ventilglied (22) über einen Druckstößel (24) in Verbindung steht.
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    009832/U(U
  4. 4· Mehrsweckmundstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das als Knopf«,Scheibe oder Napf ausgebildete Tastglied (25) von der Mundstückbodenplatte lose gehalten ist und mit dem Druckstößel (24) in Anlageverbindung steht.
  5. 5· Mehrzweckmundstück für einen Staubsauger nach Anspruch. 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz (23) des Ventiles (22, 23) mittels eines leicht zugänglichen, als Schraubknopf (28) ausgebildeten Einstellgliedes von Hand verstellbar ist.
  6. 6· Mehrzweckmundstück für einen Staubsauger nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, dafi das Einstellglied (28) mit einer Peder (21) verbunden ist, deren anderes Ende sich an denials Ventilscheibe (22) ausgebildeten Ventilglied abstützt.
  7. 7. Mehrzweckmundstück nach Anspruch 2 bis 6, bei welchem als Hebevorrichtung eine druckabhängig auslenkbare Membran aus z.B. Gummi oder Kunststoff dient, an welcher eines der Arbeitswerkzeuge befestigt ist, dadurch ge kennzeichnet, daß die Ventilscheibe oder Ventilklappe als ein Teil der Membran ausgebildet ist.
    8· Mehrzweckmundstück für einen Staubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Tragglieder des Mundstückes (lo) Räder (27) oder Gleitrollen vorgesehen sind, die die Mundstückbodenplatte (19) in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Arbeitsfläche in unterschiedlichem Abstand zu dieser halten.
    Bl I 1269 hg / 2.2.197o
    009832/ UOi
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