DE1669246B2 - Bindemittel für wässrige, mit Zinkpulver pigmentierte Überzugsmittel - Google Patents
Bindemittel für wässrige, mit Zinkpulver pigmentierte ÜberzugsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung wäßriger Lithiumsilikatlösungen als Bindemittel für wäßrige,
mit Zinkpulver pigmentierte Überzugsmittel. Man erhält dadurch insbesondere selbsthärtende, von wäßrigem
Lithiumsilikat und Zinkpulver gebildete Überzugsmittel.
Anorganische Überzugsmittel sind schon aus gepulvertem Zink und kolloidalem Siliciumdioxid als
Trägerstoff oder Bindemittel hergestellt worden (USA.-Patentschriften 3 130 061 und 3 142 583). Dabei
gilt jedoch (wie in USA.-Patentschrift 3 130 061 beschrieben), daß in dem kolloidalen Siliciumdioxidsol
Natrium- oder Kaliumhydroxid benötigt wird, um das kolloidale Siliciumdioxid gegen Gelbildung zu
stabilisieren. Das Natrium- oder Kaliumhydroxid ist selbst nach dem Zusatz von Lithiumhydroxid als notwendig
betrachtet worden.
Die Notwendigkeit von Natrium- oder Kaliumhydroxid als Stabilisator ist in der Literatur bei der
Erörterung von Solen des kolloidalen Siliciumdioxides klar herausgestellt. Die Sole des kolloidalen Siliciumdioxides
sind bei einem pH-Wert von etwa 6,0 am wenigsten beständig; alkalistabilisiert sind diejenigen
Sole, deren pH über b,0 liegt. Ein pH-Wert von etwa 6,0 entspricht einer Alkalikonzentration von etwa
0,02 "/o, berechnet als Na2O oder K2O.
Es wurde nunmehr gefunden, daß sich wäßrige Lithiumsilikatlösungen, welche 15 bis 20 Gewichtsprozent
Siliciumdioxid, als SiO.,, und im wesentlichen keine durch Ionenaustausch entfernbaren Natriumoder
Kaliumionen enthalten und ein Molverhältnis von SiO2 zu LL1O von 4:1 bis 25 : 1 aufweisen, als
Bindemittel für wäßrige, mit Zinkpulver pigmentierte Überzugsmittel verwenden lassen.
Die Herstellung der als Bindemittel (TrägerstofTe)
verwendeten Lithiumsilikatlösungen kann aus kolloidalen Siliciumdioxidsolen mit einem pH-Wert von
unter 6,0, vorzugsweise 4,0 oder darunter, erfolgen, indem aus den Solen im wesentlichen das gesamte
Natrium oder Kalium entfernt wird. Solche Bindemittel sind stabiler als die alkalistabilisierten, und die
mit ihnen hergestellten Überzüge sind nach dem Trocknen weniger wasserempfindlich. Natrium oder
Kalium kann durch Ionenaustausch im wesentlichen vollständig entfernt werden. Aus zinkreichen Stoffen
mit den Lithiumsilikat-Bindemitteln gebildete Anstrich-Trockenfilme haben eine bessere Wasserfestigkeit
und geringere Wasserempfindlichkeit als Filme, die unter Verwendung von Bindemitteln des Standes
ίο der Technik erhalten werden.
Das Zinkpulver enthaltende, selbsthärtende, anorganische Überzugsmittel enthält wäßriges Lithiumsilikat
und etwa 0,9 bis 5 Gewichtsteile Zinkpulver je Gewichtsteil wäßriges Lithiumsilikat, wobei das wäßrige
Lithiumsilikat seinerseits 15 bis 35 Gewichtsprozent Siliciumdioxid, als SiO2, und im wesentlichen
keine durch Ionenaustausch entfernbare Natriumoder Kaliumionen enthält und ein Molverhältnis von
SiO., zu Li.,O von 4 :1 bis 25 : 1 aufweist. Nach einer
bevorzugten Ausführungsform hat das Zinkpulver eine durchschnittliche Teilchengröße von etwa 2 bis
15 Mikron.
Der Siliciumdioxidgehalt des Lithiumsilikates kann zwar unter 15 und über 35°/o liegen, aber bei dem
niedrigeren Siliciumdioxidgehalt wird das Bindungsvermögen des Bindemittels herabgesetzt, und der
höhere Siliciumdioxidgehalt ergibt im allgemeinen eine Herabsetzung der Beständigkeit gegen Gelbildung.
