DE1964331C3 - Vorrichtung zum Herstellen von Handschuhen aus Latex - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Handschuhen aus LatexInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Handschuhen aus Latex mit einer gegenüber
den übrigen Teilen des Handschuhs im Manschetienteil verdickten Wand, mit einer oder mehreren
handförmigen Formen, einem Förderer mit Steuereinrichtungen zum Fördern der Formen zu mehreren Bearbeitungsstationen,
einer Einrichtung zum Aufbringen eines konzentrierten flüssigen Gerinnungsmittels auf
die Formen in einer der Bearbeitungsstationen, einer Einrichtung zum Aufbringen eines verdünnten flüssigen
Gerinnungsmittels auf den Handteil der mit den Fingern nach unten angeordneten Formen und einer Einrichtung
zum Aufbringen von flüssigem Latex auf die Formen.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DL-PS 42J^ werden die einzelnen Handformen zunächst mit
den Fingerspitzen nach unten über ihren gesamten Bereich
in ein Bad mit konzentriertem Gerinnungsmittel eingetaucht, um dann in einer weiteren Bearbeitungsstation in gleicher Anordnung mit den Fingern nach
unten lediglich bis zum Anfang das Manschettenbereichs in ein Bad mit verdünntem Gerinnungsmittel eingetaucht
zu werden, damit sich das zunächst auf die Gesamt form aufgetragene konzentrierte Gerinnungsmittel im Handbereich wieder verdünnt. Danach wer-
den die Handformen dann in ein Latexbad eingetaucht, wo sich im Manschettenbereich der Handformen wegen
der dort noch vorhandenen stärkeren Kon/cntra-331
tion des GerinnungsmitteJs mehr Latex niederschlag
als iss übrigen Bereich der Handformen, wo das Gerin
nungsmktel verdönjBi wurde. Man erhält damit Gummi
handschuhe, die im· Manschettenteil verstärkt sind unc
demgegenüber einen dünnwandigen Handteil haben Die nachträgliche Verdünnung des konzentrierten Ge
rinnungsmittels ist jedoch für eine gleichmäßige dünn
wandige Ausbildung im Handteil der Handschuhe nachteilig. Bei mit den Fängern nach unten gerichteter
Handformen, die in Bäder eintauchen, ist man gezwun gen, bei der Anwendung von Gerinnungsmitteln unter
scbiedlicher Konzentration zuerst das konzentrierte
Gerinnungsmittel auf die gesamte Form aufzutrager und es dann teilweise wieder abzuwaschen.
Es ist auch schon bekannt, die Handformen zur Her
stellung von Gummihandschuhen beim Durchlau durch das Tauchbad mit Gerinnungsmittel umzukehren
damit sie mit den Fingern zuerst sowohl in das Bac eintauchen wie auch das Bad wieder verlassen. Danach
werden sie dann mit den Fingern nach oben gerichtei in ein Latexbad eingetaucht und in dieser Anordnung
auch wieder aus dem Bad herausgenommen, so daß dei Manschetienteil der Formen am längsten im Latexbac
verbleibt (US-PS 2 683 28b). Diese bekannte Vorrichtung ermöglicht jedoch nur die Auftrzgung eines einzigen
Gerinnungsmittels von einer Konzentration, wes wecen im Latexbad nur eine mehr oder weniger ein
heitliche Abscheidung auf den Handformen erfolgt Durch das längere VerbleiDen der Manschettenteile dei
Handformen im Latexbad erreicht man zwar eine et was dickwandigere Ausbildung der Manschettenteile
der Handschuhe, für die gleichzeitige Ausbildung eine; besonders festen Manschettenteils sowie eines sehi
dünnwandigen, gleichmäßigen Handteils ist eine derar tige Vorrichtung jedoch nicht geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art in dei
Richtung zu verbessern, daß damit Handschuhe mil einem besonders ebenmäßigen dünnwandigen Handteii
und einem verstärkten Mansehettenteil gefertigt wer den köiinen. indem auf die entsprechenden Zonen det
Handformen getrennt konzentriertes bzw. verdünnte* Gerinnungsmittel unmittelbar aufgetragen wird.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vor richtung dadurch gelöst, daß innerhalb der Bearbei
tungsstation mit der Einrichtung zum Aufbringen de; konzentrierten flüssigen Gerinnungsmittels eine Einrichtung
zum Wenden der Formen in eine mit den Fin gern nach oben gerichtete Lage angeordnet ist.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Vor
richtung liegt darin, daß das konzentrierte Gerinnungs mittel in aufrechter Lage der Handformen nur auf de
ren Manschettenteile aufgetragen werden kann, oiine daß es auf den Handteii der Formen verläuft. Im nach
folgenden Arbeitsgang kann dann das verdünnte Ge rinnungsmittel unmittelbar auf die übrigen Teile dei
Handformen aufgebracht werden, wobei entsprechend der leicht vorbestimmbaren Konzentrationen der Gerinnungsmittel
sich im Latexbad gleichmäßige dünn wandige und dickwandige Niederschläge ergeben.
