DE19721697A1 - Keramischer Titandioxidanstrich und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Keramischer Titandioxidanstrich und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen keramischen
Titandioxidanstrich, der zur Beschichtung von Glas, Metall,
Keramik und Kunststoffmaterialien geeignet ist, und Verfahren
zur Herstellung desselben.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen
zur Herstellung einer Anstrichbeschichtung mit ausgezeichne
ter Hydrophilizität, photokatalytischer Aktivität und Licht
durchlässigkeit geeigneten keramischen Titandioxidanstrich
und Verfahren zur Herstellung desselben.
Verglichen mit üblichen organischen Anstrichen weisen
zahlreiche Anstriche, die Alkalimetallsilicate, Phosphate,
Siliciumdioxidsol und/oder Metalloxide enthalten, als kera
mische Anstriche bekanntlich ausgezeichnete Wärmebeständig
keit und Abriebbeständigkeit auf.
Übliche keramische Anstriche sind aufgrund ausge
zeichneter Wärmebeständigkeit und Abriebbeständigkeit gegen
über üblichen anorganischen Anstrichen in ähnlicher Weise
vorteilhaft. Seit jüngstem wird der Versuch unternommen, der
keramischen Anstrichbeschichtung durch Verwendung verschie
dener Metalloxide als Hauptkomponenten neue Funktionen zu
verleihen.
Von den verschiedenen Metalloxiden ist bekannt, daß
Titandioxid eine hohe Hydrophilizität, ähnlich jener üblicher
keramischer Materialien, wie Siliciumdioxid, aufweist. Wenn
der keramische Titandioxidanstrich auf Rippenoberflächen von
Wärmetauschern aufgetragen wird, trägt die hohe Hydrophili
zität der erhaltenen Beschichtung zur Verminderung des Brüc
kenbildungsphänomens von kondensiertem Wasser zwischen den
Rippen, zur Verhinderung des Verspritzens von Wassertropfen
und zur Erhöhung des Wirkungsgrads des Wärmetauschers bei.
Auch wenn der keramische Titandioxidanstrich auf eine Ober
fläche eines lichtdurchlässigen Gegenstands, beispielsweise
eines Glasgegenstands, aufgetragen wird, kann die erhaltene
hydrophile keramische Beschichtung das Ansammeln von Feuch
tigkeit auf der Oberfläche des Gegenstands und Mattwerden und
Verschmieren der Oberfläche verhindern.
Unter den verschiedenen keramischen Anstrichen können
Titandioxidanstriche Filme mit ausgezeichneter photokatalyti
scher Aktivität bilden und können unter Einstrahlung von Ul
traviolettstrahlen eine hohe oxidative Wirkung zeigen. Dem
zufolge ist es bekannt, daß nach Auftragen des keramischen
Titandioxidanstrichs auf eine Oberfläche eines Metall-, Glas- oder
Keramikgegenstands die erhaltene Anstrichbeschichtung
bessere Verwendbarkeit gegen Verschmutzung, Förderung der
Zersetzung von schlechtem Geruch erzeugenden Materialien,
Reinigung von Wasser, Korrosionsverhinderung, antimikrobiel
ler Behandlung, Verhinderung von Algenvermehrung und Zer
setzung von Stoffen, die schwer zerfallen, aufweist. Daher
wurden verschiedene Versuche unternommen, um Titandioxidan
striche zur Bildung einer Titandioxidbeschichtung auf Ober
flächen von Gegenständen und Verfahren zur Herstellung der
Titandioxidanstriche bereitzustellen.
Als Verfahren zur Herstellung einer Titandioxidan
strichbeschichtung ist ein Sol-Gel-Beschichtungsverfahren,
bei dem ein Hydrolyseprodukt eines Titanalkoxids als wesent
liche Komponente des Anstrichs verwendet wird, bekannt. Als
Analogverfahren zu dem Sol-Gel-Verfahren lehrt die Japanische
geprüfte Patentveröffentlichung Nr. 4-83537 die Herstellung
eines Titandioxidanstrichs durch Zugabe einer Amid- oder Gly
colverbindung zu einem Titanalkoxid. Die Japanische ungeprüf
te Patentveröffentlichung Nr. 7-100378 offenbart ebenfalls
ein Verfahren zur Herstellung eines Titandioxidanstrichs
durch Zugabe von Alkoholamin zu einem Titanalkoxid.
Außerdem offenbart die Japanische ungeprüfte Patent
veröffentlichung Nr. 6-293519 ein Verfahren zur Herstellung
einer Anstrichbeschichtung, wobei feine Titandioxidteilchen,
über Kristallzüchtung durch eine Behandlung in heißem Wasser
bei einer Temperatur von 100°C oder mehr unter Verwendung
eines Dispergiermittels dispergiert werden und die erhaltene
Dispersion aufgetragen wird, und ein weiteres Beschichtungs
verfahren, bei dem ein Bindemittel, beispielsweise Wasser
glas, kolloidales Siliciumdioxid oder Fluorharz, mit kristal
linen Titandioxidteilchen vermischt wird und das erhaltene
Gemisch aufgetragen wird.
Das Sol-Gel-Verfahren ist insofern nachteilig, weil
(1) eine als Hydrolysemittel verwendete Säure und ein als Zu
satz verwendetes Amin oder Glycol gewöhnlich in der erhalte
nen Anstrichbeschichtung verbleiben und so zu deren Entfer
nung die erhaltene Anstrichbeschichtung bei einer hohen Tem
peratur eingebrannt werden sollte, (2) die erhaltene Titandi
oxidanstrichbeschichtung eine hohe Menge an brennbarem orga
nischem Lösungsmittel enthält und (3) die Ausgangsmaterialien
kostspielig sind.
Das vorstehend genannte Beschichtungsverfahren für
einen Titandioxidanstrich, bei dem die Titandioxidkristalle
bei einer Temperatur von 100°C oder mehr gezüchtet werden,
ist nachteilig, weil (1) die erhaltene Beschichtung eine un
zureichende Durchsichtigkeit aufweist und somit nicht für
durchsichtige Gegenstände, beispielsweise Glasgegenstände,
geeignet ist und (2) aufgetragen auf Rippen von Wärmetau
schern wird der Titandioxidanstrich mit einem geringen Fixie
rungswirkungsgrad festgehalten und die beschichteten Rippen
erzeugen einen spezifischen, für keramische Materialien ei
genartigen Geruch.
Das übliche Beschichtungsverfahren für Titandioxidan
strich, wobei ein Harz als Bindemittel für Titandioxidteil
chen verwendet wird, ist außerdem insofern nachteilig, weil,
(1) obwohl das Harz zur Erhöhung der Beschichtungseigen
schaften, des Haftvermögens und des Fixierungswirkungsgrads
des erhaltenen Anstrichs beiträgt, die erhaltene Anstrichbe
schichtung bei der Verwendung eine unzureichende Haltbarkeit
aufweist, da das Harz durch die photokatalytische Wirkung von
Titandioxid abgebaut wird, und (2) die Zugabe von Harz den
Anteil an Titandioxid vermindert und somit die erhaltene An
strichbeschichtung eine unzureichende Hydrophilizität und
photokatalytische Aktivität aufweist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereit
stellung eines hydrophilen, photokatalytischen und licht
durchlässigen keramischen Titandioxidanstrichs, der im we
sentlichen keine für die photokatalytische Wirkung des Titan
dioxids schädlichen Verunreinigungen und keine organischen
Materialien, beispielsweise Alkohole, aufweist, und eine ke
ramische Anstrichbeschichtung bilden kann, die ausgezeichnete
Hydrophilizität und photokatalytische Aktivität, Lichtdurch
lässigkeit und Haftkraft aufweist, und ein Verfahren zur Her
stellung desselben.
Die vorstehende Aufgabe wird durch den erfindungsge
mäßen wässerigen keramischen Titandioxidanstrich zur Herstel
lung einer Anstrichbeschichtung mit ausgezeichneter Hydrophi
lizität, photokatalytischer Aktivität und Lichtdurchlässig
keit gelöst, umfassend:
- (A) mindestens ein Mitglied, ausgewählt aus der Grup pe, bestehend aus Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen und Per oxotitansäure, und
- (B) kolloidale, kristalline Titandioxidteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponente (A) zu
Komponente (B), bezogen auf Titan, 1 : 0,1 bis 1 : 200 ist und
der keramische Anstrich im wesentlichen keine Verunreini
gungsionen enthält.
Der vorstehend genannte wässerige keramische Titandi
oxidanstrich kann durch das Verfahren (1) der vorliegenden
Erfindung hergestellt werden, umfassend Unterziehen einer
wässerigen Titansalzlösung mindestens einer Behandlung, aus
gewählt aus der Gruppe, bestehend aus:
- (a) einer Dialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran,
- (b) einer Elektrodialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran, und
- (c) einer Ionenaustauschbehandlung unter Verwendung eines Ionenaustauschers, um zumindest einen Teil des Titan salzes zu Orthotitansäure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln, wobei Verunreinigungsionen aus der wässerigen Titansalzlösung ent fernt werden.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird die wässerige Lösung des Titansalzes vor der zumindest
einen Behandlung, ausgewählt aus Behandlungen (a), (b) und
(c), auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger
als 100°C, erwärmt.
In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemä
ßen Verfahrens wird vor der zumindest einen Behandlung, aus
gewählt aus Behandlungen (a), (b) und (c), die wässerige Ti
tansalzlösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammo
niak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das
in der wässerigen Titansalzlösung vorliegt, vermischt und die
erhaltene vermischte wässerige Lösung auf eine Temperatur von
50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, erwärmt.
Der vorstehend genannte wässerige, keramische Titan
dioxidanstrich kann auch durch das Verfahren (2) der vorlie
genden Erfindung hergestellt werden, das die Schritte umfaßt:
Vermischen einer wässerigen Lösung eines Titansalzes mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, be stehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoniak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wässe rigen Titansalzlösung vorliegt; und
Erwärmen der erhaltenen vermischten wässerigen Lösung auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, um zumindest einen Teil des Titansalzes zu Orthotitan säure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln; und
Vermischen der erhaltenen kolloidale Titandioxidteil chen enthaltenden, wässerigen Lösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalime tallhydroxiden und Ammoniak, zur Bildung eines Niederschlags;
Abtrennung ("collecting") des erhaltenen Niederschlags von der wäs serigen Lösung; und
Dispergieren des abgetrennten Niederschlags in einem Dispergiermedium, das aus mindestens einem Mitglied, ausge wählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lö sungen von Peroxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Titan-komplexierenden Mitteln, besteht.
Vermischen einer wässerigen Lösung eines Titansalzes mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, be stehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoniak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wässe rigen Titansalzlösung vorliegt; und
Erwärmen der erhaltenen vermischten wässerigen Lösung auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, um zumindest einen Teil des Titansalzes zu Orthotitan säure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln; und
Vermischen der erhaltenen kolloidale Titandioxidteil chen enthaltenden, wässerigen Lösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalime tallhydroxiden und Ammoniak, zur Bildung eines Niederschlags;
Abtrennung ("collecting") des erhaltenen Niederschlags von der wäs serigen Lösung; und
Dispergieren des abgetrennten Niederschlags in einem Dispergiermedium, das aus mindestens einem Mitglied, ausge wählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lö sungen von Peroxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Titan-komplexierenden Mitteln, besteht.