In ähnlicher Weise kann das Molverhältnis von SiO., zu Li0O über bzw. unter dem obigen Bereich
von 25 : 1 bis 4 :1 liegen, aber bei den niedrigeren Verhältnissen ergibt sich eine Tendenz zur Verminderung
der Wasserfestigkeit des getrockneten Anstrichs und bei den höheren Verhältnissen zu einer
geringeren Härte und Abriebfestigkeit des getrockneten Anstrichs.
Vorzugsweise beträgt das Molverhältnis von SiO2
zu Li.,O der erfindungsgemäß als Bindemittel verwendeten
Lithiumsilikatlösungen 4,5:1 bis 10:1.
Solche Bindemittel ermöglichen die Herstellung selbsthärtender Anstrichmittel, die härtere Trockenfilme
mit höherer Abriebfestigkeit ergeben. Ein Molverhältnis von SiO2 zu Li2O von 4,5 :1 bis 5 : 1 wird
besonders bevorzugt. Solche Molverhältnisse tragen zu einer besseren Lagerbeständigkeit der Bindemittel
bei erhöhten Temperaturen bei. Ein anderer, besonders bevorzugter Bereich des Molverhältnisse von
SiO2 zu Li2O reicht von 7:1 bis 8:1; mit solchen
Bindemitteln hergestellte, selbsthärtende Anstrichmittel zeigen die höchste Wasser- und Korrosionsfestigkeit.
Vorzugsweise enthalten die Lithiumstlikat-Bindemittel
20 bis 25°/o Siliciumdioxid als SiO2. Die mit
einem Bindemittel mit dieser Siliciumdioxid-Konzentration hergestellten, selbsthärtenden Anstrichmittel
sind vielseitiger verwendbar und leichter auftragbar. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von wäßrigen
Lithiumsilikatlösungen, die ein Molverhältnis von Siliciumdioxid zu Lithiumoxid von 4,6 aufweisen
und Zinkstaub mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2,5 bis 5 Mikron im Gemisch mit 23 Gewichtsprozent
Siliciumdioxid in solcher Menge enthalten, daß die Endzusammensetzung 3,6 Teile Zink
pro Gewichtsteil Bindemittel enthält.
Besonders bevorzugt ist andererseits auch die Verwendung von wäßrigen Lithiumsilikatlösungen, die ein Molverhältnis von SiO., zu Li2O von 7,5 : 1 aufweisen und Zinkpulver mit einer durchschnittlichen
Besonders bevorzugt ist andererseits auch die Verwendung von wäßrigen Lithiumsilikatlösungen, die ein Molverhältnis von SiO., zu Li2O von 7,5 : 1 aufweisen und Zinkpulver mit einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 2,5 bis 5 Mikron im Gemisch mit 23 Gewichtsprozent Siliciumdioxid in solcher Menge
enthalten, daß das Mittel 4,3 Teile Zink je Gewichtsteil Bindemittel enthält.
Zur Herstellung der Lithiumsilikat-Bindemittel kann man Lithiumhydroxid und kolloidales Siliciumdioxid
in solchen Anteilen mischen, daß das MoI-verhältnis
von SiO2 zu Li2O im Bereich von 4: 1
bis 25 : 1 liegt. Das Mischen läßt sich auf allen Wegen durchführen, auf denen eine InHnanderverteilung
der beiden Komponenten erhalten wird. Für den Einsatz mit dem Lithiumhydroxid eignet sich
jedes Sol des kolloidalen Siliciumdioxids, aus dem Alkalimetalle durch Ionenaustausch entfernt worden
sind und das zu den oben beschriebenen Zusammen-Setzungen führt. Das Mischen kann nach bekannten
Methoden bewirkt werden, wie durch Vermengen auf einem Mischer, gleichzeitiges Einpumpen des Lithium-
!mlroxids und Siliciumdioxidsols in ein T-Mischstück,
Mischen der beiden Gutströme in der Kammer einer Schleuderpumpe oder Verrühren der beiden
Komponenten beispielsweise in einem Tank.
Die im Handel verfügbaren Siliciumdioxidsole können erfindungsgemäß verwendet werden, indem
man zunächst durch Entionisieren der Sole Kationen und Anionen entfernt. Die Entior.isierung von
Siliciumdioxidsolen kann nach der Methode der USA.-Patentschrift 2 577 485 oder auf anderen
Wegen durchgeführt werden. Die Kationenentfernung i.oll fortgesetzt werden, bis der pH-Wert des Sols
unterhalb 6,0 liegt, was eine Entfernung von Natriumoder Kaliumionen bis auf etwa 0,02 °/o anzeigt. Vorzugsweise
setzt man die Kationenentfernung fort, bis der pH-Wert unterhalb 4,0 liegt, was die Entfernung
im wesentlichen aller Natrium- oder Kaliumionen bedeutet.