Vorteilhaft besteht bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Einrichtung zum Aufbringen des konzentrierten
flüssigen Gerinnungsmitteis aus mindesten« einer auf die Manschettenteile der Former gerichteter
Düse.
Dabei ist ferner vorteilhaft, wenn die Düse bzw. Düsen längs einer Reihe von mehreren Formen hin und
her bewegbar sind.
jyn weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die Formen in
jkrer aufrechten Anordnung drehbar sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen
noch näher erläutert
„la dea Zeichnungen, die ein bevorzugtes Ausfühjyngsbeispiel
der Vorrichtung nach der Erfindung zeigen.«!
F i g. 1 eine schematische Darstellung, wobei zwecks KJarheü Teile weggelassen sind,
Fig.2 eine schaubildliche Darstellung eines Teiles
eines Tragwerkes für Formen der Vorrichtung gemäß F i g. 1 in vergrößerter Darstellung,
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer Form in !aufrechter Stellung wobei die Finger zur Aufbringung
,eines, konzentrierten Gerinnungsmittels auf den Manschettenteil
der Form nach oben gekehrt sind,
Fig.4 eine schematische Darstellung der Foim gemäß
F i g. 3 in umgekehrter Stellung, wobei die Finger nach unten gerichtet und in ein Bad eines verdünnten,
auf den Handteil der Form aufzubringenden Gerinnungsmitiels
eingetaucht sind.
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Form ge maß F i g. 3 und 4 in umgekehrter Stellung, wobei die
Finger nach unten gerichtet und in ein Latexbad eingetaucht sind, um Latex auf den gesamten handschuhbildenden
Teil der Form aufzubringen,
F i g. 6 einen Längsschnitt durch einen mit der Vorrichtung
hergestellten Handschuh auf seiner Form.
Wie aus den F i g. 1 und 2 ersichtlich, weist die Vorrichtung
eine Fördereinrichtung mit zwei parallelen, endlosen Förderketten 1 auf, von denen jede um zwei
mit Abstand voneinander angeordnete Kettenkränze (nicht dargestellt) läuft und zwischen den Kettenkränzen
von einer Schiene 2 gehalten wird. An einem Ende der Bahn der Förderketten t sind die entsprechenden
Kettenkränze auf einer gemeinsamen Welle gelagert, die in Diehrichtung versetzt werden kann, um die Förderketten
1 anzutreiben. Die Förderketten t tragen zwischen sich mehrere, in Längsrichtung mit Abstand
voneinander angeordnete Tragwerke 3 für handförmige Formen 5.
ledes Tragwerk 3 weist zwei Träger 4 aus Alumini-1,
ί auf, an denen jeweils mehrere der Formen 5 in einer Reihe angebracht sind, wobei die M.inschettentei-Ie
der Formen 5 am jeweiligen Träger 4 befestigt sind. Die zwei Träger 4 sind jeweils an ihren entgegengesetzten
Enden an zwei mit Abstand voneinander angeordneten Konsolen 6 befestigt, die an einem rohrförmigen
Querelement 7 angebracht sind. Das Querelement 7 ist drehbar auf einer Welle 8 mit rundem Querschnitt
gelagert, welche mit ihren beiden Enden starr an den unteren Enden von Haltern 9 befestigt sind, welche
wiederum mit ihren oberen Enden mit den Förderketten t verbolzt sind. Es ist beachtenswert, daß jede
Welle 8 in Querrichtung zwischen den Förderketten 1 gelagert ist und von den Förderketten 1 vorwärts bewegt
wird, wenn diese sich in Längsrichtung bewegen. Bei ihrer Vorwärtsbewegung nimmt die Welle 8 das
Querelement 7, die Träger 4 und die Formen 5 des Tragwerks 3 mit. Die Halter 9 sind nahe an den inneren
Rändern der Schienen 2 angeordnet und führen die Förderketten 1 in ihrer Lage auf den Schienen 2.
