DE197360C - - Google Patents

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DE197360C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F5/00Coin-actuated mechanisms; Interlocks
    • G07F5/02Coin-actuated mechanisms; Interlocks actuated mechanically by coins, e.g. by a single coin

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 197360 -KLASSE 43 b. GRUPPE
REINHARD HOFFMANN in LEIPZIG.
als Kupplungsglied dient.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Warenausgabevorrichtung für Selbstkassierer, bei welcher die eingeworfene Münze als Kupplungsglied dient; die Münze wird aus der Kupplungslage aber freigegeben, bevor der Ausgabeschieber in die Endstellung gelangt ist.
Von bekannten ähnlichen Vorrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß ein den Warenschieber antreibender Münzenfanghebel und ein vom Käufer vermittels eines Mitnehmerstiftes bewegter Zughebel drehbar so zueinander angeordnet sind, daß der Antrieb des Münzenfanghebels bis zum Ausfallen der Münze durch den Zughebel, die Endbewegung aber von dem Mitnehmerstift direkt bewirkt wird. Diese einfache Ausführung gewährleistet eine sehr sichere Wirkung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigen:
Fig. ι einen Aufriß, Fig. 2 und 3 je einen Grundriß in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 4 und 5 zwei Aufrisse einer anderen Ausführungsform in Anfang- und Schlußstellüng, Fig. 6 einen Aufriß, Fig. 7 einen Grundriß einer Ausführungsform für eine Kugelkupplung.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt einen Markenausgeber. · Die Marken, welche in bekannter Weise in dem Füllrohr α aufgefüllt sind, werden einzeln dadurch ausgegeben, daß sie sich in eine Vertiefung des Schiebers b einlegen. Mit Vorwärtsbewegung . des letzteren gelangt die Marke durch das Auslaufrohr c ins Freie.
Hinter dem Markenausgeber sind nun zwei Hebel d und e mit gleichen oder verschiedenen Drehpunkten gelagert. Es bewegt sich der Hebel d in der Ebene des Anschlages des Markenschiebers b, der Hebel e oberhalb dieser Ebene. Der Hebel d dient als Münzenfanghebel, indem er eine durch den Münztrichter f eingeworfene Münze g in einer Aussparung aufnehmen kann. Der Hebel e ist ein Mitnehmerhebel, welcher, von der Zugstange h mitgenommen, eine Schwingbewegung um seinen Drehpunkt machen muß. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Drehzapfen des Hebels e auf dem Hebel d angeordnet.
Solange eine Münze g nicht eingeworfen ist, bleibt der Hebel d in Ruhe und kann also auch den Schieber b nicht zur Wirkung bringen. Wird nämlich die gefederte Zugstange h mittels des Handgriffes herausgezogen, so nimmt sie zwar durch den Mitnehmerstift i den Hebel e mit und veranlaßt diesen zu einem Ausschlag. Da aber dieser Hebel über dem Anschlag des Warenausgebers b hinweggeht, so bleibt diese Hebelbewegung völlig erfolglos.
Wird eine Münze g. durch den Trichter f eingeworfen, so fällt sie in die Aussparungen des Hebels d ein, und nunmehr wird beim Anziehen der Zugstange Jt der Hebel e auf diese Münze treffen und dadurch den Hebel d mitnehmen. Beide Hebel machen sonach eine Schwingbewegung um ihre Drehpunkte, und der Warenschieber b wird von dem Hebel d vorwärts geschoben. Ist aber bei dieser Bewegung der Hebel d in die Bahn des Mitnehmerstiftes i der Zugstange h gekommen (Fig. 3), so drückt dieser den Hebel d vorwärts und gibt die Münze frei, so daß sie nicht mehr am Hebel e anliegt und
durch eine nicht gezeichnete Öffnung ausfallen kann, bevor noch^die Marke m ausgegeben ist. Die Warenausgabe, erfolgt aber, weil der Münzenfangheber^von^dem Stift * der Schieberstange h währen d^der^ganzen Schlußbewegung gehalten und vorwärts geführt wird. Ist keine Münze eingeführt, so geht der Stift i wirkungslos am Hebel d vorbei.