Die Herstellung der Litniumsilikat-Bindemittel kann auch mit anderen Formen von Siliciumdioxid
erfolgen.
Die Konzentration des Siliciumdioxids in dem zur Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten Lithiumsilikats
eingesetzten Sols kann etwa 16 bis 50" c. als SiO2, betragen. Derartige Sole sind erhältlich
und weisen zum Teil einen sehr geringen Anionengehalt auf, so daß sie ohne vorherige Entfernung
von Anionen durch Ionenaustausch eingesetzt werden können.
Als Lithiumhydroxid können alle im Handel befindlichen technischen Sorten Verwendung finden.
Geeignet sind wäßrige Lösungen praktisch jeder Konzentration. Vorzugsweise arbeitet man mit einer
konzentrierten Lösung, wodurch eine übermäßige Verdünnung des Lithiumsilikat-Bindemittels mit
Wasser vermieden wird.
Nach dem Mischen des Lithiumhydroxids und entionisierten Sols des kolloidalen Siliciumdioxids
wird das Gemisch 12 bis 100 Stunden bei Raumtemperatur
gealtert, um die Peptisierung des sich beim Vermischen bildenden Gels zu ermöglichen.
Eine Erläuterung der sich beim Vermischen von
Lithiumhydroxid und eines Siliciumdioxidsols ergebenden Gclbildung enthält die USA.-Patentschrift
2 668 149. Die Peptisierung des Gels kann durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 50° C beschleunigt
und in diesem Falle in etwa 3 bis 6 Stunden erhalten werden. Eine weitere Beschleunigung
ist bei etwas höheren Temperaturen an sich möglich, aber man muß darauf achten, eine Gelbildung des
Endprodukts zu vermeiden, so daß solche höheren Temperaturen nicht zu empfehlen sind.
Als Zinkstaub eignen sieb die Handdsstäube, die
überwiegend eine durchschnittliche Teilchengröße von unter 15 Mikron haben, wobei man vorzugsweise
die Stäube mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2,5 bis 5 Mikron einsetzt.
Der Zinkstaub wird in einer solchen Menge verwendet, daß der beim Trocknen des wäßrigen Überzugsmittels
entstehende Trockenfilm zu 85 bis 96 %> von Zink gebildet wird. Vorzugsweise beträgt der
Zinkgehalt des getrockneten Films mindestens 90 und insbesondere mindestens 92%. Die mit dem Lithiumsilikat-Bindemittel
vermischte Zinkstaubmenge liegt im Bereich von etwa 0,9 bis 5 Teilen Zink je Gewichtsteil
Lithiumsilikat-Bindemittel. Man kann bei verschiedenen Lithiumsilikat-Bindemitteln auch größere
Zinkmengen einsetzen, aber aus der Praxis ergibt sich die Forderung, nicht mehr Zink zu verwenden,
als für eine streichfähige Masse benötigt wird. Das Zink kann in den Überzugsmitteln auch gegen
andere Metallpigmente, wie Aluminiumschuppen, ausgetauscht werden.
Mit dem Zinkpulver können in der jeweils gewünschten Weise auch die in Anstrichmitteln verwendeten
feinteiligen anorganischem Zusatzstoffe zugesetzt werden. Beispielsweise kann man je nach dem
gewünschten Effekt Pigmente, Streckmittel und weitere Korrosionsschutzmittel zusetzen. Beispielhaft für
die Pigmentzusätze sind Eisenoxid, Titandioxid, Gasruß und Kaolin. Beispielhafte Streckmittel sind Mennige,
Bleidioxid, Zinkoxid. Eisenoxid und Aluminiumoxid. Wenn gewünscht, können auch Streckmittel
und Viskositätsmodifikatoren, wie Glimmer, Bentonit und andere Montmorillonit-Tone, und
andere Mittel, wie Graphit, zugesetzt werden.
Unter dem Begriff Lithiumsilikat ist in der hier gebrauchten Bedeutung das Produkt zu verstehen,
das man beim Mischen des Lithiumhydroxids und kollodialen Siliciumdioxidsols und der nachfolgenden
Peptisierung erhält. Dieses Lithiumsilikatprodukt ist wahrscheinlich ein Gemenge von Lithium- und
Silikationen, welch letztgenannte in verschiedenen Graden derart polymerisiert sind, daß die größeren
Arten sich wie kolloidales Siliciumdioxid verhalten.