ledes Tragwerk 3 wird mit den Förderketten 1 von einer ersten Bearbeitungsstation -4 über eine zweite
Bearbeitungsstation B zu einer dritten Bearbeilungssta- <\s
tion C transportier«. Außerdem dreht sich jedes Tragwerk' 3 von einer aufrechten Stellung, bei der die Finger
der Formen 5 nach oben gerichtet sind, bis in eine umgekehrte Stellung, bei der die Finger der Formen 5
nach unten gerichtet sind, um seine Welle 8. Eine Steuereinrichtung, die weiter unten eingehend beschrieben
wird, hält jedes Tragwerk 3 an der ersten Bearbeiiungsstation A in aufrechter Stellung und an
der zweiten sowie der dritten Bearbeitungsstation B, C gemäß F i g. 1 in umgekehrter Stellung.
Die Steuereinrichtung weist zwei Führungsrollen tO
auf, die am rohrförmigen Querelement 7 jedes Tragwerkes 3 angeordnet sind.
Wie aus F i g, 2 ersichtlich ist, ist ein Träger 11 an
einem Ende des rohrförmigen Querelements 7 hefe stigt. An diesem Träger 11 sind die Führungsrollen 10
in Längsrichtung der Förderketten 1 mit Abstand voneinander gelagert. Die Drehachsen der Führungsrollen
10 liegen in der gleichen horizontalen Ebene wie die Drehachse des Querelements 7, Die Führungsrollen 10
stehen mit einer Führungsschiene 12 in Berührung und verhindern, daß sich das Tragwerk 3 um seine Welle 8
dreht, wodurch die Formen 5 an der Bearbeiiungsstation A und über einen bestimmten Abschnitt ihrer Bahn
von dieser in Richtung der Bearbeitungsstation B in aufrechter Stellung gehalten werden.
Die Steuereinrichtung weist außerdem ein Zahnrad 13 auf. das an dem den Führungsrollen 10 entgegenge
setzten Ende an dem rohrförmigen Querelement 7 jedes Tragwerks 3 angebracht ist. Wenn sich die Tragwerke
3 mit den Förderketten 1 vorwärts bewegen, kämmen die Zahnräder 13 an den rohrförmigen Querlementen
7 der verschiedenen Tragwerke 3 mit ortsfesten Zahnstangen 14. die sich längs der Bahn der Zahn
räder 13 erstrecken. Die Zahnstangen 14 haben eine Länge, die gerade ausreicht, um die Tragwerke 3 um
180 zudrehen.
Die Führungsschiene 12 ist in ihrer Längsrichtung in Abständen durch Aussparungen 15 so unterbrochen,
daß sich die vordere Führungsrolle 10 beim Eingriff zwischen dem Zahnrad 13 eines Tragwerkes 3 und
einer Zahnstange 14 durch die Aussparung 15 nach unten bewegt, damit sich das Tragwerk 3 auf Grund des
Eingriffs zwischen dem Zahnrad 13 und der Zahnstange 14 um seine Welle 8 drehen kann. |ede Aussparung
15 der Führungsschiene 12 ist so lang, daß die Führungsrolle
10, die dort vorn liegt, mit der oberen Oberfläche der Führungsschiene 12 an der abgelegenen Seite
der Aussparung 15 in Berührung kommt, wenn sich das Zahnrad 13 gerade aus der Zahnstange 14 herausbewegt.
