DE2003019B - L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-Lphenylalaninol und dessen pharmakologisch verträgliche Säureadditionssalze - Google Patents

L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-Lphenylalaninol und dessen pharmakologisch verträgliche Säureadditionssalze

Info

Publication number
DE2003019B
DE2003019B DE2003019B DE 2003019 B DE2003019 B DE 2003019B DE 2003019 B DE2003019 B DE 2003019B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leucyl
phenylalaninol
valyl
esters
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Yuichi Toyonaka; Kokubu Tatsuo Osaka; Shigezane Keisuke Urawashi; Mizoguchi Tomishige Kita-adachigun; Yamamura (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Tanabe Pharma Corp
Original Assignee
Tanabe Seiyaku Co Ltd

Links

Description

Tabelle II
Verbindung Menge der
inkubierten
Verbindung
(mg)
rlemm*
wirkung
(%)
L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-
L-pehnylalaninol
(Hydrochlorid)
0
0,25
0,5
1.0
2,0
5,0
0
33,8
37,9
51,5
67,6
90,5
Beispiel
(1) Zu einer Lösung von 2,3 g (60 mMol) Natriumborhydrid in 70 ml 50°/oigem Äthanol wurde tropfenweise einer Lösung von 3,34 g (6 mMol) Äthyl-L-leucyl-L-leucyl"L-valyl-L-phenylalaninathydrochlorid während 60 Minuten bei 8 bis 12° C tropfenweise zugegeben. Nach 3stündigem Rühren bei Zimmertemperatur wurde die Lösung mit 120 ml Äthanol vermischt und weiterhin 4 Stunden gerührt. 10 ml Chlorwasser-
säure-Äthanollösung (4,9 mMol HCl/ml) wurden zu der Lösung gegeben. Die Lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. 100 ml Wasser wurden zu dem Rückstand gegeben. Die wäßrige Lösung wurde auf einen pH-Wert von 9 mittels Kaliumcarbonat gebracht und mit Chloroform extrahiert. Die Chloroformschicht wurde mit einer mit Natriumchlorid gesättigten wäßrigen Lösung gewaschen. Die Lösung wurde getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert.
Der so erhaltene Rückstand wurde mit Äther gewaschen, getrocknet und aus Äthanol umkristallisiert, wobei 1,83 g L-Leucyl-i.-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol erhalten wurden. Fp. = 205 bis 2060C; färb-
lose Körnchen; Ausbeute = 64,0%; [«]?·>" = -37,6° (C = 1, Essigsäure).
(2)0,3 g (1,1 mMol) L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol wurden in SO ml Äthanol aufgelöst. 0,5 ml Chlorwasserstoff-Äthanollösung (4,9 mMolHCl/ml) wurden zu der Lösung gegeben. Nach dem Stehenlassen für 15 Minuten bei Zimmertemperatur wurde die Lösung unter vermindertem Druck eingeengt. Der so erhaltene Rückstand wurde mit Äther_ gewaschen, getrocknet und aus einer Mischung von Äthanol und Äther umkristallisiert, wobei 0,44 g L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol-hydrochlorid erhalten wurden. Fp. = 239,5 bis 240,50C; farblose Nadeln; Ausbeute = 78,O°/O; [«]?·* = -35,5° (C = 0,48; Essigsäure).
Analyse auf C46H15N1O4Cl: Berechnet:
C = 60,87; H = 8,84; N = 10,92; Cl = 6,91; gefunden:
C = 60,46; H = 8,78; N = 10,76; Cl = 7,24.
An weiteren physikalisch-chemischen Kenndaten wurden für L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol (Verbindung A) und L-leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol-hydrochlorid (Verbindung B) die Ri-Werte der Dünnschichtchromatographie (7,5 · 2,5 c/m, Silicagel G) gemessen.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle ΠΙ zusammengestellt:
Tabelle III Lösungsmittelsystem CCli-Äthylacetat-Methanol
(5: 5:2 Vol./Vol.)
CHC13-Methanol(4:l, Vol./Vol.)
ao CHCla-Essigsäure-Methanol (95: 3:10, Vol./Vol.) ....
(RO
Verbindung A
0,54 0,79 0,45
Verbindung B
0,54 0,94 0,10