Der erfindungsgemäße wässerige, keramische Titandi
oxidanstrich zur Bildung einer hydrophilen, photokatalyti
schen und lichtdurchlässigen Anstrichbeschichtung enthält (A)
mindestens ein Mitglied, ausgewählt aus Orthotitansäure, Ti
tan(IV)-Ionen und Peroxotitansäure, und (B) kristalline, kol
loidale Titandioxidteilchen mit einer mittleren Teilchengröße
von 0,001 bis 0,2 µm (1 bis 200 nm).
Die für die vorliegende Erfindung verwendbare Ortho
titansäure zeigt eine hohe Löslichkeit in sauren, wässerigen
Lösungen und im wesentlichen keine Kristallisierbarkeit und
kann somit eindeutig von kristallinen Titandioxidteilchen un
terschieden werden. Die in der vorliegenden Erfindung ver
wendbaren Titandioxidteilchen schließen auch Metatitansäure-,
Anastas-Titandioxid- und Rutil-Titandioxidteilchen ein.
Bei dem erfindungsgemäßen keramischen Anstrich kann
die Orthotitansäure als Niederschlag durch Zugabe mindestens
eines Mitglieds, ausgewählt aus Alkalimetallhydroxiden, bei
spielsweise Natriumhydroxid, und Ammoniak, zu einer wässeri
gen Lösung mindestens einer wasserlöslichen Titanverbindung,
beispielsweise Titantetrachlorid, Titansulfat, Titanoxychlo
rid oder Titanoxysulfat, hergestellt werden. Die erhaltene
Orthotitansäureniederschlag wird durch Filtrieren abgetrennt
und mit Wasser gespült. Die abgetrennte Titansäure kann als
Material für den erfindungsgemäßen keramischen Anstrich ein
gesetzt werden.
Die für den erfindungsgemäßen keramischen Anstrich
verwendbare Peroxotitansäure kann durch Zugabe einer wässeri
gen Wasserstoffperoxidlösung zu einer wässerigen Lösung von
Orthotitansäure, hergestellt durch die vorstehend genannten
Verfahren, als wässerige Lösung hergestellt werden.
Außerdem können die für den erfindungsgemäßen kerami
schen Anstrich verwendbaren Titan(IV) (Ti4+)-Ionen durch Auf
lösen eines wasserlöslichen Titansalzes in Wasser hergestellt
und zugeführt werden. Insbesondere können die Titan(IV)-Ionen
in einer sauren wässerigen Lösung mit einem pH-Wert von 3
oder weniger stabil vorliegen. Vorzugsweise liegen die
Titan-(IV)-Ionen in Form eines organischen oder anorganischen Kom
plexes vor.
Der erfindungsgemäße keramische Titandioxidanstrich
muß zusätzlich zu der Orthotitansäure, den Titan(IV)-Ionen
und/oder der Peroxotitansäure die kristallinen Titandi
oxidteilchen umfassen. Die Kristallform der Titandioxidteil
chen ist vorzugsweise Anastas und weiterhin vorzugsweise Ru
til.
Die kristallinen Titandioxidteilchen müssen eine
mittlere Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm, bevorzugter
0,002 bis 0,1 µm, insbesondere 0,002 bis 0,07 µm, aufweisen.
Wenn die mittlere Teilchengröße weniger als 0,001 µm ist, ist
die erhaltene Titandioxidanstrichbeschichtung in der Hydro
philizität und der photokatalytischen Aktivität unbefriedi
gend. Wenn die mittlere Teilchengröße mehr als 0,2 µm ist,
zeigt die erhaltene Titandioxidanstrichbeschichtung unzurei
chende Hydrophilizität, Lichtdurchlässigkeit und unzureichen
des Haftvermögen an einer Substratoberfläche. Wenn die mitt
lere Teilchengröße im Bereich 0,002 bis 0,1 µm liegt, kann
die erhaltene keramische Titandioxidanstrichbeschichtung aus
gezeichnete Hydrophilizität zeigen.
In dem erfindungsgemäßen keramischen Titandioxidan
strich liegt das Gewichtsverhältnis von Komponente (A), die
aus mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus Orthotitan
säure, Titan(IV)-Ionen und Peroxotitansäure, besteht, zur
Komponente (B), die aus kristallinen Titandioxidteilchen mit
einer mittleren Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm, vorzugs
weise 0,002 bis 0,1 µm, besteht, im Bereich 1 : 0,1 bis 1 : 200.
Wenn das Gewichtsverhältnis geringer als 1 : 200 ist, d. h.,
wenn der Anteil an Komponente (A) zu gering ist und der An
teil an Komponente (B) zu hoch ist, zeigt der erhaltene An
strich unzureichende Hydrophilizität, Haftung an der Sub
stratoberfläche und Lichtdurchlässigkeit (Durchlässigkeit).
Wenn das Gewichtsverhältnis mehr als 1 : 0,1 ist, d. h., wenn
der Anteil an Komponente (B) zu gering ist, zeigt die erhal
tene Anstrichbeschichtung eine unzureichende Hydrophilizität
und photokatalytische Aktivität.
Der erfindungsgemäße keramische Titandioxidanstrich
kann durch Vermischen einer wässerigen Lösung mindestens ei
nes Mitglieds, ausgewählt aus Orthotitansäure, Titan(IV)-Io
nen und Peroxotitansäure, mit Titandioxidteilchen oder Titan
dioxidteilchen enthaltendem Sol oder durch Hydrolyse und Um
wandeln mindestens eines Teils eines Titansalzes, gelöst in
Wasser, zu Orthotitansäure und Titandioxidteilchen und gege
benenfalls Umwandeln mindestens eines Teils der Orthotitan
säure zu Peroxotitansäure hergestellt werden.
Die wässerige Lösung von Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen
und Peroxotitansäure kann durch Zugabe einer wässerigen
alkalischen Lösung zu einer wässerigen Lösung von einem Or
thotitansalz unter Herstellung eines Niederschlags von Ortho
titansäure, Abtrennen des Orthotitansäure-Niederschlags und
Dispergieren des abgetrennten Orthotitansäure-Niederschlags
in einem wässerigen Dispergiermedium, das aus Wasser, einer
wässerigen Lösung einer Peroxidverbindung und/oder einer wäs
serigen Lösung eines Titan-komplexierenden Mittels besteht,
hergestellt werden.
Der Orthotitansäure und Titandioxidteilchen enthal
tende erfindungsgemäße wässerige Anstrich kann durch das er
findungsgemäße Verfahren hergestellt werden, bei dem eine
wässerige Lösung eines Titansalzes einem Hydrolyseverfahren
unterzogen wird, bei dem mindestens ein Teil des Titansalzes
hydrolysiert wird und zu Orthotitansäure und den kristalli
nen, kolloidalen Titandioxidteilchen, die eine mittlere Teil
chengröße von 0,001 bis 0,1 µm aufweisen, umgewandelt wird.
Ebenfalls kann der Peroxotitansäure und Titandi
oxidteilchen enthaltende wässerige erfindungsgemäße Anstrich
durch Zugabe der Peroxidverbindung, beispielsweise Wasser
stoffperoxid, zu der wässerigen Orthotitansalzlösung vor oder
nach den Hydrolyseverfahren hergestellt werden. In diesem
Fall kann der Anteil an Peroxotitansäure in dem erhaltenen
wässerigen Anstrich durch Steuern der Menge an zu der
wässerigen Titansalzlösung zuzugebenden Peroxidverbindung auf
0 bis 100% eingestellt werden. Das heißt, wenn keine Peroxid
verbindung zugegeben wird, enthält der erhaltene wässerige
Anstrich Orthotitansäure und keine Peroxotitansäure. Wenn die
Peroxidverbindung aber in einer Menge gleich oder mehr als
die molare Menge der Orthotitansäure zugegeben wird, enthält
der erhaltene wässerige Anstrich Peroxotitansäure und keine
Orthotitansäure.
Wenn der pH-Wert des Reaktionssystems gering ist,
beispielsweise 2 oder weniger, wird ein Teil der Orthotitan
säure zu Titan(IV)-Ionen umgewandelt. In diesem Fall wird zur
Stabilisierung der erhaltenen wässerigen Flüssigkeit vorzugs
weise ein Komplexierungsmittel zur wässerigen Flüssigkeit ge
geben, um dadurch die Titan(IV)-Ionen zu einem Titan(IV)-Kom
plex umzusetzen und um einen stabilisierten wässerigen An
strich zu erhalten.
Das zur Bildung des vierwertigen Titankomplexes ver
wendbare Komplexierungsmittel umfaßt vorzugsweise mindestens
ein Mitglied, ausgewählt aus Milchsäure, Oxalsäure, Ameisen
säure und Acetylaceton. Gluconsäure, Weinsäure, Essigsäure,
Äpfelsäure, Bernsteinsäure und EDTA (Ethylendiamintetraes
sigsäure) können ebenfalls als Komplexierungsmittel für Titan
verwendet werden.
Die zu der wässerigen Lösung von Orthotitansäure, Ti
tan(IV)-Ionen und/oder Peroxotitansäure zuzugebenden Titandi
oxidteilchen können in Form von festen Teilchen oder als wäs
seriges Sol vorliegen. Wenn das Titandioxid in Form von wäs
serigen Teilchen zugegeben wird, wird das erhaltene Gemisch
vorzugsweise beispielsweise unter Verwendung eines Homomixers
vollständig gerührt, um Titandioxidteilchen gleichförmig zu
dispergieren und die Bildung von agglomerierten Teilchen zu
verhindern. Ein Dispergiermittel, das beispielsweise ein Ten
sid enthält, kann in kleinen Mengen zu dem Dispersionssystem
gegeben werden, um die Dispersion der Titandioxidteilchen
voranzutreiben.
Bei den Verfahren zur Herstellung des wässerigen ke
ramischen Titandioxidanstrichs wird das als Ausgangsmaterial
geeignete Titansalz vorzugsweise aus Titanchlorid, Titansul
fat, Titanoxysulfat und Titanoxychlorid ausgewählt. Weitere
wasserlösliche anorganische Titansalze und wasserlösliche or
ganische Titansalze, beispielsweise Titankaliumoxalat und Ti
tancitrat, können als Titansalz für die erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzt werden.
Die wässerige Titansalzlösung kann durch Auflösen ei
nes Titansalzes in Wasser hergestellt werden oder kann aus
handelsüblichen verdünnten wässerigen Titansalzlösungen aus
gewählt werden.
Wenn wasserfreies Titanchlorid als Ausgangsmaterial
verwendet wird, kann eine wässerige Titanchloridlösung durch
allmähliches Auflösen von wasserfreiem Titanchlorid in reinem
Wasser unter Eiskühlung hergestellt werden. Auch wenn Titan
trichlorid als Ausgangsmaterial verwendet wird, werden zuerst
Titan(III)-Ionen zu Titan(IV)-Ionen mit einem Oxidationsmit
tel, beispielsweise mit Wasserstoffperoxid, oxidiert und da
nach das erhaltene Titantetrachlorid den wässerigen Anstrich
erzeugenden Verfahren unterzogen.