Die folgenden Beispiele, in denen sich Teil- und Prozentangaben, wenn nicht anders angegeben, auf
das Gewicht beziehen, dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
6420 g Aquasol von kolloidalem Siliciumdioxid mit einem Siliciumdioxidgehalt, als SiO2, von 30,2 °/o
und einer durchschnittlichen Teilchengröße des Siliciumdioxids von 15 Millimikron werden mit
175 ml gewaschenem und getrocknetem Ionenaustauschharz in der Η-Form versetzt. Man rührt das
Gemisch 10 bis 15 Minuten, bis der pH-Wert 3,1
erreicht ist, und filtriert dann das Sol und analysiert, wobei sich 29,95 %> SiO2 ergeben. Titrierbares Alkali
liegt nicht vor.
Man gibt 1854 Teile einer 4,96-n-Lösung von Lithiumhydroxid (spezifisches Gewicht 1,11) zu
6219 Teilen des in der obigen Weise erhaltenen, entionisierten Siliciumdioxidsols hinzu und schüttelt das
Gemisch kräftig, bis die Komponenten ineinandeigemischt
sind und die Masse mäßig fließfähig ist. Nach 36 Stunden Stehen bei Raumtemperatur stellt
die Masse ein mäßig opalisierendes, fließfähiges Sol dar. Das so erhaltene Produkt enthält 23,1 0Zn SiO1,
und enthält SiO, und Li,O im Molverhältnis von
7,5:1.
200 Teile des obigen Bindemittels werden mit 640 Teilen Zinkpulver versetzt. Man rührt das Gemisch
bis zur Homogenität u;id bringt es dann durch
Spritzen beidseitig auf eine Reihe von Flußstahlplatten auf, die zuvor sandgestrahlt und lösungsmittelentfettet
worden sind. Die Platten werden be; Raumtemperatur an der Luft trocknen gelassen.
1 Stunde nach dem Spritzen wird eine der Platten 1 Stunde teilweise in destilliertes Wasser getaucht und
darauf wieder entnommen und getrocknet. Der Überzug erweist sich als intakt und weder an der Luft-Wasser-Grenzfläche
noch unterhalb dieser kreidig. Die anderen Platten werden mehrere Tage bei 25° C
und 50 0Zo relativer Feuchte stehengelassen und dann
auf ihre Abriebfestigkeit geprüft (Vorrichtung »Taber Abraser« mit einer CS-17-Scheihe bei 1000 g Belastung),
wobei man nach 100 Takten einen Gewichtsverlust von 10 mg erhält. Die Platten werden
weiter auf die Haftung des Anstrichs geprüft, indem man sie um einen konischen Dorn biegt, wobei sich
der Anstrich beim Biegen um den Dorn bis auf einen Durchmesser von unter 7 bis 12 mm löst. Zur Prüfung
auf Korrosions- und Wasserfestigkeit werden die Platten teilweise in Leitungswasser von 80° C und
eine 3prozentige Natriumchloridlösung von Raumtemperatur getaucht, wobei in dem heißen Leitungswasser
im Verlaufe von 9 Tagen selbst an der Grenzfläche kein Angriff festzustellen ist. In der 3prozentigen
Natriumchloridlösung zeigen die Proben im Verlaufe von 9 Tagen an der Grenzfläche einen
Angriff von 20 bis 40 % und einen Anstrichgewichtsverlust von 5 bis 6 %>.
450 g Siliciumdioxidsol mit einem Gehalt von 3O°/o an Siliciumdioxid, als SiO.,, und einer durchschnittlichen
Teilchengröße des Siliciumdioxids von 15 Millimikron werden entionisiert, indem man in
einem Becherglas mit gewaschenem und abgelaufenem Ionenaustauschharz in der Η-Form verrührt, bis
der pH-Wert des kolloidalen Siliciumdioxids von 9,7 aut 2,5 gefallen ist. Man gibt dann Ionenaustauschharz
in der Hydroxidform zu und rührt, bis der pH-Wert wieder auf 3,0 gestiegen ist. Diese Behandlung
führt zur Entfernung aller titrierbaren Alkalimetallionen und im wesentlichen aller Anionen. Bei der
Analyse des Sols ergeben sich 29,7 °/o Siliciumdioxid.
122 Teile einer 3,9-n-Lithiumhydroxidlösung werden zu 202 Teilen des entionisierten Siliciumdioxidsols
hinzugegeben und die Bestandteile auf einem Waring-Mischer gründlich miteinander gemischt,
wobei das Gemisch während des Mischens aus einem mäßig starren Gel in eine semifluide, weißgefärbte
Aufschlämmung übergeht, aus der sich bei etwa 4tägigem Stehen ein leicht opalisierendes, fließfähiges
Sol bildet. Das so erhaltene Produkt enthält 18,5'Vo Siliciumdioxid und weist ein Molverhältnis von SiO.,
zu Li.,O von 4,6 : 1 auf.
