DE2003019A1 - Phenylalaninol-Derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Phenylalaninol-Derivate und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
DR. MOLLER-BORE· DR. MANITZ · DR. DEUFEL 2003019
DIPL-ING. FINSTERWALD · DIPL-ING. GRÄMKOW 8 MÖNCHEN 22, ROSERT-KOCH-STa 1
TELEFON 226110
München, den 23. Jan.
Lo/th - ΐ 1057
' TlNlBS SEIIAIU CO., LTD.,
21, Doshoiaachi 3~chomG, HIgashi-ku, Osaka,
Japan '
Phenylalaninol-Derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
Priorität: Japan vom 25. Januar 1969
Die Erfindung betrifft neuartige Derivate von Phenylalaninol
und ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Insbesondere betrifft
sie L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol und dessen
Säuröadditionßsalze und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Sie oben genannten Phenylalaninolverbindungen sind als
therapeutische und diagnostische Mittel gegenüber Nieren-Hypertension
infolge ihrer spezifischen Wirkung gegenüber Eenin brauchbar.
BAD ORIGINAL
aO08S2/1969
Gemäß der Erfindung werden die gewünschten Phenylalaninolverbindungen
durch Reduktion eines Eetere von L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninin
hergestellt. '
Ein niedrigerer Alkylester, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyleater,
ßind ala Auegangs-Tetrapeptidester geeignet, während
die anderen, üblichen Ester dieses Tetrapeptides ebenfalls als Ausgangsmaterial verwendbar sind. Die Ausgangs-Tetrapeptidoeter
können nach einer üblichen Methode hergestellt werden, z. B. einer ähnlichen Arbeitsweise wie sie in der veröffentlichten
Japanischen Patentschrift Nr. 2821/1967 beschrieben sind. ψ Die" Reduktion dieser Ester kann mittels einer gewöhnlichen
Arbeitsweise durchgeführt werden. So kann der Auegangsester vorzugsweise mit Natriumborhydrid in einem Lösungsmittel hierfür
behandelt werden. Im Fall der Verwendung von Natriumborhydrid wird vorzugsweise wässriges Methanol, wässriges Äthanol
oder dgl. als Reaktionslösungsmittel verwendet. Vorzugsweise ist die zu verwendende Menge an Natriumborhydrid etwa das
5- bis 15-fache an Mol, insbesondere etwa das 10-fache an Mol
von dem Ausgangstetrapeptidester. Die Reaktion kann im allgemeinen in einem breiten Temperaturbereich, z. B. von -10° C
bis 40° C durchgeführt werden.
Das so erhaltene L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol
kann leicht in sein pharmazeutisch annehmbares Saureadditionssalz
entsprechend einer konventionellen Arbeitsweise überführt werden. Bevorzugte Beispiele für ein solches Salz sind das
Hydrochlorid, Hydrobromid, Nitrat, Sulfat, Succinat, Citrat etc,
Die beschriebenen, neuen Phenylalaninolverbindungen der Erfindung
sind als antihypertenaive Mittel, insbesondere zur
Verhütung von NierGn-Hypertension und als diagnostisches
BAD ORIGINAL
009832/ 1969
Hilfsmittel bei der Nieren-Hypertension brauchbar.
Insbesondere hemmen die Phenylalaninolverbindungen die
enzymatische Wirkung von Benin (einem aus der Niere abgesondertem Enzym) auf Angiotensinögen, welches im Blutplasina:
vorkommt und ein Vorlauf er von Angiotensin I ißt
(Angiotensin I wird durch ein Enzym in Angiotensin II, ein blutdruckerhöhendes Mittel, umgewandelt)· Es wurde
beschrieben, daß Ester von L-Leucyl-L-leucyl-Ii-valyl-L-tyrosin
ebenfalls die enzymatische Wirkung von Renin hemmen
(veröffentlichte japanische Patentschrift Nr. 2821/1967).
Darüberhinaus wurde gefunden, daß Tetrapeptidester, die
ale Auegangematerial der Erfindung verwendet werden, ebenfalle
hesamende Wirkung auf Benin besitzen· Es wurde jedoch gefunden, daß die oben beschriebenen Phenylalaninolverbindungen
vorteilhafter· Eigenschaften im Vergleich zu den
oben genannten Tgtrapeptideetera beeitzen· Beispielsweise
zeichnen sich die Phenylalanine !verbindungen durch ihre
verminderte Toxizität und erhöhte Löslichkeit in wässrigem
Lösungsmittel im Vergleich zu den Tetrapeptide st er η aus,
obwohl die hemmende Wirkung der Phenylalaninolverbindungen
gleich oder geringfügig schwächer als diejenige der Tetrapeptidester
ist. Solche kennzeichnende Merkmale der Phenylalaninolverbindungen
machen sie zur parenteral en Anwendung geeigneter· Di»- Löslichkeit der wässrigen
Lösungen der Phenyl«, laninolverbindungen ist in Tabelle I im Vergleich mit denjenigen der tetrapeptide st er wiedergegeben,
ebenfalls wurde der pH-Wert bestimmt.
009832/1969
LöBlichkeit
Verbindungen in Wasser (%)
bei 25° C
Methyl-L-leucyl-L~leucyl~L--valyl~
L-phenylalaninat (Hydrochlorid) 2,37
Äthyl-L-leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninat
(Hydrochlorid) '1,24 Äthyl-L-leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-tyrosinat
{Hydrochlorid) 1,65
L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol
QHydrochlorid) 7 »
Darüberhinaus sind die Fhenylalaninolverbindungen stabiler
und besitzen eine längere Wirkungsdauer im Vergleich zu den Tetrapoptideetern.