Eine wässerige Titansulfatlösung ist als 30%ige wäs
serige Lösung handelsüblich und so kann die handelsübliche
Lösung für die erfindungsgemäßen Verfahren nach geeigneter
Verdünnung verwendet werden.
Eine wässerige Titanoxysulfat- oder Titanoxychlorid
lösung kann durch Anionenentfernung einer wässerigen Lösung
von Titansulfat oder Titanchlorid durch ein Anionenentfer
nungsverfahren, wie eine Ionenaustauschermembran oder ein Io
nenaustauscherharz oder durch Auflösen von hydratisiertem Ti
tandioxid in Schwefelsäure oder Salzsäure hergestellt werden.
Bei dem Verfahren (1) der vorliegenden Erfindung wird
die wässerige Titansalzlösung Hydrolyseverfahren für das
Titansalz unterzogen einschließlich (1) mindestens einer der
Behandlungen, ausgewählt aus:
- (a) einer Dialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran,
- (b) einer Elektrodialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran, und
- (c) einer Ionenaustauschbehandlung unter Verwendung eines Ionenaustauschers und gegebenenfalls vor der vorstehend genannten Behandlung, (2) einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, für die wässerige Titansalzlösung oder (3) einer Kombination von (i) einer Alkalibehandlung durch Mischen mindestens eines Mitglieds, ausgewählt aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoni ak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wässerigen Titansalzlösung vorliegt, in die wässerige Titansalzlösung mit (ii) einer Wärmebehandlung bei einer Tem peratur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, für die vermischte wässerige Lösung, um dadurch mindestens einen Teil des Titansalzes zu der Orthotitansäure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen mit einer mittleren Teil chengröße von 0,001 bis 0,2 µm zu hydrolysieren und umzuwan deln. Während der Behandlung (a), (b) und/oder (c) werden Verunreinigungsionen aus der wässerigen Titansalzlösung ent fernt.
Die gegebenenfalls anzuwendenden Behandlungen (2) und
(3) tragen zur Förderung der Hydrolyse des Titansalzes vor
Behandlung (a), (b) und/oder (c) und zur Erhöhung der Wirkung
zur Entfernung der Verunreinigungsionen bei der Behandlung
(a), (b) und/oder (c) bei.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren (2) zur Herstel
lung des wässerigen keramischen Titandioxidanstrichs wird
eine wässerige Lösung eines Titansalzes mit mindestens einem
Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalime
tallhydroxiden und Ammoniak, in einer Menge von weniger als 4
Mol pro Mol Titan, das in der wässerigen Titansalzlösung vor
liegt, vermischt; und die erhaltene vermischte wässerige Lö
sung wird auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch we
niger als 100°C, erwärmt, um dadurch mindestens einen Teil
des Titansalzes zu der Orthotitansäure und den kolloidalen,
kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzu
wandeln, und anschließend
wird die erhaltene kolloidale Titandioxidteilchen
enthaltende wässerige Lösung mit mindestens einem Mitglied,
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalimetallhydroxi
den und Ammoniak, unter Bildung eines Niederschlags vermischt
und
der erhaltene Niederschlag wird aus der wässerigen Lösung abgetrennt, wodurch ein im wesentlichen keine Verun reinigungsionen enthaltender Niederschlag bereitgestellt wird, und schließlich
wird der abgetrennte Niederschlag ("collected percipitate") in einem Disper giermedium, bestehend aus einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lösungen von Per oxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Titan-komplexie renden Mitteln, dispergiert.
der erhaltene Niederschlag wird aus der wässerigen Lösung abgetrennt, wodurch ein im wesentlichen keine Verun reinigungsionen enthaltender Niederschlag bereitgestellt wird, und schließlich
wird der abgetrennte Niederschlag ("collected percipitate") in einem Disper giermedium, bestehend aus einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lösungen von Per oxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Titan-komplexie renden Mitteln, dispergiert.
Bei den Verfahren (1) und (2) der vorliegenden Erfin
dung weist die den Hydrolyseverfahren auszusetzende wässerige
Titansalzlösung vorzugsweise eine Titankonzentration von 0,1
bis 10 Gewichtsprozent, bevorzugter 0,5 bis 4 Gewichtspro
zent, auf.
Wenn die Titankonzentration weniger als 0,1 Gewichts
prozent beträgt, kann der erhaltene wässerige Anstrich keine
Anstrichbeschichtung mit einer erwünschten Dicke bilden. Wenn
die Titankonzentration mehr als 10 Gewichtsprozent beträgt,
kann die erhaltene wässerige Titansalzlösung während der Ver
unreinigungsionen entfernenden Behandlung (a), (b) und/oder
(c) im Verfahren (1) gelieren.
Bei dem Verfahren (1) der vorliegenden Erfindung wird
jede der Behandlungen (a), (b) und (c) vorzugsweise bei einer
Temperatur von 0°C bis 80°C, bevorzugter 10 bis 50°C, ausge
führt. Während dieser Behandlungen wird mindestens ein Teil
des Titansalzes in der wässerigen Titansalzlösung hydroly
siert und zu Orthotitansäure und kristallinen Titandi
oxidteilchen umgewandelt.
Wenn das Titansalz aus Titantetrachlorid (TiCl₄) be
steht, wird die Hydrolyse des Titansalzes während der Behand
lung (a), (b) und/oder (c) gemäß nachstehenden Reaktionen
ausgeführt.
Das Nebenprodukt der Reaktionen (1) und (2) (nämlich
HCl) wird gleichzeitig zusammen mit den Verunreinigungsionen
durch die Behandlung (a), (b) und/oder (c) aus dem Reakti
onsgemisch entfernt.
Wenn die Hydrolyse des Titansalzes während der Be
handlung (a), (b) und/oder (c) nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren ausgeführt wird, wird die erhaltene Orthotitansäure
in einem verhältnismäßig hohen Anteil anfallen und die erhal
tenen Titandioxidteilchen weisen eine sehr kleine Teilchen
größe auf und somit zeigt die erhaltene Anstrichbeschichtung
eine erhöhte mechanische Festigkeit.
Vorzugsweise enthält die wässerige Titansalzlösung,
die dem erfindungsgemäßen Verfahren (1) unterzogen werden
soll, mindestens ein Mitglied, ausgewählt aus Titanoxychlorid
und Titanoxysulfat.
In dem Verfahren (1) der vorliegenden Erfindung ist
die Behandlung (a) eine Diffusionsdialysebehandlung unter
Verwendung einer semipermeablen Membran und eines Diffusions
mediums, bestehend aus Wasser, vorzugsweise reinem Wasser.
Die semipermeable Membran, die zur Behandlung (a) verwendbar
ist, kann aus Anionenaustauschermembranen, Membranen, die so
wohl Anionen als auch Kationen hindurchtreten lassen, bei
spielsweise RO-Membranen, Zellophan-(regenerierte
Zellulose)-Membranen, Blasenmembranen und Kollodiummembranen ausgewählt
werden. Kationenaustauschermembranen können Verunreinigungs
ionen, wie Cl⁻ und SO₄2-, jedoch kaum entfernen und somit ist
eine semipermeable Membran, die nur aus einer Kationenaustau
schermembran besteht, für die vorliegende Erfindung nicht be
vorzugt. Die Kationenaustauschermembran kann jedoch in Kombi
nation mit einer Anionenaustauschermembran unter Bildung
einer semipermeablen Membran angewendet werden.
Die Diffusionsdialysebehandlung (a) wird vorzugsweise
für einen Zeitraum von einer Stunde oder mehr, bevorzugter,
falls möglich, 3 Stunden oder mehr ausgeführt.
Das Ausmaß des Fortschreitens der Diffusionsdialyse
kann durch den pH-Wert oder die elektrische Leitfähigkeit der
Dialyseflüssigkeit festgestellt werden. Das heißt die Diffu
sionsdialysebehandlung (a) wird vorzugsweise fortgeführt, bis
der pH-Wert der Dialyseflüssigkeit ansteigt und ein Maß von 2
bis 7 erreicht oder bis die elektrische Leitfähigkeit der
Dialyseflüssigkeit sinkt und ein Maß von 1 mS/cm oder weniger
erreicht. Der erhaltene wässerige Anstrich kann jedoch
Cl⁻-Ionen in einer Menge von etwa 1 g/Liter oder weniger enthal
ten, um die Lagerungsstabilität der Orthotitansäure und der
Titandioxidteilchen zu erhöhen.
Die Behandlung (b), die für das erfindungsgemäße Ver
fahren (1) geeignet ist, ist eine Elektrodialysebehandlung
unter Verwendung einer semipermeablen Membran, vorzugsweise
einer Anionenaustauschermembran. Verglichen mit der Diffusi
onsdialysebehandlung (a) ist die Elektrodialysebehandlung (b)
insofern vorteilhaft, als die Behandlung in relativ kurzer
Zeit beendet werden kann.
Die Elektrodialyse unter Verwendung einer Anionenaus
tauschermembran wird in einem Elektrolysegefäß ausgeführt,
das mit einer Anodenplatte und einer Kathodenplatte, die par
allel zueinander angeordnet sind, und durch eine Anionenaus
tauschermembran getrennt, die parallel zu den Anoden- und Ka
thodenplatten unter Bildung einer Anoden- und einer Kathoden
kammer angeordnet ist. In der Anodenkammer wird die wässerige
Titansalzlösung eingefüllt und in der Kathodenkammer ist Was
ser enthalten.
Die Kathodenplatte ist vorzugsweise eine Platin
platte, eine Platin-beschichtete Titanplatte oder DSE (eine
unlösliche Kathode). Die Anode wird vorzugsweise aus einer
mit Platin beschichteten Titanplatte oder einer Edelstahl
platte hergestellt.
Bei der Elektrodialysebehandlung (b) wird ein elek
trischer Strom vorzugsweise mit einer Stromdichte von 0,01
bis 10 A/dm² angelegt. Wenn die Stromdichte mehr als 10 A/dm²
beträgt, kann das Problem auftauchen, daß kolloidale Teilchen
an der semipermeablen Membran anhaften. Die für die Behand
lung (b) geeignete Anionenaustauschermembran ist vorzugsweise
aus stark basischen Anionenaustauschermembranen, bevorzugter
mit einer Beständigkeit gegen Säuren ausgewählt.
In dem Verfahren (1) der vorliegenden Erfindung wird
die Ionenaustauscherbehandlung (c) vorzugsweise durch Verwen
dung eines Anionenaustauschers, bevorzugter eines Anionenaus
tauscherharzes, ausgeführt. Der Anionenaustauscher kann aus
Zeolith, basischem Muskovit, hydratisiertem Eisenoxid und hy
dratisiertem Zirconiumoxid, die Anionenaustauscheraktivität
aufweisen, ausgewählt werden.