100 Teile des oben beschriebenen Lithiumsilikats
werden mit 437 Teilen !einteiligem Zinkstaub versetzt. Das Gemisch wird bis zur Homogenität gründlich
gerührt und dann durch Spritzen auf 10,2 X 10,2-cm-Flußstahlplatten
aufgebracht, die zuvor durch Sandstrahlen und Lösungsmittelentfettung gereinigt worden sind, wobei der Überzug auf alle Platten
beidseitig auf eine Dicke von 0,075 bis 0,1 mm aufgebracht wird. Die Überzüge, die in der ursprünglich
aufgebrachten, nassen Form glänzend sind, werden an der Luft trocknen gelassen. Nach dem
Trocknen sind die Überzüge glatt, haftfest und gegen Korrosion in heißem Wasser wie auch 3prozentiger.
wäßriger Natriumchloridlösung hochbeständig.
r
Wie im Beispiel 1 wird ein Lithiumsilikat-Bindemittel
hergestellt, indem man 85,5 ml 3,9-n-Lithiumhydroxidlösung mit 201 g eines 29,8prozentigen
Siliciumdioxidsols mischt, das eine durchschnittliche Teilchengröße des Siliciumdioxids von 15 Millimikron
aufweist und wie im Beispiel 1 entionisiert worden ist. Das anfallende Bindemittel enthält
20,4 Gewichtsprozent Siliciumdioxid und hat ein Molverhältnis von SiO2 zu Li2O von 6:1.
so 433 Teile f einteiliger Zinkstaub werden mit
] 00 Teilen des obigen Bindemittels gemischt, bis eine homogene Dispersion vorliegt. Beim Aufbringen auf
Prüfplatten wie im Beispiel 1 erhält man mit diesem Überzugsmittel ähnliche vorteilhafte Ergebnisse wie
im Beispiel 1.
Wie im Beispiel 1 wird ein Lithiumsilikat-Bindemittel
hergestellt, indem man 34,2 ml 3,9-n-Lithium-
hydroxidlösung mit 201 g 29,8prozentigem Siliciumdioxidsol
mischt, das eine durchschnittliche Teilchengröße des Siliciumdioxids von 15 Millimikron aufweist
und wie im Beispiel 1 entionisiert worden ist. Das anfallende Lithiumsilikat-Bindemittel enthält
25,2 % Siliciumdioxid und hat ein Molverhältnis von SiO., zu Li2O von 15 : 1.
Man mischt 429 Teile feinteiliges Zinkpulver mit 100 Teilen des obigeu Bindemittels und rührt das
Gemisch, bis eine gleichmäßige Masse vorliegt, die man dann wie im Beispiel 2 auf Stahlplatten aufbringt
und trocknen läßt, wobei ein glatter, haftfester Überzug erhalten wird, der einen ausgezeichneten
Korrosionsschutz ergibt.
In einem Mischer werden 103 g gepulvertes kolloidales Siliciumdioxid mit einer durchschnittlichen
Teilchengröße von etwa 15 Millimikron mit 240 g Wasser gemischt. Zu der Dispersion des kolloidalen
Siliciumdioxids in dem Mischer werden 141 ml 5,16-n-Lithiumhydroxidlösung zugesetzt. Das
anfallende Lithiumsilikat-Bindemittel enthält 20 Vo Siliciumdioxid und hat ein Molverhältnis von SiO2
zu Li2O von 4,6 : 1.
Man gibt 243 Teile feinteiliges Zinkpulver mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 3 Mikron
zu 100 Teilen des obigen Bindemittels hinzu und rührt, bis eine gründliche Mischung erzielt ist. Das
anfallende Überzugsmittel wird auf Flußstahlplatten aufgebracht, wobei man einen glatten, haftfesten
Überzug erhält.
Durch Entionisieren eines Siliciumdioxid-Aquasols
(Teilchengröße 7 Millimikron) wie im Beispiel 2 wird ein Sol mit einem SiO2-Gehalt von 20,7 % gewonnen.
Durch Mischen von 193 g des entionisierten Sols mit 66,8 ml 5-n-Lithiumhydroxidlösung wird
wie im Beispiel 2 eine Lithiumsilikatlösung hergestellt,
die 15 °/o Siliciumdioxid, als SiCX1,, enthält und ein
Molverhältnis von SiO2 zu Li2O von 4 : 1 hat.
Man mischt 100 Teile feinteiliges Zinkpulver und 100 Teile der in der obigen Weise erhaltenen
Lithiumsilikatlösung, bis die Bestandteile homogen ineinander verteilt sind. Wenn man das anfallende
Mittel wie im Beispiel 2 auf Flußstahlplatten aufbringt, wird ein ähnlicher Korrosionsschutz erhalten.