Die hintere Führungsrolle 10 läuft danach auf die obere Oberfläche der Führungsschiene 12. wenn die
Förderketten 1 ihre Vorwärtsbewegung fortsetzen. Es ist lu beachten, daß die Führungstollen 10, wenn sie
beide mit der Führungsschiene 12 wieder in Berührung stehen, eine Drehung des Tragwerkes 3 um die Welle 8
verhindern, bis die nächste Zahnstange 14 und die Aussparung 15 der Führungsschiene 12 erreicht werden.
Wenn mehrere Zahnstangen 14 und Aussparungen 15 längs der Förderketjen 1 verteilt sind, kann jedes Tragwerk
3 je nach Bedarf an verschiedenen Stellen der Bahn der Förderketten 1 in aufrechter oder umgekehrter
Stellung gehalten werden.
An der Bearbeitungsstation A sind für jede Reihe
von Formen 5 zwei seitlich mit Abstand angeordnete Zuleitungen 16 für ein konzentriertes Gerinnungsmittel
vorgesehen. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist. sind die beiden doppelten Zuleitungen 16 an einem Schlitten 17
angebracht, der durch pneumatische Betätigung in Querrichtung der Förderkelten J so hin und her bewegt
werden kann, daß die doppelten Zuleitungen 16
jeweils über ihre Reihe von einem Ende bis zum anderen
auf den gegenüberliegenden Seiten hin und her bewegt werden können, wenn sich die Formen 5 in der
Bearbeitungsstation A in einer aufrechten Stellung befinden.
Die Zuleitungen 16 weisen an ihren Enden Dusen
16a auf, die den Manschettenteilen 5a der Formen 5 zugekehrt sind und sich an den Manschettenteilen 5a
aufeinanderfolgender Formen 5 vorbei bewegen, wenn sich die Zuleitungen 16 hin und her bewegen, so daß
Strahlen konzentrierten Gerinnungsmittels von entgegengesetzten Seiten der Formen 5 gegen die Manschettenteile
5a gerichtet werden. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Manschettenteil 5a jeder Form 5 in
angemessener Weise mit konzentriertem Gerinnungsmittel beschichtet wird.
Ein ortsfester Behälter 18 für konzentriertes Gerintiungsmittel
ist unterhalb der mit konzentriertem Gerinnungsmittel zu beschickenden Formen 5 an der
Bearbeitungsstation A angeordnet, so daß er konzentriertes Gerinnungsmittel, das von den Formen 5 abtropft,
auffängt. Das konzentrierte Gerinnungsmittel kann vom Behälter 18 zu den Zuleitungen 16 gefördert
werden.
An der Bearbeitungsstation B ist ein Behälter 19 für ein verdünntes Gerinnungsmittelbad angeordnet. Der
Behälter 19 ist an einer hydraulischen Hubvorrichtung 20 angebracht, die den Behälter 19 für eine bestimmte
Zeit anhebt, um die Handteile 56 der Formen 5 des Tragwerkes 3 an der Bearbeitungsstation ßin verdünntes
Gerinnungsmittel einzutauchen.
An der Bearbeitungsstation Cist ein Behälter 21, der ein Latexbad enthält, angeordnet. Der Behälter 21 ist
an einer hydraulischen Hubvorrichtung 22 angebracht, die den Behälter 21 für einen bestimmten Zeitraum anhebt,
um alle handschuhformenden Teile der Formen 5 eines Tragwerkes 3 in den Latex zu tauchen.
Weitcrc Stationen, beispielsweise zürn Trocknen.
Reinigen usw.. können gegenüber den Bearbeitungsstationen A. B und C vorgesehen sein. So können beispielsweise
Trockenstationen zwischen den Bearbeitungsstationen A und B und B und C vorgesehen sein.
Trocken und Reinigungsstationen können hinter der Bearbeitungsstation C vorgesehen sein. Die Fördereinrichtung
kann mit ihrem oberen Kettentrum eine Trokken- und Vulkanisierstation (nicht dargestellt) durch
laufen.