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol und dessen pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze.
    Die Erfindung betrifft L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol und dessen pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze.
    Die gewünschten Phenylalaninolverbindungen werden durch Reduktion eines Esters von L-Leycyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninin hergestellt In erster Linie sind die niedriger molekularen Alkylester, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propylester, dafür geeignet. Die Ausgangs-Tetrapeptidester können nach einer üblichen Methode hergestellt werden (vgl. zum Beispiel japanische Patentschrift 2821/1967). Die Reduktion dieser Ester erfolgt in üblicher Weise. Im Fall der Verwendung von Natriumborhydrid wird vorzugsweise wäßriges Methanol oder wäßriges Äthanol als Lösungsmittel verwendet. Vorzugsweise werden etwa 5 bis 15 Mol, insbesondere etwa 10 Mol Natriumborhydrid je Mol Ausgangstetrapeptidester eingesetzt. Die Reaktion kann im allgemeinen in einem breiten Temperaturbereich, z. B. von —10 bis 400C durchgeführt werden.
    Das so erhaltene L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenylalaninol kann leicht in seine pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze entsprechend einer konventionellen Arbeitsweise überführt werden. Bevorzugte Beispiele für ein solches Salz sind das Hydrochlorid, Hydrobromid, Nitrat, Sulfat, Succinat, Citrat.
    Die Phenylalaninolverbindungen der Erfindung sind als antihypertensive Mittel insbesondere zur Verhütung von Nieren-Hypertension und als diagnostisches Hilfsmittel bei der Nieren-Hypertension brauchbar.
    Insbesondere hemmen die Phenylalaninolverbindungen die enzymatische Wirkung von Renin (einem aus der Niere abgesondertem Enzym) auf Angiotensinogen, welches im Blutplasma vorkommt und ein Vorläufer von Angiotensin I ist (Angiotensin I wird durch ein Enzym in Angiotensin II, ein blutdruckerhöhendes Mittel, umgewandelt). Die Ester von L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-tyrosin (vgl. japanische Patentschrift 2821/1967) und die Tetrapeptidester, die als Ausgangsmaterial der Erfindung verwendet werden, hemmen zwar ebenfalls Renin. Es wurde jedoch gefunden, daß die oben beanspruchten Phenylalaninolverbindungen vorteilhaftere Eigenschaften im Vergleich zu den Tetrapeptidestern besitzen. Beispielsweise zeichnen sich die Phenylalaninolverbindungen durch eine verminderte Toxizität und erhöhte Löslichkeit in wäßrigem Lösungsmittel im Vergleich zu den Tetrapeptidestern aus, wobei die hemmende Wirkung der Phenylalaninolverbindungen gleich oder geringfügig schwächer als diejenige der Tetrapeptidester ist. Insofern sind die Phenylaianinolverbindungen zur parenteralen Anwendung geeigneter. Die Löslichkeit der Phenylalaninolverbindungen ist in Tabelle I im Vergleich mit denjenigen der Tetrapeptidester wiedereeeeben.
    .,.·.. ., Λ ; Tabelle!... ;... . Löslichkeit in- Wasser
    (0A.)
    5 Verbindungen bei25°C Methyl-L-leucyl-L-leucyl-L-valyl- 2,37 L-phenylalanin (Hydrochlorid) 10 Äthyl-L-leucyl-L-leucyl-L-valyl- 1,24 L-phenylalanin (Hydrochlorid) i - ■ - Äthyl-L-ieucyl-i-leücyl-L-valyl- 1,65 L-tyrosin (Hydrochlorid) 15 L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-L-phenyl- 7,42 alaninol (Hydrochlorid)
    Darüber hinaus sind die Phenylalaninolverbindungen stabiler und besitzen eine längere Wirkungsdauer ao im Vergleich zu den Telrapepüdestern.