Bei der Ionenaustauscherbehandlung (c) kann der Kon
takt der wässerigen Titansalzlösung mit dem Ionenaustauscher
durch direktes Vermischen eines Ionenaustauschers in die wäs
serige Titansalzlösung oder durch Leiten der wässerigen Ti
tansalzlösung durch eine mit Ionenaustauscher gefüllte Säule
bewirkt werden.
Das Ausmaß, in dem der Ionenaustausch fortschreitet,
kann durch Kontrolle des pH-Werts oder der elektrischen Leit
fähigkeit der erhaltenen Behandlungsflüssigkeit für einen be
stimmten anwachsenden Wert oder einen bestimmten abfallenden
Wert kontrolliert werden.
Während der vorstehend genannten Behandlung (a), (b)
und/oder (c) wird zumindest ein Teil des Titansalzes in der
wässerigen Lösung davon hydrolysiert und zu Orthotitansäure
und Titandioxidteilchen umgewandelt und gleichzeitig werden
die in der wässerigen Flüssigkeit vorliegenden Verunreini
gungsionen entfernt. Der erhaltene wässerige Anstrich ist da
her im wesentlichen frei von Verunreinigungsionen, beispiels
weise Anionen, wie Cl⁻ und SO₄2-, und Kationen, wie Na⁺.
Wenn die Entfernung der Verunreinigungsionen durch
ein übliches Verfahren, beispielsweise durch Filtrieren des
wässerigen Anstrichs durch ein Mikrofilter oder Ultrafilter
und anschließend Spülen des Filters mit Wasser, ausgeführt
wird, werden die Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen und/oder
Peroxotitansäure zusammen mit den Verunreinigungsionen aus
dem wässerigen Anstrich entfernt und somit zeigt die erhal
tene Anstrichbeschichtung unzureichende Durchsichtigkeit
(Lichtdurchlässigkeit) und unzureichendes Haftvermögen.
In einer Ausführungsform des Verfahrens (1) der vor
liegenden Erfindung wird vor der Behandlung (a), (b) und (c)
eine wässerige Lösung, die ein Titansalz, beispielsweise Ti
tanchlorid, Titansulfat, Titanoxysulfat oder Titanoxychlorid,
enthält, auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weni
ger als 100°C, vorzugsweise 60 bis 90°C, erwärmt, um die Hy
drolyse des Titansalzes voranzubringen. Die Wärmebehandlung
trägt zur Steigerung des Anteils der erhaltenen Titandi
oxidteilchen und zur Steuerung der Teilchengröße der erhalte
nen Titandioxidteilchen auf einen gewünschten Wert bei. Das heißt
die Wärmebehandlung trägt dazu bei, daß die erhaltene An
strichbeschichtung das gewünschte Maß an photokatalytischer
Aktivität aufweist.
Wenn die Temperatur beim Erwärmen weniger als 50°C
beträgt, können die Titandioxidteilchen schwierig mit einer
gewünschten Teilchengröße hergestellt werden und somit kann
die photokatalytische Aktivität der erhaltenen Anstrichbe
schichtung das gewünschte Maß nicht erreichen. Auch wenn die
Erwärmungstemperatur 100°C oder mehr beträgt, kann der erhal
tene wässerige Anstrich in größerer Menge grobe Titandioxid
teilchen enthalten und kann somit eine geringe Lagerungssta
bilität aufgrund der Ausfällung der groben Titandioxidteil
chen enthalten und die erhaltene Anstrichbeschichtung kann
eine unzureichende Lichtdurchlässigkeit aufweisen.
Die Wärmebehandlung wird vorzugsweise für 3 bis 240
Minuten ausgeführt. Wenn die Wärmebehandlung bei einer rela
tiv geringen Temperatur ausgeführt wird, beispielsweise 30
bis 60°C, weist die wässerige Ausgangs-Titansalzlösung einen
verhältnismäßig hohen pH-Wert, beispielsweise 3 bis 7, auf
und die Erwärmungszeit kann mehr als 240 Minuten betragen.
Vorzugsweise wird die Wärmebehandlung insgesamt durch
gleichförmiges Erwärmen der wässerigen Titansalzlösung, die
in einem Reaktor enthalten ist, durch Verwendung eines
Wärmetauschers vom Heißwassertyp oder eines Heißwasserbades
ausgeführt, während gleichförmig gerührt wird. Ein örtliches
Erwärmen der wässerigen Titansalzlösung, beispielsweise durch
eine Eintauchheizung, sollte vermieden werden. Um die Bildung
und das Wachstum der Titandioxidteilchen bei der Wärmebehand
lung zu steuern, wird vorzugsweise ein aus Titandioxidteil
chen bestehendes Keimbildungsmittel für die kolloidalen Ti
tandioxidteilchen oder eine wässerige Dispersion des Keimbil
dungsmittels, vorzugsweise in einer kleinen Menge, der wäs
serigen Titansalzlösung zugesetzt. Nach Ablauf der Wärmebe
handlung wird die Titandioxidteilchen enthaltende erhaltene
Flüssigkeit vorzugsweise auf eine Temperatur von 40°C oder
weniger durch eine Wasserkühlvorrichtung gekühlt und dann der
vorstehend genannten Behandlung (a), (b) und/oder (c) unter
zogen, wobei die Hydrolyse des verbliebenen Titansalzes wei
ter vorangetrieben wird und gleichzeitig Verunreinigungsan
ionen, beispielsweise Cl⁻ und SO₄2-, und Verunreinigungskat
ionen, beispielsweise Na⁺, die von Ionen, bestehend aus Ti
tan, Sauerstoff und/oder Wasserstoff, verschieden sind, ent
fernt werden.
In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens (1)
der vorliegenden Erfindung wird eine wässerige Lösung eines
Titansalzes mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der
Gruppe, bestehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoniak, in
einer Menge von weniger als 4 Mol, vorzugsweise 0,1 Mol oder
mehr, jedoch weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wäs
serigen Titansalzlösung vorliegt, vermischt und die erhaltene
vermischte wässerige Lösung wird auf eine Temperatur von 50°C
oder mehr, jedoch weniger als 100°C, erwärmt und dann Behand
lungen (a), (b) und/oder (c) unterzogen.
Bevorzugter ist die Gesamtmenge an Alkalimetallhydro
xid und/oder Ammoniak 0,5 Mol oder mehr, jedoch weniger als 3
Mol pro Mol Titan, das in der Ausgangslösung enthalten ist.
Wenn die Menge an Alkalimetallhydroxid und/oder Ammo
niak 4 Mol oder mehr pro Mol Titan, das in der Ausgangslösung
vorliegt, ist, können die erhaltenen Titandioxidteilchen bei
der Wärmebehandlung und bei der Behandlung (a), (b) und/oder
(c) nicht zu der gewünschten Teilchengröße anwachsen. Auch
wenn die Menge an Alkalimetallhydroxid und/oder Ammoniak we
niger als 0,1 Mol pro Mol Titan beträgt, können die Wärmebe
handlung und die Behandlung (a), (b) und/oder (c) Anwachsen
der Titandioxidteilchen zu einer zu großen Teilchengröße ver
ursachen.
Das Alkalimetallhydroxid und/oder Ammoniak wird vor
zugsweise im Zustand einer verdünnten wässerigen Lösung mit
einer Konzentration von 2 bis 10 Gewichtsprozent zu der wäs
serigen Titansalzlösung gegeben.
Anschließend wird die mit Alkali und/oder Ammoniak
vermischte Lösung derselben Wärmebehandlung wie vorstehend
beschrieben unterzogen. Die gemischte Lösung weist vorzugs
weise eine Titankonzentration von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent,
bevorzugter 0,5 bis 4 Gewichtsprozent, auf. Wenn die Titan
konzentration weniger als 0,1 Gewichtsprozent beträgt, kann
es schwierig werden, eine Anstrichbeschichtung mit einer Dic
ke zu erhalten, die für die gewünschten Eigenschaften ausrei
chend ist. Wenn die Titankonzentration mehr als 10 Gewichts
prozent beträgt, kann die erhaltene Flüssigkeit nach der
Wärmebehandlung während der Behandlung (a), (b) und/oder (c)
gelieren.
Die Wärmebehandlung für die Alkali- und/oder Ammoni
ak-vermischte wässerige Titansalzlösung wird unter denselben
Bedingungen wie vorstehend erwähnt ausgeführt, d. h. bei einer
Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C.
Nach Abschluß der Wärmebehandlung wird die erwärmte
Flüssigkeit vorzugsweise auf eine Temperatur von 40°C oder
weniger gekühlt und dann der Behandlung (a), (b) und/oder (c)
unterzogen. Während der vorstehend genannten Alkali- und/oder
Ammoniak-Anmischung und den Wärmebehandlungen und der Behand
lung (a), (b) und/oder (c) wird zumindest ein Teil des Titan
salzes hydrolysiert und zu Orthotitansäure und Titandioxid
teilchen umgewandelt und während der Behandlung (a), (b) und
(c) werden die Verunreinigungsionen aus der wässerigen Flüs
sigkeit unter Bereitstellung eines Titandioxid enthaltenden
wässerigen keramischen Anstrichs entfernt.
Die Kombination von Alkali- und/oder Ammoniak-Vermi
schungsbehandlung und Wärmebehandlung ist insofern vorteil
haft, da die Hydrolyse und die Umwandlung von Titansalz zu
Orthotitansäure und Titandioxidteilchen gefördert wird und
der erhaltene Anstrich ausgezeichnete verbesserte Hydrophili
zität, photokatalytische Wirkung und bessere Haftung zeigt.
Bei dem Verfahren (2) der vorliegenden Erfindung wird
die wässerige Titansalzlösung derselben Kombination von Alka
li- und/oder Ammoniak-Anmischbehandlung mit der vorstehend
genannten Wärmebehandlung unterzogen, um zumindest einen Teil
des Titansalzes zu Orthotitansäure und Titandioxidteilchen
mit einer mittleren Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm zu hy
drolysieren und umzuwandeln. Die erhaltene wässerige Lösung,
die Orthotitansäure und Titandioxidteilchen enthält, wird
dann mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus Alkalime
tallhydroxiden und Ammoniak, unter Bildung einer Fällung ver
mischt. Der Niederschlag wird aus der Lösung abgetrennt und
gegebenenfalls mit Wasser gespült. Der abgetrennte Nieder
schlag wird in einem wässerigen Dispergiermedium dispergiert,
das mindestens ein Mitglied, ausgewählt aus Wasser, wässeri
gen Lösungen von Peroxidverbindungen und wässerigen Lösungen
von Titan-komplexierenden Mitteln, enthält.
Durch Abtrennen und gegebenenfalls Spülen mit Wasser
ist der erhaltene Niederschlag im wesentlichen frei von Ver
unreinigungsionen. Folglich kann bei dem Verfahren (2) der
vorliegenden Erfindung die vorstehend genannte Behandlung
(a), (b) und/oder (c) fortgelassen werden. Die Abtrennung des
Niederschlags wird durch Filtrieren oder Zentrifugalabtren
nung bewirkt.
Bei der Dispersion des abgetrennten Niederschlags ist
die Peroxidverbindung vorzugsweise ausgewählt aus Wasser
stoffperoxid, Natriumperoxid und Bariumperoxid. Die Peroxid
verbindung reagiert mit mindestens einem Teil der Orthotitan
säure und Titan(IV)-Ionen unter Bildung von Peroxotitansäure.