Durch Entionisieren eines kolloidalen Siliciumdioxidsols mit einem Siliciumdioxidgehalt von 50 °/o,
als SiO2, und einer durchschnittlichen Teilchengröße des Siliciumdioxids von 25 Millimikron wie i:n Beispiel
2 wird ein Sol mit einem Siliciumdioxidgehalt von 42,4 °/o, als SiO2, gewonnen. Durch Mischen
von 282 g des entionisierten Sols mit 106,8 ml 5-n-Lithiumhydroxidlösung
wird wie im Beispiel 2 eine Lithiumsilikatlösung hergestellt, die 30 % Siliciumdioxid,
als SiO2, enthält und ein Molverhältnis von SiO, zu Li2O von 7,5 : 1 hat.
350 Teile feinteiliges Zinkpulver und 100 Teile der in der obigen Weise erhaltenen Lithiumsilikatlösung
werden gemischt, bis die Bestandteile homogen ineinander dispergiert sind. Wenn man das
anfallende Mittel wie im Beispiel 2 auf Flußstahlplatten aufbringt, wird ein glatter, haftender Überzug
und ähnlicher Korrosionsschutz erhalten.
Wie im Beispiel 1 wird ein Siliciumdioxidsol mit einer Teilchengröße von 15 Millimikron und einem
Siliciumdioxidgehalt von 30 °/o, als SiO2, entionisiert.
435,6 g des entionisierten Sols, das 27,5 % Siliciumdioxid, als SiO2, enthält, werden wie im Beispiel 1
mit 40 ml einer 4-n-Lithiumhydroxidlösung gemischt. Das anfallende Lithiumsilikat-Bindemittel enthält
25 % Siliciumdioxid, als SiO,, und hat ein Molverhältnis von SiO2 zu Li2O von 25 : 1.
430 Teile feinteiliges, gepulvertes Zink mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 7 Mikron
werden mit 100 Teilen des obigen Lithiumsilikat-Bindemittels gemischt, bis die Bestandteile homogen
ineinander dispergiert sind. Das anfallende Mittel wird wie im Beispiel 1 auf Flußstahlplatten aufgebracht,
wobei man einen glatten, haftenden Überzug und eine gute Korrosionsfestigkeit erhält.
Es wurden die Einwirkung von Natriumhydroxid auf die Stabilität von wäßrigen Lithiumsilikatlösungen
und die Eigenschaften von daraus hergestellten, mit Zinkpulver pigmentierten Überzugsmitteln untersucht.
Für die Versuche verwendet wurden einerseits Lithiumhydroxid enthaltende, kolloidale Kieselsäure,
die gemäß USA.-Patent 3 130 061 durch Natriumhydroxid stabilisiert war, und andererseits erfindungsgemäß
verwendete, nicht mit Natriumhydroxid stabilisierte Lithiumsilikatlösungen.
Es wurde durch experimentelle Bestimmung der Gelzeit von kolloidalen Kieselsäuresolen gefunden,
daß bei pH-Werten von 6 und darunter überhaupt keine Stabilisierung durch Natriumhydroxid erfolgt.
Stabile, im Handel erhältliche Sole enthalten mindestens 0,1 0Zo Na2O, wodurch der pH-Wert in der
Gegend von 8,5 und darüber liegt. Im Gegensatz dazu sind die erfindungsgemäß verwendeten Ausgangssole
vollständig entionisiert oder bis auf einen pH-Wert von weniger als 4 entionisiert und daher
nicht durch Alkali stabilisiert. Die erfindungsgemäß verwendeten Sole enthalten zwar infolge ihrer Herstellung
aus Natriumsilikat noch Spuren von eingeschlossenem Na2O. Dieses Na2O läßt sich aber
weder durch Ionenaustausch leicht entfernen, noch ist es durch Säuretitration nachweisbar. Es trägt auch
nicht zur Stabilität der kolloidalen Lösung bei, da es keine nutzbare Ladung trägt.
Die überraschendste Wirkung der Anwesenheit
ίο geringer Mengen an Na2O auf die Eigenschaften von
Lithiumpolysilikat ist die Abnahme der Solstabilität bei erhöhter Temperatur. Diese Wirkung ist am leichtesten
an Solen mittlerer Molverhältnisse, z. B. SiO2 zu Li2O = 5,5 bis 7,5, zu beobachten, da der-
t5 artige Sole beim Erhitzen weniger stabil sind als
solche mit höherem oder niedrigerem Molverhältnis. Die nachstehende Tabelle zeigt die Wirkung von
Na2O bei 51,7° C für drei Soltypen. Eine Wirkung
tritt auch bei niedrigerer Temperatur, z. B. 43,3° C,
ao und vermutlich sogar bei Raumtemperatur über sehr
lange Zeiträume hin auf.
