DE199449C - - Google Patents

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DE199449C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/10Preheating, burning calcining or cooling
    • C04B2/104Ingredients added before or during the burning process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Hk 199449 ■-KLASSE 80 h. GRUPPE
WILHELM VIRCK in BREMEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom I.März 1907 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, um den so vielfach vorkommenden Wiesenkalk zu verarbeiten und dadurch für die Industrie nutzbar zu machen. Bisher war es nicht möglich, diesen Wiesenkalk , der analysiert in den meisten Fällen 80 bis 90 Prozent kohlensauren Kalk enthält, infolgedessen gebrannt ein vorzügliches Produkt ergeben müßte, so zu verarbeiten bzw. zu brennen, daß er überhaupt ein einigermaßen verkaufsfähiges Produkt abgab. In erster Linie lag es an der verkehrten maschinellen" Aufbereitung des Rohmaterials, in zweiter Linie an verkehrt angewendete Brennapparate. In allen Fällen erhielt man entweder ein nur halb durchgebranntes Produkt, bei dem der Kern noch vollständig ungar war, oder man konnte beim öffnen der einzelnen Kammern den Kalk als ein zu Mehl vollständig verfallenes Produkt herausschaufeln. In letzterem Falle hatte man außerdem noch den Nachteil, daß durch das Zusammenfallen des Einsatzes der Brennkammer in den vorderen noch im Feuer stehenden Kammern das Feuer nach und nach ausging, da die nötige Verbrennungsluft durch das Zusammenfallen des Kalkes in den Kammern ■ hinter dem Feuer vollständig abgeschnitten wurde.
Dieses Zusammenfallen des Wiesenkalks beim Brennen wird gemäß vorliegender Erfindung in der gleichen Weise wie bei den Zementrohsteinen dadurch verhütet, daß ihm kieselsäurehaltige Stoffe beigemischt werden. Ein ähnliches Verfahren ist auch'beim KaIkbrennen gebräuchlich (amerikanische Patentschrift 241034), indem zwischen die Kalkblöcke Sand eingestreut wird, damit sich auf ihrer Oberfläche im Brand eine gegen das Zerbersten der Blöcke schützende Schicht von Kalksilicat bildet.
Der durch Stech- oder Baggermaschinen gewonnene Wiesenkalk wird auf einen Mischboden geschafft, hier mit mehr oder weniger Quarzsand oder kieselsäurehaltigen Stoffen (dieser Zusatz zum Kalk richtet sich prozentualiter je nach · dem Gehalt an kohlensaurem Kalk, und zwar ist der Zusatz bei Vorhandensein von 80 bis 90 Prozent kohlensaurem Kalk etwa 6 Prozent) zusammen in einen Vormischer gebracht und innigst zusammengemischt. Aus dem Vormischer gelangt das Material direkt in eine sogenannte amerikanische Ziegelstreichmaschine (in manchen Fällen läßt sich das Rohmaterial auch auf den gewöhnlichen Strangpressen mit vorgeschaltetem Feinwalzwerk verarbeiten) und wird hier zu Ziegeln im Formate 25x12x6,5 cm oder auch 28x13x7 cm geformt.
Die Formlinge gelangen entweder zur Trocknung in die Trockengerüste, die den in der Ziegelindustrie üblichen gleichen, oder in einen künstlichen Trockenkanal nach dem System Möller & Pfeiffer oder Keller, um das Wasser bis auf etwa 5 Prozent zu entfernen. Nach diesem Trocknungsvorgange gelangen die Formlinge in einen sogenannten Zickzackofen oder Langofen und werden hier nach Art1 der Tonziegel eingesetzt. Dieser Zickzackofen oder Langofen ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb, und der Brennprozeß ' wird in derselben Weise gehandhabt wie bei der Ziegelfabrikation. Durch den mehr oder
weniger großen Zusatz von Quarzsand oder sonst kieselsäurehaltigen Stoffen ist die Gewähr geleistet, daß der Kalk im Ofen nicht zerfallen kann und dadurch das regelrechte kontinuierliche Brennen illusorisch machen kann.
Im anderen Falle haben die oben beschriebenen Zusatzstoffe auf die Güte des Kalkes in seiner späteren Verwendungsart in der Praxis fast gar keinen Einfluß. Nach dem Garbrand nimmt man das Aussetzen des nunmehr gewonnenen Ätzkalkes genau so vor, wie dies bei der Ziegelfabrikation üblich ist. Die Formlinge werden entweder direkt in Säcken oder Tonnen zum Versand gebracht oder man setzt dieselben in geeignete Bassins schichtweise auf und schließt den gebrannten Kalk gegen äußere Einflüsse der Luft usw. durch eine etwa 5 cm starke Kalkmehlschicht ab. Der so eingerriehlte Ätzkalk erhält sich. 3 bis 4 Monate frisch. Durch dieses vorbeschriebene Verfahren kann man den Zentner Wiesenkalk (Ätzkalk) je nach den örtlichen Verhältnissen für 35 bis 45 Pfennige herstellen und so dieses Material für die Industrie (Kalksand-Steinfabrikation, Baugewerbe) nutzbringend verwerten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Vorbereitung des Wiesenkalks für das Brennen, dadurch gekennzeichnet, daß man ihm Quarzsand oder kieselsäurehaltige Stoffe zumischt.
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