Wenn Wasserstoffperoxid verwendet wird, kann die Zugabe von
Wasserstoffperoxid vor dem Abtrennen des Niederschlags ausge
führt werden. Wenn Natriumperoxid oder Bariumperoxid verwen
det wird, kann der erhaltene wässerige Anstrich außerdem auch
vorstehend genannter Behandlung (a), (b) und/oder (c) unter
zogen werden, um Natriumionen oder Bariumionen aus dem wässe
rigen Anstrich zu entfernen.
Das komplexierende Mittel umfaßt vorzugsweise minde
stens ein Mitglied, ausgewählt aus Milchsäure, Oxalsäure,
Ameisensäure, Acetylaceton, Gluconsäure, Weinsäure, Essig
säure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure und EDTA.
Der durch das Verfahren (1) oder (2) der vorliegenden
Erfindung hergestellte wässerige keramische Titandioxidan
strich enthält zusätzlich zu Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen
und/oder Peroxotitansäure eine hohe Menge an kristallinen Ti
tandioxidteilchen. Gewöhnlich weisen die Titandioxidteilchen
Anastas-Kristallform auf. In Abhängigkeit von den Bedingungen
der Wärmebehandlung können die Titandioxidteilchen jedoch Ru
til-Kristallteilchen einschließen.
Die in dem durch Verfahren (1) oder Verfahren (2) der
vorliegenden Erfindung hergestellten, wässerigen keramischen
Anstrich enthaltenen Titandioxidteilchen weisen auch eine
Teilchengröße innerhalb des Bereichs 10-3 bis 4×10-1 µm und
eine mittlere Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm, vorzugs
weise 0,002 bis 0,1 µm, auf.
Der durch das Verfahren (1) oder (2) der vorliegenden
Erfindung hergestellte wässerige Anstrich kann mit photokata
lytischen Titandioxidteilchen oder photokatalytischen, kol
loidalen Titanteilchen oder einem Sol vermischt werden.
Der wässerige keramische Titandioxidanstrich wird
auch gegebenenfalls mit einem färbenden Pigment, um der er
haltenen Anstrichbeschichtung eine gewünschte Farbe zu ver
leihen, oder mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus
Materialien, die auf Keramik beruhen, beispielsweise abrieb
festen Oxid-, Nitrid- oder Carbidverbindungen, um die Ver
schleißfestigkeit der Anstrichbeschichtung zu erhöhen, oder
mit feinen Metallteilchen vermischt, beispielsweise feinen
Zink- oder Aluminiumteilchen, um die Korrosionsbeständigkeit
der Anstrichbeschichtung zu erhöhen. Die Zusammensetzung des
Anstrichs kann nämlich in Anbetracht der erforderlichen Ei
genschaften der erhaltenen Anstrichbeschichtung eingestellt
werden.
Der erfindungsgemäße wässerige keramische Titandi
oxidanstrich wird durch Auftragen des wässerigen keramischen
Anstrichs auf eine Oberfläche eines Substratgegenstands,
Trocknen der beschichteten Anstrichschicht und Einbrennen der
getrockneten Anstrichschicht bei einer Temperatur von vor
zugsweise 100 bis 700°C, bevorzugter 200 bis 500°C, herge
stellt. Gewöhnlich enthält die erhaltene eingebrannte An
strichbeschichtung Anastas-Titandioxidkristalle. Beim Ein
brennen bei einer Temperatur von 700°C oder mehr kann jedoch
zumindest ein Teil der Anastas-Kristalle zu Rutil-Kristallen
umgewandelt werden. Die Kristallumwandlung verursacht keine
Verminderung oder keinen Verlust an Hydrophilizität der An
strichbeschichtung.
Wenn der wässerige keramische Anstrich auf eine Sub
stratoberfläche aufgetragen und getrocknet wird, weist die
erhaltene keramische Anstrichbeschichtung gewöhnlich eine
Dicke von 0,05 bis 1 µm auf. In dieser Anstrichbeschichtung
sind die kristallinen Titandioxidteilchen gleichförmig ver
teilt und kolloidale oder gelierte Orthotitansäure oder Per
oxotitansäure verfüllt oder füllt die Zwischenräume zwischen
den verteilten kristallinen Titandioxidteilchen. Auch beim
Trocknen der Anstrichbeschichtung bei relativ geringer Tempe
ratur von nur 100 bis 200°C wird die kolloidale oder gelierte
Orthotitansäure und/oder Peroxotitansäure dehydratisiert und
zu hydratisiertem Titandioxid umgewandelt, das eine erhöhte
Oberfläche und einen hohen Wassergehalt aufweist, oder zu Ti
tandioxid, so daß die kristallinen Titandioxidteilchen fest
miteinander verbunden werden, damit die Anstrichbeschichtung
stark an der Substratoberfläche haftet, damit die Hydrophili
zität der Anstrichbeschichtung erhöht wird und damit Licht
streuung an der Teilchenoberfläche verhindert oder vermindert
wird. Die erhaltene Anstrichbeschichtung ist frei von nicht
photokatalytischem Bindemittel und kann somit ausreichend
photokatalytische Aktivität, Hydrophilizität und Lichtdurch
lässigkeit aufweisen.
In den Verfahren (1) und (2) der vorliegenden Erfin
dung zur Herstellung des wässerigen keramischen Titandioxid
anstrichs werden feine Titandioxidteilchen mit ausgezeichne
ter Hydrophilizität und photokatalytischer Aktivität herge
stellt und durch Hydrolysieren eines Titansalzes in einem
wässerigen Medium unter spezifischen Bedingungen zu einer ge
wünschten optimalen Teilchengröße wachsen lassen. In den Ver
fahren (1) und (2) der vorliegenden Erfindung werden Kri
stallkeimteilchen aus hydratisiertem Titandioxid erzeugt,
wenn die wässerige Titansalzlösung mit Alkalimetallhydroxid
und/oder Ammonium in einer Menge von weniger als 4 Mol, vor
zugsweise 0,1 Mol oder auch weniger als 4 Mol pro Mol Titan,
das in der wässerigen Titansalz-Ausgangslösung enthalten ist,
vermischt wird.
Wenn die Titandioxidkristalle zu stark unter Bildung
grober Teilchen wachsen, werden alkalische Ionen in die gro
ben Titandioxidteilchen eingeführt. Die Wärmebehandlung sorgt
für die Verhinderung des übermäßigen Kristallwachstums und
verhindert somit die Einführung von alkalischen Ionen in die
Kristalle und ist für die Erhöhung der Durchsichtigkeit und
Hydrophilizität der erhaltenen Anstrichbeschichtung verant
wortlich.
Wenn der erhaltene wässerige keramische Titandioxid
anstrich Verunreinigungsionen, beispielsweise Cl⁻, SO₄2- und
Na⁺, enthält, zeigt die durch Beschichtung des wässerigen An
strichs auf einer Substratoberfläche und Trocknen der aufge
tragenen Anstrichschicht erhaltene Anstrichbeschichtung eine
unzureichende Durchsichtigkeit und ist eine unebene, weiße
Beschichtung. Außerdem zeigt die Anstrichbeschichtung eine
unzureichende photokatalytische Aktivität. Daher ist dieser
wässerige Anstrich zur Beschichtung eines durchsichtigen Ge
genstands, beispielsweise eines Glasgegenstands, ungeeignet.
Bei dem Verfahren (1) der vorliegenden Erfindung wer
den Verunreinigungsionen aus dem wässerigen Anstrich durch
die spezielle Behandlung (a), (b) und/oder (c) entfernt, wo
bei Hydrolysieren und Umwandeln mindestens eines Teils des
Titansalzes zu Orthotitansäure und kristallinen Titandi
oxidteilchen ausgeführt wird. Auch bei dem Verfahren (2) der
vorliegenden Erfindung werden die wässerige Orthotitansäure
enthaltende Flüssigkeit und kristalline Titandioxidteilchen
mit einem Alkalimetallhydroxid und/oder Ammoniak unter Bil
dung eines Niederschlags vermischt, der erhaltene Nieder
schlag wird abgetrennt und gegebenenfalls mit Wasser gespült
und der abgetrennte Niederschlag, der im wesentlichen frei
von Verunreinigungsionen ist, wird in einem wässerigen Di
spergiermedium, das aus Wasser, einer wässerigen Lösung einer
Peroxidverbindung und/oder einer wässerigen, ein Komplexie
rungsmittel enthaltenden Lösung besteht, dispergiert, unter
Bereitstellung eines wässerigen kristallinen keramischen Ti
tandioxidanstrichs, der im wesentlichen frei von Verunreini
gungsionen ist.
Da der wässerige keramische Titandioxidanstrich der
vorliegenden Erfindung im wesentlichen frei von Verunreini
gungsionen ist, zeigt die erhaltene Anstrichbeschichtung in
vorteilhafter Weise eine ausgezeichnete Durchsichtigkeit,
ausgezeichnetes Haftvermögen, ausgezeichnete Hydrophilizität
und photokatalytische Aktivität.
Für einen Gegenstand aus Aluminium oder Kupfer, der
eine hohe Hydrophilizität aufweisen soll, beispielsweise für
ein Rippenmaterial für Wärmetauscher, kann der erfindungsge
mäße wässerige keramische Titandioxidanstrich eine Anstrich
beschichtung mit ausgezeichneter photokatalytischer Aktivität
auf dem Gegenstand bilden und kann dem Gegenstand erhöhtes
Antifouling, Desodorieren, Antikorrosion, Anti-Bakterien- und
Anti-Algen-Wirkungen verleihen. Die Anstrichbeschichtung kann
im Laufe der Zeit auch den Abbau der Hydrophilizität und die
Erzeugung von schlechtem Geruch durch Bakterienvermehrung in
Wassertropfen, die an der Gegenstandsoberfläche kondensieren,
verhindern. Da die aus dem wässerigen Titandioxid-Keramikan
strich der vorliegenden Erfindung gebildete Anstrichbeschich
tung eine hohe Durchsichtigkeit aufweist, ist der wässerige
keramische Anstrich für die Beschichtung von durchsichtigen
Gegenständen, beispielsweise Glasgegenständen, geeignet und
weist somit eine hohe praktische Verwendbarkeit auf.
Die vorliegende Erfindung wird weiterhin durch die
nachstehenden Beispiele erläutert.