Die antihypertensive Wirkung der Phenylalaninolverb indungen
der Erfindung wurde durch die Hemmaktivität auf Renin bestimmt»
Die Phenylalaninolverbindungen zeigten nämlich, wenn variierende Mengen hiervon in eine 0,5 ml aus einem gewöhnlichen Kaninchen
hergestelltes Renin-Substrat und 0,02 ml aus Kaninchenniere nach der Methode von Goldblatt und Haas hergestelltes Renin
enthaltende SElBlöeung (2,7 ä*| pH * 5,0) 5 Minuten bei 37°
inkubiert wurden, gegenüber Reniu die in Tabelle II aufgeführten
Hemmwirkungen.
BAD ORIGINAL
009832/1969
Verbindung Menge der iakubier- Hemm-
ten Verbindung (mg) wirkung (%)
L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl- O O
L-phenylalaninol 0,25 33,8
(Hydrochlorid) 0,5 37,9
1,0 51,5
2,0 67,6
5,0 90,5
Anmerkung*. Die Hemmwirkuag wurde aus der Menge an Angiotensin
berechnet, welche in der Injektionsmischung erzeugt
wurde.
(1) Zu einer Lösung von 2,3 g (60 mMol) Natri\imborhydrid in
70 ml 50 %igem Äthanol wurde tropfenweise einer Lösung von
3,34- g (6mMol) Äthyl-L-leucyl-L-leu.cyl-L-valyl-L-phenylalaninathydrochlorid
während 60 Min· bei 8 - 12° 0 tropfenweise zugegeben.
Nach 3-Btündigem Rühren bei Zimmertemperatur wurde
die Lösung mit 120 ml Äthanol vermischt und weiterhin 4 Stunden
gerührt· 10 ml Chlorwaaeersäure-lthanollösung (4,9 vJfiol t
HCl/ml) wurden zu der Losung gegeben· Die Lösung wurde unter
vermindertem Druck konzentriert. 100 ml Wasser wurden zu dem
Rückstand gegeben. Die wässrige Losung wurde auf einen pH-Wert von 9 mittels Kaliumcarbonat gebracht und mit Chloroform
eactrahiert. Die Chloroformschicht wurde mit einer mit Natriumchlorid
gesättigten wässrigen Lösung gewaschen· Die Lösung
wurde getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert.
BAD OR1GINAL
Der bo erhaltene Rückstand wurde mit Äther gewaochen, getrocknet
und aus Äthanol umkristallisiert, wobei 1,63 g Ii-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-Ii-phenylalaninul
erhalten wurden. Fp * 205 - 206° Cj farblose Körnchen; Ausbeute « 64,0 %\ (ot) 2S'^ * -37,6° (C-I,
Essigsäure).
(2) 0,3 g (1,1 mMol) L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol
wurden in 50 ml Äthanol aufgelöst. 0,5 ml Chlorwasserstoff-Ithanollösung
(4,9 mMol HCl/ml) wurden zu der Lösung gegeben.
Nach dem Stehenlassen für 15 Min. bei Zimmertemperatur wurde die Lösung unter vermindertem Druck eingeengt. Der so erhaltene
Rückstand wurde mit Äther gewaschen, getrocknet und aus einer Mischung von Äthanol und Äther umkristallisiert, wobei
0,44 g L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-Ii-phenylalaninol-hydrochlorid
erhalten wurden. Fp - 239»5 - 240,5° C; farblose Nadeln;
Ausbeute - 78,0 %\ (pc) 2Jp » -35,5° (C- 0,48; Essigsäure).
| Analyse auf | C | '26H4 | 5N4°< | rls | I I |
- 8, | 84; | N - | 10, | 92; | • | - 6 | ,91; |
| berechnet: | C | - 60 | ,87; | H | - 8, | 78; | N - | 10, | 76; | Cl | - 7 | ,24; | |
| gefunden: | C | « 60 | ,46; | H | Cl | ||||||||
-Patentansprüche» - 6 -
BAD ORIGINAL
009832/1969
Claims (2)
- Pate n ta nsprüche.j L·-LθUcyl'·L·«·leucyl-L-valyl-L·-phenylalaninol und dessen pharmazeutisch annehmbare Säureadditionssalze.
- 2. L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol-hydrohalogenide,3· Verfahren zur Heroteilung von L-Leucyl-L-leucyl-L^valyl-If-phenylalaninol, dadurcli g β k e η η ζ e i c h η e t, daß ein Eater von L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalanin reduziert und gegebenenfalls in das Säureadditionssalz überführt wird·4* Verfahren nach Aaepruch 3* dadurch g β fco η ng e i ο hn e te daß die Reduktion Kit Vatriumborhydrid "bei einer lemperatur von -10"° G bie 40° C durcdigefuhrt wird.BAD ORIGINAL0 09832/1989
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP548969 | 1969-01-25 | ||
| JP44005489A JPS4818221B1 (de) | 1969-01-25 | 1969-01-25 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003019A1 true DE2003019A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE2003019C DE2003019C (de) | 1973-05-30 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2034490A1 (de) | 1970-12-11 |
| JPS4818221B1 (de) | 1973-06-04 |
| FR2034490B1 (de) | 1973-12-21 |
| GB1251932A (de) | 1971-11-03 |
| CH520112A (de) | 1972-03-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |