DE2000754C - Pigmentfarbstoff - Google Patents

Pigmentfarbstoff

Info

Publication number
DE2000754C
DE2000754C DE2000754C DE 2000754 C DE2000754 C DE 2000754C DE 2000754 C DE2000754 C DE 2000754C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
modification
dye
pigment
ground
pigment dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Dr. Basel; Geiger Georg Dr. Reinach; Kehrer Fritz Dr. Basel; Ehrhardt (Schweiz). C09b 29-30
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Publication date

Links

Description

Gegenstand der Erfindung ist die /i-Modifikation von 4,4'- Bis-(\-anthrachinoylciaminocarbonyl)-azohenzol, die als Pigmentfarbstoff, insbesondere zum Färben von Kunststoffmassen wesentlich bessere
O NH-CO-
Eigenschaften aufweist als die bekannte Λ-Kristallmodifikation.
Es wurde gefunden, daß die /^-Kristallmodifikation des Farbstoffs der Formel
■■,— N =· N —.-,— CO — NH O
die durch drei spezifische Linien im Röntgenspektrum (Cu-K,,-Strahlung) zwischen 10 und 12° Beugungswinkel gekennzeichnet ist, in ihren Eigenschaften als Pigmentfarbstoff wesentlich wertvoller ist als die bekannte \-Modifikation, deren Röntgenspektrum ao (Cu-K,,-Strahlung) eine charakteristische Linie bei etwa 8,4° Beugungswinkel nach Bragg) aufweist.
Die Herstellung des Farbstoffs der Formel (I) in seiner \-Modifikation ist bekannt, sie wird z. B. in der as USA.-Patentschrift 2 228 455 beschrieben. Die Umwandlung der so erhaltenen λ-Μ difikation in die erfindungsgemäße/9-Kristallform erfolgt durch Mahlen bei Temperaturen über 100°C, vorzugsweise zwischen 150 und 180°C. "
Die Mahlbehandlung findet vorzugsweise in Gegenwart von Mahlhilfsmitteln, insbesondere inerter anorganischer Salze, z. B. Kochsalz, Glaubersalz, Kaliumferrocyanid od^r Calciumcarbonat, statt. Diese Hilfsmittel werden nach beendeter Mahlung durch Auswaschen mit Wasser und der Eisenabrieb, falls erforderlich, mit verdünnten Säuren entfernt. Die Mahlung dauert im allgemeinen 5 bis 100 Stunden, insbesondere zwischen 40 und 60 Stunden und kann in allen gebräuchlichen, geeigneten Apparaten, z. B. Kugelmühlen, Walzenmühlen oder Vibrations-Mahleinrichtungen, durchgeführt werden. Das erhaltene Pigment zeichnet sich insbesondere durch erhöhte Brillanz und bessere Deckkraft gegenüber dem ungemahlenen oder bei niedrigerer Temperatur gemahlenen Pigment aus. Es ist in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln praktisch unlöslich. Seinerheologischeii Eigenschaften sind sehr gut. Es eignet sich z. B. zum Färben von Papier in der Masse, von gegebenenfalls gelösten Kunststoffmassen, worunter hier Massen, die Kunstharze oder Kunststoffe enthalten, verstanden werden, von Naturharzen oder Kautschuk sowie zum Bedrucken von Textilien und Papier.
Die nach allgemein bekannten Methoden erhaltenen Färbungen sind hervorragend migrier-, licht-, wasch-, chlorbleich-, hypochloritbleich-, überfärbe-, blindküpen-, hydrosulfite peroxidbleich-, trockenreinigungs-, reib-, überlackier- und lösungsmittelecht und zeichnen sich durch gute Transparenz und Hitzebeständigkeit aus.
Es war nicht vorauszusehen, daß sich die ^-Modifikation des bekannten Farbstoffs in eine andere und insbesondere in eine färberisch vorteilhaftere Kristallmodifikation umwandeln lassen würde, da durchaus nicht jeder Farbstoff auch in einer anderen Modifikatiuiv besteht bzw/ diese andere Modifikation Vorteile besitzt.
Die neue /i-Modilikation ist sehr geeignet für die Herstellung brillanter Farbtöne, insbesondere Grün. Die bekannte «-Modifikation zeigt in Mischung mit anderen Farbstoffen meistens nur trübe Nuancen und ist daher bedeutend weniger geeignet als die neue /3-Modifikation.
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Temperaturen sind in O*lsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
75 Teile des Farbstoffs der Formel (I), erhalten gemäß Beispiel 1 der USA.-Patentschrift 2 228 445, werden mit 600 Teilen trockenen Kochsalzes in einer eisernen Kugelmühle mit 7000 Teilen Eisenkugeln von etwa 2,5 cm Durchmesser und einer eisernen Kette in einem Luftbad etwa 3 Stunden auf 150° vorgewärmt und dann 48 Stunden bei etwa 90 Umdrehungen pro Minute und einer Luftbadternneratur von 150° gemahlen. Die gemahlene Mischung wird nach Entfernung der Kugeln in Wasser eingerührt, das Pigment filtriert und salzfrei gewaschen.
Sollte der Eisenabtrieb beim Mahlen zu groß sein, so kann dieser aus der wäßrigen Suspension mit etwa 5%iger Salzsäure herausgelöst werden. Zur weiteren Reinigung kann das Pigment z. B. auf bekannte Weise mit Javelle-Lauge behandelt werden. Nach einem letzten Waschvorgang mit destilliertem Wasser wird das Pigment im Vakuum bei 60 bis 90° getrocknet und (z. B. in einer Stiftmühle) gemahlen. Man erhält ein hellgelbes Pulver, das PVC in grünstichiggelben, brillanten Tönen färbt.
Wird der gleiche Farbstoff beispielsweise in einem Lösungsmittel (z. B. Aceton), jedoch nur bei Zimmertemperatur gemahlen, so erhält man rotstichiggelbc, trübere Färbungen in PVC.
Der heiß gemahlene Farbstoff, die /3-Kristallmodifikalion, unterscheidet sich vom unbehandelten oder bei Zimmertemperatur gemahlenen Produkt (der <n-Kristallmodifikation) durch das Auftreten dreier spezifischer Linien im Röntgenspektrum (Cu-K^-Strahlung) zwischen 10 und 12° Beugungswinkel.
Das unbehandelte und das kalt gemahlene Produkt unterscheiden sich im Röntgenspektrum nicht voneinander, beide weisen, jedoch eine Linie bei etwa 8,4° Beugungswinkel auf, die dem erfindungsgemäßen, gemahlenen Pigment fehlt.
Beispiel 2
10 g der gemäß Beispiel I verwendeten Verbindung werden zusammen mit 100 g trockenem Kochsalz in einer eisernen Walzenmühle von etwa 1,2 1 Inhalt, mit drei Walzen von etwa 4 cm Durchmesser und etwa 1,3 kg Gewicht in einem Luftbad auf 180° erhitzt
lind 60 Stunden bei etwa 85 Umdrehungen pro Minute bei der angegebenen Temperatur gemahlen. Die gemahlene Mischung wird wie im Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet. Man erhält schließlich ein hellgelbes Pulver, dessen Eigenschaften völlig mit dem gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produkt übereinstimmen.
Eine graphische Darstellung der Röntgenspektren zeigen die F i g. 1 und 2. Dabei gibt F i g. 1 das Spektrum der /^-Modifikation und F i g. 2 das der «-Modifikation wieder. Die Intensität / der Linien ist in einem relativen Maßstab aufgetragen, der Braggsche Ablenkungswinkel Θ in Bogengraden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: /^-Kristallmodifikation des Farbstoffs der Formel
    O —NH
    ^CO-NH O
    / ι Ii
    gekennzeichnet durch drei spezifische Linien in Röntgenspektrum (Cu-KaX-Strahlung) zwischen 10 und 12° Beugungswinkel.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1619531A1 (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsaeurediimid in eine coloristisch wertvolle Pigmentform
DE821936C (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalozyaninfarbstoffpraeparaten
DE4110880C1 (de)
DE2043820A1 (de) Verfahren zur Naßvermahlung von Pigmenten
DE2000754C (de) Pigmentfarbstoff
DE3031444C2 (de) Verfahren zur herstellung der beta-kristallform des dioxazin-violett-pigments
DE2316388B2 (de) Oberflächenbehandelte Phthalocyaninpigmente
DE1184881B (de) Verfahren zur Herstellung von linearem Chinacridon der gamma-Kristallform
DE2000754A1 (de) Pigmentfarbstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1467473A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines modifizierten Farbpigments
DE2121673C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentpräparationen
DE2025078C3 (de) Verfahren zum Färben organischer polymerer Materialien
DE2000754B (de) Pigmentfarbstoff
DE2209040A1 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Pigmente
DE2312301C3 (de) Leichtverteilbare Pigmentzubereitungen
DE2854190C2 (de) Verfahren zur Herstellung von lasierenden Pigmentformen des Indanthrens und des chlorierten Indanthrone
DE2314593A1 (de) Verfahren zur herstellung von molybdatorangepigmenten mit rotem farbton
DE2803362C2 (de) Verfahren zur Herstellung von farbstarken, lasierenden und leicht verteilbaren Perylen-S^AlO-tetracarbonsäurediimid-Pigmenten
DE3027577A1 (de) Pigmentpraeparationen, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung
DE2252041C3 (de) Verfahren zur Herstellung farbstarker 3,4,9,10-Perylentetracarbonsäuredianhydridpigmente und deren Verwendung
DE2034499C (de) Verfahren zur Herstellung der beta Kristallmodifikation des linearen trans Chinacndons
DE1010947B (de) Verwendung der Kondensationsprodukte von Halogenbenzanthronen als Pigmentfarbstoffe
DE2840870C3 (de) Verfahren zur Herstellung von transparentem Kobaltblau
DE562722C (de) Verfahren zum Faerben von Kautschuk mittels Pigmentfarbstoffe
DE2034499A1 (de) Verfahren zur Herstellung der beta Kristallmodifikation des linearen trans Chinacridone