In jedem der Beispiele 1 bis 4 wurde ein wässeriger
Anstrich durch Vermischen einer wässerigen 10%igen Natriumhy
droxidlösung mit einer wässerigen 5%igen Titantetrachloridlö
sung unter Erzeugung von Niederschlag, Abtrennen des Nieder
schlags, bestehend aus Orthotitansäure, durch Filtrieren,
Spülen des abgetrennten Niederschlags mit Wasser, Dispergie
ren des Niederschlags in Wasser, Mischen der erhaltenen Or
thotitansäure enthaltenden wässerigen Lösung mit kristallinen
Titandioxidteilchen und dann Vermischen der erhaltenen Flüs
sigkeit mit dem komplexierenden Mittel in der wie in Tabelle
1 ausgewiesenen Menge in jeweils Beispielen 1, 3 und 4 und
mit der wässerigen Wasserstoffperoxidlösung in ausreichender
Menge, um die wie in Tabelle 1 in Beispiel 2 gezeigte Konzen
tration an Peroxotitansäure zu realisieren, und vollständiges
Verrühren der erhaltenen Gemischflüssigkeit unter Verwendung
eines Homomixers hergestellt. Die vorstehend genannten kri
stallinen Titandioxidteilchen waren unter der Handelsmarke
Titandioxid P-25 (Anastas oder Rutil), hergestellt von Nihon
Aerosil K.K., erhältlich. Das vorstehend genannte Komplexie
rungsmittel bestand aus Acetylaceton in Beispiel 1, Milch
säure in Beispiel 3 und Oxalsäure in Beispiel 4.
In jedem der Beispiele 5 und 6 wurde ein wässeriger
Anstrich wie nachstehend hergestellt.
Eine wässerige 10%ige Titantetrachloridlösung wurde
mit Natriumhydroxid in einer Menge von 1 Mol pro Mol Titan,
das in der Titantetrachloridlösung vorlag, vermischt, die ge
mischte Flüssigkeit wurde bei einer Temperatur von 90°C 40
Minuten erwärmt, die erwärmte Flüssigkeit wurde mit einer
wässerigen 5%igen Natriumhydroxidlösung in einer solchen
Menge vermischt, daß die erhaltene vermischte Flüssigkeit un
ter Erzeugung eines Niederschlages neutral wurde. Der erhal
tene Orthotitansäure und Titandioxid umfassende Niederschlag
wurde in Wasser dispergiert. Die erhaltene wässerige Disper
sion wurde mit einer wässerigen Wasserstoffperoxidlösung in
einer solchen Menge vermischt, daß die erhaltene Mischflüs
sigkeit eine wie in Tabelle 1 gezeigte Konzentration an Per
oxotitansäure aufwies. Die erhaltene Mischflüssigkeit wurde
vollständig unter Verwendung eines Homomixers gerührt. Ein
wässeriger Titandioxid-Keramikanstrich wurde erhalten.
Als Ergebnis einer Analyse wurde bestätigt, daß der
erhaltene wässerige Anstrich kristalline Anastas-Titandi
oxidteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,08 µm
enthielt.
In jedem der Beispiele 7 und 8 wurde ein wässeriger
Anstrich wie nachstehend hergestellt.
Eine wässerige 10%ige Titantetrachloridlösung wurde
mit Natriumhydroxid in einer Menge von 2 Mol pro Mol Titan,
das in der Titantetrachloridlösung vorlag, vermischt. Die
vermischte Lösung wurde auf eine Temperatur von 75°C für 20
Minuten erwärmt. Die erwärmte Flüssigkeit wurde mit einer
wässerigen 5%igen Natriumhydroxidlösung in einer solchen
Menge vermischt, daß die erhaltene vermischte Flüssigkeit
unter Erzeugung eines Niederschlags neutral wurde. Der er
haltene Orthotitansäure und Titandioxid umfassende Nieder
schlag wurde in Wasser dispergiert. Die erhaltene wässerige
Dispersion wurde in Beispiel 7 mit Gluconsäure in einer in
Tabelle 1 gezeigten Konzentration und in Beispiel 8 mit einer
wässerigen Wasserstoffperoxidlösung in einer Menge, daß die
erhaltene gemischte Lösung eine wie in Tabelle 1 gezeigte
Konzentration an Peroxotitansäure aufwies, vermischt. Die er
haltene Gemischflüssigkeit wurde vollständig unter Verwendung
eines Homomixers gerührt. Ein wässeriger keramischer Titan
dioxidanstrich wurde erhalten.
Als Ergebnis einer Analyse wurde bestätigt, daß der
erhaltene wässerige Anstrich kristallines Anastas-Titandioxid
als kolloidale Teilchen mit einer mittleren Teilchengröße von
0,05 µm enthielt.
Eine wässerige Titantetrachloridlösung (20 Gewichts
prozent) wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt. Die verdünnte wässerige Lösung wurde bei einer Tempe
ratur von 80°C 10 Minuten erwärmt und dann mit Wasser auf
eine Temperatur von 30°C gekühlt.
Die erhaltene Flüssigkeit wurde unter Verwendung ei
ner Anionenaustauschermembran bei einer Temperatur von 27°C
Diffusionsdialyse unterzogen, wobei desionisiertes Wasser un
ter Hydrolyse und Umwandeln eines Teils des Titantetrachlo
rids zu Orthotitansäure und kristallinen Titandioxidteilchen
durch die Membran strömte, wobei Verunreinigungsionen aus dem
erhaltenen wässerigen Anstrich entfernt wurden.
Eine wässerige Titantetrachloridlösung (20 Gewichts
prozent) wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt und mit einer wässerigen Lösung von 10 Gewichtsprozent
Natriumhydroxid in einer Menge von einem Mol pro Mol Titan,
das in der wässerigen Titantetrachloridlösung vorlag, ver
mischt. Die vermischte Flüssigkeit wurde auf eine Temperatur
von 55°C 60 Minuten erwärmt und dann auf eine Temperatur von
30°C mit Wasser gekühlt. Die erwärmte Flüssigkeit wurde Dif
fusionsdialyse unter Verwendung einer Zellophanmembran bei
einer Temperatur von 25°C unterzogen, während man zum Hydro
lysieren und Umwandeln mindestens eines Teils des in der wäs
serigen Ausgangslösung enthaltenen Titantetrachlorids zu Or
thotitansäure und kristallinen Titandioxidteilchen desioni
siertes Wasser durch die Membran leitete, wobei Verunreini
gungsionen aus der wässerigen Flüssigkeit entfernt wurden.
Die erhaltene Titandioxid-Kolloid enthaltende Flüs
sigkeit wurde mit 0,5 Gewichtsprozent Milchsäure (Komplexie
rungsmittel) vermischt.
Eine wässerige 20 gewichtsprozentige Titantrichlorid
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt. Die verdünnte Lösung wurde mit einer wässerigen
31%igen Wasserstoffperoxidlösung vermischt, bis violett ge
färbte Titan(III)-Ionen in der wässerigen Lösung vollständig
zu farblosen Titan(IV)-Ionen umgewandelt waren. Die erhaltene
wässerige Titantetrachloridlösung wurde mit einer wässerigen
Lösung von 10 Gewichtsprozent Natriumhydroxid in einer Menge
von 2 Mol pro Mol Titan, das in der wässerigen Lösung vorlag,
vermischt. Die vermischte Lösung wurde auf eine Temperatur
von 70°C für 30 Minuten erwärmt und dann mit Wasser auf eine
Temperatur von 30°C gekühlt. Die erhaltene Flüssigkeit wurde
unter Verwendung einer RO-Membran bei einer Temperatur von
40°C Diffusionsdialysebehandlung unterzogen, während desioni
siertes Wasser durch die Membran geleitet wurde, unter Her
stellung eines im wesentlichen von Verunreinigungsionen
freien wässerigen keramischen Titandioxidanstrichs.
Eine wässerige 20 gewichtsprozentige Titantrichlorid
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt. Die verdünnte Lösung wurde mit einer wässerigen
31%igen Wasserstoffperoxidlösung vermischt, bis violett ge
färbte Titan(III)-Ionen in der wässerigen Lösung vollständig
zu farblosen Titan(IV)-Ionen umgewandelt waren. Die erhaltene
wässerige Titantetrachloridlösung wurde mit einer wässerigen
Lösung von 10 Gewichtsprozent Natriumhydroxid in einer Menge
von 0,24 Mol pro Mol Titan in der wässerigen Lösung ver
mischt. Die vermischte Lösung wurde auf eine Temperatur von
95°C für 5 Minuten erwärmt und dann mit Wasser auf eine Tem
peratur von 30°C gekühlt. Die erhaltene Flüssigkeit wurde
unter Verwendung einer Anionenaustauschermembran und einer
Kationenaustauschermembran bei einer Temperatur von 30°C Dif
fusionsdialysebehandlung unterzogen, während desionisiertes
Wasser durch die Membran geleitet wurde, unter Herstellung
einer im wesentlichen von Verunreinigungsionen freien, wässe
rigen Titandioxid enthaltenden Flüssigkeit. Die wässerige Ti
tandioxid enthaltende Flüssigkeit wurde mit einem Komplexie
rungsmittel, das aus Acetylaceton in einer Menge von 1,2 Ge
wichtsprozent bestand, vermischt.
Eine wässerige 30 gewichtsprozentige Titansulfatlö
sung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser verdünnt.
Die verdünnte Lösung wurde auf eine Temperatur von 65°C für
90 Minuten erwärmt und dann mit Wasser auf eine Temperatur
von 30°C gekühlt.
Die wässerige wärmebehandelte Lösung wurde Elektro
dialysebehandlung in einem Elektrodialysegefäß mit einer An
odenkammer, die eine Anode, bestehend aus Platin-plattierter
Titanplatte und einer Kathodenkammer, einschließlich einer
Kathode, bestehend aus Platin-plattierter Titanplatte, unter
zogen, wobei die Anoden- und Kathodenkammer durch eine Anio
nenaustauschermembran (Handelsmarke: Selemion AMV, herge
stellt von Asahi Garasu K.K.) voneinander getrennt waren. Die
Anodenplatte, die Anionenaustauschermembran und die Kathoden
platte wurden in dieser Reihenfolge parallel zueinander ange
ordnet, die Anodenkammer mit wärmebehandelter Titandioxid
enthaltender wässeriger Flüssigkeit gefüllt und die Kathoden
kammer mit Wasser gefüllt. Die Elektrodialysebehandlung wurde
bei einer Stromdichte von 1 bis 5 A/dm² bei einer Temperatur
von 45°C ausgeführt.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 30 gewichtsprozentige Titansulfatlö
sung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser verdünnt.
Die verdünnte Titansulfatlösung wurde mit einer wässerigen 2
gewichtsprozentigen Natriumhydroxidlösung in einer Menge von
1 Mol pro Mol Titan, das in der Titansulfatlösung vorlag,
vermischt, auf eine Temperatur von 90°C für 5 Minuten erwärmt
und mit Wasser auf eine Temperatur von 30°C gekühlt.
Die wärmebehandelte wässerige Flüssigkeit wurde Elek
trodialysebehandlung unter Verwendung von Anionenaustauscher
membranen (erhältlich unter der Handelsmarke Selemion AMW,
von Asahi Garasu K.K.) und einer Kationenaustauschermembran
(erhältlich unter der Handelsmarke Selemion CMV, von Asahi
Garasu K.K.) in einem Elektrodialysegefäß, das durch die
Anionenaustauschermembran und die Kationenaustauschermembran
in drei Kammern aufgeteilt wurde, nämlich in eine Anodenkam
mer, die eine Anode, bestehend aus einer Platin-plattierten
Titanplatte einschließt und sich gegenüber der Anionenaustau
schermembran befindet, in eine Kathodenkammer, einschließlich
einer Kathode, die aus einer Platin-plattierten Titanplatte
besteht und sich gegenüber der Kationenaustauschermembran be
findet und in eine mittige Kammer, die zwischen der Anionen
austauschermembran und der Kationenaustauschermembran gebil
det wird. Die Anodenplatte, die Anionenaustauschermembran,
die Kationenaustauschermembran und die Kathodenplatten wurden
in der angeführten Reihenfolge und parallel zueinander ange
ordnet. Die Anoden- und Kathodenkammer wurden mit Wasser ge
füllt und die mittige Kammer wurde mit der wärmebehandelten
wässerigen Titandioxid enthaltenden Flüssigkeit gefüllt.