Die Arbeit der Vorrichtung kann gesteuert werden
So kann die Vorrichtung derart angeordnet sein, daß zum Schluß eines Arbeitsspieles fertige und vulkanisierte
Handschuhe von den Formen 5 eines an einer Abstreifstation liegenden Tragwerkes 3 abgestreift
werden könnea
Nach dem Abstreifen der Handschuhe wird die Fördereinrichtung
von der Bedienungsperson wieder in Gang gesetzt. Dann hält die Fördereinrichtung automansch
an aufeinanderfolgenden Stellen, so daß die verschiedenen Tragwerke 3 an den Förderketlen ! an
den verschiedenen Bearbeitungsstationen A B. C, beispielsweise
an den Zuleitungen 16 für konzentriertes Gerinnungsmittel an der Bearbeitungsstation A. dem
Behälter 19 für verdünntes Gerinnungsmittel an der Bearbeitungsstation β und an dem Behälter 2! für La
tex an der Bearbeitungsstation C ordnungsgemäß in Stellung gebracht werden. Die Tragwerke 3 sind mit
gleichem Abstand über die Förderketten i verteilt, und die verschiedenen Bearbeitungsstationen A, 8. C sind
mit Abständen voneinander angeordnet, die ein Glei
ches oder ein Mehrfaches der Teilung zwischen be nachbarten Tragwerken 3 betragen, so daß die Trag
werke 3 für aufeinanderfolgende Arbeitsgänge genai über die Bahn der Förderketten 1 verteilt sind.
Die Anordnung höhenbewegbarer Tauchbehältei wie des Behälters 19 für verdünntes Gerinnungsmitte
an der Bearbeitungsstation B und des Behälters 21 füi Latex an der Bearbeitungsstation Ckann derart getrof
fen sein, daß sich diese Behälter 19, 21 mittels der hy draulischen Hubvorrichtungen 20 und 22 automaiisd
anheben lassen, sobald die Fördereinrichtung anhält Die Dauer des Stillstandes der Behälter 19, 21 am obe
ren Ende ihres Hubes, welcher zur Erzielung der erfor derlichen Tauchtiefen vorzugsweise variabel ist, kanr
durch elektrische Zeitgeber gesteuert werden. Durcl· elektrische und/oder pneumatische Kopplung kann die
Fördereinrichtung so gesteuert werden, daß sie sicr nicht vorwärts bewegen kann, bis alle Behälter 19, 21
sich in ihrer zurückgezogenen Ruhestellung befinden.
Während der Arbeit der Vorrichtung laufen die For men 5 jedes Tragwerkes 3 nacheinander von der Bearbeitungsstation
A über die Bearbeitungsstation B zui Bearbeitungsstation C An der Bearbeitungsstation A
sind die Formen 5 in aufrechter Stellung angeordnet bei der die Finger nach oben gekehrt sind und Strahler
konzentrierten Gerinnungsmittels durch die Düsen 16.· der Zuleitungen 16 gegen den Manschettenteil 5a jedei
Form 5 gerichtet werden.
Wie in F i g. 3 dargestellt ist, wird eine Schicht kon
zentrierten Gerinnungsmittels mit einem glatten Ranc 23 erzielt. Die Intensität der Strahlen des konzentrier
ten Gerinnungsmittels kann durch ein in jede Zuleitung 16 eingeschaltetes Ventil gesteuert werden, um einer
möglichst glatten Rand 23 zu erzielen.
Da die Formen 5 mit ihren Fingerteilen nach ober gekehrt sind, kann kein konzentriertes Gerinnungsmit
tel beim Aufbringen über die Handteile 56 laufen.
Eine gewisse Menge des konzentrierten Gerinnungs mittels läuft nach unten auf die Träger 4. die Querclemente
7 und andere zugeordnete Teile und bleibt an ihnen haften. Dies ist jedoch unproblematisch, da jedes
Tragwerk 3 wiederholt verwendet wird und jedesmal konzentriertes Gerinnungsmittel auf seine Teile gelangt,
wobei anhaftendes Gerinnungsmittel aufgelöst und von den Teilen des Tragwerkes abgewaschen wird
Es können Schirme (nicht dargestellt) vorgesehen sein
die benachbarte Teile wie die Zahnräder 13 und die Führungsrollen 10 schützen. Konzentriertes Gerin
nungsmittel. das vom Tragwerk 3 abtropft und/oder vom Tragwerk 3 abgewaschen wird, fällt in den Behäl
ter 18 und wird wieder verwendet. Der Abfall ist mini
mal.