| "/o SiO2 | Molverhäknis SiO2ZU M2O |
»/ο Na2O, be zogen auf das gesamte Alkali |
Gelzeit in Tagen |
| 19,1 | 4,5 | 25 | 75 bis 100 |
| 20,0 | 4,6 | 0 | 250 bis 400 |
| 30 20,0 | δ,Ο | 0 | 18 |
| 20,0 | 6,0 | 2,0 | 11,5 |
| 20,0 | 6,0 | 6,5 | 5,5 |
| 20,0 | 6,0 | 25 | 3 |
| 23,3 | 7,5 | 0 | 14 |
| 35 23,3 | 7,5 | 2,5 | 6,5 |
| 23,3 | 7,5 | 8 | 2,5 |
| 23,3 | 7,5 | 25 | 1,2 |
Aus den vorstehenden Werten geht deut'ich hervor, wie unerwünscht eine Verwendung von mit
Natriumhydroxid stabilisierter, kolloidaler Kieselsäure bei der Herstellung von Lithiumpolysilikat ist.
Die Brauchbarkeit solcher Produkte kann nur dann über längere Zeit erhalten werden, wenn die Produkte
kühl gelagert werden.
Die Anwesenheit geringer Mengen Na2O in dem
Lithiumsilikatträger von zinkreichen Anstrichmassen setzt die Beständigkeit einer damit angestrichenen
Stahloberfläche gegen Angriff durch Wasser und verdünnte Salzlösung herab. Drei Versuche, die
hierzu durchgeführt wurden, werden nachstehend getrennt beschrieben.
1. Wasserempfindlichkeit
Zinkreiche Anstrichmassen, bei denen ein Lithiumsilikatträger zur Anwendung kommt, sind selbsthärtend,
d. h., nach dem Trocknen härten sie von allein und werden nicht mehr durch Wasser gelöst
und angegriffen. Dieser Versuch zeigt die Schnelligkeit und Vollständigkeit der Selbsthärtung. Eine
vollständig überzogene Flußstahlplatte wurde zur Hälfte 1 Stunde nach dem Aufbringen des Überzugs
in schwach gerührtes Wasser eingetaucht und 1 Stunde lang in dem Wasser gelassen. Dann wurde
sie herausgenommen und untersucht. Ein Angriff erfolgte hauptsächlich an der Luft-Wasser-Grenzfläche,
wobei entweder das nichtgehärtete Bindemittel ausgelaugt wurde, so daß ein kreideartiger Überzug
zurückblieb, oder indem in dem gesamten Überzug Risse oder Blasen auftraten. In ungünstigen Fällen
kann der gesamte eingetauchte Teil des Überzugs blasig oder erodiert werden. Die nachstehende
Tabelle zeigt die Wirkung variierender Na2O-Gehalte
bei zwei unterschiedlichen Überzugstypen.
| 1Vo Na2O, be | Beobachtungen an den | |
| Molverhältnis | zogen auf das | geprüften Stücken |
| SiO2 zu M2O | gesamte | |
| Alkali | Überzug unversehrt. Ander | |
| 4,6 | 0 | Grenzfläche etwas kreide |
| artig | ||
| Ein Teil des Überzugs ist | ||
| 4,6 | 1,5 | erodiert und blasig |
| Durchgehende Risse und | ||
| 4,6 | 5,5 | Blasen entlang der Grenz |
| fläche | ||
| Der Überzug ist hart und | ||
| 7,5 | 0 | unversehrt. Gelegentlich |
| auftretende kleine Risse | ||
| Weich und kreideartig an | ||
| 7,5 | 2,5 | der Grenzfläche |
| MoI- vcrhültnis SiOo zu M2O |
"/«Na2O, bezogen auf das gesamte Alkali |
Versuchs- daucr in Tagen |
Beobachtung |
| 4,6 4,6 7,5 7,5 |
O 5,5 O 2,5 |
14 6 9 4 |
40 bis 600Ai des Grcnz- flächcnbereichs sind an gegriffen Allgemeiner Angriff an undunterhalbderGrcnz- fiäche Wenig oder gar kein Angriff 40 bis 60% des Grenz flächenbereichs sind an gegriffen |
Die objnslehenden Werte zeigen, daß Na.,O die
Härtungsreaktion in der zinkreichen Anstrichmasse, selbst wenn nur 1 bis 3 "Λ» des insgesamt vorhandenen
Alkalis Na.,O ist, inhibiert. Die Wirkung ist sowohl bei Anstrichmassen, deren Gesamtverhältnis so
niedrig ist, daß die Härtungsreaktion selbst in Ab-Wesenheit von Na2O ziemlich langsam verläuft, als
auch in Anstrichmassen mit höherem Verhältnis, bei denen die Hartungsreaktion in Abwesenheit von
NanO rasch und vollständig verläuft, merklich.