    Die antihypertensive Wirkung der Phenylalaninolverbindungen der Erfindung wurde durch die Hemmaktivität auf Renin bestimmt. Die Phenylalaninolverbindungen zeigten, wenn variierende Mengen hieras von in eine 0,5 ml aus einem gewöhnlichen Kaninchen hergestelltes Renin-Substrat und 0,02 ml aus Kaninchenniere nach der Methode von G ο 1 d b 1 a 11 und Haas hergestelltes Renin enthaltende Salzlösung (2,7 ml; pH = 5,0) 5 Minuten bei 37° C inkubiert wurden, gegenüber Renin die in Tabelle II aufgeführten Hemmwirkungen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0150263B1 (de) Derivate der cis, endo-2-Azabicyclo-[3.3.0]-octan-3-carbonsäure, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und deren Verwendung
EP0111873B1 (de) Derivate der cis, endo-2-Azabicyclo-(5.3.0)-decan-3-carbonsäure, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und deren Verwendung
EP0131226A2 (de) Derivate der 2-Azabicyclo(3.1.0)hexan-3-carbonsäure, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und deren Verwendung sowie 2-Azabicyclo(3.1.0)hexan-Derivate als Zwischenprodukte und Verfahren zu deren Herstellung
DE69706981T2 (de) Verfahren zur herstellung von pyrimidin-derivaten
DE1670522C3 (de) Neue Benzylaminopyridine
DD283611A5 (de) Verfahren zur herstellung von alpha-aminocarbonsaeureverbindungen
DE2413102A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1-(3,5dihydroxyphenyl)-1-hydroxy-2- eckige klammer auf 1-methyl-2-(4-hydroxyphenyl)-aethyl eckige klammer zu -amino-aethan
DE69126978T2 (de) Derivate des 6-amino-octahydro-indolizintriols
WO1999062893A2 (de) Neue neurokininantagonisten, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende pharmazeutische zusammensetzungen
DE68917211T2 (de) N-(5,6,7,8-Tetrahydropyrido(2,3-d)pyrimidin-6-yl-alkanoyl)-glutaminsäure-Derivate.
DE1239692B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(alpha-Arylalkyl)-sydnoniminen, ihren Salzen und N-Acylderivaten
DE2003019B (de) L-Leucyl-L-leucyl-L-valyl-Lphenylalaninol und dessen pharmakologisch verträgliche Säureadditionssalze
DE2003019C (de) L Leucyl L leucyl L valyl L phenylalaninol und dessen pharmako= logisch vertragliche Saureadditions= salze
DE2609154A1 (de) Histidin-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel
EP0001144A1 (de) N-Substituierte 2-Hydrazono-Propionsäure-Derivate, Verfahren zur Herstellung derselben und Arzneimittel, die diese enthalten
AT395586B (de) Verfahren zur herstellung eines 1,4-dihydro-pyridin-derivates
DE3642497A1 (de) Substituierte aminopropionsaeureamide, verfahren zu ihrer herstellung, diese enthaltende mittel und ihre verwendung sowie die bei der herstellung anfallenden neuen zwischenprodukte
DD260496A5 (de) Verfahren zur herstellung trisubstituierter triazole
EP0279350B1 (de) Annelierte Azepinon- und Azocinon-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und ihre Verwendung, sowie Zwischenprodukte bei ihrer Herstellung
DE2825861A1 (de) Pyridazinylhydrazone, solche enthaltende arzneimittel sowie verfahren zur herstellung derselben
DE2725732C2 (de) Bestatin-Analoga, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende pharmazeutische Präparate
DE1958383C3 (de) Leupeptine, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DE2003019A1 (de) Phenylalaninol-Derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0538692A1 (de) Verwendung von teilweise bekannten substituierten Pyrrolidinen als Arzneimittel, neue Wirkstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1670143C3 (de)