An der Bearbeitungsstation B wird auf den Handteil 56 jeder Form 5 des Tragwerkes 3 verdünntes Gerin
nungsmittel aufgebracht, indem alle Fingerteile der Form 5 nach unten in ein Bad 24 des verdünnten Gerinnungsmittels
im Behälter 19 bis zu einer Stelle einge führt werdea die gerade über dem Rand 23 der am
Manschettenteil 5a vorgesehenen Schicht des konzentrierten Gerinmingsmittcls liegt was aus Fig.4 ersichtlich
ist.
An der Bearbeitungsstation Cwird auf den gesamten
handschuhbildenden Teil der Formen 5 eines Tragwer kes 3 Latex aufgebracht, indem alle Fingerteile der
Formen 5 nach unten bis zu der for einen Handschuh erforderlichen Länge in ein im Behälter 21 enthaltenes
1-atexbad 25 eingeführt wird, was aus F i g. 5 ersichtlich
im. Auf dem mit konzentriertem Gerinnungsmittel beschichteten Manschettenteil 5.i jeder Form gerinnt eine
dickere Latexschicht als auf dem Handieil 56, der mit
verdünntem Gerinnungsmittel beschichtet ist. Dies ist aus F i g. 6 ersichtlich.
Es wurde festgestellt, daß beim Arbeiten mit den vorstehend im Zusammenhang mit den F i g. 3 bis 6 beschriebenen
Bearbeitungsstationen A, B, C ein Operationshandschuh erzielt werden kann, der an den Fingerund
Handflächenteilen eine relativ geringe Dicke und am Manschettenteil eine relativ große Dicke hat. Es
wurde festgestellt, daß die Wand der Finger des Handschuhes, da diese gemäß F i g. 5 zuerst in das Latexbad
eintreten und zuletzt aus ihm herausgenommen wer-
den, ein wenig dicker als die Wand des Handflächenteiles ist. Ein Operationshandschuh mit einer Wanddicke
von 0,19 mm an den Fingern 5c, einer ein wenig kleine* ren Wanddicke am Handflächenteil und einer Wanddicke von 0,57 mm am offenen Ende des Manschettenteiles
5a wurde unter Verwendung einer 43%igen Kalziumnitratlösung als konzentriertes Gerinnungsmittel
und einer 8,6%igcn Kalziumnitratlösung als verdünntes G<*rinnungsmittel bei einem auf 40% Trockenkautschukgehalt
festgelegten Latex hergestellt. Ein derartiger Handschuh besitzt alle erforderlichen Wanddickeneigenschaften
eines Operationshandschuhes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- Patentansprüche:19L Verrichtung zum Herstellen von Handschuhen aus Latex niit einer gegenüber den übrigen Teilen des Handschuhs am Mansehettenteil verdickten Wand, mit einer oder mehreren bandförmigen Formen, einem Förderer mit Steuereinrichtungen zum Fördern der Formen zu mehreren Bearbeitungsstationen, einer Einrichtung zum Aufbringen eines konzentrierten flüssigen Gerinnungsroitteb auf die Formen in einer der Bearbeiiungsstatiouen, einer Einrichtung zum Aufbringen eines verdünnten flüssigen GerinnungsmitteJs auf den Handteil der mit den Fingern nach unten angeordneten Formen und einer Einrichtung zum Aufbringen von flüssigem Latex auf d5e Formen, da~ durch gekennzeichnet, daß innerhalb der Bearbeitungsstation (A) mit der Einrichtung zum Aufbringen des konzentrierten flüssigen Gerinnungsmittels eine Einrichtung zum Wenden der Formen (5) in eine mit den Fingern nach oben gerichtete Lage angeordnet ist
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (!6) zum Aufbringen des konzentrischen flüssigen Gerinnungsmittels aus mindestens einer auf die Manschettenteile (5<j) der Formen (5) gerichteten Düse (I6a) besteht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Düse bzw. Düsen (16j) längs einer Reihe von mehreren Formen (5) hin und her bewegbar sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen (5) in ihrer aufrechten Anordnung drehbar sind.
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