Die Elektrodialysebehandlung wurde bei einer Strom
dichte von 0,2 bis 0,6 A/dm² bei einer Temperatur von 30°C
ausgeführt.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 8 gewichtsprozentige Titanoxysulfat
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt, dann auf eine Temperatur von 60°C für 180 Minuten er
wärmt und mit Wasser auf eine Temperatur von 30°C gekühlt.
Die wärmebehandelte wässerige Flüssigkeit wurde durch
eine mit einem Gemisch aus Anionenaustauscherharzkügelchen
(erhältlich unter der Handelsmarke Diaion SA, von Mitsubishi
Kaseikogyo K.K.) und Kationenaustauscherharzkügelchen (er
hältlich unter der Handelsmarke Diaion SK, von Mitsubishi
Kaseikogyo K.K.) bei einer Temperatur von 30°C gefüllt.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 15 gewichtsprozentige Titanoxysulfat
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt, mit Wasser verdünnt
und dann auf eine Temperatur von 80°C 8 Minuten erwärmt und
mit Wasser auf eine Temperatur von 30°C gekühlt.
Die wärmebehandelte wässerige Flüssigkeit wurde durch
eine mit Anionenaustauscherharzkügelchen (erhältlich unter
der Handelsmarke Diaion SA von Mitsubishi Kaseikogyo K.K.)
bei einer Temperatur von 50°C geleitet.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 10 gewichtsprozentige Titanoxychlorid
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt, dann auf eine Temperatur von 85°C für 10 Minuten er
wärmt und mit Wasser auf eine Temperatur von 30°C gekühlt.
Die wärmebehandelte wässerige Flüssigkeit wurde durch
dieselbe mit Ionenaustauscherharz gefüllte Säule wie in Bei
spiel 16 bei einer Temperatur von 40°C geleitet.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 20 gewichtsprozentige Titantetrachlo
ridlösung wurde mit Wasser in einem Becherglas verdünnt. Die
verdünnte wässerige Lösung wurde Diffusionsdialysebehandlung
unter Verwendung einer Anionenaustauschermembran (Handelsmar
ke: Selemion DMV, hergestellt von Asahi Garasu K.K.) bei
Raumtemperatur von (20 bis 30°C) unterzogen, während desioni
siertes Wasser durch die Membran geleitet wurde, bis die Kon
zentration an Säure in der wässerigen Flüssigkeit auf 1/10
oder weniger der ursprünglichen Säurekonzentration vor der
Dialyse absank. Die Säurekonzentration wurde durch Neutrali
sations-Titrationsverfahren unter Verwendung von 0,1 N Natri
umhydroxid (NaOH) Standardlösung und Bromphenol Blau Indika
tor gemessen.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 30 gewichtsprozentige Titansulfat
lösung wurde mit Wasser in einem Becherglas verdünnt.
Die verdünnte wässerige Lösung wurde Diffusionsdialy
sebehandlung unter Verwendung einer Anionenaustauschermembran
(Handelsmarke: Selemion DMV) unterzogen, während desionisier
tes Wasser durch die Membran strömte, und das Dialysesystem
wurde auf eine Temperatur von 1 bis 10°C gekühlt, bis die
Säurekonzentration in der wässerigen Flüssigkeit auf 1/10
oder weniger der ursprünglichen Säurekonzentration vor der
Dialyse abnahm. Die Säurekonzentration wurde durch dasselbe
wie in Beispiel 18 beschriebene Verfahren gemessen.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
Eine wässerige 20 gewichtsprozentige Titantetrachlo
ridlösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser
verdünnt. Während die wässerige Lösung gerührt wurde, wurden
Anionenaustauscherharzkügelchen (Handelsmarke: Diaion SA,
hergestellt von Mitsubishi Kaseikogyo K.K.) in die wässerige
Lösung bei einer Temperatur von 20 bis 30°C gemischt, bis die
Säurekonzentration der wässerigen Lösung auf 1/10 oder weni
ger der ursprünglichen Säurekonzentration vor der Ionenaus
tauscherharzbehandlung absank. Die Säurekonzentration wurde
durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel 18 ermittelt.
Ein von Verunreinigungsionen im wesentlichen freier
wässeriger keramischer Titandioxidanstrich wurde erhalten.
In jedem der Vergleichsbeispiele 1 bis 3 wurde ein
wässeriger Titandioxid-Keramikanstrich durch Vermischen einer
wässerigen Lösung von 5 Gewichtsprozent Titantetrachlorid mit
einer wässerigen Lösung von 10 Gewichtsprozent Natriumhydro
xid unter Erzeugung eines Niederschlags, Abtrennen des Nie
derschlags und Spülen mit Wasser, Dispergieren des erhaltenen
Orthotitansäure-Niederschlags in Wasser, Vermischen der er
haltenen wässerigen Orthotitansäurelösung mit Titandioxid
teilchen und dann mit einer wässerigen Wasserstoffperoxid
lösung in einer Menge, daß die erhaltene Lösung die Peroxo
titansäure in einer Konzentration wie in Tabelle 1 gezeigt,
enthielt und wobei das erhaltene Gemisch vollständig gerührt
wurde, hergestellt. Die vermischten Titandioxidteilchen waren
in Vergleichsbeispiel 1 Titandioxid-Pigmentteilchen vom Ru
tiltyp mit einer mittleren Teilchengröße von 0,5 µm, in Ver
gleichsbeispiel 2 Titandioxid-Pigmentteilchen (Anastas oder
Rutil) (Handelsmarke: P-25, hergestellt von Nihon Aerosil
K.K.) und in Vergleichsbeispiel 3 Titandioxid-Kolloidteilchen
vom Anastastyp mit einer mittleren Teilchengröße von 0,01 µm
und in Form einer wässerigen kolloidalen Lösung, hergestellt
durch Erwärmen einer wässerigen Lösung von 8 Gewichtsprozent
Titanoxychlorid bei einer Temperatur von 75°C für 20 Minuten
und Unterziehen der erwärmen Lösung einer Diffusionsdialyse
behandlung unter Verwendung einer Ionenaustauschermembran.
Eine wässerige 17 gewichtsprozentige Titantetrachlo
ridlösung wurde in ein Becherglas gefüllt, mit Wasser ver
dünnt und auf eine Temperatur von 100°C 15 Minuten erwärmt
und auf Raumtemperatur gekühlt.
Die wärmebehandelte wässerige Lösung wurde einer Dif
fusionsdialysebehandlung unter Verwendung einer Zellophanmem
bran unterzogen.
Eine wässerige 30 gewichtsprozentige Titansulfat
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt und mit Wasser ver
dünnt. Anschließend wurde die verdünnte wässerige Lösung un
ter Rühren und Kühlen mit Wasser mit einer wässerigen Lösung
von 10 Gewichtsprozent Natriumhydroxid in einer Menge von 4,5
Mol pro Mol Titan, das in der wässerigen Lösung vorlag, ver
mischt und auf eine Temperatur von 70°C für 15 Minuten er
wärmt. Nach dem Kühlen wurde die erhaltene wässerige Flüssig
keit derselben Diffusionsdialysebehandlung wie in Ver
gleichsbeispiel 4 unterzogen.
Eine wässerige 5 gewichtsprozentige Titanoxychlorid
lösung wurde in ein Becherglas gefüllt, bei einer Temperatur
von 40°C für 30 Minuten erwärmt und auf Raumtemperatur abge
kühlt. Die wärmebehandelte wässerige Lösung wurde derselben
Elektrodialysebehandlung wie in Beispielen 13 bis 15 unter
Verwendung einer Ionenaustauschermembran unterzogen.
Die wässerigen keramischen Titandioxidanstriche der
Beispiele und Vergleichsbeispiele wurden nachstehender Ana
lyse und nachstehenden Messungen unterzogen.
Eine Probe eines wässerigen Anstrichs in einer Menge
von 20 ml wurde in ein Becherglas gefüllt und in einem Troc
kenofen bei einer Temperatur von 80°C zum Verdampfen des Was
sers der Probe getrocknet. Danach wurde unter Bereitstellung
von festem Titandioxid 2 Stunden auf eine Temperatur von
500°C erwärmt. Die Konzentration des in der Probe vorlie
genden Titandioxids wurde aus dem ursprünglichen Gewicht der
Probe und dem Gewicht an festem Titandioxid bestimmt.
Wenn die Probe Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen und/
oder Peroxotitansäure enthielt, wurde die in der vorstehenden
Weise bestimmte Gesamtmenge zu einem Gewicht hinsichtlich Ti
tandioxid umgerechnet und das umgerechnete Gewicht wurde von
dem Gewicht an festem Titandioxid abgezogen. Das Subtrakti
onsergebnis war ein Realgewicht an in dem wässerigen Anstrich
vorliegenden Titandioxidteilchen.
Eine Probe eines wässerigen Anstrichs wurde mit Was
ser verdünnt und durch ein 5C-Filterpapier filtriert. Das er
haltene Filtrat wurde mit Chlorwasserstoffsäure zum Ansäuern
des Filtrats vermischt. Das angesäuerte Filtrat wurde einer
Extinktionsmessung bei einer Wellenlänge von 430 nm unter
Verwendung eines Spektrophotometers unterzogen. Aus dem er
haltenen Extinktionswert wurde die Konzentration an Peroxo
titansäure, die in der Probe vorlag, bestimmt.
Eine Probe eines wässerigen Anstrichs wurde durch ein
5C-Filterpapierblatt filtriert, das erhaltene Filtrat wurde
mit Chlorwasserstoffsäure angesäuert und dann mit Wasser
stoffperoxid zur Umwandlung von Orthotitansäure und
Titan-(IV)-Ionen zu Peroxotitansäure vermischt. Die Extinktion des
erhaltenen modifizierten Filtrats wurde bei einer Wellenlänge
von 430 nm unter Verwendung desselben vorstehend genannten
Verfahrens gemessen. Aus dem Meßergebnis wurde die Gesamt
konzentration an Orthotitansäure und Titan(IV)-Ionen in der
Probe bestimmt. Wenn die Probe Peroxotitansäure enthielt,
wurde die Konzentration an Peroxotitansäure in der Probe
durch das vorstehend genannte Verfahren (2) bestimmt und die
erhaltene Peroxotitansäure-Konzentration wird von der Gesamt
konzentration an Orthotitansäure und/oder Titan(IV)-Ionen und
vorstehend bestimmter Peroxotitansäure abgezogen.
