DE19785C - Neuerungen an Thermometern - Google Patents

Neuerungen an Thermometern

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DE19785C
DE19785C DENDAT19785D DE19785DA DE19785C DE 19785 C DE19785 C DE 19785C DE NDAT19785 D DENDAT19785 D DE NDAT19785D DE 19785D A DE19785D A DE 19785DA DE 19785 C DE19785 C DE 19785C
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Germany
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thermometers
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DENDAT19785D
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English (en)
Original Assignee
M. IMMISCH in London
Publication of DE19785C publication Critical patent/DE19785C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K5/00Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
    • G01K5/32Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a fluid contained in a hollow body having parts which are deformable or displaceable

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  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
MORITZ IMMISCH in LONDON.. Neuerungen an Thermometern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1881 ab.
Meine Erfindung bezieht sich besonders auf Neuerungen an Thermometern, welche für klinische Zwecke Verwendung finden, wo geringe Gröfse und leichte Hantirung erforderlich sind. Die Erfindung besteht im wesentlichen in der Anwendung eines Volutrohres, welches einen Zeiger bewegt Und mit einer leicht expandirenden Flüssigkeit, die sich in der Wärme ausdehnt und in der Kälte zusammenzieht, wie z. B. Aether oder Alkohol, angefüllt ist. Das Rohr ist mit einer geeigneten Anzahl Windungen versehen und kann entweder am inneren oder äufseren Ende festgemacht werden.
In einigen Fällen kann die Luft aus dem Volutrohr entfernt, dieses hermetisch verschlossen und der das Rohr umgebende Raum in dem luftdichten Gehäuse mit einem höchst expansiven und Wärme absorbirenden dampfförmigen Körper angefüllt werden, welcher bei Wärme sich ausdehnt und das Rohr zusammendrückt. Dieses Verfahren der Anwendung eines luftleeren Rohres ist bei solchen Instrumenten vorzuziehen, welche zum Registriren von Flächentemperatiiren angewendet werden.
Bei solchen Instrumenten wird der Mechanismus auf einer dünnen Silberplatte angebracht. Diese Silberplatte bildet die Fläche, welche mit der zu untersuchenden Fläche in Berührung kommt, während der andere Theil des Gehäuses aus nicht leitendem Material besteht.
Fig. ι ist die Oberansicht des Instrumentes, bei welchem das innere Ende des gewundenen Rohres festgemacht ist.
Fig. 2 ist ein Querschnitt von Fig. 1.
Fig. 3 ist die Oberansicht eines Instrumentes, bei welchem das äufsere Ende des Volutrohres festgemacht ist.
Fig. 4 ist ein Querschnitt von Fig. 3.
Die Fig. 5 und 6 sind Verticalschnitte der Fig. ι und 2 und zeigen eine Anordnung zum Feststellen des Zeigers nach der Feststellung oder Registrirung einer Temperatur.
A, Fig. ι und 2, ist das mit im hohen Grade dehnbarer Flüssigkeit, wie z. B. Aether oder Alkohol, gefüllte Rohr. Dies Rohr wird am inneren Ende festgemacht, während das äufsere freie Ende auf eine Zahnstange B wirkt. Die Zahnstange steht mit einem Trieb C im Eingriff, dessen Spindel den Zeiger D trägt. Um das freie Ende des Rohres A mit der Zahnstange B zu verbinden, ist dasselbe mit einem Zapfen E versehen, welcher Zapfen mit einer Höhlung am Ende der auf der Zahnstange befestigten flachen Feder F übereinstimmt.
Diese Höhlung ist gleich den Juwelenfassungen bei Uhren angeordnet. Die flache Feder F ist so mit Schlitzen versehen, dafs dieselbe behufs Adjustirung der Bewegung der Zahnstange verschoben werden kann. Die Achse der Zahnstange trägt eine Belastung oder ein Gegengewicht G, welches dazu dient, das System in correcteren Verticalstellungen zu halten.
Die Achse des mittleren Zapfens C, welcher den Zeiger D trägt, ist mit einer haarfeinen Feder H versehen, welche dazu dient, die Zähne des Triebes C gegen die Zähne der Zahnstange B zu drücken, und da die Kraft der Feder der Wirkung des Rohres A entgegengesetzt operirt, dient sie ebenfalls dazu, die Endadjustirung zu bewirken.
In den Fig. 3 und 4 ist das äufsere Ende des Volutrohres A festgemacht dargestellt und wird hierbei ein dazwischenliegendes Zahnsegment J angewendet. Das freie oder innere Ende des Rohres A legt sich gegen die Seite dieses Zahnsegmentes mittelst eines einfachen, aufrechtstehenden Stiftes mittelst Zapfens und ■ Höhlung, wie vorher beschrieben.
Dieses Zahnsegment überträgt seine Bewegung auf einen Zapfen K eines zweiten Zahnsegmentes B, welches mit dem Trieb C, dessen Achse den Zeiger D trägt, in Eingriff steht. Das Gegengewicht G der Zahnstange J und die feine Feder H auf der Achse des Triebes C sind so angebracht, wie in der ersten Anordnung erwähnt.
Sämmtliche Mechanismen sind in einem passenden Gehäuse L angebracht, welches mit geeignet eingetheiltem Zifferblatt und Schutzglas versehen ist.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Anordnung zum Befestigen des Zeigers, nach dem die Temperatur festgestellt oder registrirt worden ist. Der Ring oder Griff M des Gehäuses ist beweglich und kann ihm eine Vierteldrehung mitgetheilt werden. Der Zapfen der Spindel reicht bis in das Innere des Gehäuses L und trägt ein Excenter N, gegen dessen Peripherie das freie Ende einer Feder O sich anlegt. Die Feder O ist an der unteren Fläche der Platte P, welche sämmtliche Mechanismen trägt, befestigt, und ist mit einem eingefafsten Juwel versehen, auf welchem die den Zeiger D tragende Spindel des Triebes C sich dreht.
Wird der Griff M nach oben, also gerade gerückt, so gestattet das Excenter N, dafs sich die Feder O heben kann. Hierdurch wird der Trieb C gehoben und seine Fläche gegen die untere Seite des Lagers Q, in welchem das obere Ende der Spindel sich dreht, gedrückt. Die so erzeugte Reibung widersteht der Bewegung des Rohres und hält den Zeiger fest. Beim Zurückdrehen des Ringes oder Griffes M wird die Feder durch das Excenter N nach unten gedrückt und der Zapfen sofort befreit. Der Ring oder Griff M ist so gespalten, dafs ein langer Griff R in die Spindel eingeschraubt werden kann.
Die Anordnung zum Halten des Zeigers kann durch eine einfache Vorrichtung so abgeändert werden, dafs das Anhalten des Zeigers von der Seite aus durch einen Arm oder eine Feder oder durch Arme und Federn geschieht, welche gegen eine auf der Spindel des mittleren Triebes angebrachte Scheibe drücken.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . An Thermometern, bei denen eine luftleere oder mit ausdehnbarer Flüssigkeit gefüllte Bourdon'sehe Röhre A Anwendung findet, die Ausfüllung des übrigen Raumes des Gehäuses L mit dehnbaren und Wärme absorbirenden Dämpfen, so dafs die Ausdehnung und Zusammenziehung von A die Bewegung eines Zeigers oberhalb eines geeignet eingetheilten Zifferblattes mittelst passender Mechanismen bewirkt.
  2. 2. Die Anordnung zum Feststellen des Zeigers, nachdem ein Temperaturgrad festgestellt worden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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