Wollte indessen jemand vor beendeter Warenausgabe eine neue Marke herausholen, ohne von neuem eine Münze einzuwerfen, so würde beim Zurückführen der Zugstange h der Warenausgeber b, Hebel d und Hebel e unter Wirkung der Feder k ebenfalls eine Rückwärtsbewegung machen, jedoch nur so lange, als der Hebel d von dem Stift i gehalten wird. Ist der Kreuzpunkt des Hebels d mit der Bahn des Stiftes i überschritten, so kehrt sowohl der Warenausgeber b als auch der Hebel d plötzlich unter Wirkung der Feder k in die Anfangsstellung zurück. Eine neue Ware kann alsdann erst wieder ausgegeben werden, wenn von neuem eine Münze eingeworfen wird.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsform stellt einen Kugelausgeber dar, beispielsweise für ein Kugelschleuderspiel. Es fehlt bei dieser Ausführungsform die Zugstange, und es ist der Mitnehmerhebel e als Winkelhebel ausgebildet, der zu einer Schwingbewegung veranlaßt werden kann, wenn man auf sein freies Ende h aufdrückt. Von einer Feder, die . in der Zeichnung fortgelassen ist, wird er in seiner Anfangsstellung gehalten. Dieser Mitnehmerhebel trägt den Mitnehmerstift i und den als Auflager für die Münze dienenden Stift 0, welche so angeordnet sind, daß sie auf den Münzenfanghebel d nicht einzuwirken imstande sind, wenn nicht eine Münze g eingeworfen ist. Im letzteren Falle dient die Münze als Kupplungsglied. Dem Münzenfanghebel ist '. der Schieber b angelenkt, der die Ausgangsöffnung für die Kugeln versperrt.
Sind die Hebel nach Münzeneinwurf in die in Fig. 4 einpunktierte Stellung gedreht worden, so legt sich der Mitnehmerstift i des Hebels e hinter die Angriffsfläche f des Hebels d, und indem er diesen weiter vordrängt, kann die Münze zwischen dem Stift 0 und der Ausgangsöffnung des Münzenfanghebels d hindurchtreten und wird abgeworfen. Der Münzenfanghebel d hat aber seine Endstellung noch nicht erreicht, und ebensowenig der Schieber b, so daß die Kugel η den Warenausgeber noch nicht verlassen kann.
Erst bei der in Fig. 5 dargestellten Endstellung der Hebel d, e und des Schiebers b wird die Kugel freigegeben. Da aber die Münze bereits abgeworfen ist, so kann der Warenausgeber nicht wieder benutzt werden, ohne von neuem eine Münze einzuwerfen.
Die in Fig. 6 und 7 dargestellte Ausführungsform zeigt einen Markenausgeber mit Kugelkupplung. Die Marken m, welche in dem Füllrohr α aufgehäuft sind, sollen durch den Markenschieber b ausgegeben werden. Dies kann aber nur erfolgen, wenn der Mitnehmerhebel e mit dem Kugelhebel d durch Vermittlung der Kugel η gekuppelt wird. Beide haben den gleichen Drehpunkt. Ihre freien Enden sind indessen so ausgebildet, daß sie aneinander vorübergeführt werden können, wenn die Kugel η als Kupplungsglied fehlt. Tritt aber die Kugel zwischen die freien Enden ein, so wird bei Benutzung der Zugstange h der Hebel e von dieser zu einem Ausschlag veranlaßt und durch Vermittlung der Kugel η der Hebel d mitgenommen. Da letzterer mit seinem unteren Ende gegen den Markenschieber b sich stützt, so wird auch der Markenschieber vorwärts bewegt. Bevor er indessen seinen Weg so weit zurückgelegt hat, daß er eine Marke ausgeben kann, trifft der Mitnehmerstift i gegen das untere Ende des Hebels d, der inzwischen die punktierte Stellung erreicht hat, und nimmt dabei diesen mit. Dadurch wird aber die Kugel η freigegeben, und erst nachdem dies geschehen ist, kommt der Hebel d in seine Endstellung und mit ihm auch der Markenschieber b. Die Marke m wird also erst ausgegeben, nachdem die Kugel η abgeworfen ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Warenausgabevorrichtung für Selbstkassierer, bei welcher die eingeworfene Münze als Kupplungsglied dient, aus der'Kupplungslage aber freigegeben wird, bevor der Ausgabeschieber in die Endstellung gelangt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Warenschieber (b) antreibender Münzenfanghebel (d) und ein vom Käufer vermittels eines Mitnehmerstiftes (i) bewegter Zughebel (e) drehbar derart angeordnet sind, daß der Antrieb des Münzenfanghebels (d) bis zum Ausfallen der Münze von dem Zughebel (e), danach aber von dem Mitnehmerstift (i) direkt bewirkt wird.
2. Warenausgabevorrichtung nach An-. Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerstift (i) auf einer Handstange (h) sitzt und sich in einer Nut des Zughebeis (e) führt.
3. Warenausgabevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerstift (i) auf dem Zughebel (e) sitzt und letzterer als Handhebel ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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