Jeder wässerige Anstrich wurde auf eine Oberfläche
von 75 mm×25 mm einer Glasplatte oder Aluminiumplatte (JIS
A1200) unter Bildung einer Anstrichschicht mit einer Dicke
von etwa 0,5 µm beschichtet. Die Anstrichschicht wurde bei
einer Temperatur von 100°C getrocknet und bei einer Tempera
tur von 280°C unter Bildung einer trockenen Anstrichbeschich
tung eingebrannt. Das erhaltene Prüfstück mit der trockenen
Anstrichbeschichtung wurde nachstehenden Tests hinsichtlich
Hydrophilizität, Korrosionsbeständigkeit, Durchsichtigkeit,
Haftvermögen und photokatalytischer Wirkung unterzogen.
Auf jede der eingebrannten Anstrichbeschichtungen der
Probestücke wurde tropfenweise reines Wasser in einer Menge
von 5 ml aufgetragen und der Kontaktwinkel des gebildeten
Wassertröpfchens wurde unter Verwendung eines FACE-Kontakt
winkel-Prüfgeräts (Modell: CA-P, hergestellt von Kyowa Kai
menkagaku K.K.) gemessen.
Die vorstehende Messung wurde an Anstrichbeschichtun
gen der Prüfstücke unmittelbar nach Ausführung des Einbrenn
schritts und nach fünf Zyklen von Behandlungen angewendet,
jeweils bestehend aus einem Tauchverfahren des Prüfstücks in
fließendem Wasser bei Raumtemperatur von 8 Stunden und dann
einem Trockenverfahren des in Wasser eingetauchten Prüfstücks
bei einer Temperatur von 80°C für 16 Stunden. Die Hydrophili
zität der Anstrichbeschichtung wurde wie nachstehend bewer
tet.
| Klasse der Hydrophilizität | |
| Kontaktwinkel | |
| 4 | |
| weniger als 10 Grad | |
| 3 | 10 Grad oder mehr, jedoch weniger als 20 Grad |
| 2 | 20 Grad oder mehr, jedoch weniger als 30 Grad |
| 1 | 30 Grad oder mehr. |
Jeder der wässerigen Anstriche wurde auf eine Ober
fläche einer Aluminiumplatte aufgetragen und das erhaltene
Prüfstück wurde einem Salzwasser-Sprühtest gemäß Japanischem
Industriestandard (JIS) Z 2371 für 200 Stunden unterzogen.
Der Anteil der Gesamtfläche an korrodierten Teilchen der An
strichbeschichtung, bezogen auf die Gesamtfläche an Anstrich
beschichtung, wurde gemessen und wie nachstehend bewertet.
| Klasse der Korrosionsbeständigkeit | |
| Gesamtfläche der korrodierten Teile | |
| 3 | |
| Weniger als 5% | |
| 2 | 5% oder mehr, jedoch weniger als 25% |
| 1 | 25% oder mehr. |
Jede der auf der Glasplatte gebildeten eingebrannten
Anstrichbeschichtungen wurde mit dem bloßen Auge beobachtet
und das Beobachtungsergebnis wurde wie nachstehend bewertet.
| Klasse der Durchsichtigkeit | |
| Beobachtungsergebnis | |
| 4 | |
| Die Anstrichbeschichtung ist nicht verschmiert, weist keine Verfärbung auf und ist gleichförmig durchsichtig | |
| 3 | Die Anstrichbeschichtung hat eine leichte Verfärbung und ist gleichförmig durchsichtig |
| 2 | Die Anstrichbeschichtung weist eine bestimmte Verfärbung auf |
| 1 | Die Anstrichbeschichtung ist in gewisser Weise verschmiert und undurchsichtig. |
Ein Klebeband wurde auf die Oberfläche einer zu prü
fenden Anstrichbeschichtung geheftet und von der Anstrichbe
schichtungsoberfläche abgezogen. Es wurde festgehalten, wenn
die Anstrichbeschichtung von der Substratoberfläche entfernt
wurde.
Eine Anstrichbeschichtung wurde auf einer Glasplatte
mit einer Fläche von 25 mm×75 mm gebildet. Ein Testöl, be
stehend aus Tristearinsäure, wurde auf die Anstrichbeschich
tungsoberfläche aufgetragen und Ultraviolettstrahlen wurden
aus einer 15 W-Ultraviolettlampe 72 Stunden auf die Testöl
schicht gestrahlt. Die Menge (mg/m²) an zersetztem Testöl
wurde aus dem Unterschied zwischen der ursprünglichen Testöl
schicht und der zersetzten Testölschicht ermittelt.
Tabelle 1 zeigt die Testergebnisse von Beispielen 1
bis 8 und Vergleichsbeispielen 1 bis 3.
Tabelle 2 zeigt die Testergebnisse von Beispielen 9
bis 17 und Vergleichsbeispielen 4 bis 6.
Tabelle 3 zeigt die Testergebnisse von Beispielen 18
bis 20.
Tabellen 1 bis 3 zeigen deutlich, daß die wässerigen
keramischen Titandioxidanstriche von Beispielen 1 bis 20 ge
mäß vorliegender Erfindung Anstrichbeschichtungen mit ausge
zeichneter Hydrophilizität, Korrosionsbeständigkeit, ausge
zeichnetem Haftvermögen, ausgezeichneter Durchsichtigkeit und
photokatalytischer Aktivität bilden. Die wässerigen Anstriche
von Vergleichsbeispielen 1 bis 6 waren dagegen in einer oder
mehreren der vorstehend genannten Eigenschaften nicht zufrie
denstellend.
In Beispielen 1 bis 20 wird deutlich gezeigt, daß die
erfindungsgemäßen wässerigen keramischen Titandioxidanstriche
zur Bildung einer Anstrichbeschichtung mit ausgezeichneter
Durchsichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit, ausgezeichnetem
Haftvermögen und ausgezeichneter Hydrophilizität und photoka
talytischer Aktivität geeignet sind.
Die erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung des
wässerigen keramischen Titandioxidanstrichs sind auch, ver
glichen mit üblichen Verfahren, beispielsweise dem
Sol-Gel-Verfahren, industriell vorteilhaft, da die Ausgangsmateria
lien und die Chemikalien kostengünstig sind und der erhaltene
wässerige Anstrich eine erhöhte Sicherheit und Stabilität
zeigt. Folglich sind die gemäß den Verfahren (1) und (2) der
vorliegenden Erfindung hergestellten wässerigen keramischen
Titandioxidanstriche für Verschmutzungsbeständigkeit, die
Förderung der Zersetzung von schlechtem Geruch erzeugende Ma
terialien, antimikrobielle Behandlung, Korrosionsbehandlung,
Reinigung von Luft und Wasser usw. sehr geeignet und weisen
so eine hohe industrielle Verwendbarkeit auf.
Claims (9)
1. Wässeriger, keramischer Titandioxidanstrich zur
Herstellung einer Anstrichbeschichtung mit ausgezeichneter
Hydrophilizität, photokatalytischer Aktivität und Lichtdurch
lässigkeit, umfassend:
- (A) mindestens ein Mitglied, ausgewählt aus der Grup pe, bestehend aus Orthotitansäure, Titan(IV)-Ionen und Per oxotitansäure, und
- (B) kolloidale, kristalline Titandioxidteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,001 bis 0,2 µm,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponente (A) zur
Komponente (B), bezogen auf Titan, 1 : 0,1 bis 1 : 200 ist und
der keramische Anstrich im wesentlichen keine Verunreini
gungsionen enthält.
2. Wässeriger, keramischer Titandioxidanstrich nach
Anspruch 1, wobei die mittlere Teilchengröße der kristallinen
Titandioxidteilchen 0,002 bis 0,1 µm beträgt.
3. Verfahren zur Herstellung des wässerigen, kerami
schen Titandioxidanstrichs nach Anspruch 1, umfassend Unter
ziehen einer wässerigen Lösung eines Titansalzes mindestens
einer Behandlung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus:
- (a) einer Dialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran,
- (b) einer Elektrodialysebehandlung unter Verwendung einer semipermeablen Membran, und
- (c) einer Ionenaustauschbehandlung unter Verwendung eines Ionenaustauschers, um zumindest einen Teil des Titansalzes zu Orthotitansäure und den kolloidalen, kristal linen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln, wobei Verunreinigungsionen aus der wässerigen Titansalzlösung entfernt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Behandlungen
(a), (b) und (c) bei einer Temperatur von 0 bis 80°C ausge
führt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die wässerige Lö
sung des Titansalzes auf eine Temperatur von 50°C oder mehr,
jedoch weniger als 100°C, erwärmt wird und dann zumindest ei
ner Behandlung, ausgewählt aus den Behandlungen (a), (b) und
(c), unterzogen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, wobei die wässe
rige Titansalzlösung eine wässerige Lösung ist, die minde
stens ein Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus
Titanoxychlorid und Titanoxysulfat, enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die wässerige
Titansalzlösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammo
niak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das
in der wässerigen Titansalzlösung vorliegt, vermischt wird
und die erhaltene vermischte wässerige Lösung auf eine Tempe
ratur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, erwärmt
wird und dann mindestens einer Behandlung, ausgewählt aus den
Behandlungen (a), (b) und (c), unterzogen wird.
8. Verfahren zur Herstellung des keramischen Titandi
oxidanstrichs nach Anspruch 1, umfassend die Schritte:
Vermischen einer wässerigen Lösung eines Titansalzes mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, be stehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoniak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wässe rigen Titansalzlösung vorliegt; und
Erwärmen der erhaltenen vermischten wässerigen Lösung auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, um zumindest einen Teil des Titansalzes zu Orthotitan säure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln; und
Vermischen der erhaltenen kolloidale Titandioxidteil chen enthaltenden, wässerigen Lösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalime tallhydroxiden und Ammoniak, zur Bildung eines Niederschlags;
Abtrennung des erhaltenen Niederschlags von der wäs serigen Lösung; und
Dispergieren des abgetrennten Niederschlags in einem Dispergiermedium, das aus mindestens einem Mitglied, ausge wählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lösun gen von Peroxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Ti tan-komplexierenden Mitteln, besteht.
Vermischen einer wässerigen Lösung eines Titansalzes mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, be stehend aus Alkalimetallhydroxiden und Ammoniak, in einer Menge von weniger als 4 Mol pro Mol Titan, das in der wässe rigen Titansalzlösung vorliegt; und
Erwärmen der erhaltenen vermischten wässerigen Lösung auf eine Temperatur von 50°C oder mehr, jedoch weniger als 100°C, um zumindest einen Teil des Titansalzes zu Orthotitan säure und den kolloidalen, kristallinen Titandioxidteilchen zu hydrolysieren und umzuwandeln; und
Vermischen der erhaltenen kolloidale Titandioxidteil chen enthaltenden, wässerigen Lösung mit mindestens einem Mitglied, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalime tallhydroxiden und Ammoniak, zur Bildung eines Niederschlags;
Abtrennung des erhaltenen Niederschlags von der wäs serigen Lösung; und
Dispergieren des abgetrennten Niederschlags in einem Dispergiermedium, das aus mindestens einem Mitglied, ausge wählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, wässerigen Lösun gen von Peroxidverbindungen und wässerigen Lösungen von Ti tan-komplexierenden Mitteln, besteht.
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