40 2. Eintauchen in Wasser bei 80° C
Dieser Versuch wurde als beschleunigter Wassertauchtest angesetzt. Vollständig überzogene Flußstahlplatten,
die nach dem Anstreichen mindestens 2 Tage lang gealtert worden waren, wurden zur
Hälfte in bei 80° C gehaltenes Leitungswasser eingetaucht, und der Angriff wurde im Verlauf von
einigen Tagen beobachtet. Der Angriff setzte stets am ausgeprägtesten an der Luft-Wasser-Grenzfiäche
ein. Die nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisse.
Die Versuchsergebnisse zeigen deutlich die schädliche
Wirkung des Na.,0.
3. Eintauchen in 3prozentige NaCl-Lösung
Bei diesem Versuch erfolgt ein ähnlicher Angriff wie beim Eintauchen in Meerwasser. Vollständig überzogene Platten wurden zur Hälfte in eine 3ptnzentige Lösung von Natriumchlorid eingetaucht, die bei Raumtemperatur gehalten wurde, und periodisch wurde der Angriff beobachtet, der hauptsächlich an der Luft-Wasscr-Grenzfläche eintrat. Die niei-.-ten Anstrichmassen, die aus Trägern mit niedrigem SiO .-ZU-Li2O-Verhältnissen, z.B. unter 6:1, hergestellt worden waren, wurden selbst in Abwesenheit um Na2O rasch angegriffen, und es wurde keine deutliche Wirkung des Na.,O beobachtet. Bei einem Verhältnis von 7,5 : 1 jedoch blieben Na„O-freie Pladcn über einen Zeitraum von 3 Tagen praktisch unversehrt, während diejenigen Platten, welche nur 2.5 % Na2O, bezogen auf das gesamte Alkali, enthielten. im gleichen Zeitraum kreideartig und an der Grenzfläche teilweise erodiert wurden.
Bei diesem Versuch erfolgt ein ähnlicher Angriff wie beim Eintauchen in Meerwasser. Vollständig überzogene Platten wurden zur Hälfte in eine 3ptnzentige Lösung von Natriumchlorid eingetaucht, die bei Raumtemperatur gehalten wurde, und periodisch wurde der Angriff beobachtet, der hauptsächlich an der Luft-Wasscr-Grenzfläche eintrat. Die niei-.-ten Anstrichmassen, die aus Trägern mit niedrigem SiO .-ZU-Li2O-Verhältnissen, z.B. unter 6:1, hergestellt worden waren, wurden selbst in Abwesenheit um Na2O rasch angegriffen, und es wurde keine deutliche Wirkung des Na.,O beobachtet. Bei einem Verhältnis von 7,5 : 1 jedoch blieben Na„O-freie Pladcn über einen Zeitraum von 3 Tagen praktisch unversehrt, während diejenigen Platten, welche nur 2.5 % Na2O, bezogen auf das gesamte Alkali, enthielten. im gleichen Zeitraum kreideartig und an der Grenzfläche teilweise erodiert wurden.
Aus den beschriebenen Versuchen geht die technische Überlegenheit der erfindungsgemäß verwendeten
Lithiumsilikatlösungen gegenüber den bekannten, mit Alkali stabilisierten Lithiumsilikatlösungen
hervor. Die Lösungen der Erfindung haben eine überraschend höhere Stabilität. Außerdem ergeben die
aus ihnen hergestellten Überzugsmittel besser haltende und beständigere Überzüge als die aus den
bekannten Überzugsmitteln erhaltenen.
Claims (3)
1. Verwendung wäßuger Lithiumsilikatlösungen, welche 15 bis 35 Gewichtsprozent Siliciumdioxid,
als SiO.,, und im wesentlichen keine durch Ionenaustausch entfernbaren Natrium- oder
Kaliumionen enthalten und ein Molverhältnis von SiO., zu Li2O von 4: 1 bis 25: 1 aufweisen,
als Bindemittel für wäßrige, mit Zinkpulver pigmentierte Überzugsmittel.
2. Verwendung von wäßriger Lithiumsilikatlösung mit dem Molverhältnis von SiO, zu Li.,O
4,5 : 1 bis 5:1 nach Anspruch 1.
3. Verwendung von wäßriger Lithiumsilikailösung mit dem Molverhältnis von SiO., zu Li.,O
7:1 bis 8 : 1 nach Anspruch 1.
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